- Die Tragik des Populismus
Ist der gegenwärtige Populismus Ursache der Krise westlicher Demokratien – oder lediglich ihr Symptom? Und warum scheitern populistische Bewegungen so häufig an ihrem eigenen Anspruch? Die klassische Elitentheorie liefert darauf eine ebenso unbequeme wie überraschend aktuelle Antwort.
Egal ob Trump in den USA, Meloni in Italien oder die AfD in Deutschland – nahezu jede westliche Demokratie erlebt derzeit den Aufstieg politischer Kräfte, die versprechen, die Macht dem Establishment zu entreißen und sie dem „eigentlichen Volk“ zurückzugeben. Selbst die Union unter Friedrich Merz warb im vergangenen Bundestagswahlkampf mit dem Slogan „Links ist vorbei“ und griff damit das weit verbreitete Gefühl auf, die schweigende Mehrheit werde politisch nicht mehr angemessen repräsentiert. Doch was, wenn gerade dieses populäre Versprechen auf einem grundlegenden Missverständnis beruht?
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Dass jede Gesellschaft von Minderheiten beherrscht wird, ist richtig. Aber nicht das Problem. Denn Demokratie ist diejenige Staatsform, in der ein Machtwechsel verschiedener Eliten unblutig möglich ist. Und immer wieder vollzogen werden kann.
Das Problem, das wir aktuell haben, ist, dass sich überkommene Eliten an die Macht klammern und neue Kräfte nicht nach oben kommen lassen.
Es begann spätestens damit, dass Bernd Lucke und die AfD 2013 mit 4,7% am Einzug in den Bundestag gescheitert sind. Eine AfD unter Bernd Lucke mit 5% im Bundestag 2013: Das wäre ein guter Anfang für Reformen gewesen.
Aber die herrschenden Eliten wollen keine Einsicht zeigen, uns so steuert alles eher auf eine Revolution als eine Reform zu, also auf einen bruchhaften Politikwechsel, statt einen gleitenden.
Ich würde es so sehen: Demokratie ist für mich ein Machtwechsel nach Regeln und mit Wahlen innerhalb einer halbwegs definierten Gruppe. Die bisherigen Eliten haben diese Art der Demokratie mit der Begründung aufgekündigt, dass diese Gruppe gar nicht wahlberechtigt wäre, weil man jetzt (A) universelle Werte mit berücksichtigen müsse, die u.a. durch die Verfassung und internationale Abkommen vorgegeben seien, und man (B) damit verbunden gar nicht innerhalb Deutschlands über all die großen Fragen entscheiden könne, sondern nur in der EU oder global oder zusammen mit allen berechtigten Migranten.
Konsequent ist man dabei aber auch nicht: je nach Fragestellung beansprucht die bisherige Elite sehr wohl Fragen im jeweiligen kleineren Rahmen zu entscheiden. Ich bezeichne das immer mit einer Priorität der Werteorientierung vor der demokratischen Orientierung. Kann man machen - sind eben andere Prios und nicht alle folgen dem.
... für Ihren Beitrag, und insbesondere Herrn Uphoff für den gut recherchierten, interessanten Artikel.
Die Ablehnung der EU-Schuldenunion durch die Ur-AfD habe ich damals voll unterstützt und fand nur die für Viele überheblich wirkende Art von Herrn Lucke erfolgshemmend - Herr Henkel hielt sich leider im Hintergrund.
Dass "die Politiker am Ruder" genau das sofort für ihr diametrales Anliegen ausnützten, speziell den deutschen Banken die hunderte an Griechenland verliehenen Milliarden aus Steuermitteln rückzuerstatten, hat wie gewünscht doppelt funktioniert, denn auch die AfD war umstrukturiert.
Und dann kam SIE, die Mutti - alles weitere ist Geschichte. Dass zuguterletzt nach den derzeitigen Hitzewellen politisch auch der Herbst heiß wird, ist anzunehmen ...
Danke Herr Franke. Besonders Ihr letzter Satz beschriebt die Situation derzeit treffend.
Ullrich Siegmund hlre ich ständig in seinen Videoclips über seine Wahlwerbungen im Land Sachsen Anhalt sagen: " Wir holen und unser Land und unsere Freiheit zurück."
Genau das müssen wir Bürger tun. Und ja, auch die AFD wird nur ein Vehicel sein. Das Parteiensystem muss weg und mehr Bürgerbeteiligung her. Ob die AFD das wirklich will? Wir werden es ja sehen, wenn sie demnächst regieren, wieviel von dem was versprochen wird umgesetzt werden kann.
