- Bitte nicht beim Weltbild stören
Der Medienmanager Rainer Esser hat im Ronzheimer-Podcast über die Probleme des Journalismus gesprochen. Ein hörenswertes Interview. Nicht wegen Essers kluger Analyse – sondern weil der langjährige Zeit-Topmanager eindrucksvoll demonstriert, wie man sich eigene Realitäten baut.
Die Wochenzeitung Die Zeit ist ein großer Erfolg. Innerhalb der Medienbranche gilt sie sogar als ein Best Case, wenn es darum geht, wie sich im Journalismus der Spagat schaffen lässt zwischen Tradition und Moderne, gedruckter Ausgabe und digitalem Angebot – und wie man dabei nicht nur die bestehende Leserschaft binden, sondern auch neue, vor allem jüngere Leser dazugewinnen kann. Etwa durch innovative Podcast-Formate wie den Open-End-Talk Alles gesagt der Zeit, der auch schon live im Hörsaal aufgezeichnet wurde.
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die das Schild "Bitte nicht stören" an ihrer Tür aufgehängt haben.
Wer, bitte, will auch schon gerne zugeben, daß er jahrelang auf einem Holzwege unterwegs war, der in einen gefährlichen Urwald führte?
Bei einem Menschen aus der Medienwelt kommt ja hinzu, daß er sein falsches Weltbild noch eifrig als richtig verkauft, also Millionen von Menschen mit auf den Holzweg genommen hat, was ihn zum verantwortungslosen Verführer
macht.
Nein, bei den "alten Eliten" ist nichts an wirklicher
Einsicht oder gar Reue zu holen! Vielleicht 5 von 100 werden da die Größe besitzen, sich zu ihren Irrtümern zu bekennen.
Es braucht jetzt n e u e Leute, die versuchen müssen den Karren "Deutschland" aus dem
links-grün versifften Morast herauszuziehen und
ihn mutig und mit großer Anstrengung wieder ans Laufen zu bekommen. Sonst wird er immer tiefer im Dreck versinken.
diese Narren des Journalismus. Nein sie tun mir nicht leid, denn sie verteidigen ihrer Narrentum wohlwissend, daß sie Narren sind. Kann man bereits von ausgewachsener Blödheit sprechen? Tja, an der "Zeit" scheint die Zeit vorbei zu laufen und es kommt die Zeit, dann ist die Zeit für die "Zeit" abgelaufen.
Helmut Schmidt, als ehemaliger Herausgeber der "Zeit", hätte da sicherlich ein etwas differenzierteres Weltbild. Sei's drum.
der ZEIT-Abonnent ist. Erstens ist es schade ums Geld und zweitens ist das wirklich ein linkes Propaganda-Medium. Ganz ganz schrecklich.
Danke an Ben Krischke, dessen Zusammenfassung sicherstellt, dass ich mir dieses Gespräch zwischen Esser und Ronzheimer nicht anhören werde. Das wäre Zeitverschwendung und meiner Gesundheit abträglich. Ich war mal ZEIT Leser und DLF Hörer. Bis Corona kam. Danach war alles anders.
Der Bau des antifaschistischen Schutzwall 1961 rettete der DDR das Ausbluten und das Leben. Die gesetzliche 3-fach Impfung meiner Lebensgefährtin (Kinderkrankenschwester) verursachte Arbeitsunfähigkeit und jahrelanges, bis heute erzeugtes Leid. Die psychologischen Fälle bei Kindern und Jugendlichen sind durch Corona oder Schutzmaßnahmen exorbitant gestiegen.
Als Ex-ZEITleser und aufgrund Ihres Artikels, Herr Krischke, habe ich mir diesen Podcast „angetan“ - und es war hart. Aber ich wollte es mit eigenen Ohren hören.
Wie ist es nur möglich, dass man so abgehoben ist. Auch die Kommentare auf YT zeugen massiv von Unverständnis für Essers Aussagen.
Ronzheimer war ihm ggü zwar zuckersüß, zeigte aber durchaus, dass er selbst mehr Bodenhaftung hat. Es ist eben ein Unterschied, ob man mal als Reporter wirklich in Krisensituationen „embedded“ war, oder sich ausschließlich in elitären Zirkeln von Champagner und Häppchen bewegt.
Der Erfolg der ZEIT liegt mMn darin begründet, dass sie vor allem nahbar wirkt und ihrer Leserschaft eine Community für Gleichgesinnte aus dem urbanen, akademischen, grün-linken Milieu bietet. Das journalistische Produkt ist dabei nur eines von vielen. Mein Eindruck ist auch, dass neuen Medien das erkannt haben, und versuchen, ähnliche Konzepte (NiUS oder „Freunde von Apollo“) auf der rechts-konservativen Seite anzubieten.
Ach wie schön wäre es, wenn ich so alt werden könnte wie Herr Esser, ohne dass die Realität zu mir durchdringt. Dem kann man ja nicht mal böse sein, er meints ja auch nicht böse. Seelig sind die Unwissenden.
Habe den Podcast nur zur Hälfte geschafft, denn da war ich schon ziemlich bedient mit dieser Abgehobenheit von Herrn Esser. Ich weiß nicht, ob er seine Schönfärbereien selbst glaubt oder wegen seines Milieus auf Sicher spielen muss. Wenn dass der viel gepriesene "Qualitätsjournalismus" sein soll, dann lobe ich mir die jungen Wilden von Tichy, Kontrafunk und Nius. Die reizen einen wenigstens zum Nachdenken und packen einen nicht so in grüne Bullerbü-Watte.
