Grafik: Zwei menschliche Körper mit Gehirn-Köpfen boxen im Ring gegeneinander.
Wird das linke Gehirn das rechte schlagen? / Illustration: ChatGPT

Neuropolitik und die Biologisierung des Politischen - Abweichende Meinung als Hirndefekt

Haben Konservative und Populisten einfach ein defektes Gehirn? In der Neurowissenschaft gibt es Vorstöße, nicht genehme politische Ansichten mit anatomischen Besonderheiten des Gehirns zu erklären. Die Therapie wird nicht lange auf sich warten lassen.

Autoreninfo

Professor Dr. med. Matthias Schrappe ist Internist und war Vorstandvorsitzender der Universitäts-Klinik Marburg, Dekan und wiss. Geschäftsführer der Univ. Witten/Herdecke, Generalbevollmächtigter der Frankfurter Universitäts-Klinik, Dir. Institut Patientensicherheit Universität Bonn (in den Jahren 2002 bis 2011).

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Wird die neue „biologische Neuropolitik“ bald unser Wahlverhalten und unsere Meinung zu aktuellen Themen im Hirn-Scan vorhersagen, uns gegebenenfalls sanktionieren und gezielten Interventionen aussetzen? Zwei neue Bücher sollten uns aufhorchen lassen, gerade da es schon einmal Versuche gab, über die Schädelform, im Sinne einer rassistischen „Phrenologie“ als Abbild des darin enthaltenen Gehirns, soziales Verhalten, Neigung zu Kriminalität und Eignung für die Gemeinschaft vorherzusagen. Ohne dass den Nationalsozialisten dabei Hirnscans oder Dopamin-Bestimmungen zur Verfügung gestanden hätten.

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Thomas Hechinger | Mo., 18. Mai 2026 - 08:50

Daß unsere Gene, unsere Gehirne, unsere biologische Konstitution uns prägen, halte ich für eine Selbstverständlichkeit. Vielleicht gibt es „linke“ und „rechte“ Gehirne im Sinne einer Tendenz. Die Gefahr beginnt, wenn man das andere als krank im medizinischen Sinn erklärt. Frauen sind anders als Männer, Linke sind anders als Rechte, Schwarze sind anders als Weiße. Die Einflußfaktoren sind vielfältig, es sind nicht nur Gene und Gehirn.
Ich erinnere mich, als in der Schule auf einmal die Diagnose ADS oder ADHS Einzug hielt. Das wurde eine richtige Mode„krankheit“. Als ich erfuhr, daß 3 Prozent der Mädchen und 9 Prozent der Jungen davon betroffen sind, war mir die Diagnose nicht mehr geheuer: Ich kann doch nicht 9 Prozent der männlichen Bevölkerung als krank erklären! Diese Menschen sind nur anders als die Mehrheit. Warum können wir Andersartigkeit nicht aushalten?

Wir begeben uns in totalitäre, längst überwunden geglaubte Zeiten zurück. Grausen erfaßt mich. Wir müssen Widerstand leisten.

Herr B. | Mo., 18. Mai 2026 - 10:08

Antwort auf von Thomas Hechinger

da gings auch ums Ausland, in Italien z.B. gibt es so gut wie kein ADHS, weil die keine Probleme damit haben, daß Jungs etwas aktiver sind! Die Deutschen sind da wie die Amerikaner, was nicht ins vorgegebene Schema paßt, ist „krank“ und muß medikamentös behandelt werden. DAS ist krank!

Der entscheidende Faktor für die Meinungsbildung/politische Einstellung, ist die Sozialisierung, die Umgebung, in der man aufwächst, prägt deutlich mehr als Gene etc.

„Wohlstandslinke“ sind links, weil sie Mangel nicht kennen, sie wissen nicht, was ums Überleben kämpfen bedeutet! Nimmt man ihnen ihren Komfort, den Überfluß, dann tendieren sie ganz schnell zum rechtsradikalen!

Das die Linke solche kranken „Lösungen“ sucht, um abweichende Meinungen zu diskreditieren ist klar, denn sie hat keine Argumente, also erklärt sie alles, was nicht links ist für krank! Fertig ist die Suppe!