Richtig. Demokratie besteht darin, dass der Machtwechsel hin zu Gegeneliten möglich ist und nach Regeln vollzogen wird. Das aber setzt die letzte Generation an Eliten, die mit dem Wokismus eine besonders perverse Form von Dekadenz entwickelt hat, außer Kraft.
Damit aber degradiert sie die Demokratie zu einer Fassadenveranstaltung – genau wie in der DDR, wo das Ganze „sozialistische Demokratie“ hieß und auch nichts anderes als eine Oligarchie war.
Ich wäre, was den gegenwärtigen (Rechts)Populismus in Europa betrifft, nicht so pessimistisch. Demokratie heißt nicht nur Wahl, sondern vor allem Ab-wahl, also Elitenwechsel, und dafür sind die Popilisten mindestens als Katalysatoren unverzichtbar. Wichtig ist, dass alles (auch der Wechsel) revidierbar bleibt und keine Gewalt angewandt wird.
Gerade die aktuelle Politik bietet genügend Beispiele für linken Populusmismus, den die SPD gern bedient. Und "gegenwärtig" ist Populismus auch nicht. Er war da, solange es Gruppierungen von Menschen. Sollen die ihren A... hochkriegen und die Macht ihrer Anführer gestärkt werden, muss das Schlaraffenland hinter den sieben Bergen versprochen werden.
Nun interessieren mich weniger Löwen, noch Füchse oder Plebejer, mich interessieren Alle und wenn es geht "ohne Macht und Herrschaft", also gewissermaßen auch "Anarchie".
Dazu braucht es m.E. aber Elemente aller möglichen Regierungsformen, sogar die Kleriker.
Wir sollten die jetzige Situation annehmen als "Spielfeld" unterschiedlicher politischer Strukturen und Organisationsmodelle.
Es wird also darauf ankommen, sich gut zu erklären, um sich anschliessend entsprechend der Wählergunst "behaupten" zu können.
Was aber ungünstig wäre, das sind gegeseitiges Verachten und das Absprechen von Legitimität der Anliegen, es sei denn, sie verlassen den Rahmen der Verfassung/des GG
Ich muss z.B. begreifen, dass meine Begeisterung für unsere verfasste paralmentarische Demokratie anderen zu abstrakt ist.
Dann sollte ich aber nicht daran scheitern, das ganze politische Gewusele als dessen Ausdruck zu erkennen und mich zu positionieren und zwar ohne Angst.
Mal sehen, ob es klappt.
Die Mehrheit mag fragmentiert bleiben, aber sie ist darin gegenüber einer, wenn auch Elitenminderheit, keinesfalls im Nachteil., solange das System Wechsel ermöglicht und erst recht nicht, wenn es sich gegen Wechsel stark macht.
Wahlen sind das große Momentum der Massen oder Revolutionen.
Deswegen kann eine Minderheit dennoch richtig liegen, aber auch falsch et vice versa die Masse.
..und manchmal ist auch das schwierig zu beurteilen.
Nehmen wir Galileo Galilei.
Für den Moment liegt er richtig und ein Moment mag astronomisch Milliarden Jahre bedeuten, langfristig und in der Bewegung zu etwas nicht.
Da ist m.E. der Atem der christlichen Kirchen der der Moderne...
Die Erde mag nicht das Zentrum des Universums sein, das wir sehen, aber sternengenealogisch doch und wir werden langfristig auch das Universum nicht begreifen, wenn wir genealogisches Sehen nicht präzisieren.
Eine Frage wie "Ist die Erde ein Zufall", stellt sich dann nicht mehr?
Das bleibt naturwissenschaftlich, denn es erklärt
helfen mir wirklich gut gemachte chinesische Serien.
Es scheint mir so, als würde gerade in China auch viel verhandelt.
So war das meiner Meinung nach in der ersten Staffel der "Mystic Nine"(Iqiyi?) und so ist es jetzt in der 2. Staffel, "Die Neun Tore" "Viki".
Ich bin noch nicht durch, es geht gerade um die Allgemeinheit, das Oben und Unten, innere Konflikte und äußere Bedrohungen und den Ausweg daraus.
Ich kann nicht in die Zukunft sehen, aber die Idee dieser Serie, über die Konfliktlagen zu sprechen, scheint mir aussichtsreich.
Danke China
Theoretische Texte führen mich manchmal zu eng, da sind phantastische Geschichten eine willkommene Abwechslung.
Darüber könnte stehen dieser Satz von Christa Wolf, "Du sollst dich nicht entschuldigen, du sollst nur sagen, wie es kam."
Sie hat Geschichte aus anderen Perspektiven erzählt, als nur aus der der Sieger.
Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der "rechte Populismus" keine tragfähigen Strukturen, Verankerungen und Leute hat, um die Gesellschaft zu führen. Es ist offensichtlich auch weltfremd zu glauben, dieser Populismus verträte "das Volk". Es ist auch weltfremd zu glauben, die jetzige Führung sei eine kleine, abgehobene Elite. Offensichtlich stehen Millionen Menschen mit ganzem Herzen hinter unseren alten Führungsstrukturen - wenn auch abnehmend.
Es ist allerdings eher noch weltfremder von den bisherigen Eliten zu behaupten, man verträte "die Menschheit", die regelbasierte Ordnung, die Werte, die Demokratie etc. Ich sehe es auch so, dass es eine Strömung zurück zur Aufklärung und frz. Revolution gibt, die sich selber als Spitze, oft Endpunkt der menschlichen Entwicklung wahrnimmt. Oft mit interessanten Gedanken, aber oft auch anmaßend überdreht.
Im Moment sind alle von den Veränderungen eher überfordert.
gefährlicher, ausgrenzender Begriff, der glauben machen will, dass auf Demokratie ein Monopol erhoben werden kann. Aber wer die Macht, darf definieren, was Demokratie ist.
dann glaubt das wohl wirklich jemand?
Große Gedanken kommen leise und auf Taubenfüßen, schrieb in etwa Nietzsche.
Macht alleine wird hoffentlich nicht reichen.
Ich bin aber dankbar, dass das mal so offen kommuniziert wird.
Ich bilde mir das also nicht ein?
gesetzt, man hielte sich selbst nicht für überfordert.
Eine "Entzauberung" der AfD hätte es evtl. zu Beginn gegeben mit Prof. Lucke oder auch nicht, stattdessen eine der CDU unter Merkel.
Jetzt wird es evtl. schwierig mit der Entzauberung, bzw. dann unangenehm in den Folgen.
Denn wir haben hoffentlich nicht mehr die Merkel-CDU, andererseits sind die entsprechenden politischen Kräfte evtl. noch "virulent"?
Wurde schon mal derart gegen einen gewählten Kanzler angeschrieben?
Vielleicht gegen Kohl in seinen späten Jahren.
Merkel hat man vlt. "ausklingen" lassen und nach der friedlichen Revolution im Osten und den enormen Umwälzungen durch die Wende möglicherweise die bessere Wahl.
Ich setze in dieser immer noch schwierigen Lage immer noch auf Stabilität und hoffe, dass uns das zuletzt positiv zufallen wird.
"Revolte" ist immer mal und eine nunmehr stabile Demokratie kann das aushalten, irgendwann fragt sich aber hoffentlich der Wähler, wohin es gehen soll.
Aber er wird entscheiden wollen
das Problem ist/war nie die AfD, die AfD ist das Ergebnis der viel zu lange währenden linken Hegemonie in der (deutschen) Politik.
Die AfD ist nicht böse, antidemokratisch oder sonstwas, sie wird nur von links dazu gemacht, denn links scheut den offenen und fairen politischen Wettbewerb, denn sie wissen, daß sie ihn verlieren werden, ihre Argumente, falls sie welche haben, überzeugen nicht!
Weil das so ist, pervertiert links den politischen Wettbewerb, aus der vom linken bis rechten Spektrum reichenden Demokratie wird „unsere Demokratie“, diese Endet links der Mitte, schließt das gesamte demokratische Spektrum rechts der Mitte von der politischen Teilhabe aus! „Unsere Demokratie“ ist eine Teildemokratie, nur ist das mit der Demokratie wie mit der Schwangerschaft, sie geht nur ganz oder gar nicht!
Sie verwechseln einmal mehr Ursache und Wirkung und Sie sehen den „Feind“ da, wo der Freund ist und umgekehrt. Links ist und war das Problem, rechts ist die Lösung.
Sie überzeugt mich allerdings nicht, weil Sie nur anders gewichten.
Auch "Schwangerschaften" gibt es mal so, mal so.
Frau Merkels evtl. Unfähigkeit, auch konservative oder rechte Kräfte politisch einzubinden, geschenkt.
Ich verstehe Ihren Ärger, aber politische Fehler rechtfertigen keine anderen politischen Fehler.
Ich "toure" auch mit Herrn Schulze oder den anderen ostdeutschen Ministerpräsidenten im Geiste mit, bzw. hier im Cicero, wähle aber meine Partei, die SPD.
Der Osten hat m.E. Stringenz und Kompetenz verdient, braucht keine "Revolte", im Gegenteil.
Wo sehen Sie im Osten Frau Merkel?
