Ostern - Die Zeiten sind zu ernst für Apokalyptiker

Das höchste Fest der Christenheit steht bevor. Seine Botschaft ist ein Stoppschild für alle Untergangspropheten, die nur ihren Pessimismus bewirtschaften. Gerade in diesem Jahr haben wir Grund, uns auf Ostern richtig zu freuen.

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Bunter Schmuck in grauen Zeiten / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Kissler ist Redakteur im Berliner Büro der NZZ. Zuvor war er Ressortleiter Salon beim Magazin Cicero. Er verfasste zahlreiche Sachbücher, u.a. „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“, „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“ und „Widerworte. Warum mit Phrasen Schluss sein muss“.

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Alexander Kissler

Und jetzt auch noch Ostern! Dieser Seufzer dürfte an manchem verwaisten Familientisch erklingen. Alles falle doch aus oder müsse radikal reduziert werden, was untrennbar zu Ostern gehöre: das Festgelage, die Verwandtenbesuche, die Osterfeuer, die Ostereiersuche, der Osterspaziergang, die Osternacht in den Kirchen. Schuld sei das böse Virus mit dem unnennbaren Namen.

Ein Regiment der Angst habe es errichtet, Schneisen geschnitten in Freundschaften, Gräben geschlagen zwischen Nachbarn. Nichts werde je wieder sein, wie es einmal war. Heulen und Zähneklappern allerorten, eine Rezession vor Augen, Sterbensangst im Nacken. Ostern sagt zu all diesen Beklemmungen und Befürchtungen ein einziges Wort: Nein.

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Michaela 29 Diederichs | Sa, 11. April 2020 - 17:59

"Schadenfreunde unter den Wachstumskritikern" finde ich eine gelungene Wortschöpfung. Sie haben einen sehr schönen Artikel geschrieben. Ihnen allen Frohe Ostern und bleiben Sie gesund.

Bernd Muhlack | Sa, 11. April 2020 - 18:02

Das Schreckliche ist nicht dieses Virus, sondern der mediale Umgang damit!
Die sinnfreieste Formulierung ist:
"Was wir wissen und was wir nicht wissen!"

Das ist wie der Blick auf den Kontostand: was ich habe und was ich nicht habe.

Ich bin "bibelfester Atheist", habe mit Ostern als solchem nichts am Hut.
Immerhin kann ich noch christliche Feiertage mit ihrem Ursprung, Anlass in Verbindung bringen.

Ostern als Reset?

Herr Kissler, selbiges haben heute die Herren Bedford-Strohm sowie BP Steinmeier erbrochen.
Jeweils mit salbungsvoller, segnender Armhaltung, Gestik, Mimik.
(Grausam!)

Ich hatte es bereits gepostet: unserer Regierung konnte gar nichts besseres als Corona passieren!
ALLE anderen Themen sind vom Tisch!
"Zentral-Europa" wird als Solidarität verkauft und deswg. EU-Bonds.
Welch ein Unsinn!

Heute hat die Frau meines besten Kumpels Geburtstag (63), mit ihr kann man Pferde stehlen!
Natürlich gehe ich dahin!
Wer will mir das verbieten?
Corona?
Nöö, Bitburger!

FROHE OSTERN!

nicht an einem anderen Tag nachfeiern?
Ihren Schwung will ich Ihnen angesichts Ostern nicht nehmen, aber ich habe kein Verständnis für so ein Handeln.
Trotzdem, starten Sie gut durch.

Frau Sehrt-Irrek, es war wie immer ein sehr schöner Geburtstag, obwohl der Teilnehmerkreis dieses Jahr sehr überschaubar war; sechs Personen.
Wissen Sie, es sind etwa zweihundert Meter zu Fuß bis zu Ute und Hans, hier ist kein Epi-Zentrum der C-Krise!
Ein Besuch von Supermärkten/Discountern birgt ein x-mal höheres Risiko als eine kleine Geburtstagfeier auf der Terrasse.

Ich bin Jurist, kenne den Unsinn vieler Gesetze, Verordnungen.

