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So soll´s aussehen: Ragù alla Bolognese mit Tagliatelle, natürlich jenseits der Fertigsauce. / dpa

Ragù alla Bolognese mit Tagliatelle - Jenseits der Fertigsoße

Tütensoßen wie „Bolognese fix“ sind nach wie vor große Verkaufsschlager. Doch wer jemals ein echtes Ragù alla Bolognese genossen hat, wird um die Tüten einen großen Bogen machen, ist unser Genusskolumnist überzeugt. Und erzählt, wie man das korrekt zubereitet.

Autoreninfo

Rainer Balcerowiak ist Journalist und Autor und wohnt in Berlin. Im Februar 2017 erschien von ihm „Die Heuchelei von der Reform: Wie die Politik Meinungen macht, desinformiert und falsche Hoffnungen weckt (edition berolina). Er betreibt den Blog „Genuss ist Notwehr“.

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Es wird mal wieder Zeit für Pasta. Und erneut wenden wir uns einem Klassiker zu: Spaghetti Bolognese. Und diesmal machen wir es uns ganz einfach. „Für die Zubereitung einfach Spaghetti kochen und das Hackfleisch in heißem Öl anbraten. 250ml Wasser zugießen und Beutelinhalt einrühren. Das Ganze 5 Minuten bei mittlerer Wärmezufuhr kochen lassen. Und fertig!“

Das empfiehlt jedenfalls einer der beiden Marktführer für Fertigsoßen aus der Tüte. Für den „vollmundigen Geschmack leckerer Spaghetti Bolognese“, wie es auf der Packung heißt, wird ein lukullisches Füllhorn zusammengeschüttet: Dehydrierte Extrakte von Tomaten, Karotten, Zwiebeln, Karotten, Paprika und Kräutern, Reismehl, Hefeextrakt, Zucker und gehärtetes Fett. Kann aber auch „Sellerie, Eier, glutenhaltiges Getreide, Milch, Senf und Soja enthalten“, werden Allergiker noch pflichtgemäß gewarnt.

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Bernd Muhlack | Sa, 20. März 2021 - 17:02

Welch Zufall!
Ich hatte just gestern "Nudeln-Bolognese" geköchelt. Natürlich darf ich auch Spaghetti nehmen!

Nein, solch eine feine Sauce ist kein Hexenwerk.
Der sich in der Küche verbreitende Duft ist fast besser als letztlich das Essen selbst - im Gegensatz zu Bratkartoffeln keinerlei Fettgeruch.

Ich erwähnte hier bereits meine ehemaligen italienischen Nachbarn, ursprünglich aus Lecce, ganz unten am Stiefelabsatz.
Wenn Anna kochte, waren bei uns immer die Fenster offen: dieser Duft!
Und es wurde immer etwas "rübergebracht!"
Leider sind sie umgezogen.

300 gr Rinderhack für vier Personen?
Okay, wenn Prof. Dr. Lauterbach dabei ist könnte das knapp reichen!
Auch den Weinanteil der Sauce setzen "wir" gerne etwas höher an.
Käse?
Hey ho, geriebener Parmesan gehört für mich zwingend dazu!

Eines noch.
Die Sauce auf dem Bild erinnert eher an den seltsamen Inhalt einer Pizza calzone - so mancher packt da ja alles Mögliche rein!
Niemals kaufen, bestellen, nur sälba machen!

Frühlingsanfang!

Peter Lutz | Sa, 20. März 2021 - 17:45

Den Kochlöffel schwingen gelingt mir eigentlich sehr gut. Zumindest nach dem Geschmack der Familie, Freundeskreis, Arbeitskollegen, Nachbarn ... Vor allem schwäbische und italienische Gerichte gelingen mir meist sehr gut!
Ich bin überrascht das der Autor hier, völlig richtig erwähnt, dass zu dieser Bolognese unbedingt Tagliatelle gereicht werden, auf dem Foto aber Spagetti zu sehen sind.
Weiter sind auf dem Foto Pilze und Erbsen zu sehen, die kommen im Rezept aber gar nicht vor! Die im Rezept genannte Sellerie kann ich eventuell noch erkennen, die Möhren sind aber wohl vom Haushäschen schon vernascht worden. Italienische Kräuter sind hier wohl auch total überflüssig? Das weis ich aber anders!
Lieber Cicero, ich habe kein Kochbuch Blog abonniert, kann aber sehr gut damit leben das ihr auch Rezepte veröffentlicht. Nur dann macht es bitte richtig und nicht so halbherzig!

Danke

ist eigentlich wurscht, ob sie Tagliatelle, Spaghetti o.ä. dazu servieren, Herr Lutz.
Es geht doch um die Bolognese-Soße. Und wenn doch unbedingt T. dann am besten mit selbsgemachten Nudeln aus italienischen Hartweizengries (Tipo 00).
In Italien wird Bolognese-Soße je nach Region mit verschiedenen Zutaten kreiert. Mit Erbsen und Möhren habe ich sie dort schon öfters gegessen.
Was ich noch unter dem Rinderhack mische ist eine anständige original ital. Salsiccia. Die rundet den Geschmack nochmals ab und gibt der Soße einen gewissen Pep. Einfach herrlich!
Aber letztendlich ist es alles eine Geschmacksache. Jeden nach seiner Fasson.
Für mich ist die ital. Küche eh die Beste.
Gute Zutaten sind der Grundstock eines guten Essens. Nur da hapert es ja bei den Deutschen immer noch. Ein 60.000 tausend teurer SUV auf dem Parkplatz und den Einkaufswagen beim Aldi bis zur Kante gefüllt. Das Hackfleisch dann verschweißt in Plastik abgreifen mit 5-6 Tage MHD! Wie geht das zusammen.
Salute

helmut armbruster | Sa, 20. März 2021 - 19:15

das Rezept ist leider nicht vollständig ohne Parmesan (frisch gerieben natürlich, nicht aus dem Päckchen,denn serviert und gegessen werden tagliatelle alla bolognese natürlich mit Parmesan.

Helmut Bachmann | So, 21. März 2021 - 00:45

am besten mehr als 2h, eher 3-4.

Achim Koester | So, 21. März 2021 - 10:51

Auf dem Foto sind eindeutig Spaghetti abgebildet, Tagliatelle sind flach, was also ist richtig?
Geschmacklich ist das Rezept allerdings Spitze, Kompliment 👍

Dorothee Sehrt-Irrek | So, 21. März 2021 - 12:24

gesondert für die Bolognesesauce verwenden, aber die italienische Kräutermischung werden Sie doch gelten lassen?
Ich mische Oliven und Sonnenblumenöl und werde irgendwann auch mal das Hack durch Soja ersetzen.
Da es sich dabei ja um Bohnen handelt, kann man natürlich auch überlegen, ob man zu grünen Bohnen greift, gemeint sind nicht die langen grünen Bohnen, auch nicht die ganz dicken grünen Bohnen, obwohl...
Aber was sind diese kleinen grünen Bohnen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, früher aber gerne zu Hack und Reis aß?