Empörung über MDR-Interview mit Höcke - Es hilft nicht, Nazi zu schreien

Weil der MDR mit Thüringens AfD-Chef Björn Höcke ein Sommerinterview geführt hat, hat einer seiner eigenen Mitarbeiter einen Shitstorm gegen den Sender losgetreten. Völlig zu Unrecht, findet unser Gastautor. Aufgabe des Journalismus sei es schließlich, die Bürger aufzuklären.

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Sein Name steht für Hetze; Björn Höcke / mdr

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Henry Bernhard ist seit 2013 Landeskorrespondent Thüringen des Deutschlandradios. Foto: Deutschlandradio 

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„Sagen, was ist“ – diese drei Worte Rudolf Augsteins umschreiben immer noch am besten die Aufgabe des Journalismus‘. Nicht sagen, was sein soll, sagen, was sein könnte, sagen, was gefällt, sondern „sagen, was ist“. Journalisten und Medien sollen die Wirklichkeit widerspiegeln und keine Wirklichkeit schaffen. Journalisten müssen den breiten Nachrichtenstrom kanalisieren, müssen auswählen, gewichten, einordnen. Sie sollen aber nicht eine eigene Agenda dabei verfolgen. Das schließt – anders als oft behauptet wird – eine eigene Haltung nicht aus, ja, es erfordert sogar eine. Das Grundgesetz, Redaktionsstatute, Moral, Anstand geben genug Leitlinien für die tägliche Arbeit mit.

Und zum Widerspiegeln der Wirklichkeit gehört es auch, Dinge, Menschen, Meinungen nicht auszulassen, nicht zu übersehen, weil sie dem eigenen Empfinden, der eigenen politischen Anschauung  nicht behagen. Denn die Wirklichkeit wird nicht weniger wirklich, wenn sie uns nicht gefällt. Deshalb ist der Vorwurf eines MDR-Kollegen an seinen Arbeitgeber, er solle, dürfe den Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke nicht interviewen, geradezu absurd.

Höcke steht für Hetze  

Höcke hat dem MRD ein Sommerinterview gegeben. Lars Sänger hat es in nüchterner Studio-Atmosphäre kompetent und souverän geführt. Er blieb gelassen, hakte immer wieder nach und ließ Höcke nicht mit falschen Behauptungen davonkommen. Mit dem Satz, „Corona ist vorbei und Corona wird auch nicht wiederkommen“, machte Höcke sich selbst zur komischen Figur. Viele Fragen waren ihm sichtlich unangenehm. Rente, Pflege, Klimawandel – Sänger sprach vieles an, und Höcke hatte nur dünne Antworten. 

Er ist eine wichtige Figur in der AfD, ist ihr hellblau-dunkelbrauner Posterboy, dem es wie selten einem Politiker gelingt, Massen zu mobilisieren. Mit Hetze, mit Deportationsphantasien für Flüchtlinge, mit Bürgerkriegsszenarien, mit-schummrig-dumpfen Gewaltphantasien, mit antisemitischen Versatzstücken. Immer gerade so unscharf formuliert, dass er dem Nachweis der strafbewehrten Volksverhetzung entgeht.

Höcke steht für eine Abkehr von der Moderne, deren „Schutthalden“ er wegräumen will, wenn er einmal an der Macht ist. Und dann will er auch die „Altelite entsorgen ohne Wenn und Aber“. Wir Journalisten können uns sicher sein, dass wir dazugehören würden, wenn Höcke „aufräumt“. Dieser Björn Höcke ist Fraktions- und Landesvorsitzender der AfD in Thüringen, seine Macht in der Partei aber geht weit darüber hinaus.

Fakten, Fakten, Fakten  

Deshalb müssen wir ihn im Auge haben, über ihn berichten. Und ihn auch zur Rede stellen – wie wir das mit anderen Politikern auch tun. Kritisch, gut vorbereitet, nicht mit Schaum vorm Mund, sondern mit Fakten. Es ist auch keineswegs so, dass sich Höcke um Interviews reißt. „Ich gebe etablierten Medien gar keine Interviews mehr.“, sagte er im April in einem AfD-nahen Podcast, denn diese fielen „als Resonanzraum unserer Botschaften aus“. Stattdessen setzt er auf „eigene, alternative Medienstrukturen“.

Dem Autor dieser Zeilen verwehrt er schon seit 5 Jahren jedes Interview. Aber auch das ist nicht schlimm, denn der Höcke, der auf der Bühne vor ein paar tausend Leuten geifert und bellt und sich an seinem eigenen Pathos besäuft, ist eine gute Quelle, bietet Anschauungsmaterial für den Geist von Mann und Partei. In Interviews gibt er sich meist lammfromm. Grundsätzlich gilt im Zweifel, dass er nie etwas so gemeint hat, wie die Leute ihn verstanden haben.

