Nora Gomringer
Nora Gomringer / Foto: Judith Kinitz

Nora Gomringer im Porträt - Die Sprache des anderen

Die Schriftstellerin Nora Gomringer hat ein sehr persönliches Buch über ihre verstorbene Mutter geschrieben. Kurz vor der Veröffentlichung verliert sie auch ihren Vater, den Dichter Eugen Gomringer – und ringt nun mit Sprache, Erinnerung und ihrer eigenen literarischen Herkunft.

Ralf Hanselle / Antje Berghäuser

Autoreninfo

Ralf Hanselle ist stellvertretender Chefredakteur von Cicero. Im Verlag zu Klampen erschien von ihm zuletzt das Buch „Homo digitalis. Obdachlose im Cyberspace“.

So erreichen Sie Ralf Hanselle:

Von der Mutter bleibt ein Bindestrich. So hat es Nora Gomringer versprochen. In ihrem aktuellen Buch „Am Meerschwein übt das Kind den Tod“. Sie selbst, so heißt es darin, wolle der Mutter hinterherschreiben – „als vermissende Tochter, als wütende Frau, als verstummende Dichterin“. Dieser Bindestrich aber – er ist krumm und schief. Er trägt Narben. Er hat Ab­splitterungen an beiden Enden. Dennoch wird er überdauern. Als Erinnerung an die vor fünf Jahren verstorbene Literaturwissenschaftlerin Nortrud Gomringer. An die Mutter, die wohl auf immer der literarische Leitstern im Leben der Tochter bleiben wird. 

Cicero Plus

Ohne Abo Lesen

Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.