Eine höchst beängstigende Entwicklung die einer echten wissenschaftlichen Verifizierung NIE standhält!

Felix Italia! (zumindest in diesem Punkt)

Irgendwo habe ich einmal das Argument aufgelesen, daß das, was wir heute als Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom kennen, früher sehr nützlich war. Wenn die Gruppe des Nachts ums Lagerfeuer saß und miteinander den Tag durchging und ein Junge aufgemerkt hat, wenn es im Gebüsch geraschelt hat, war das für die Gruppe eine überlebenswichtige Funktion. Ein wildes Tier? Ein Feind? Aber was soll man mit einem Jungen, der sofort hinausschaut, wenn eine Krähe sich auf einen Ast setzt und zwei Blätter hinunterfallen, in einem Schulsystem anfangen, in dem die Lehrerin will, daß die Kinder stillsitzen und das Wort mit der richtigen Farbe und Stiftdicke unterstreichen? Ich war in einem solchen System Lehrer, und auch ich habe erwartet, daß die Kinder ruhig sind, damit man vernünftig arbeiten kann. Ich habe aber oft gespürt, daß etwas nicht stimmt und entsprechendes „Fehlverhalten“ nur milde gerügt. Das zu meiner vielleicht nicht sehr überzeugenden Verteidigung.

Nach meiner Erfahrung kommt noch ein weiterer Faktor hinzu, diesen kenne u.a. ich aus der näheren Familie, es ist die Unterforderung, die Langeweile. Oft sind Kinder bei denen ADHS diagnostiziert wird begabt oder sogar hochbegabt, sie langweilen sich im linksgleichgemachten Unterricht zu Tode, denn geistig gefordert werden Kinder in der Schule nicht mehr.

In dem mir bekannten Fall weigerte sich die Mutter zu akzeptieren, daß sie womöglich ein hochbegabtes Kind hat. Sie hatte Angst, daß es nicht der „Norm“ entspricht, sie ist von einem Arzt zum nächsten gegangen, bis sie einen fand, der Ritalin verschrieb.

Im Ergebnis hat sie dieses Kind zerstört, er hat es nicht geschafft Abitur zu machen, seine Fähigkeiten sind für die Gesellschaft verloren. Die Mutter hat allerdings ganz im Sinne der linken Ideologie der Gleichmacherei gehandelt, obwohl sie keine Linke sondern einfach nur unglaublich dumm ist.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 18. Mai 2026 - 10:29

Antwort auf von Thomas Hechinger

Was macht man vom Gesichtspunkt des "Geisterfahrers* auf der Autobahn" aus?
Das sind dann nicht mehr seine Strassen*?
Verschwörungstheorien gedeihen evtl. in einem Umfeld unbefriedigender Information und Transparenz.
Deshalb sollte man aber nicht gleich jede "Verschwörungstheorie" ernstnehmen!
Es gibt auch für die offensten Denker* bei gleichzeitig größtem Unverständnis gegenüber Andersdenkenden immerhin die Möglichkeit, dass sie einem "Betrunkenen" gleich um einen Baum herum tasten und jammern, eingesperrt zu sein?
Ich könnte mir denken, dass dann eher der Baum gefällt wird, als dass die eigene Logik und Perspektive hinterfragt wird.
Es liest sich wie Yu, Nachname.
Ich hoffe, dass der Nachname in China weit verbreitet ist.
Man scheint Hitler ja nun genetisch auf die Spur gekommen zu sein.
Ich bin immer froh, wenn man unter jedem Artikel dazu lesen kann, dass Gene nicht den Menschen determinieren.
Hitler hätte also eine Wahl gehabt, ebenso wie alle Anderen.
"Alle Wesen sind getauft .."