Die Wähler haben Höcke auf die Bühne gehoben

Aber dennoch können Interviews erhellend sein, gerade in Radio oder Fernsehen, wo der Interviewte schwer ausweichen kann. Nun wird kritisiert, dass Politikern wie Andreas Kalbitz oder Björn Höcke eine Bühne geboten wird, wenn sie interviewt werden. Aber nicht die Journalisten haben diese Männer auf die Bühne gehoben, die der Verfassungsschutz zu Recht als „Rechtsextremisten“ bezeichnet, sondern jeweils über 20 Prozent der Wähler in Brandenburg und Thüringen. Diese Wähler haben dann auch diese Vorsitzenden verdient, vor denen es vielen selbst in der eigenen Partei graust.

Auch der Vorwurf, die Presse hätte die AfD groß gemacht, geht an der Realität vorbei. Längst gibt es alternative Kommunikationsstrukturen übers Internet, die an der Öffentlichkeit vorbei funktionieren. Aber natürlich, und das ist Bedingung, muss man seine Arbeit als Journalist gut machen, wenn man einen, der schon mit dem ersten Artikel des Grundgesetzes fremdelt, interviewen will.

Wie Gauland baden ging  

Thomas Walde hat es 2018 im ZDF-Sommerinterview mit Alexander Gauland vorgemacht, als er den hochgebildeten und redegewandten Gauland mit Themen wie Klima, Rente, Digitalisierung von einer Leerstelle zur nächsten führte. Der Fraktionsvorsitzende der größten Oppositionspartei im Bundestag stand – metaphorisch gesprochen – nur noch in Badehose da und mußte immer wieder passen. So geht guter Journalismus.

Das rbb-Sommerinterview mit Andreas Kalbitz dagegen, bei dem sich der Noch- beziehungsweise Schon-wieder-AfD-Chef Brandenburgs in der Sommerfrische ausbreiten durfte, ohne wirklich kritisch hinterfragt zu werden, ist ein Paradebeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Selbst der Intendant Christoph Singelnstein gab hinterher zerknirscht zu, dass Kompetenz und Expertise des Senders nicht den Weg in das Interview gefunden hätten und kündigte gleich die Einstellung des ganzen Formats an.

Nicht durch Ignorieren werden wir aufgeklärt

Der MDR-Kollege, dessen Empörung über das Höcke-Interview auf Twitter viel Beifall erhielt, sei noch einmal daran erinnert: Es hilft nichts, „Nazi“ zu schreien, wenn einer politisch rechts von mir steht. Denn dann ist im Zweifel fast jeder „Nazi“, die richtigen Nazis aber werden unsichtbar. Es ist unsere Aufgabe als Journalisten, genau zu sein, präzise. Damit Leser, Hörer, Zuschauer erkennen können, um wen es sich da handelt in unseren Parlamenten. Nicht durch Ignorieren, sondern durch Hinschauen werden wir zu aufgeklärten Bürgern.

Manfred Sonntag | Di, 25. August 2020 - 18:15

Herr Bernhard, Ihre Schlussbetrachtung kann treffender nicht sein: "Denn dann ist im Zweifel fast jeder „Nazi“, die richtigen Nazis aber werden unsichtbar." Ich habe keines der erwähnten Interviews gesehen, aber Ihre Forderung "Fakten, Fakten, Fakten" sollten Sie auch Ihren Kollegen im ÖR und den anderen Mainstreammedien übermitteln. Im Leserbeirat einer großen Regionalzeitung konnte man intensiv über Schriftgröße und Farbe diskutieren, bei Politik und deren Fakten wurde aber jegliche Debatte durch die Journalisten blockiert. Wenn die Unkultur der "Cancel Culture" des Herrn Zeising sich noch weiter im Medienbetrieb verbreitet wird die Akzeptanz und das Vertrauen der Bürger in die Medien weiter schwinden. Außerdem ist der Inhalt dieser Kampfparolen totalitär und antidemokratisch. Die Bürger wollen informiert und nicht mit Gesinnungsphrasen zugeschüttet werden. Hajo Friedrichs hat hier Maßstäbe gesetzt welche heute oftmals in Vergessenheit geraten sind.

auch wenn Sie, wie Hoecke im Interview, schnell auf andere Themen ausweichen.

Selbstverständlich muss man auch Leuten wie Hoecke im TV einen Platz geben. Und während der RBB sich beim "Kuscheltalk" mit dem Schläger Kalbitz so richtig blamierte, ging es der MDR besser an. Auch wenn man einen Mann wie Hoecke im Interview "nicht stellen" kann.

Aber die rechtsextreme Partei vertritt ja in Thüringen gut 20% der Wähler, also muss sie auch im TV stattfinden. Es ist sogar wichtig, Leute wie Hoecke vor die Kamera zu zerren.
Denn: Je mehr über die AfD bekannt wird, umso mehr wird deutlich, um was für eine Partei es sich handelt.
Die ja nicht verschwindet, wenn man sie draußen lässt; im Gegenteil: Sie pflegt das Spiel vom Ausgegrenzten und wälzt sich wonnig in der ewigen Opferrolle.