In den letzten beiden Wochen gaben etliche Staatsrechtler ihre Bedenken "zu Protokoll"; unter anderem der ehemalige Präsident des BVerfG Hans-Jürgen Papier sowie Prof. Dr. Paul Kirchhof.
Viele Maßnahmen seien notwendig, jedoch dürfe das nicht in puren Aktionismus, gar einen Wettstreit an Verboten führen.
Und vor allem: zeitliche Limitierung u Verhältnismäßigkeit!

Da steht also ein Schild: "Von hier ab rückwärts gehen!"
Frau Sehrt-Irrek, es gibt genügend Zeitgenossen, welchen jeden Unsinn befolgen!

Wie war das noch mit der Sektsteuer von Kaiser Wilhelm?

Das Virus ist kein Scherz und Sie wissen nicht, ob Sie in besonderem Masse empfänglich sind oder nicht.
Diese Art Tod macht keine Freude, um es einmal überspitzt zu sagen.
Ich respektiere ganz sicher Englands etwas anderen Weg, mit dem Virus umzugehen und freue mich sehr, dass Boris Johnson nunmehr aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte, aber sein persönlicher Umgang mit dem Virus hat mir nicht eingeleuchtet.
Er soll jetzt gesagt haben, dass ihm die Ärzte und Helfer das Leben gerettet hätten? und er sah grauenhaft aus, bevor er eingeliefert wurde.
Das alles könnte ihn verändert haben.
Meine Familie lässt mich gar nicht raus und wenn, besuchen die keinen Supermarkt.
Sie gehen hin, kaufen ein und sind froh, wieder zuhause zu sein.
Eine Geburtstagsfeier ist ganz etwas anderes.
Meine Stadt verhängt Ordnungsstrafen, wenn sie draussen solcher Festivitäten angesichtig wird.
Nein, ich kann Ihr Verhalten nicht verstehen, es sieht ja keiner?
Das wäre Ihr juristischer Wahlspruch fürs Leben?

Klaus Funke | Sa, 11. April 2020 - 19:34

Dafür herzlichen Dank, lieber Herr Kissler. Aber, es bleiben Fragen. Wird die Gefährlichkeit des Corona-Virus nicht allzusehr übertrieben? Wie viele Leute aus Ihrem persönlichen Umfeld kennen Sie, die am Virus erkrankt oder gar gestorben sind? Ich lebe in einer großen Stadt, ich kenne da niemanden? Warum werden die Toten nicht obduziert? Will man die Todesursache nicht wissen? Wem könnte der Hype um das Virus nützen? Wer braucht unbedingt einen Schuldigen? Die WHO? Die Weltfinanzwirtschaft? Das Virus eignet sich da hervorragend. Es ist so herrlich anonym. Müssen wir nach der Pandemie oder zu ihrem Ende schon mit einer Superinflation rechnen? Nur ganz verbissene Prediger können das leugnen. Droht uns ein Finanz-Tsunami von unvorstellbarem Ausmaß? Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? Auf alle Fälle ist der sog. kleine Mann weltweit der große Verlierer. Eine große Inflation würde uns alles nehmen. Einer riesige Verarmung droht der Welt. Ein Restart d. Wirtschaft wird schwierig....

..es reicht wohl nicht, wenn Ärzte in Krankenhäusern Todesursachen feststellen. Obduzieren soll man sie! Vielleicht findet man ja heraus, dass Covid-19 gar nicht verantwortlich ist. Überhaupt wird es Zeit, festzustellen, ob Corona überhaupt gefährlich ist.
Und überhaupt: Wer profitiert?

Was sagen schon 108.000 Todesopfer, weltweit, aus? Für den Foristen offensichtlich nichts. Wahrscheinlich haben die alle nichts, oder höchstens am Rande mit Corona zu tun. Alles Lüge. Aufgebauscht von Massenmedien. Um das "erwachende" Volk in Schach zu halten.

Deutschland ist in diesen Tagen in Teilen ein Tollhaus. Nicht genug der Einschränkungen durch die Pandemie, von den meisten Deutschen, nur nebenbei, durchaus als notwendig akzeptiert.

Nein, die ewigen, halluzinierende Verschwörungstheoretiker, die, wie immer, Finsteres im Hintergrund vermuten, schaffen es einfach nicht, einfach mal zu schweigen.

Sonst hätten sie wohl auch nichts zu sagen.

