- Die CDU sollte mehr Gramsci wagen
Mit dem Genderverbot in seiner Behörde stößt Kulturstaatsminister Wolfram Weimer eine Debatte an, die weit über Sprachfragen hinausgeht. Sein Vorstoß ist auch das Zeichen eines zarten Widerstands gegen eine rot-grüne kulturelle Hegemonie. Bitte mehr davon.
Der neue Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) hat angeordnet, dass in seiner Behörde künftig keine Gendersprache mit Sonderzeichen mehr verwendet werden soll. In „Briefen, E-Mails und Vermerken“ soll also wieder in ganz normalem Deutsch geschrieben werden – mit der Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“, ohne Sternchen, Binnen-I oder Doppelpunkte. Weimer verweist dabei auf die Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung. Jeder könne sich privat ausdrücken, wie er wolle, so Weimer. Im Kanzleramt gilt ab jetzt: sprachlich korrekt, klar und einheitlich.
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Bringt nix, führt zu nix, wer das Sommerinterview mit dem grünen Banaczek gehört hat, der sollte wissen, daß mit solchen Leuten, die es übrigens auch zu Hauf in der SPD gibt, kein Staat zu machen ist.
Von der Liebe zum eigenen Land keine Spur bei Grün und Rot. Lediglich ihre Idole wie Rosa Luxemburg oder Karl Liebknecht, die wären sie nach dem 1. Weltkrieg denn an die Macht gekommen, das Land im Bürgerkrieg hätte ertrinken lassen mit ihrer Hetze, ist bei ihnen die Agenda für kommende Zeiten.
Da nützt es nichts wenn jetzt mal die Gendersternchen wegfallen.
Das politische Kind bezüglich einem normalen Leben in Deutschland ist schon lange in den Brunnen gefallen.
Cancel culture und Klimakleber, sowie der neue Judenhass des linken Spektrums tun ihr übriges um das Land in dem wir eigentlich gut und gerne leben wollten an den Abgrund zu bringen.
Wo ist eigentlich hier die Justiz die uns alle davor schützen sollte ???
... warum so pessimistisch? Warum soll es "nix bringen", wenn in Bundesländern, Behörden oder Ministerien Schluss gemacht wird mit diesem woken Gedöns und dieser Sprachverhunzung? Zumal anscheinend 80% der Bevölkerung eh dagegen sind, sich aber im Zweifelsfall und in Teilen an von oben angeordnete Sprech- und Schreibweisen halten "müssten", so sie eben weisungsgebunden sind? Da finde ich JEDE legitimierte Nichtbefolgung ausgesprochen hilfreich.
Warum aber wiederum so "optimistisch", wenn Sie quasi fordern, Gerichte sollten "uns davor (z.B. Gendern?) schützen"? Da habe ich den Artikel so verstanden, dass sich wahre Umwandlung von von oben diktierten kulturellen Prämissen nur durch breite gesellschaftliche Aushebelung dieser „Anordnungen“ vollziehen kann, und dazu hilft es ... (siehe eingangs).
Es muß viel mehr geschehen als nur die Sprachverhunzung zu stoppen.
Ein schöner erster Schritt in die richtige Richtung, okay, da bin ich dabei, allerdings fürchte ich, daß die Wurzel des Übels dadurch jedoch nicht ausgemerzt wird, sondern die Hydra eher neue Köpfe austreibt.
Das empirische Fundament des Gramscismus ist meines Wissens nicht vorhanden. Gramscismus ist eine Theorie, nach meiner Einschätzung ein Aberglaube/Hirngespinst. Die AfD ist in weiten Teilen schon vom Gramscismus infiziert, links-grün ist Weltspitze im Ersinnen von Wording-Nonsense wie den schönen-Namen-Gesetzen, die nachweislich keine Wählerstimmen gebracht haben.
Mit 25% AfD ist die politische Tektonik der Republik ins Rutschen gekommen. Wenn die AfD keine echte Verbesserung bringt, rutscht die Republik ggfs. auch brachial über die AfD hinweg.