Dabei demontieren sich Menschen wie Hoecke selbst, wenn man die richtigen Fragen stellt:
"Corona ist vorbei und Corona wird auch nicht wiederkommen“. Na ja, Hoecke, AfD, halt. Mehr muss man nicht sagen.

wieso er kein Interview bekommt? Ich muß lachen! "Höcke steht für Hetze" und "hellblau-dunkelbrauner Posterboy"... ehrlich, mit so einer Person würde ich auch jeden Kontakt meiden. Das sind eher Sympathiepunkte für Höcke, Herr Bernhard! Wer so einseitig und voreingenommen an die Sache herangeht, der ist nicht unparteiisch und der sagt auch nicht "was ist"! Alle Ausschnitte, die man bisher lesen konnte, waren verstümmelt und aus dem Zusammenhang gerissen. Sogar das "Mahnmal der Schande" ist keine Wortschöpfung von Höcke, es tauchte lange Zeit vorher schon in der Drucksache des Bundestages auf - haben sogar Linke herausgefunden und es für schlecht befunden, es ihm anzulasten. Man müßte nur mal richtige Recherche betreiben. Aber "Haltung" ist ja wichtiger als Fakten.
Die unsägliche Befragung von Parteikollegen "Wer hat es gesagt? Höcke oder Goebbels?", die könnte man mit der Sportpalastrede vom Groenemeyer auch machen... der ist in seiner Radikalität keinen Deut besser,der Multimillionär.

Bravo für Ihren Kommentar. Der Verfasser ist wie eine Katze, die sich selbst in den Schwanz beißt. Sachlichkeit fordern - Fakten!, Fakten!, Fakten! - aber so sehr auf der emotionalen, hysterischen Klaviatur spielen, dass man befürchten muss, er beiße sich am Ende selber ins Bein. Außerdem scheint er gegen das Instrument "Nazikeule" zu sein. Aber was macht er? Er verwendet zwar nicht den Begriff "Nazi", aber ein Nazi-Synonym. Dem Autor möchte ich zurufen: Ruhig bleiben, nicht hyperventilieren, nur so geht guter Journalismus. Dennoch habe ich ein kleines Trostpflästerchen parat. Auch mir passt weder Höcke noch Gauland. Beide habe ich vor 2 - 3 Jahren per Mail aufgefordert, sie mögen zum Wohle der Partei zurücktreten. Mir gefiel nämlich ihr überzogenes nationales Geschwurble nicht. Aber trotz dieser unangenehmen Schlagseiten wähle ich aus tiefster Überzeugung AfD. Wen denn sonst angesichts des Totalversagens der Altparteien? Der letzte Notnagel, um unsere Demokratie noch zu retten.

Bernd Muhlack | Di, 25. August 2020 - 18:29

Zitat:
"Es hilft nichts, „Nazi“ zu schreien, wenn einer politisch rechts von mir steht. Denn dann ist im Zweifel fast jeder „Nazi“, die richtigen Nazis aber werden unsichtbar. Es ist unsere Aufgabe als Journalisten, genau zu sein, präzise. "

Genau so ist es Herr Bernhard!

Es ist mMn unbestreitbar, dass Herr Höcke ein brandgefährlicher Zeitgenosse ist.
Das gilt auch für Herrn Kalbitz.

Ich habe das Interview mit Höcke gesehen; ja er weicht den hartnäckigen Nachfragen aus, wechselt zu anderen Themen.
Das ist jedoch kein Alleinstellungsmerkmal, vgl. etwa Scholz bei Maischberger wegen einer Koalition mit den LINKEN: keine Antwort.
Das Interview mit Gauland kenne ich ebenfalls; Rente, Klima etc - "dünne" Antworten.
Stimmt!
Und was ist mit dem koboldigen Schnatterinchen, Frau Baerbock?
Sie rattert ohne Ende, und ohne Inhalt.
Man erkläre mir bitte den Unterschied!

WIR brauchen weder Höcke, noch sonstige Extreme, Utopisten.

Es geht um unser Land, Zukunft - nicht um die Rettung der Welt!

Holger Jürges | Di, 25. August 2020 - 19:26

Der AFD ist schon aus Notwehrgründen, hinsichtlich der hiesigen politischen Entwicklung, ein exponentielles Wachstum von Wählerstimmen zu gönnen. - Ich möchte behaupten, dass Personen wie Höcke solcher Entwicklung zuwiderlaufen. - Zu vergiftet ist dessen Klischee - zu selbstverliebt und selbst verschuldet sind Handlungen und Reden von Höcke. Das trägt dazu bei, dass Wähler lieber zu Nichtwählern werden oder gar das Kreuzchen woanders setzen. - Und so wird auch eine perpetuierende Ablehnung gegen die Gesamtpartei erzeugt, obwohl Deutschlands Bürger die AFD bitter nötig hätten, um langfristig nicht einen völligen Kontrollverlust der Systeme zu erleben. -
Die Fragen von Herrn Sänger wurden ruhig und sachlich vorgetragen, mit der Chance für Höcke, vernünftig Stellung zu beziehen. - Diese Chance hat er nicht genutzt. -
Prof. Meuthen ist auf einem guten Weg mit seinem Wirken; möge die AFD (für Alle) zur wählbare Partei werden, die Hoffnung und Zukunftsfreude erzeugt...