Wieder nichts kapiert! Und ich als Ihr Feind muss unter Feuer genommen werden. Wohl dem der noch Feindbilder hat. Bald brauchen Sie die nicht mehr. Die Superinflation kommt nach der Pandemie so sicher wie das Amen in der Kirche. Wer das leugnet, ist ein armer Tropf oder ein bewusster Täuscher. Schauen Sie sich die Weltwirtschaft an und das Weltfinanzsystem. Da braucht es keine Verschwörungstheorien. Die Hyperinflation kommt ganz gewiss. Es wird nicht anders gehen. Machen Sie ruhig Ihre Augen zu und glauben Sie an was Sie wollen, der Inflationstsunami wird um Sie keinen Bogen machen. Schon mal was von den Gesetzen der kapitalistischen Ökonomie gehört? Im Übrigen hat Herr Kretzschmann (MP Baden-Würtemberg) diese Folgen schon angedeutet. Nach der Pandemie wird es weltweit Wohlstandseinbrüche, verheerende Armut und eben eine Inflationswelle geben. Leugnen Sie das nur, weil ich, ihr persönlicher Feind und Gegner, das behaupte. Ist ja Ihr Prinzip. Ihre Gegner: Wallau, Konrad, Will usw

Gerhard Lenz | Mo, 13. April 2020 - 10:43

In reply to by Klaus Funke

Sie nehmen jegliche Kritik an dem, was sie schreiben, sofort persönlich.
Und werden sofort persönlich, wenn es um Aussagen geht, die Ihnen nicht passen.

Bleiben wir bei den von Ihnen genannten Akteuren: Wenn hier ständig, direkt oder indirekt, jemand für die AfD wirbt, die Deutschen jedoch verächtlich als Michel abwatscht, weil sie die AfD weitgehend ablehnen, schreit das nach Kritik.

Wenn hier jemand täglich seinen Widerstand gegen Merkel und die demokratischen Parteien abliefert, aber Trump oder die AfD preist, antworte ich darauf.

Wenn im Zusammenhang mit Corona irgendwelche Verschwörungen suggeriert werden, kann das - natürlich - nicht unkommentiert bleiben.

Genauso wenig, wenn jemand ständig die SED bemüht, um die BRD zu beschreiben.

Dies ist ein öffentliches Forum, in dem es - eigentlich - um kontroverse Meinungen geht, nicht um Personen.

Das sollte man trennen. Was mir, zugegeben, wie anderen auch, nicht immer gelingt.

Herr Lenz, warum so böse?
Die Frage, 'ob Corona überhaupt gefährlich ist' ist doch längst beantwortet. Ein staatlich zertifiziertes 'Qualitätsmedium' - der öffentlich rechtliche Bayerische Rundfunk - hat diese Frage am 30. Januar (!) dieses Jahres in Gestalt der intellektuellen Überfliegerin Sophie Probst (Magazin quer) wissenschaftlich beantwortet. Corona ist NICHT gefährlich. Alles nur aufgebauscht von (rechten) Verschwörungstheoretikern, die 'Klicks generieren', 'destabilisieren', 'die Bevölkerung beunruhigen' und 'das Vertrauen in den Staat und dessen Glaubwürdigkeit erschüttern sollen'.
Kein Grund zur Sorge also, ruhig bleiben und den böösen Rächten nicht 'auf den Leim gehen'. Gerne hätte ich auf das betreffende Video verlinkt.
Der BR hat es leider zwischenzeitlich gelöscht.
Aber nicht, weil man einen EIGENEN Fehler einräumen muß, nein - die FAKTENLAGE habe sich zwischenzeitlich geändert. Wie gut, daß BR seinen direkten Draht zum 'Ministerium für Wahrheit' (Orwell) hat!

Herr Lenz?
Die von ihnen Hochgeschätzte Grünen Ikone R. Habeck, sucht für sein neues Projekt, Bürger mit vollumfänglichen Grundwissen & Weitsicht! Ein Erklärer sozusagen.
Folgender Aufruf steht im Raum:
"Es wäre ein großes Zeichen der Bundesregierung, nach der Krise Zukunftsbündnisse, Räte zu gründen, in denen zufällig geloste Bürgerinnen und Bürger das Erlebte diskutieren, über Konsequenzen für die Zeit danach beraten und gesellschaftliche Schlüsse daraus ziehen. Holt das Wissen, die Erfahrung, die Ideen der Leute ab! "
Es gab ja schon einmal eine Räterepublik in Bayern. Könnte man drauf aufbauen!
Ich hoffe doch, dass sie vor zwei Tagen ausgiebig gefeiert haben?

