Bryan Ferry und Amelia Barratt / picture alliance/dpa/Dene Jesmond Records | Albert Sanchez

Neues Album von Bryan Ferry - Melancholie gegen die Hässlichkeit der Zeit

Bryan Ferry hat ein neues Album vorgelegt. Zu seinen minimalistischen Melodiemotiven spricht die Lyrikern Amelia Barratt geheimnisvolle Geschichten ein. Herausgekommen ist ein ästhetischer Protest gegen den Irrsinn unserer Gegenwart.

Alexander Grau

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Zuletzt erschien von ihm „Die Zukunft des Protestantismus“ bei Claudius.

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Wir erleben soeben den Untergang jener Welt, in der die meisten Leser dieser Zeilen hineingeboren wurden. Fast täglich ereignen sich Dinge, von denen man nie geglaubt hat, sie einmal erleben zu müssen. Und als ob das nicht schon genügt, gesellt sich zu diesen Anzeichen eines tiefen Epochenwandels auch noch die Unfähigkeit unserer Gesellschaft, mit diesen Problemen umzugehen. Hilflos projiziert man die eigene Panik auf irgendwas und irgendwen. Einfalt und Hysterie bestimmen unsere Gesellschaft.

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Karl-Heinz Weiß | Sa., 12. April 2025 - 14:35

Bei den sehr prägnanten ersten Zeilen des Autors fühlt man sich an "Die Welt von gestern" und "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" erinnert. In Deutschland besteht allerdings eine Besonderheit: ein Mann von gestern verantwortet nun maßgebend die Zukunft des bevölkerungsreichsten europäischen Landes.

Christoph Kuhlmann | So., 13. April 2025 - 14:15

Zu Brian Ferry ist mir immer Peter Gabriel, he is not one of us eingefallen. Einer für die Popper. Es hat Jahrzehnte gedauert bis Gothic Elemente beider Seiten vereinigte. Wer so gut englisch kann, dass er Anspruchsvolle Lyrik in dieser Sprache versteht mag sich das anhören. Mir erschließt sich leider nur die Prosodie und Poesie der deutschen Spräche im ausreichendem Maße.