"AfD wählen ist Notwehr". Sie, Herr Jürgens, verweisen völlig zu recht darauf. Diesen kernigen Satz hatte ich einst hier im Forum - glaube ich - bei Frau Wallau gelesen. Was sich derzeit innerhalb der AfD abspielt ist ein notwendiger Reinigungsprozess. Sie erwähnen Prof. Meuthen, der sich hoffentlich durchsetzen möge. Ja, Deutschland braucht eine starke national-konservative Partei mit hochintelligenten und kultivierten Persönlichkeiten an der Spitze, die auch ausgefuchsten links-grün orientierten Mainstream-Reportern und Interviewern widerstehen.

beim Lesen Ihres Kommentars. Ja, die BRD benötigt bitter eine Partei, die es wagt, moralinsaure Gebote von Linken, Grünen, der SPD und einer dem Zeitgeist hinterherhechelnden Union auf Sinn und Nutzen zu hinterfragen. Derzeit ist das eben nur die AfD; wir brauchen sie , wie den Sauerstoff in der Luft. Wie ein Pickel am Hintern dagegen braucht die AfD einen Höcke.

Mit Ihrer Meinung stimme ich 150-prozentig überein. Ich denke, jeder, der sich noch einen klaren Kopf in unserem durchgedrehten Land von Fehlinformierten, politischen Hysterikern, Utopisten, Flagellanten, Hexenverfolgern, Inquisitoren bewahrt hat, muss Ihnen zustimmen. Ich frage mich immer noch, wie konnte dieses Land nur so schräg werden? Ist es der Marsch der 68-er durch die Institutionen, ein mental gleichgebliebener roter Faden, der seit der Weimarer Republik die deutsche Seele charakterisiert, ist es das, was einst Mitscherlich die "Unfähigkeit zu trauern" benannte und nun wie die Verdrängungen eines Neurotikers an die Oberfläche dringt? Ich bin einfach nur sprachlos über so viel Dummheit und Hysterie meiner Landsleute und darüber, wie sie wie Ertrinkende sich an Merkel halten, die sie doch ins Wasser gestoßen hat. Ich wäre der glücklichste Mensch, darauf eine befriedigende Antworten zu finden. Dieses Land ist völlig pathologisch geworden.

Christa Wallau | Di, 25. August 2020 - 19:43

Aha. Bei Höcke handelt es sich also - nach Meinung von Herrn Bernhard vom Deutschland-Radio - um einen "richtigen" Nazi, den es zu enttarnen gilt.
Toll!
Wenn das so ist, dann wimmelt es in der Welt nur so von Nazis: in Frankreich, in Italien, in Polen und in den USA sowieso. Denn dort gibt es überall rechte Parteien, die ganz ähnliche Standpunkte vertreten wie Höcke.
Es ist schon erstaunlich, wie die Nationalsozialisten unter dem Führer Hitler sich anscheinend vermehrt haben, obwohl sie 1945 total am Ende waren.

Natürlich ist das reiner Schwachsinn. Bis auf einige
ewig-gestrige Unbelehrbare, die Hitler verehren (Es gibt sie in sehr kleiner Zahl sowohl in Deutschland als auch sonstwo auf der Welt, besonders auch in den USA) haben a l l e rechten Parteien in a l l e n Ländern nichts mit den Nazis am Hut! Sie sind
schlicht u. einfach nur Gegenpole zu den Linken, und sie stehen für nationale Interessen, zuverlässige staatliche Ordnung u. Sicherheit - also
absolut zulässige Ziele.

werte Frau Wallau.
Die Strategie der linksgrünen Moralisten ist doch so durchschaubar wie dumm.
Cancel Culture ist nur ein Beispiel.
Willst du nicht mein Bruder sein, so Schlag ich dir den Schädel ein.
Alter Spruch aus den 70ern. Gilt aber wieder.
Die ewigen Nazivergleiche mit der AFD ist nur mit blanker Angst über den Verlust der Meinungshoheit zu erklären.
Im Bundestag sitzt eine Partei die im direktem Zusammenhang zur einer Mauermörder Partei steht.
(SED->Die Linke) UND BEI DEN Grünen sind viele die aus dem kommunistischen Dunstkreis kommen (KBW) und damit demokratiefeindlich eingestellt sind. RAF Affinität darf man gleichfalls unterstellen, denn den Werdegang durfte ich die letzten Jahre begleiten.
Jetzt muss mir nur noch einer beweisen das irgendein AFDler
Noch ein Parteibuch der Nadal in der Schublade hat.
Also haben vorhandene "Altparteien" mehr Schmutz an den Hacken, als man der einzig echten Oppositionpartei gerne zu wirft.
Und der DLF ist schon lange nicht mehr hörenswert.

