- Der alte Papst, dem der neue Papst vertraut
Der neue Pontifex hat sich den Namen Leo XIV. gegeben. Damit rekurriert er auf Papst Leo XIII., der mit seiner Schrift „Rerum Novarum“ die katholische Soziallehre begründete. Wer war der Papst, der das Vorbild des neuen Papstes sein könnte?
Als am 8. Mai um 18.08 Uhr – als hätte der liebe Gott diesen Zeitpunkt tatsächlich so gewählt – weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle stieg, hatte die katholische Kirche ein neues Oberhaupt. Und als Kardinal Robert Francis Prevost gut eine Stunde später auf den Balkon der Benediktionsloggia des Petersdoms und damit vor die auf dem Petersplatz versammelten Menschen trat, um als erste Amtshandlung eine Friedensbotschaft zu sprechen, hatte die katholische Kirche nicht nur ein neues Oberhaupt, sondern ein überraschendes obendrein.
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Der neue Papst erhält viel Vorschusslorbeeren. Alle Welt ist bemüht ihn positiv darzustellen und teilweise werden auch schon Hoffnungen erweckt, die er selbst gar nicht erzeugt hat. Ja, ich gebe zu, der Mann wirkt auf mich sympathisch und sehr menschenzugewandt. Dennoch warten wir erstmal ab, was er so alles ändern kann und will. Man muss genau schauen, in wie weit sich der neue Papst politisch instrumentalisieren läßt. Das er natürlich grundsätzliche Ansichten der Kirche vertritt ist klar. Aber dies sollte er immer politisch neutral machen und Sachverwalter des kirchlichen Glaubens und nicht irgendeiner politischen Richtung, die gerade versucht ihn zu benutzen.
beiden Päpste auch noch ähnlich sehen?
Es macht vielleicht doch Sinn, in dem Glaubenssatz, Vater, Sohn und heiliger Geist ein allgemeines kosmisches Prinzip zu sehen, auch wenn das göttliche Leben das der Genealogie kennt und jene die Dynamik des ewigen Lebens anschaulicher oder nachvollziehbarer zeigt.
Es hat den Anschein, als wolle die Katholische Kirche weiterhin die Genealogie scheuen, aber der Einfluß der vorhergehenden Päpste wird auch so sichtbar.
Solange sich Kirchen nicht an den Co-Trägern der Genealogie vergreifen, den Frauen und diese deshalb auch stärker einbeziehen sollten in kirchliche Entscheidungsprozesse, solange stelle ich mich nicht gegen die Katholische Kirche.
Ich fordere ja auch keinen Dualismus der Geschlechter, sondern glaube an ihre Dialektik, wunderbar entwickelt in Mozarts großen Opern, besonders den beiden "letzten", der Zauberflöte und dem Requiem.
Papst Benedikt der XVI. bekannte sich zu seiner musikalischen Liebe, möge sie auch in Papst Leos Werk walten..
