Künstler in der Coronavirus-Krise - Wie Leslie Mandoki auf die Pandemie reagiert

Im vergangenen Jahr war der Schlagzeuger und Sänger Leslie Mandoki zu Gast im „Cicero“-Interview, um über seine Erfahrungen als Flüchtling und seine Sicht auf Integration zu erzählen. Nun äußerte er sich in einem Video-Statement zur Coronakrise.

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Leslie Mandoki kann auf eine lange Musikerkarriere zurückblicken, seine Produktionen und Co-Produktionen reichen von der Popgruppe Dschinghis Khan Ende der 1970er Jahre bis zur Zusammenarbeit mit dem Berliner Rapper Sido. Geboren 1953 in Budapest, floh er 1975 nach Westdeutschland. Er sieht sich nicht nur als Musiker und Produzent, sondern auch als politischer Mensch, wie er auch im Interview mit dem Cicero im Dezember 2019 verriet. Auch in der Coronavirus-Krise äußert er sich sehr politisch. Uns hat der Künstler darum gebeten, sein Statement zu veröffentlichen, wir kommen dem gern nach.

Mandoki äußert Gedanken, die wahrscheinlich vielen von uns in dieser außergewöhnlichen Situation umtreiben. Er fordert einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt und bedankt sich bei denen, die derzeit die wohl schwersten Jobs haben: Ärzte, Pfleger, Polizisten, aber auch Busfahrer. Und er hat eine Bitte an Angela Merkel. Hier können Sie das ganze Statement sehen:

Heidemarie Heim | Do, 19. März 2020 - 16:28

Stehen z.B. nun auch mitunter 30 Stunden an Grenzen rum mit ihren Trucks voll Notwendigem, weil es unseren politischen EU-Chef-Logistikern scheinbar nicht möglich ist, Sonderspuren für den Güter und Warenverkehr zu schaffen! Nach dem Motto je aufgeblähter der Apparat, umso weniger oder langsamer funktioniert etwas. "What ever it takes" klappt scheinbar nur beim Gelddrucken und den Börsenspekulanten. Wie Herr Mandoki sagt, sind die wahren Helden nicht unter den Theoretikern oder in endlos lamentierenden Kommissionen und Sitzungen zu finden, sondern unser Respekt gehört den oben Genannten. Aber auch dem Unternehmer oder Geschäftsmann, der unter eigenen Opfern versucht seine und die Existenz seiner Mitarbeiter zu sichern. Die schäbigen "Kriegsgewinnler" mit ihren Briefkästen in aller Welt gilt es danach zu entlarven und entsprechend zu ächten insofern möglich! MfG

Markus Michaelis | Do, 19. März 2020 - 16:28

Eine Bereinigung des Finanzsystems ist wohl unausweichlich. Wenn wir es in normalen Zeiten nicht schaffen, wird es, wie üblich, irgendeine große Krise sein.

Die "Investmentbanker" haben das nicht alleine verursacht, Fehler sind auch systemimmanent - wir wissen nicht wie man ein prinzipiell stabiles Finanzsystem hinbekommt. Es ist auch die Masse der Menschen, die falsche Erwartungen an das Finanzsystem hat - etwa die unbegrenzte Garantie für Vermögen und Erspartes. Soetwas kann es nicht geben. Wenn die Mehrheit es so will, kann man versuchen dem phasenweise näher zu kommen, aber unbegrenzte Garantien sind nicht möglich. Dann müsste man alle Technik, demografischen Entwicklungen etc. einfrieren, Arbeitsleistung genormt durchsetzen und irgendeinen Weg finden dauerhaft mit Zinsüberschüssen umzugehen.

Was aber stimmt: die "Investmentbanker" tragen zu einer Lösung nichts bei - sie verschärfen das Problem. Ackermann war eben nicht der, der für die Gesellschaft die Leistung erbracht hat.

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