Hans Jürgen Wienroth | Di, 25. August 2020 - 19:56

Die Wähler haben Höcke auf die Bühne gehoben? Aber wo bleiben die konservativen Alternativen in einer politischen Landschaft, die bereits FDP und Werte-Union zu Rechtsextremen macht? Zum Glück gibt es in der AfD nicht nur Herrn Höcke und Herrn Kalbitz. Auf der anderen Seite sind Politiker der Partei „Die Linke“, die Mauerbau und Mauertote verteidigen, die für die Stasi arbeiteten, heute in politischen Ämtern kein Problem? Ist der Stalinismus heute wieder hoffähig?
Herr Gauland konnte (aufgrund s. Alters) Fragen zu Klima, Rente und Digitalisierung nicht beantworten? Andere Politiker z. B. der Grünen dürfen frei ihre Statements verkünden, ohne kritische Fragen beantworten zu müssen. Da werden Kenntnisse der Schulphysik verbogen, Wirtschaftlichkeit wird durch teure Umweltmaßnahmen erreicht, die Kugel Eis (lt. Herrn Trittin) ist für die Energiewende immer noch gültig.
Wenigstens verteidigen Sie das Recht auf ein Interview mit einem AfD Politiker, wenn auch nur, damit er sich blamiert.

Jürgen Keil | Di, 25. August 2020 - 20:10

"Viele Fragen waren ihm sichtlich unangenehm. Rente, Pflege, Klimawandel – Sänger sprach vieles an, und Höcke hatte nur dünne Antworten." Herr Bernhard, ich weiß ja nicht welches Interview Sie gesehen haben. Mein Eindruck ist ein doch anderer. Aber auch Zuhören ist eben ein subjektiver Vorgang! Wenn Höcke nicht über jedes Standardstöckchen springt welches ihm von Herrn Sänger mit deutlicher Absicht hingehalten wird; ja, dann kann man das als dünne Antwort sehen, muss es aber nicht. Auch Herr Höcke hatte, trotz Zwischenredens von Herrn Sänger, Gelegenheit einiges seiner Agenda an den Mann zu bringen. Ich halte das Interview für inhaltlich ausgewogen, paritätisch, wenn man denn es als eine Art Meinungswettkampf wahrnimmt. Vom Grundsatz her ist es zweifellos richtig mit ihm, mit der AFD zu sprechen, auch wenn der Gesprächszweck, Höcke etwas vorzuführen, deutlich wurde. Also der Leser Ihres Beitrages sollte sich das Interview doch selbst anhören. Selber sehen, hören und denken macht klug!

"Auch Herr Höcke hatte, trotz Zwischenredens von Herrn Sänger, Gelegenheit einiges seiner Agenda an den Mann zu bringen.."

Normalerweise geht Interview so: Ein Journalist stellt eine Frage, der Gesprächspartner müht sich, die Frage zu beantworten.

Nicht so bei Hoecke, ach was sag ich, bei den meisten AfDlern...
Die braun-blaue Version:
Der Journalist stellt eine Frage, der AfDler antwortet nicht. Stattdessen erzählt er irgendwas von Migration. Oder vom ÖR. Oder den Lügen der Regierung usw...

Irgendwelches belangloses, zusammengereimtes Zeug halt.

Um solch destruktives Verhalten deutlich zu machen, bedarf es eines gewitzten Journalisten. Dem MDR-Mann ist das teilweise gelungen.

Hoecke kann man auch alleine in einen Raum setzen. Da kann er dann zur Wand sprechen, und die üblichen, verbalen AfD-Pamphlete abdudeln.

Das Ergebnis wäre nicht so viel anders, als in einer Interviewsituation.

Wie die Politik, so das Verhalten, auch vor Kameras: Destruktiv.

Wolfgang Jäger | Di, 25. August 2020 - 20:13

Dieser Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf. Vorbildlich und mutig. Vielen Dank. In allen Journalistenschulen müsste dieser Text zur Pflichtlektüre erhoben werden. Und die Redaktionen der Printpresse und ÖRRM sollten sich verschämt in eine Ecke verdrücken und lesen, was da steht. Alle, die das nicht tun oder getan haben, outen sich als Verräter an der Seriosität dieses Berufsstandes. Man würde sich wünschen, wenn man mit der linken Garde ebenso kritisch verfahren würde. Davor muss man sich jedoch hüten: Man sollte auch "seriöse", vernünftige Menschen aus der AfD zu Wort kommen lassen. MAn würde sie finden. Denn sonst bleibt eben genau das bei den Menschen haften: Alle, die in dieser Partei, welche im Bundestag die größte Oppositionspartei darstellt, mitarbeiten, sind so gestrickt. Es gehört auch zur journalistischen Pflicht, diesen Eindruck zu widerlegen.