Die unteren Dezile der Einkommen haben seit den 90ern Reallohnverluste bei steigenden Mieten und Preisen. Parallel zu den Preiserhöhungen im Supermarkt stiegen die Stimmen für die AfD an. Um die 40% der Wähler (ARD-Umfragen), denen es finanziell nicht so gut geht, wählen die AfD.
Daher: 24.000 EUR steuerfrei im Jahr und Mehrwertsteuer im Supermarkt weg (Freie Wähler). Das hilft den Menschen (knapp 200 € mehr im Monat) und nicht Wording-Nonsense.
Man sei mir bitte nicht böse, dass ich mich bei dem gezeigten Überblick machmal frage, ob diese Texte Co-Produktionen sein könnten?
Das wäre keine Schande, ich meine so im Sinne des Vorhandensein von Mentoren*.
Nur nachgefragt.
Die Grünen und Linken haben sehr viel verändert oder auch nur ersteinmal angestoßen!
Ein historisches "Vorbild" mag evtl. auch die DDR gewesen sein, denn durch Besatzung überhaupt nur ermöglicht, mußte die SED vielleicht gerade auch den Überbau neu ausrichten im Sinne von Neusprech?
Ich finde die Ansätze und Überlegungen nicht einmal grundsätzlich verkehrt, aber Teilhabe hätte m.E. ersteinmal gereicht und Direktiven von oben niemals planlos oder diffus.
Ich erhole mich derzeit ein bisschen vom Grün- und Linkssprech, auch weil ich ihn* entsetzlich anstrengend fand.
Das heisst für die Zukunft noch nichts und deshalb ist es klug, einer kommunikativen Gesellschaft auch ihre Freiräume zu belassen, mal so, mal so.
Behörden können bis zu klugen Neuerungen zurückgehen.
Guevara machen? Was erlauben Weimer?
Aber in der Tat: es ist ein Zeichen. Ein weiteres Tröpfen auf den großen heißen, linksgrünwoken Stein.
Was sagt denn Frau Dauerempört-Haßelmann zu diesem Tiefschlag in die linksgrünwoken Gedärme?
Eieiei. Es tut sich ja immer mehr in diesem Land.
Trotzdem kurz innezuhalten und nachdenken, um was es geht. Es steht ja im Artikel schon geschrieben: da möchte einer, dass in seiner Behörde wieder Deutsch und nicht irgendein Kauderwelsch geschrieben wird.
Und das führt zu einem Artikel in einem politischen Magazin, der davon handelt, dass der Kulturkampf weiter geführt werden muss. Das stelle man sich jetzt mal 20 oder 30 J zurückversetzt vor.
Und erst dann merkt man, was „wir“ uns mit Merkel und die von ihr zur Allmacht gepimperten Sektierern, Sozen und all diesem Geschmeiß in die Ämter gewählt haben.
Ja, es ist an der Zeit.
Auf zu den Federn und Bleistiften! Kämpft für unsere Sprache! Und wenn ihr schon dabei seid: gleich auch für unser Land!!
„……ein weiteres Tröpfchen, auf den großen heißen, links grünen Stein“.
Und was bleibt von dem kleinen Tröpfchen auf den heißen großen links grünen Stein am Ende Übrig ? Nichts bzw. So gut wie nichts…… außer ein ganz klein wenig Dampf .
Jetzt wird ein Genderverbot in einem Ministerium gefeiert, als hätte die CDU, die 50% Marke überschritten….. .Armselig nur noch armselig!
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik
... warum denn so verzagt? So kenne ich Sie garnicht!
"Wir schaffen das!" können wir doch nicht "der Mutti" überlassen, genauso, wie ich mich frage, ob so eine, historisch gesehene Teilzeitführerin, mit dem auch da emotional- und moralgetrieben rausgehauenen Satz "Das ist deutsche Staatsräson" die deutsche Staatsräson einfach so festlegen kann? Hat denn die Mehrheit hierzulande überhaupt nix mehr zu bestimmen?!
Also ich würde Ihrem Vorforisten Urban Will gerne zustimmen - bloß bei der Vorstellung, dass Frau M. seinen Worten nach alle möglichen Personen hoch"gepimpert" hat, schlägt meine Phantasie kurz Kapriolen, weil dieses Wort in Bayern eine sehr bestimmte Bedeutung hat. Nix für ungut - Spaß muss sein!