Ich mag mich auch nicht damit beschäftigen.
Wenn man aber gar nichts sagt, nehmen das nicht wenige Menschen als Zustimmung?
Ich habe da zuwenig Ahnung, also bleibe ich zunächst einmal aussen vor.
Dürfte ich spintisieren, dann würde ich vermuten, dass Lebewesen ihre Neuronen ff. dergestalt formen können, dass sie sich für ihren eigenen Schöpfer halten könnten.
Sind wir so frei, über unsere eigenen Voraussetzungen verfügen zu können?
Ich bin mir da nicht sicher...
Frau Yu ist eine anerkannte Philosophin.
Ich will mich mit einer Kritik also nicht überheben und über Frau Yu schon gar nicht.
Respekt

Das ist keine Forschung und auch keine Wissenschaft, sondern als Wissenschaft getarnte ideologische Hetze! Sie wird von „Universitäten“ nur deswegen gefördert, weil die Ergebnisse in die politisch gewollte (linke) Richtung gehen! Dabei wird ignoriert, daß die Arbeiten mit Wissenschaft nichts zu tun haben!

Das hat in linken Kreisen Tradition, siehe z.B. den angeblich vom Menschen gemachten Klimawandel, oder der angebliche Nutzen/die Vorteile der „Diversität“, auch die sind lt. Grünlinkswoke „wissenschaftlich“ belegt!

Wer keine Argumente hat, die die eigene Ideologie stützen, muß eben zu solch unseriösen Mitteln greifen, um den „Gegner“ zu diskreditieren.

die alten griechischen Philosophen waren auch angesehene Mathematiker, und haben für ihre Thesen dieses Wissen zugrunde gelegt.

Aber, die heutigen "supermodernen" Philosophen, die unterliegen nach dem Studium einer bestimmten ideologischen Überzeugung, und werden zu Ideologen, leider.

Das ist, wie das was Yu und Zmigrod schreiben, linker Blödsinn, der wissenschaftlich nicht haltbar ist. Darum muß dei Linke die Wissenschaft erpressen, manipulieren und durch Pseudowissenschaft/-ler wie Yu und Zmigrod ersetzen!

Gene sind das Fundament des Menschen, sie bestimmen über dessen gute und schlechte Eigenschaften, ob einem das recht ist oder nicht, es ist so. Sozialisierung und Bildung können vieles, ein gutes Fundament ersetzen können sie aber nicht.

Erstaunlich ist, daß es zweifelsfrei, auch unter linken Pseudowissenschaftlern, akzeptiert wird, daß Gene für diverse Krankheiten, Haar-, Haut- und Augenfarbe sowie diverse andere (physische) Eigenschaften verantwortlich sind, nicht aber für die geistige Leistungsfähigkeit eines Menschen. Finde den Fehler!

Selbstverständlich hat JEDER eine Wahl, die Wahl ist aber auf die eigenen Möglichkeiten beschränkt und in der Regel trägt die Sozialisierung entscheidend zu den Entscheidungen und dem Entscheidungsrahmen bei.

Sehr interessant finde ich hier dass Sarazin noch immer als skandalös gilt weil er von der Vererbbarkeit der Intelligenz sprach, aber jetzt reden wir davon dass die politische Einordnung biologisch bedingt, also erblich ist...
Es ergibt keinen Sinn

Sarazin hatte in jedem Punkt recht, das kann der Linke natürlich nicht akzeptieren, alle Menschen sind, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Geschlecht, gleich.

Weil das wissenschaftlich nicht haltbar ist, muß die Wissenschaft angepaßt werden!

Das Ergebnis ist dann gefährlicher ideologischer Schwachsinn wie das was diese beiden „Wissenschaftlerinnen“ produziert haben! Allein das sie einen solch halbgaren Blödsinn veröffentlichen, disqualifiziert sie als ernstzunehmende Wissenschaftler! Zmigrod spricht von „popular sceince books“, also Wissenschaftscomics fürs einfache Volk!

Dazu kommt noch die ausgeprägte Geltungssucht der meisten Wissenschaftler oder derer wie Zmigrod, die es sein wollen. Solche „Ergebnisse“ garantieren Aufmerksamkeit in der tonangebenden grünlinkswoken Blase, denn sie können als „Beleg“ für die Richtigkeit der Ideologie mißbraucht werden!

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 18. Mai 2026 - 17:19

Antwort auf von Thomas Hechinger

fehlt mir auch der Zugang zu meiner eigenen Argumentation.
Ich bitte um Entschuldigung.