Jochen Apel | Di, 25. August 2020 - 20:17

Zunächst ist es sehr positiv zu bewerten, dass der Cicero diesen Gesinnungsjournalismus und den damit verbundenen Umgang mit der AFD thematisiert. Dafür habe ich das Magazin auch abonniert, damit gesagt wird, was ist.
Nachdem ich allerdings das Videos auf YouTube angesehen habe, kann ich Ihre inhaltliche Bewertung nur eingeschränkt teilen. Der Moderator war nicht durchweg souverän, sondern eher mit der Anspannung wahrzunehmen, die man immer im Umgang mit der AFD beobachten kann. Es ist wie das Schälen von heißen Kartoffeln. Bloß das Programm gnadenlos abarbeiten, kein Dialog zulassen, dem Befragten lieber ins Wort fallen, denn man kann sich leicht daran verbrennen, sie erinnern sich an Frau Binder vom MDR am Wahlabend. Die Kritik kam ja auch prompt. Höckes Antworten zu Sachthemen waren im Übrigen kaum anders als bei jedem beliebigem Politiker. Zur Pflege z.B., habe ich nie Anderes gehört, als besseres Image und Bezahlung. Auch die Rentenvorschläge sind zumindest diskussionswürdig.

Ernst-Günther Konrad | Di, 25. August 2020 - 20:18

Der MDR sollte mal dringend das Demokratieverständnis ihres Mitarbeiters klären. Diese Äußerung ist ja Wasser auf den Mühlen derer, die von einer beeinflussten und politisch voreingenommenen Presse reden. Herr Zeising hat dem Vorwurf einen Bärendienst erwiesen.
"Nicht durch Ignorieren, sondern durch Hinschauen werden wir zu aufgeklärten Bürgern."
Der für mich wichtigste Satz Ihres Artikels. Nicht übereinander, sondern miteinander reden. Herr Sänger hat mit Höcke geredet, war manchmal zu sehr auf sich selbst fixiert und redete permanent, stellte aber gute Fragen. Höcke tat das, was alle Politiker machen und natürlich er im besonderen Maße beachten muss. Keine Entgleisungen, keine Grundsatzaussagen, keine Kollegenschelte. Wenn es konkret wird, allgemein bleiben, aber geschickt auf die AFD-Homepage verweisen. Ich habe mir das Interview angeschaut. Nichts aufregendes, wenn es nicht um Höcke gegangen wäre. Da sind die im Netz zu findenden AFD-Videos deutlich besser und aussagekräftiger.

Urban Will | Di, 25. August 2020 - 20:21

Zeising, einem demokratisch gewählten Politiker nur aufgrund von dessen Einstellung die Öffentlichkeit zu verweigern, entgegenzutreten.
Zum anderen vermute ich aber doch eine gewisse „Motivation“ hinter dem ganzen, die nicht weniger töricht erscheint.

Höcke oder andere zu interviewen nur in der Absicht, sie bloßzustellen kann eine Strategie sein, nur kann das auch in die Hose gehen, wenn der Interviewte sich partout nicht so dämlich anstellt, wie er das gefälligst „soll“.

Höcke schlägt sich sehr gut bei diesem Interview, ich habe es mir komplett angeschaut.
Ihrem Urteil, Herr Bernhard, merkt man deutlich die fünf Jahre „Schmähung“ seitens Herrn Höcke an.
Gerade bei den Themen Corona, Pflege oder Klima gibt er durchaus gute Antworten, gerade bei ersterem bringt er den Fragesteller ins Schwimmen.

Nun denn, Höcke hat keine Chance und wird nie eine bekommen im Mainstream geprägten D. Da würde sich auch nichts ändern, wenn er seine verbalen Ausreißer ausließe.

Lisa Werle | Di, 25. August 2020 - 20:45

Einerseits reden Sie von Fakten, Fakten, Fakten. Andererseits möchten Sie – mein Eindruck – offenbar eine Rechtfertigung finden für diesen unglaublichen Mistbegriff einer „Haltung“ und das mit Augsteins 'sagen, was ist' assoziieren. Ich glaube nicht, dass Augstein sen. diesen neuen ‚Haltungs-Journalismus‘ goutiert hätte - und ganz sicher nicht das ‚Relotieren‘. Denn das ist das Gegenteil von 'sagen, was ist'.
Dass demokratisch gewählten Parteien Sommerinterviews ‚gewährt werden‘ ist doch einfach nur selbstverständlich. Warum Journalisten sich dafür bei der AfD immer wieder die (zu Recht) umstrittensten Personen aussuchen, ist in meinen Augen eindeutig. Es soll eben nicht interviewt, sondern vorgeführt und die AfD reduziert werden auf Höcke & Co. Genau das ist letztlich auch der Tenor Ihres Beitrags. Vielleicht gäbe es aber tatsächlich AfDler, denen es wert wäre zuzuhören. Die auszusuchen - das wäre guter (und fairer) Journalismus.

