Meyers Blick auf... - ...Soziale Netzwerke

Unser Cicero-Kolumnist Frank A. Meyer spricht darüber, wie die Sozialen Netzwerke die Entwicklungen unserer Gesellschaften beeinflussen.

Frank A. Meyer

Ernst-Günther Konrad | Fr, 19. Februar 2021 - 17:58

sagt der Volksmund. Ich halte Laschet nicht für so eine starke Persönlichkeit, wie Sie ihn skizzieren. Was er wirklich kann, als möglicher Kanzler, das muss er dann erst einmal unter Beweis stellen. In einem Punkt möchte ich Ihnen diesmal widersprechen. Merkel ist keine Kopfdemokratin. Sie ist ihrer Biografie entsprechend sozialisiert und hat deutlichen Hang zur Alleinherrschaft. Das dem so ist zeigt der Umgang mit Kritikern, insbesondere ihrer eigenen Partei und die Seilschaften, die sie sich inzwischen aufgebaut hat. Sie hat die CDU sediert und viele von sich abhängig gemacht. Und ja Herr Meyer, für diese gleichgeschalteten Medien muss man sich schämen. Nur, werden die sich einmal für sich selbst schämen? Das es Veränderungen nach ihr geben wird glaube ich auch. Dem Merkelismus folgt möglicherweise der Laschetismus und Armin wird in vielem dort weiter machen, wo Angela aufgehört hat. Um enttäuschte Wähler zurück zu gewinnen braucht es einer Metamorphose der CDU und bei ihm?

Christa Wallau | Fr, 19. Februar 2021 - 19:22

Eine gute Beschreibung, lieber Herr Meyer.
Daß es Parteien mit u n t e r s c h i e d l i c h e n Standpunkten in der Demokratie geben m u ß, das
betonen Sie immer wieder zu recht.
Der denkende, hörende u. lesende Bürger sollte daher in Rundfunk u. Fernsehen sowie in den Print-Medien alles wiederfinden, was die verschiedenen Parteien vertreten u. wofür sie kämpfen - und zwar in der gebotenen Neutralität!
Das aber ist absolut nicht der Fall, und das spüren viele Menschen. U. a. deshalb reagieren sie in den Netzwerken böse u. aggressiv auf diejenigen, die ihnen vorschreiben möchten, w i e und w a s sie zu denken haben. Dabei verlieren sie allmählich jedes Maß.
Ja, Herr Meyer, Sie haben recht: Alle Journalisten u. Redakteure müßten hier Abhilfe schaffen!
Ihre Aufgabe wäre es, den echten, nicht auf Twitter-Format gestutzen Dialog wieder zu beleben - unaufgeregt, vorurteilslos, sachlich
und geduldig. Dasselbe gilt für die Politiker. Stattdessen daddeln sie auf ihren Geräten herum.

Romuald Veselic | Sa, 20. Februar 2021 - 07:07

Ich komme ebenso ohne Twitter aus...
Übrigens da gibt's ein Bonmot über Demokratie:
"Sag, was du willst, da wir Demokratie haben.
Aber ich pfeife drauf, was du sagst, weil wir eben Demokratie haben."

Sozusagen als Flachländer (Berlin, Bremen etc. pp.) könnte jemand sich "voll verarscht" vorkommen, falls der/die UNGRÜN in Erscheinung träte.

Gretchen von Thunberg wirbt nicht ohne Knete für Fischdosen und wird "hofiert".

Da steckt schon ein Kalkül dahinter.

Welches? - Wir wissen es nicht genau!