Dorothee Sehrt-Irrek | Di., 19. Mai 2026 - 10:00

Antwort auf von Thomas Hechinger

dass ich z.B. Frau Merkels "Migrationspolitik" in Europa persönlich eher als "Geisterfahrt" empfand, dass ich von den Protesten gegen z.B. die Coronapolitik auch viel gelernt habe, dass ich dennoch nicht gleich "Verschwörungstheorien" in die eine, wie die andere Richtung positiv sehe.
Mein Kommentar scheint schlecht geschrieben...

Freie Definition „Verschwörungstheorien“:

Wenn einem Linken etwas nicht ins Konzept respektive zur eigenen Ideologie paßt, er es aber nicht mit Fakten widerlegen kann, weil die Fakten dem Linken widersprechen, dann wird es zur „Verschwörungstheorie“ erklärt. Damit kann er sich das Widerlegen sparen, denn mit dem Etikett „Verschwörungstheorie“ ist es automatisch entkräftet!

So Frau Sehrt-Irrek funktionieren Linke, wer ihre Sprache und ihre Methodik kennt, der kann leicht zwischen den Zeilen lesen.

„Verschwörungstheorie“ ist ein Trigger-Begriff, davon gibt es bei Linken viele, sie sollen abschrecken, bei Ihnen wirkt das offensichtlich, bei mir und vielen anderen, bewirkt es das Gegenteil. Wenn ich „Verschwörungstheorie“ höre oder lese, dann weiß ich, daß man mir etwas vorenthalten will, das wiederum führt dazu, daß ich mich mit der angeblichen „Verschwörungstheorie“ intensiv befasse, meistens lohnt es sich.

Wolfgang Borchardt | Mo., 18. Mai 2026 - 09:03

Gehirn wird künftig gleichgeschaltet. Nur hat Links selbst viele Fazetten und Abweichler. Welches Links, welches Grün? Und das mit dem Geld der gleich zu richtenden Steuerzahler? Die oppurtunistische Mehrheit kann ein auf Links gleichgeschaltes Gehirn nicht brauchen. Man weiß ja nicht, was noch kommt. Im übrigen das Hirngespinst (!!!) einer Frau, die selbst nicht bemerkt, wie gleichgeschaltet sie ist. Ein Buch 'nämlich , das genau in diese Zeit passt.

Es ist biologisch unmöglich, zu bestimmen/erkennen, ob jemand links oder rechts tickt, es ist aber durchaus möglich, zu erkennen, ob jemand die Prädisposition hat, anfällig für Ideologien zu sein oder ein Mitläufer ist.

Deswegen suchen die nach denen, die für Ideologien und oder Mitläufertum empfänglich sind, diese werden als gut, weil offensichtlich links eingestuft und alle anderen sind nach dem Ausschlußverfahren zwangsläufig rechts, weil für Ideologien nicht empfänglich und auch nicht bereit zu folgen!

Mit Wissenschaft hat das nichts zu tun!

Jens Böhme | Mo., 18. Mai 2026 - 09:25

Lea Zmigrod hat lediglich einen neuen Begriff erfunden: politische Neurobiologie. Ihre Experimente zu Extremismus sind quasi Lügendetektoren. Ideologisierte Personen hätten höheren Puls, höheren Blutdruck usw. Unpolitische Personen sind teilnahmslos, LMAA-Stimmung. Meine Begeisterung für das Thema politische Neurobiologie hält sich in Grenzen. Politische Welt- und Menschenbilder entstehen durch Erziehung, Bildung, Umwelt und Kognition. Gefährlich ist das Buch dahingehend, Ideologien zu perfektionieren. Die wichtigsten, wissenschaftlichen Grundlagen des Kapitalismus sind von Marx und Engels.

Johannes | Mo., 18. Mai 2026 - 09:43

überzeugen. Wenn ich für eine Sache "brenne", dann brennt sich das in meinen Alltag und meinen gesamten Wesenszustand ein. Zudem glaube ich ein bisschen an Suhrkamp.

Ullstein Verlag und Yu machen mich tendenziell fassungslos wegen deren Erziehungsanspruch mit "neuen Methoden", um- unter Vorbehalt, scheinbar totale gesellschaftliche Konformität zu schaffen. Beängstigend.