Kurt Walther | Di, 25. August 2020 - 21:09

Aha, bei den Themen Rente, Pflege, Klimawandel und Digitalisierung kommt also so gut wie nichts aus dem Munde der AfD-Oberen. Gewiss gibt es hier Schwächen, möglicherweise sogar intellektuelle bei den interviewten AfD-Politikern. Diese Schwachstellen liegen aber abseits von den Kernpunkten der AfD, worauf ihre Gründung im Febr. 2013 fußt, damals noch "Professorenpartei".
Kernpunkte waren/sind die für Deutschland schädliche Gestaltung der EU und Euro-Politik, zzgl. katastrophale Energie- und Flüchtlingspolitik, aber auch erhebliche Demokratiedefizite (keine Volksentscheide). Das ist es, was mich bewegt.
Betreffs Rente, Pflege und Digitalisierung sollte es keine größeren Differenzen zu vernünftigen Lösungen, wie sie die CDU anstrebt, geben. Beim Thema Klimawandel muss die AfD vorsichtiger argumentieren und die Erkenntnisse der Wissenschaftler übernehmen: Nicht nur die der Klimaforscher, sondern auch die der Ökonomen. Ein Beispiel ist das Abwürgen unserer Autoindustrie.

Gerhard Fiedler | Di, 25. August 2020 - 22:04

"Sagen, was ist, nicht sagen, was sein soll". Ja, das wünscht man sich von den Medien und ÖR. Aber das war's auch schon mit dem Paukenschlag von Herrn Bernhard. Denn schon läutet er dazu seine Kehrtwende ein. Medien sollten die Wirklichkeit widerspiegeln, schreibt er. Welche denn? So wie er diese sieht? "Was ist Wahrheit" fragte schon Pilatus. Gemäß seines Beitrags sollen Journalisten den Nachrichtenstrom auswählen, gewichten und einordnen. Nein, das sollen sie eben nicht, sondern dies den Lesern, Zuschauern und Zuhörern überlassen, denn so fängt Propaganda an. Und schließlich schüttet Herr Bernhard pflichtgemäß einen Kübel mit Hetze über Herrn Höcke aus und sorgt dafür, wie diese Person gesehen werden soll. Eine Zwischenüberschrift lautet: "Höcke steht für Hetze". Was und wie Herr Bernhard da schreibt, ist auch nichts anderes als Hetze. "Was siehest du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?" heißt es dazu passend bei Matthäus.

Sebastian Bauer | Di, 25. August 2020 - 22:41

„ ....nur noch in Badehose da und mußte immer wieder passen So geht guter Journalismus.“
Ich stimme zu, nur, guter Journalismus würde dasselbe z.B. Auch mit den Grünen machen.
Gerade neulich liess ein Kollege es der guten Annalena durchrutschen, Herrn Kemmerich als Nazi zu titulieren. Man könnte die Grünen oft bis auf die Badehose ausziehen. Nur passieren tut dies in den Leitmedien fast nicht.

Markus Michaelis | Mi, 26. August 2020 - 02:05

Guter Artikel, alles ok. Ich hätte aber doch eine Anmerkung:

"Höcke steht für eine Abkehr von der Moderne"

Ich denke es geht um wichtige gesellschaftliche Fragen, die zuerst mal offen und voller Widersrpüche sind. Wir brauchen die Diskussionen und der Artikel ist ein guter Beitrag dafür. Umso wichtiger ist es auch den Raum für die wichtigen Diskussionen offen zu halten. In den letzten Jahren wurde zuviel mit Plattitüden gearbeitet, dass irgendeine Richtung für die "Moderne" ist, oder "progressiv" ist und ähnliche Dinge. Das kann mal seine Berechtigung haben, wenn alle wissen, was gemeint ist. Es hatte aber bei uns die letzten Jahre mehr eine Verschleierungsfunktion, dass man nicht bereit war oder noch nicht mal in der Lage war wichtige Diskussionspunkte zu sehen und anzusprechen. Der eigene Standpunkt und der "Gegner" wurden und werden dann mit allgemeinen Wohlfühlbegriffen wir "Moderne" klassifiziert, die inhaltlich nichts aussagen und interessante Gegensätze eher verschleiern.

Sandra Richter | Mi, 26. August 2020 - 02:46

Dass Höcke wie hier zu einer zentralen Figur des verhassten Oppositionsführers hochgeschrieben wird, obwohl er nicht einmal im AfD-Vorstand vertreten ist, zeigt wie faktenbefreit der Haltungsjournalismus manipuliert.

Eigentlich sollten sich ja Journalisten vor allem kritisch an den Regierenden abarbeiten und solche Kollegen kritisieren, die sich dem verweigern. Konkret an der Bundeskanzlerin und ihrem grünen Hofstaat, die von kritischen Nachfragen aus den öffentlich-rechtlichen Medien verschont bleiben und damit schon selbst Teil davon geworden sind. Ungleichbehandlung vor dem Rechtsstaat ist ein wesentlicher Indikator für das abgleiten einer freiheitlichen Demokratie in eine Diktatur, siehe z.B. bei den Corona- und BLM-Demonstrationen. Der Journalismus trägt seinen Teil dazu bei, wenn auschliesslich nur eine Seite verbissen bekämpft wird, während die anderen ihre demokratiefeindliche Agenda kritiklos vorantreiben kann, beispielsweise bei der Europa-, Migrations- und Klimapolitik.