Richtig Herr Funke, Sie haben genau die richtigen Fragen gestellt! Der Virologe Professor Streeck spricht nach seiner Studie in Heinsberg endlich das aus, was schon andere seiner Kollegen taten und dafür abgestraft wurden. Und das auch noch bei Markus Lanz und nicht bei den bösen, alternativen, rechten Medien im Internet. Die Frage lautet doch, wer von dem ganzen Wahnsinn profitiert und wer will was damit erreichen. Der Auslöser der nächsten, weltweiten Krise ist zwar Corona, wobei die Umstände noch geklärt werden müssen. Der Grund für diese kommende Krise aber ist ein ganz anderer. Aber Vorsicht, dass sind Verschwörungstheorien und solche Behauptungen stehen neuerdings unter Strafe. Ach ja, die Profiteure solcher Krisen sind immer die selben... Mein Motto lautet, Recherchieren, Recherchieren, Recherchieren...

Simone | Sa, 11. April 2020 - 20:18

Ein sehr schöner Kommentar.

Ernst-Günther Konrad | So, 12. April 2020 - 07:24

"Glauben heißt nicht Wissen" wird Wilhelm Weitling (1808 - 1871), deutscher Frühsozialist und Theoretiker des Kommunismus zugeschrieben.
Quelle: Weitling, Das Evangelium des armen Sünders, 1845. Menschen mit unterschiedlichsten Sichtweisen definieren Glauben allgemein und für sich persönlich jeweils anders.
Sie haben recht Herr Kissler. Die Apokalyptiker hat es nie gebraucht, denn seit Menschheitsgedenken haben sog. "Allwissende" die Meinung verbreitet, dass die Welt aus welchen Gründen auch immer untergeht. Und? Wir sind noch immer da.
Sie legen die Osterbotschaft so aus und wollen sie so verstanden wissen. Kein Problem damit. Jeder mag für sich selbst entscheiden, woran und wie er glaubt. Nur findet eben der Glaube und vielleicht auch das damit verbundene Wissen seine Grenzen dort, wo der Glaube der anderen beginnt. Wer mit Gewalt versucht seinen Glauben durchzusetzen wird letztlich scheitern. In jedem Ende liegt ein Anfang. Wer zweifelt denkt und findet auch mit anderen einen Weg

Brigitte Miller | So, 12. April 2020 - 08:11

möchte ich Ihnen für diese Mut machenden, so richtigen Worte in einer seltsam verstörenden Welt, die dem Glauben den Laufpass gegeben hat und dafür umso leichtgläubiger jeden Kakao trinkt, der ihr angeboten wird.

Ines Schulte | So, 12. April 2020 - 09:44

In reply to by Brigitte Miller

...während hier bei geöffneter Tür das Glockengeläut der nahen Kirche und das Vogelgezwitscher vom Garten hereindringt. Die Fastenzeit ist vorbei, - Ostern, das Fest der Auferstehung ist positiv besetzt und Mu machend und das sollten wir für die Zukunft mitnehmen. Eine Andacht kann man zwar auch medial verfolgen, dennoch wäre es schön gewesen, in den Kirchen das selbe Prinzip wie in den Einkaufsmärkten anzuwenden. Die Sitzplätze, in ausreichender Entfernung, kann man sogar markieren. Alle anderen müssen 'draußen bleiben' und die Predigt mit Abstand per Lautsprecher verfolgen. Nichts ist unmöglich! Am 23. beginnt der Ramadan. Vielleicht hat man bis dahin eine Lösung gefunden.

Diese christliche Vorstellung verweist auf ein Weltbild einer unternommenen Unterteilung in eine obere himmlische und eine untere irdische Welt. Das einstige kultische Zentrum, heute eine Pilgerstätte an der Stelle, wo man Golgatahügel und das Grab Christi vermutet, gewinnt die Darstellung Jerusalems, als Nabel der Welt, durch die Grabeskirche und das hl. Grab seine Bedeutung. Das Himmlische Jerusalem war zunächst ein ideales Gegenbild zu der Erscheinung der irdischen Stadt.