Die Ministerpräsidenten/innen werden "ihr" Land weiter VORANBRINGEN.
wählen, und zwar trotz der fatalen Politik, die sie seit Jahren macht und trotz des maximal unfähigen Personals, das sie seit Jahren „führt“. Das kann und will ich nicht verstehen, wie kann man in Menschen wie Bas, Klingbeil & Co. eine Lösung sehen? Unbegreiflich!
Die AfD wird bewertet und verurteilt, obwohl sie sich, anders als die Etablierten, noch nichts zu Schulden hat kommen lassen. Das verstehe ich, denn die Etablierten haben versagt, das ist für jeden offensichtlich der es sehen will. Gerade SED/PDS/Linke, Grüne und SPD wissen, daß ihre radikale Politik nie mehrheitsfähig sein wird, weil sie an den Bedürfnissen der Mehrheit vorbei geht. Deswegen fürchten sie die offene demokratische Auseinandersetzung mit der AfD, sie würden sie verlieren. Ihnen bleibt nur die AfD zu verteufeln und die Demokratie zu pervertieren.
Immer mehr Menschen begreifen das und wählen die AfD, sie hat eine Chance verdient, die anderen haben es vermasselt, da hilft weder Schönreden noch falsche Hoffnung!
… wird von Linken, also ihren härtesten Gegnern, bestimmt. Es liegt in der Logik der Sache, dass dies mit der Realität wenig zu tun hat, sondern ein propagandistisch verzerrtes, einseitiges Bild darstellt. Die Linken beherrschen den öffentlichen Diskurs. Dort, wo sie es nicht tun, wie zum Beispiel bei NiUS, versuchen sie mit Verboten (Günther), ihre Dominanz wiederherzustellen.
Frau Wallau wird bestätigen, dass die AfD nichts von dem ist, als was sie dargestellt wird. Sie ist weder undemokratisch, noch extremistisch, sie ist nicht mal besonders „rechts“. Sie ist etwa das, was sich die CDU Anfang des Jahrtausends noch ins Programm geschrieben hat. Sie ist eigentlich eine ganz normale Partei, aber genau das macht sie in den Augen ihrer Gegner so gefährlich: Der Osten, mit der Erfahrung der DDR als Grundlage, hat sie zur einzigen Volkspartei erhoben. Und das ist gut so. Die Linke war es mal, ist es aber nicht geblieben, weil sie nur ein zeitweiliges Ressentiment bedient hat.
Volle Zustimmung, im internationalen Vergleich ist die AfD eine mildrechte Partei, wer z.B. nach Israel schaut, der findet dort Parteien, die unser politisches Spektrum sprengen würden, z.B. Jisra’el Beitenu/Avigdor Lieberman, DAS sind rechte Parteien!
Auch ich sehe in der AfD die Fortsetzung der Unionspolitik der späten 90er und die der SPD unter Schmidt. Das Problem ist, das sie nicht links ist und die Hegemonie der linken Parteien gefährdet. Da man keine Argumente gegen die AfD in der Hand hat, muß die Auseinandersetzung weit unterhalb der Gürtellinie stattfinden, das ist allerdings die typisch linke Vorgehensweise!
Für mich ist Helmut Schmidt der größte Politiker aller Zeiten. Und ich bin sicher: würde er heute noch leben, hätte ihn die SPD längst rausgeschmissen. So wie Sarrazin. Wie alle, die unbequeme Wahrheiten sagen.
Das habe ich auch oft gedacht, ich sehe mir immer wieder gerne das Gespräch zwischen Maischberger und Schmidt an (habe ich verlinkt), nach seinen darin gemachten Aussagen, würde man ihn heute sicher bei der AfD und vermutlich als rechtsextrem einordnen.
Das zeigt eindrucksvoll, wie weit unser politisches System von Grünlinkswoke nach links verschoben wurde, die deutsche „Mitte“ ist da, wo die linksextremen Grünen sitzen! Es ist schon pervers, wenn ein ehem. SPD-Kanzler heute als rechtsextrem gelten würde. Vor allem weil seine Aussagen all dem gesunden Menschenverstand und dem (politischen) Anstand entsprechen, radikal und oder extrem ist daran nichts!
Schade ist, daß die Masse eine so unglaublich kurze Gedächtnisspanne hat, denn wenn man diese Tatsache betrachtet, dann erscheinen die ganzen Einordnungen „unsere Demokraten“, wie die zur Radikalität der AfD, in einem ganz anderen Licht!