Michael Andreas | Mi, 26. August 2020 - 08:59

Wer hat "Nazi" "geschrien" und worin besteht konkret der "shitstorm"?

Der tweet des MDR-Mitarbeiters war maßvoll im Ton. Man muss mit seinem Inhalt nicht übereinstimmen, aber solch eine Meinung muss möglich sein.

Schwaches Bild, Herr Bernhard.

Yvonne Stange | Mi, 26. August 2020 - 09:58

... ich noch nicht gesehen. Die anderen (das abgebrochene mit Höcke und das mit Gauland) dagegen sehr wohl. Und es ist mir klar, warum weitere Interviews verweigert werden. Das ist kein Journalismus! Man muß kein Freund der Personen sein, um hier die Diskrepanz zu bemerken, zu anderen Personen, die die gleiche Agenda vertreten wie der Interviewer. Herr Gauland hat richtig auf andere Personen in der Partei verwiesen, die sich in der Materie besser auskennen - verständlich in seinem Alter! Was mit Höcke passiert, ist die Inquisition pur. So sorgt man eher dafür, daß sich noch mehr Menschen vom mainstream abwenden, als es bisher schon getan haben. Konsequent wäre, auf die GEZ-Beiträge der AfD-Wähler zu verzichten! Das die genommen werden, das ist unerträgliche Doppelmoral. Und zu der Äußerung eines Herrn Zeising, der auch noch Redakteur beim ND ist.... Dem Organ der SED, welches sich nicht gewandelt hat. Noch Fragen? Ich ärger mich, daß ich solche Leute auch mit bezahlen muß!

Stefan Jurisch | Mi, 26. August 2020 - 10:36

nicht ernst nehmen, weil er nicht einmal in der Lage ist, Höckes Namen richtig zu verwenden. Noch immer heißt Höcke mit Vornamen Björn und nicht Bernd. Aber wenn man Herrn Zeising drauf anspräche, wäre das wahrscheinlich lediglich Spaß, weil sich dieser Name in allen Satire-Sendungen inzwischen etabliert hat. Das wäre dann jedoch der nächste Grund in noch weniger ernst zu nehmen.
Fakt ist: Höcke geht gar nicht, was aber kein Grund ist, ihn nicht zu interviewen. Ganz im Gegenteil, denn nur so kann man den Bürgern zeigen, wes Geistes Kind er ist und wie dünn die Ideen der AfD wirklich sind. Parolen rufen und kritisieren, was gerade ist, können die sicher gut. Aber sagen, was besser wäre und wie sie es machen würden... da klemmt es dann.

Klaus Funke | Mi, 26. August 2020 - 11:26

Die Medien und ihr Auftraggeber und Zahler, die Politik, haben sich ihren Popanz, ihre Vogelscheuche selber großgezogen. Und immer wieder holen sie ihn hervor. Seine Substanz ist in Wahrheit viel geringer, als er wie auch jetzt in diesem Interview - das kaum einer gesehen hat - gemacht wird. Man schweige ihn tot, man hänge ihn tiefer - dann wird von ihm bald nichts mehr zu hören sein. Ich bewerte Höcke nicht wie Sie dies immer wieder tun. Spinner und Romantiker gibt es immer wieder. Dort gehört er hin. Er ist nur "gefährlich", wenn man ihn dazu macht. Und die Medien in ihrer dümmlichen Gier nach Aufmerksamkeit, holen ihn immer wieder wie Kai aus der Kiste. Es ist ja bequem einen Popanz zu haben, einen nützlichen Idioten. Man dichte diesem armseligen Narziss nicht mehr an als er verdient. Wenn man ihn allerdings zitiert, dann sollte man seine Reden "im Wortlaut" veröffentlichen. Er entlarvt sich selber. "Mein Kampf" hat man auch mit Fußnoten und Erklärungen überfrachtet. Warum?

Christoph Kuhlmann | Mi, 26. August 2020 - 11:53

gemacht. A) Hat man viel mehr über sie geredet als mit ihr. Sie hätten auch eine Voglscheuche aufstellen können, sie wäre wegen des medialen Shitstorms gewählt worden.
B) Man hat sie immer nur zum Thema Migration in Bezug gebracht. Auf dem Politikfeld ist die AfD seit 2015 Volkspartei. Wenn dieses Thema das entscheidende Politikfeld wäre, nützten auch keine frei erfundenen Herz- Schmerz Artikel und Fotos etwas, insbesondere wenn die Hintergründe im Nachhinein eher den Mangel an Recherche im propagandistischen Eifer der Nachrichtenmacher offen legen.
C) Die AfD hat erhebliche Defizite im Bereich sozial, Renten- und Wirtschaftspolitik. Mit der Meinungsfreiheit hat sie auch ein Problem, welches jedoch vom medialen Shitstorm überlagert wird. Gewähren Sie Meinungsfreiheit und behandeln sie die Höckes nicht anders als die Merkels, Scholzs und Habecks. Das ist das Schlimmste ( im Duden wird es klein geschrieben/ Im Pons groß) was Sie ihnen antun können.