Herr B. | Mo., 18. Mai 2026 - 10:46

machen absichtlich einen entscheidenden Fehler bzw. gehen einen großen Schritt zu weit!

100% ist an dem, was Zmigrod behauptet, etwas dran. Es gibt Menschen die anhand ihrer geistigen/charakterlichen Prädisposition anfällig(-er) für Ideologie sind als andere. Menschen die Ideologien verfallen sind besonders „konfiguriert“.

Absoluter Blödsinn ist aber, daß man aus dieser Prädisposition erkennen kann, ob Menschen links oder rechts sind. Eine solche Behauptung wird einer echten wissenschaftlichen Verifizierung NIE standhalten!

Entscheidend bei links/rechts ist das persönliche Umfeld und die Sozialisierung.

Mitläufer haben eine besondere geistig/charakterliche Prädisposition, wohin sie mitlaufen, spielt keine Rolle! Sie wechseln problemlos die Richtung, wenn es ihnen opportun scheint. Bei Ideologen ist es nicht anders!

Hier wird linke Ideologie als „Wissenschaft“ getarnt, diese Menschen sind Scharlatane, keine Wissenschaftler und ihr Werk ist gefährliche ideologische Hetze!

S. Kaiser | Mo., 18. Mai 2026 - 11:52

Leor Zmigrod, Liya Yu oder auch Mai Thi Nguyen – man mache sich ein Bild …
Wann eigentlich hat die „Wissenschaft“ die Logik, das folgerichtige Denken verloren?
Bemerkenswert der zitierte Absatz „Yu, S. 15/16“, dem dann knapp 100S. später die Aussage folgt, dass ein liberales Gehirn fordern würde, „Menschen, Ansichten und Worte auszuhalten, mit denen wir nicht übereinstimmen.“ Das sei die Essenz politischer Toleranz. Dieses andere Denken zu pathologisieren entlarvt den eigenen Mindset.
Es gibt eine Korrelation zwischen Charaktereigenschaften und politische Vorlieben. Legt man die „Big Five“ der Persönlichkeitsmerkmale zugrunde, dann stellt man fest, dass Offenheit und Neurotizismus eher auf der linken Seite, wohingegen Gewissenhaftigkeit eher auf der rechten Seite zu finden ist. Und genau deshalb ist austariertes politisches Spektrum wichtig. Wird es zu links, wird es chaotisch und dysfunktional (s. Berlin), wird es zu rechts, bleiben Fortschritt, Kunst und Innovation auf der Strecke.

bezüglich dieses Artikels, bei Kommentaren keine Erinnerung auf die menschenverachtende Ideologie der Nazis, die sich damals auch als naturturwissenschaftlich begründet getarnt hatte, als unerwünscht gilt, dann ist für mich klar, da ist auch für den Cicero - Administrator die Grenze der Meinungsfreiheit überschritten, man erträgt so einen Vergleich nicht.
Tja, man ist trotzdem schlauer geworden, und das ist immer gut!!!

Armin Latell | Mo., 18. Mai 2026 - 13:16

Mohammed, als er die islamische Religion (oder Ideologie) aus der Taufe hob, das schon frühzeitig geahnt oder gewusst hat und deswegen Menschen weiblichen Geschlechts jegliches Stimmrecht, jegliche Selbstbestimmung zum Schutz der Mitmenschen entzogen hat? Aus dieser Sicht habe ich das noch überhaupt nicht betrachtet...

Wolfgang Borchardt | Mo., 18. Mai 2026 - 13:37

unübersehbar praktiziert, gibt es Populismus aus linker! Sicht nur von rechts. Und wer auch nur einen Schritt rechts neben links steht, darf als Nazi gelten. Wo ist sie nun, die "wahre" Demokratie? Darf man der Autorin gratulieren, weil sie erkannt hat, dass nur eine Gehirnwäsche "uns" noch retten kann?

Das gilt nicht nur für Populismus, das ist bei Rassismus, Antisemitismus, Faschismus, Radikalismus, Haß & Hetze, Fake-News, Intoleranz und sehr vielen anderen Dingen nicht anders, obwohl die Linke diesbezüglich nachweislich deutlich stärker betroffen ist als rechts!