Die Übertragung der Vorstellung vom Himmel, wo Christus über der Himmelsstadt thront, mit dem Buch des Lebens in der Linken und dem Lamm zu seinen Füßen zeigt das. Und so sind auch die gotischen Kathedralen des Mittelalters in ihrer Ikonografie ein Abbild des Himmlischen Jerusalems- durch Glasfenster lichtdurchflutet- die Auflösung von Raum und Zeit.

Später wurde die Stadt, der Staat, die irdische civitas ein Abbild des Himmlischen Jerusalem, eine Bedeutungskopie. Die Stadt wurde jetzt (metaphorisch und bildhaft-anschaulich), als Kirche und Gemeinschaft gesehen. Prozession führen heute noch zu den Stadtmauern. Die Gleichsetzung von Stadt und Himmlischem Jerusalem führte letztlich zur Säkularisierung dieser Vorstellung im Sinne der Stadtgestaltung der Renaissance mit den Wissenschaften. Die „Kopernikanische Wende“ brachte dann ein verändertes Weltbild. Das Geheimnis der Welt blieb jedoch, das Menschliche, das lebt.

Das was Natur und Geist ihm nicht geben können, das Letzte, will ihm Religion geben. Bindung, Einordnung, Versöhnung mit dem Schicksal der menschlichen Natur, diese Einzigartigkeit des Lebens.

Frohe Ostern!

Gerade habe ich noch einmal Goethes 'Osterspaziergang' hervorgeholt. Jetzt in diesen Zeiten ziemlich treffend!

..."jeder sonnt sich heute so gern,- denn sie feiern die Auferstehung des Herrn:
Denn sie sind selber auferstanden; aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks-und Gewerbesbanden, aus dem Druck von Giebeln und Dächern, aus der Straßen quetschender Enge, aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht sind sie alle ans Licht gebracht.

.... ich höre schon des Dorfs Getümmel. Hier ist des Volkes wahrer Himmel, zufrieden
jauchzet Groß und Klein: " Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein".

Reinhard Bauer | So, 12. April 2020 - 11:17

Ich verfolge gern die Diskussionen dieses Forums. Die unterschiedlichen Sichtweisen zum jeweiligen Artikel macht es interessant. Oft stören mich jedoch, die zwar gefällig vorgetragenen, aber vor ständiger Besserwisserei bis hin zur offenen Verachtung anderer Meinungen strotzenden Kommentare von Herrn G. Lenz. Dabei ist niemand weiter von der Wahrheit entfernt als derjenige der alle Antworten weiß (altes Sprichwort).

Gisela Fimiani | So, 12. April 2020 - 15:01

Im Blick auf das Osterereignis erscheinen die sich Wissen anmaßenden Propheten besonders monströs. Ihr eingekerkerter, unwahrhaftiger Geist verbrämt und verdirbt den Geist der österlichen Verheißung: Die Freiheit zum (eigenen) Leben.

Romuald Veselic | So, 12. April 2020 - 17:38

gestatten Sie mir eine kl. Ergänzung, in Bezug auf den gütigsten Herrn Gerhard Lenz, sein Name sei gepriesen. Er ist klug und unvoreingenommen. Schade, dass Hr. GL nicht in die Politik geht, ich würde ihn sofort unterstützen. Wenn es Nobelpreis für beste Meinung wäre, dann musste GL ihn als 1-er bekommen, u. ich würde gerne dabei seine Koffer tragen. Ich will ihm auch Vorschlagen, ein mediales Periodikum zu gründen; wie etwa NewCicero, auf Deutsch - "Eine Meinung". Denn unterschiedliche Meinungen führen zu Missverständnissen u. Konflikten, auch wenn sie gut gemeint werden. Harmonie-Priestertum soll zugelassen sein. Deshalb: Ehret Herrn Lenz, seine Klugheit ist authentisch. Wir sollten in Stille u. Respekt vor ihm verharren.
Sehr frohe Ostern wünsch ich allen