… wird von Linken, also ihren härtesten Gegnern, bestimmt. Es liegt in der Logik der Sache, dass dies mit der Realität wenig zu tun hat, sondern ein propagandistisch verzerrtes, einseitiges Bild darstellt. Die Linken beherrschen den öffentlichen Diskurs. Dort, wo sie es nicht tun, wie zum Beispiel bei NiUS, versuchen sie mit Verboten (Günther), ihre Dominanz wiederherzustellen.
Frau Wallau wird bestätigen, dass die AfD nichts von dem ist, als was sie dargestellt wird. Sie ist weder undemokratisch, noch extremistisch, sie ist nicht mal besonders „rechts“. Sie ist etwa das, was sich die CDU Anfang des Jahrtausends noch ins Programm geschrieben hat. Sie ist eigentlich eine ganz normale Partei, aber genau das macht sie in den Augen ihrer Gegner so gefährlich: Der Osten, mit der Erfahrung der DDR als Grundlage, hat sie zur einzigen Volkspartei erhoben. Und das ist gut so. Die Linke war es mal, ist es aber nicht geblieben, weil sie nur ein zeitweiliges Ressentiment bedient hat.
das eigentliche Problem ist und bleibt „unsere Demokratie“ bzw. die antidemokratisch-linken Gruppen, die dahinterstehen.
Sie gehen aus den 68ern hervor, sie haben ihre Strukturen in den letzten Jahrzehnten (in Deutschland) zu einem solchen Maße ausgebaut, daß ein echter Politikwechsel nicht bzw. nur schwer möglich scheint. Sie sind überall, in jeder Verwaltung, in jedem Amt, in jedem Gericht, in jeder Behörde, in den Medien sitzen die „ziemlich guten Leute“ (Benedikt Lux, Die Grünen)! Sie haben sich wie ein Krebsgeschwür verbreitet, die Metastasen sitzen überall!
Das heißt, wenn die AfD (oder eine andere ihnen nicht genehme) Partei die politische Macht übernehmen sollte, werden sie alles Verhindern, was ihre Macht gefährdet, sie werden jeden Versuch blockieren etwas zu ändern und sie werden das als Scheitern der „Populisten“ verkaufen!
Und Schuld ist allein die Union (unter der Kommunistin Merkel), denn sie hat es zugelassen respektive forciert!
Wenn man sie den Kommunisten zurechnen könnte, würde sie wenigstens greifbar sein.
Vielleicht war sie politisch auch ein "Chamäleon", das macht sie aber noch lange nicht zu einem "Regenbogen".
Frau Merkel hat vlt. alles und jeden "durcheinandergewirbelt" mit dem Ergebnis von "politischem Chaos", aber wer je Macht mitbesetzen konnte, stabilisierte sie gleichzeitig? Das war die für mein Dafürhalten Tragik der letzten Jahrzehnte.
Ich habe allerdings die Hoffnung, dass der evtl. dadurch begonnene Niedergang der CDU aufgehalten werden kann.
So schnell kommt man aus keinem, sozusagen "realen" Chaos heraus.
Sie "jonglierte" ja keinesfalls mit Trugbildern.
Die Parteien gibt es noch alle, hinzu kam die "Protestpartei" der AfD?
Ich bin nicht für ein Verbot, sehr aber für konkrete, nicht ideologische Auseinandersetzung.
Frau Merkel mag ein "Solitär" der Geschichte sein, ich halte nicht viel von ihr.
Dazu Wortbedeutung.info: Der Begriff betont die isolierte Lage oder die Einzigartigkeit.
Nu
Da bin ich ganz bei Ihnen Frau Sehrt-Irrek, ich halte nichts von ihr, sie war die bis jetzt mit Abstand schlechteste Besetzung des Kanzleramts seit WKII, der von ihr angerichtete Schaden geht ins Unermeßliche und er läßt sich nicht heilen.
Sie haben recht, Merkel ist schwer greifbar, ich denke das war ihr Ziel. Sie sagte in einem Interview zu ihrem 60 Geburtstag, daß sie als junger Mensch eine Rede von Genscher (?) gehört habe, dieser hätte es geschafft 10 Minuten zu reden, ohne was zu sagen, daß habe ihr sehr imponiert.
Aus meiner Sicht handelte sie aus niederen Motiven, ihre Sozialisation war kommunistisch, sie ist eine Hundertprozentige, anders hätte sie nie studieren/promovieren dürfen, sie war der Wolf im Schafspelz. Sie hat das demokratische System Deutschlands zerstört, im Herzen ist sie eine Grüne.
Merz hatte (als letzter?) die Chance die CDU wieder auf den richtigen Weg zu bringen, er hat versagt, aus meiner Sicht ist die CDU erledigt, sie wird sich nicht erholen.
wie kann man Genscher nur so unterschätzen?