Unter Wilhelm glaubte man an Vaterland, Familie, Kirche, Kaiser. Das ist im WKI etwas zerbröselt. Nach einigen Umbauten glaubten wir nach den 68ern an Gerechtigkeit für alle Gruppen und die Menschheit, nachdem man die Macht hatte, hat man das auch mit "der" Demokratie identifiziert. Damals gab es noch eine westlich-europäische Dominanz und der postkoloniale Gedanke war, der Welt die Hand zu reichen und sie in unser Boot zu holen. Man glaubte an Atomausstieg, gegen das Militär, Menschenrechte, Völkerrecht, Klima etc.
Jetzt überholen immer mehr Staaten, noch mehr sagen klar, dass sie nicht in unser Boot wollen. Ob Atomausstieg bei Klima gut ist, ist unklar. Wie man mit dem Ukrainekrieg zum Militär steht, ist unklar, marginalisierte Gruppen schießen gegeneinander. Kurz: das ganze alte (linke) Gedankengebäude ist ein wenig zerbeult.
Nur: was jetzt? Auch die CDU hat letztlich den Anspruch für die Menschheit zu sprechen - nur wie? Vor dem Kulturkampf muss man erstmal eine eigene Position hab
Ein wirklich gut geschriebener Artikel. Es ist immer wieder eine Freude, die jungen Autoren des Cicero zu lesen. Tolle Leute!
der Widerstand noch zart ist: er ist grossartig! Möge er andere ermutigen.
Und dass jemand sich traut, einen Stecken in die Speichen der Sprachzerstörung zu werfen, ist sehr erfreulich.
In einem für die Tragweite knappen Artikel hat Herr Huber das ganze Elend unserer politischen und gesellschaftlichen Zeit auf den Punkt gebracht. Und der Artikel macht Hoffnung. Einmal, weil es junge Menschen gibt, die belesen sind, klar denken und argumentieren können. Und zweitens, weil es offenbar einzelne Personen in der CDU gibt, die endlich begriffen haben, was vorging und immer noch vorgeht. Merkel hat die Konservativen in der CDU marginalisiert, der Partei den Markenkern genommen und sie kaum noch unterscheidbar von Grün und SPD gemacht. Viele in der CDU wollten halt auch mal ein bisschen progressiv sein und haben blindlings (besser: blindlinks) mitgemacht. Nur diese intellektuelle Minderleistung der CDU, die mangelnden Selbstbesinnung, was man als Partei eigentlich darstellen und erreichen will, hat die Linken überall eindringen lassen und nebenbei die AfD groß gemacht. Es wird ein langer Weg zurück zum Konservativismus. Ob er gelingt?
Einerseits lässt die weite Bereiche der Sozial- und Gesellschaftswissenschaften einem hochpolitisierten, links-grünen akademischen Milieu, andererseits rekrutiert sie überwiegend politische Mitläufer ohne markantes politisches Profil. Die ganze Partei gar die Formulierung der Politik der SPD überlassen, bei den Grünen abgekupfert und zum Schluss bei der AfD ohne die Inhalte umzusetzen. Das kann sie nämlich mangels Praxis und Kampfgeist auch nicht. Das kann Jahrzehnte dauern bis da wieder konservatives Urgestein wächst.
*Politischer Zwang ohne gesellschaftlichen Rückhalt wird niemals langfristig wirksam sein.*
Ein wahrer Satz, gelassen niedergeschrieben. Deshalb rege ich mich bei vielem gar nicht mehr groß auf. Die Erkenntnis, dass man noch immer die Freiheit hat, wirre und blöde Gedanken nicht zu eigenen zu machen und nicht alles mitmachen zu müssen bestätigt ihren Satz Herr Huber.
Es braucht manchmal nur etwas Zeit bis sich das ein oder andere auch wieder normalisiert. Und ja, Weimar hat einen zaghaften Anfang gemacht, aber immerhin, es tut sich langsam was. Auch hier braucht es Geduld.