Es ist unmöglich die politische Richtung biologisch festzustellen, das ist so wissenschaftlich wie die Glaskugel der Wahrsagerin. Es ist aber wissenschaftlich durchaus denkbar festzustellen, ob ein Mensch dazu neigt, ideologisch beeinflußbar zu sein, oder ob ein Mensch zum Mitläufertum neigt.

Das wiederum kann von unseriösen „Wissenschaftlern“ wie Yu und Zmigrod dazu mißbraucht werden, um Schlüsse über die Neigung zu einer politischen Richtung zu ziehen. Linke neigen deutlich stärker zu Ideologien, demnach sind Menschen, die ideologisch beeinflußbar sind, tendenziell links. Mitläufer passen sich an, sind also ungefährlich, so lange die Linke den Ton angibt. Der Rest ist rechts.

Wolfgang Borchardt | Mo., 18. Mai 2026 - 13:53

Es beginnt schon in den Familien unkluger Eltern. Ist ein Kind verträumt und gerne mal allein, dann ist das vermeintlich "nicht normal". Normal ist das, was überwiegend zutrifft. Wären wir alle so normal, hätten wir keine Entwicklung. Welcher Erfinder, Buchschreiber usw. war jemals "normal". Pure Gleichmacher-Ideologie auf niedrigstem Niveau. "Es grünt so braun" war in der NZZ v. 20.06.2023 zu lesen ("J. v. Reitzenstein")

Michael Kühnapfel | Di., 19. Mai 2026 - 10:24

Zum einen: Wer gendert, ist unseriös. Der Glaube an ein Geschlechtsspektrum und an das Männer-Maskulinum hat in der Wissenschaft nichts zu suchen, da mittlerweile gründlich falsifiziert. Nur - es ist ein Übersetzung und vermutlich wurden die Genderismen, inklusive der Probandinnen, wohl vom Übersetzer hineingemogelt.
Zum andern reden wir hier ausschließlich vom Menschen und vom menschlichen Gehirn, es geht also um medizinisch-anatomische Strukturen. Die Vorstellung, das sich diese vermeidlichen strukturellen Unterschiede evolutiv entwickelt haben und durch Gene weitergegeben werden, ist recht absurd. Haben Primaten Ideologien? Sind Säuger konservativ oder "progressiv"? Irgendwie bizarr, dass als biologisches Problem im Artikel zu benennen.
Allgemein: So etwas wie dieses Buch passieren halt, wenn Wissenschaft ihre wissenschaftlichkeit verliert, wenn Morals die Fakten bestimmt und subjektives Empfinden die Realtät definiert. Klingt wie eine Arbeit aus den woken "Studies".

Christian Schuhegger | Di., 19. Mai 2026 - 16:29

Mich hat der folgende Absatz an The Time Machine und die Eloi erinnernt:
Stellt man zum Beispiel konservative Menschen vor eine Collage aus positiven Bildern ... und negativen Bildern ..., dann fokussieren sie viel länger die negativen Bilder. Menschen mit linksliberaler politischer Ausrichtung hingegen richten ihre Aufmerksamkeit eher auf die positiven Bilder.

Extremes, unkritisches Vertrauen wird als Epistemic Credulity bezeichnet.
Manche genetische Erkrankungen führen dazu, dass Kinder unbekannte Gesichter als freundlich einstufen und Fremden ohne Zögern begegnen;
bestimmte neurodegenerative Erkrankungen beeinträchtigen die Hirnnetzwerke, die Arglist und Täuschung erkennen;
andere Entwicklungsstörungen zeigen eine hohe Beeinflussbarkeit und eine geringe Fähigkeit, Täuschung in sozial-kognitiven Tests zu erkennen.

Ein Freund hat einmal gemeint: Intelligenz wird durch gute Laune ersetzt. Je weiter links, desto mehr. Da scheint etwas dran zu sein.

soistes | Di., 19. Mai 2026 - 18:34

Wieder so eine "unwichtige" Autobiografie einer unwichtigen Person namens: Leor Zmigrod?

Nichts neues unter der Sonne. Das neue Stadtteil Bullerbü in Hong Kong hat gerade für diese Person geöffnet. Auf geht´s & ab Marsch!