Genscher war der politische Stratege der Wiedervereinigung, in der CDU jedenfalls nicht Kohl, für Deutschland HELMUT SCHMIDT.
Ich war nicht immer seiner Meinung, aber die Bundesrepublik hat das Glück gehabt, ihn zu haben und sei es als Herausgeber DER ZEIT, ich sage so gerne "Das geheime Kanzleramt", denn Helmut Kohl war dem m.E. nicht gewachsen.
Aber Schmidt achtete die demokratischen Spielregeln.
Das erbitte ich jetzt auch.
Danke, damit bin ich zu 100% einverstanden, würden sich die Etablierten an die demokratischen Spielregeln halten, wäre allen (außer den Etablierten) geholfen, vor allem unserem Land, seiner Bevölkerung und der Demokratie in diesem Land.
Leider aber wird genau das nicht passieren, denn die Etablierten unter Führung der Grünen haben große Angst vor dem Machtverlust, sie werden ihn nicht zulassen, denn wenn die bisher erschlichene Macht erst einmal weg ist, dann gibt es kein Zurück mehr. Dies gilt insbesondere für PDS/SED/Linke, Grüne und SPD, denn ihre linksradikal-faschistische Politik geht an den Bedürfnissen der absoluten Mehrheit der Bevölkerung vorbei. Das ist der Grund, warum man sich NICHT an die demokratischen Spielregeln halten KANN, denn in einer freien (= nicht gelenkten) Demokratie wird nur das gewählt, was dem Volk in den Kram paßt! Deswegen brauchen die Etablierten „unsere Demokratie“, denn in ihr bestimmen sie und nicht der Wähler!
ich kam allerdings erst Anfang der 90er in die BRD, daher verpaßte ich den größten Teil seiner Wirkzeit. Meine Anmerkung war auch nicht wertend bezogen auf Genscher, sondern auf ihre unselige Alternativlosigkeit A. Merkel. Ihr Streben war es offensichtlich, reden zu können, ohne etwas zu sagen. Wie wir heute wissen, hat sie dieses Ziel nie erreicht, sie hat statt dessen schlicht nicht geredet, so sagt man zwar auch nichts, befriedigend für das Gegenüber ist es allerdings nicht, gerade bei einem Kanzler. Wobei das sicher zweitrangig ist, denn Merkels Handeln war immer autoritär, was wegen ihrer kommunistischen Sozialisierung nachvollziehbar ist, Kommunikation war daher Nebensache.
In diesem Zusammenhang spannend ist, wie Politiker wie Habeck Menschen überzeugen können, denn wenn man ihrem Gesagten folgt, stellt man sehr schnell fest, daß sie es nicht schaffen in ganzen, zusammenhängenden Sätzen mit sinnvollem Inhalt zu sprechen. Sie reden Blödsinn, davon allerdings sehr viel!
... sehr guter Beitrag - das ist es im Wesentlichen!
... sehr guter Beitrag - das ist es im Wesentlichen!
... mein kurzes Lob an der gewollten Stelle und nicht - warum das die KI macht, keine Ahnung - einen halben Meter weiter unten einzustellen: Danke für Ihren Beitrag, er trifft in meinen Augen das Wesentliche.
… von den (links-)populistischen Wünschen des Populos wird hier komplett verkannt. Wer ist hier „Mehrheit“, wer „Minderheit“?
Mit Michels wurde ein wichtiger Denker eingeführt, aber nicht konsequent ausgeführt. Michels baut ja auf der Demokratiekritik des Aristoteles auf: Volksherrschaft verführt dazu, eine Mehrheit aus Transferleistungsempfängern zu bilden, die die Minderheit der Leistungsträger ausbeutet. Instrument dieser Mehrheit ist die „Minderheit“ linkspopulistischer Eliten.
Die 68er Eliten wie die des „realen Sozialismus“ geben sich dabei der Illusion hin, dass mit ihnen als Repräsentanten die „Tragik der Allmende“ nicht eintreten wird.
Tatsächlich ist es aber egal, ob „Diktatur des Proletariats“ — oder „Diktatur des woken Bürgertums“: die Tragik der Allmende tritt irgendwann ein, denn jedes Individuum glaubt unbeirrt, selbst weiter zu profitieren, und die Eliten scheuen die Wahrheit. Genau deshalb gehen die Doomsayer davon aus, dass erst der finale Crash das Spiel beendet.
Realitätsverdrehungen in der DDR - neben der "demokratischen" Republik - war die "Diktatur des Proletariats". Geglaubt hat das niemand, aber es war eine wichtige Formel. Und ja, ohne "finalen Crash" hat es in der deutschen Geschichte noch nie eine Wiederbelebung gegeben, leider.
hätte sich halten können?
Andererseits stellte sich die Frage in der besetzten DDR gar nicht.
Eliten brauchen gesellschaftlichen Rückhalt.
Auch die Linke zieht ihre Stärke daraus.
Ich hoffe, dass die sogenannten etablierten Parteien doch soweit in der Vergangenheit überzeugen konnten, dass das Vertrauen in deren Kompetenz ausreicht, evtl. mit der einen oder anderen Einbindung neu/alter Kräfte.
Da nehme ich kein Ergebnis vorweg, aber den Weg sollten sie schon pflastern dürfen.
Was bringt es mir zu wissen, daß Helmut Schmidt ein großer Kanzler war, daß er intellektuell herausstach, daß er ein Musterpolitiker war, dem ich auch heute, ohne zu zögern, meine Stimme geben würde, wenn ich daneben eine Bas und einen Klingbeil als seine „Erben“ habe? Allein der Vergleich ist an Abstrusität nicht zu überbieten!
Welche Leistung einer der Etablierten aus den letzten 20 Jahren soll denn Grundlage für das von Ihnen geforderte Vertrauen sein? Es gibt sie nicht, im Gegenteil, Versagen auf ganzer Linie, darum auch kein Vertrauen!
Es gibt bei den Etablierten kein fähiges Personal mehr, alle die es waren, wurden in den letzten 20 Jahren verjagt, neue kommen nicht, weil sie von der Horde der unfähigen und unanständigen Opportunisten und Karrieristen nicht hochgelassen werden!
Die Etablierten sind das Problem, sie sind allesamt unwählbar und sie sind nicht reformierbar, denn dem steht das Personal und die Strukturen im Weg.
ich sehe fähige Leute und das sind gerade jetzt ALLE MINISTERPRÄSIDENTEN DES OSTENS und sie bewegen gerade sehr Wichtiges für ihre Länder.
Es mag anders aussehen, aber die Koalition braucht starke Länder, damit ihre Beschlüsse nicht nur umgesetzt, sondern auch getragen werden können.
Wir haben den Bundesrat.
Obwohl Sommerpause, wird gerade sehr viel verhandelt.
Ich kenne die Zukunft nicht, aber ich erkenne POLITISCHE STÄRKE und bitte in die Runde um VERTRAUEN
Ich denke aber auch, dass sich Wüst "mausern" wird, viele andere kenne ich nicht, der Westen eben, ich wohne im Osten.
Alle Ebenen einer Demokratie sind wichtig und alle Akteure können es sein.
https://www.cicero.de/aussenpolitik/die-populisten-sind-die-folge-nicht…
Der Artikel „Der lahme Westen“ beschreibt auf den Punkt gebracht die Probleme des Westens. Weitere Erklärungsversuche bedarf es aus meiner Sicht nicht. Der „Populismus“ (abwertender Begriff!!) ist das Ergebnis einer viel zu lange andauernden grünlinkswoken Unterdrückung & Bevormundung, die Menschen wollen das nicht mehr. Sie sind es satt, gesagt zu bekommen, was sie denken, machen, essen und sagen dürfen und was nicht!
Der Begriff „liberal“ zur Beschreibung des Gegenpols des „Populismus“ ist falsch. Linke sind nie liberal, links und liberal schließen sich kategorisch aus, liberal steht für Freiheit des Individuums, mündige Bürger, Toleranz, Weltoffenheit, schlanken Staat. Links steht hingegen für das Kollektiv, für Zwang und Unfreiheit, für Bevormundung durch den Staat, Zerstörung des Bewährten. Das haben die Menschen satt, deswegen wählen sie „Populisten“.
aber wann waren die je in der Überzahl?
Es wird aber schwierig, wenn mit dem evtl. "Kampfbegriff" LIBERAL schon jedes Regierungshandeln "desavouiert" wird.
..und wurde mit Milei nicht hier im Cicero der Liberalismus als evtl. "liberale politische Kampfform" besprochen?
Die Begriffe sind schwer voneinander zu trennen und im rechten Spektrum werden sie evtl. auch gerne "vage" gehalten?
Da lobe ich mir Herrn Hallervorden.
Er macht Wahlkampf mit Herrn Schulze, sein Herz schlägt aber grün?
Hoffentlich wird es im zukünftigen Landesparlament ausreichend bunt.
Die Wähler dürfen über die Zusammensetzung entscheiden und werden sicher mögliche Bündnisse dabei
berücksichtigen.
Ein Aufstand dagegen, bei der geringen Bevölkerungsdichte, scheint mir unwahrscheinlich.
...und gäbe es den, greifen hoffentlich Gesetze und die Zivilgesellschaft.
kein Kampfbegriff, sondern der Inbegriff des Wünschenswerten und liberal und links vertragen sich nicht!
Ich war bis vor einigen Wochen ein großer Fan von Hallervorden, ich hielt ihn für integer und intelligent, ich habe mich getäuscht, er ist leider auf den linkspopulistischen Zug gesprungen, er mischt sich gegen das Volk in die Politik ein, er mißbraucht seinen Ruhm, um gegen eine legitime politische Strömung Stimmung zu machen, weil es ihm opportun scheint!
Ich sage, Schuster bleib bei deinen Leisten! Schauspieler, Musiker & Co. sollen sich bitte aus der Politik raus halten! Hallervorden ist bei mir unten durch, er ist nicht besser als der linksextreme Agitator Grönemeyer!
Auf „bunt“ kann ich pfeifen, der Regenbogen war immer etwas Positives, seit grünlinkswoke ist er für mich ein rotes Tuch, ein Symbol der Bevormundung und der Unterdrückung! Ich drücke die Daumen, möge die AfD > 50% haben!
Das ist das Beste, was ich seit langem über politischen und gesellschaftlichen Wandel gelesen habe!
In der Tat ist gerade die Kenntnis der Geschichte der späte römisches Republik außerordentlich hilfreich beim Verständnis der aktuellen Lage. Auslöser der versuchten Reformen der Gracchen waren wirtschaftliche Probleme, bei der Versorgung von Veteranen mit Land, der stadtrömischen Plebs mit subventioniertem Getreide, etc. Hinzu kam die Ausdehnung des Machtbereichs nach Osten, die verwaltungstechnisch schwierig war. Statt echter Reformen überdehnten die Eliten die vorhandenen Institutionen, um das Ganze irgendwie zusammenzuhalten. Der Ausgang ist bekannt, Bürgerkriege und am Ende eine Monarchie. Sie konnte recht lange bestehen, weil sie Wohlstand ermöglichte.
Es sind immer wirtschaftliche Ursachen, die politische Prozesse in Gang setzen.
Wenn die Eliten der unorganisierten Mehrheit kein gutes Leben mehr garantieren können, naht ihr Ende.
An diesem Punkt sind wir angelangt.
Das sehe ich anders, gerade in einer funktionierenden Demokratie, diese bietet das, was kein anderes System bietet. Sobald sich eine polit. „Elite“ – das Wort gefällt mir nicht, denn Politiker sind i.d.R. keine „Elite“ – bildet die sich zu weit vom Populus entfernt, kann diese vom Populus abgewählt und durch eine „populistische“ Regierung ersetzt werden. Auch das Beschränken von Amtszeiten, die wir leider nicht kennen, reduziert die Gefahr der Entfremdung zwischen Politik und Volk.
Was wir erleben, ist das Gegenteil einer funktionierenden Demokratie. Eine linke Minderheit wehrt sich gegen ihre demokratische Abwahl, indem sie einerseits das demokratisch Akzeptable auf sich selbst beschränkt und so die Demokratie defacto außer Kraft setzt und andererseits über von ihr unterwanderte Medien im eigenen Sinne desinformiert, diskreditiert und diffamiert.
Demokratie ist der beste Garant dafür, daß Politik nahe am Volk bleibt – sofern sie denn funktioniert!
italienische Politikwissenschaftler, arabische Philosophen und römische Geschichte, vielleicht wäre im chinesischen Denken auch was passendes gewesen, und heraus kommt die Welterklärung. Beim politischen Personal von Elite zu sprechen, da sträubt sich bei mir alles. Es sind außer dem Personal der AfD, mehr Seiteneinsteiger, alles Leute, die den Beruf des Politikers gewählt haben und durch die Apparate in mehr oder weniger gute Posten befördert wurden. Das aktuelle Problem ist das, dass die Politiker die Zustimmung der Öffentlichkeit brauchen und dafür brauchen sie eine gute Erzählung. Und diese haben sie nicht auf Lager. Sie bemühen sich statt dessen, das Volk den großen Lümmel zu erziehen, was nicht funktioniert. Jetzt sollen die störenden Bösewichter verboten werden. Die DDR lässt grüßen.
In der Physik kennt man das Phänomen, das ein Rührer sich im Leerlauf bewegt und Rest stillsteht ,weil die Scherkräfte zu groß waren. Ein bisschen wie Berlin und der Rest der Republik.
