- Wenn die Rechte „woke“ wird
Der identitätspolitische Stil der Linken wird mittlerweile in den USA von einer neuen, aggressiven Rechten aufgegriffen. Sie will auf ähnliche kulturelle Weise wie die Linke Politik machen: mit Emotionen, Moral, Identität, Opferstatus – und Judenhass.
„Wokeness“ ist eigentlich keine politische Kategorie im klassischen Sinne. Der Begriff war ursprünglich eine Selbstbezeichnung der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Später übernahmen ihn progressive Kreise, um zu signalisieren: Wir sind „aufgewacht“, sensibilisiert für strukturelle Ungerechtigkeiten, Rassismus und Diskriminierung. Das war etwa um das Jahr 2010.
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stellen, dass die Gruppe um Fuentes bisher noch keine Gewalt ausgeübt hat. Ich konnte zumindest nichts dergleichen finden.
„Aggressiv“ ist daher wohl nur deren verbaler Auftritt.
Israel als Hauptgegner, Hitler als „Supertyp“ und dann noch „Happy Birthday, Iossif Wissarionowitsch!“, das ist dann doch eine wirre Geschichte.
Dass die linke Identitätsbewegung Gegner auf den Plan rufen würde, war klar. Dass die sich nun Fuentes zugewandten (hauptsächlich?) Männer in Zeiten aufwuchsen, wo schon ihr Aussehen und ihre Herkunft sie zu Unterdrückern, ja potentiellen „Nazis“ und somit aus Sicht der Linken zu einer Art „Freiwild ohne Rechte“ machten – wir kennen all das saublöde Geschwätz der Linksgrünwoken, haben es ja im eigenen Land – scheint sich nun zu rächen.
Was ist nur los in dieser Welt? Wieso kann man nicht normal miteinander kommunizieren? Konnte man es in großen Teilen noch nie und kommt es nun „dank“ der sozialen Medien viel krasser zum Vorschein?
Oh Herr, lass Verstand regnen.
Wenn alles Faschismus ist, ist eben nichts mehr Faschismus und die wirklich schlimmen Finger
können sich in's Fäustchen lachen. Hat man ihnen gesagt unseren "Erwachten", in Politik, Universitäten, Kultur, Medien, Funk & Fernsehen. Sie haben es in der für "Gläubige" typischen Mischung von Dummheit und Sturheit aber ignoriert und jetzt schlägt das Pendel ebenso bedauerlich wie vorhersehbar wieder in die andere Richtung. Mit der seit Jahrzehnten von lInks betriebenen Verteufelung von Rationalität und den zum Funktionieren einer Demokratie gehörenden Grundtugenden hat man eine Büchse der Pandora geöffnet, aus der sich jetzt eben auch der andere Rand bedient. Nicht daß mich das freuen täte!Es wird böse enden, ganz böse.
Der Opferstatus dient der Vorbereitung offener Diskriminierung. Deshalb ist er so heiß begehrt, Gerade an Universitäten lassen sich dann Positionen erreichen, die von der Leistung her nie gerechtfertigt wären. Deshalb sind diese die Brutstätte des Wokismus. Moral ist nicht besonders intellektuell und basiert im Grunde auf der Erziehung in der Kindheit. Die Gerechtigkeit ergibt sich oft aus den Blind Spots der einseitigen Beschreibung eines Sachverhaltes. Ich halte Wokismus solange er auf ethnisch - religiöser Zuordnung beruht für Rassismus der Rassismus der Minderheiten, die sich ethnisch-kultureller Differenzen häufig viel mehr bewusst sind und diese wesentlich aggressiver Vertreten. Um so mehr bedauere ich die Gegenreaktion. Die zivilgesellschaftlichen Kosten des Wokismus treten durch diesen Konflikt erst richtig zu Tage. Aber ebenso die Selbstbeschädigung ja Verkrüppelung durch diese Art von Hass.
Gesellschaften zusammen zu halten ist höchst untrivial - was sollten denn die allgemein akzeptierten Prinzipien dafür sein? Es liegt wohl in der menschlichen Natur, dass Bewegungen und Anführer mit ganz klaren Wahrheiten hier einen Vorteil haben. Verschwörungs- und Opfererzählungen sind auch sehr menschlich.
Insofern stimme ich zu, dass die "Progressiv-Grün-Linke" auch nur zeit- und stellenweise grundsätzlich kritisch gedacht hat. Vieles war auch mehr Erschütterung über Verschwörungen, Opfer, dominante Feinde etc. Dann kam auch noch eine bestimmte Sprache dazu, die man zu sprechen hatte, um zu zeigen, dass man richtig denkt.
Kritisch war das irgendwann nicht mehr und es ist wahrscheinlich ein relativ natürlicher Ablauf, dass jetzt andere Gruppen hochkommen, die auch ihre Erzählungen zu Verschwörungen, Opfern etc. haben.
Das ist alles auch meist nicht grundsätzlich falsch, nur eben auch nicht grundsätzlich kritisch.
Dann kommt genau das heraus, was diese *neuen Rechten* in den USA jetzt machen. Sie wollen den Spieß umdrehen und werden letztendlich genauso scheitern, wie die *linksgrünen woken Spinner*, die längst gemerkt haben, das ihr Ende naht, weshalb sie auch alle Register ziehen, sich irgendwie noch Gehör zu verschaffen und sei es mit Gewalt. Aber genau dahin führt fanatisches Denken und Handeln. Die Opfer werden plötzlich zu Tätern, die den Spieß auch argumentativ umdrehen wollen und mit den gleichen wirren Thesen, wie die linken nun glauben für die ge *rechte* Sache zurück schlagen zu können. Extremismus/Fanatismus/Ideologie, ob links oder rechts hat schon immer ins Verderben geführt und ihre Befürworter am Ende des Tages selbst vernichtet. Die Frage ist nur, wie viele Menschen machen damit und lassen sich it in diesen Abgrund reißen? Und ob das konservative Politiker in den USA eingefangen bekommen, muss man abwarten. In jedem Fall aber müssen sie sich distanzieren von diesen Idioten.
...wenn der Faschismus wiederkommt, dann unter dem Deckmantel des Antifaschismus!
Der Krieg zwischen links und rechts mit gleichen Mitteln ist die Offenbarung des zivilisatorischen Westen. Das System wird zerbröseln, weil die politische Mitte keine Ideen, keine Ziele, keine Werte mehr hat und sich in die linken und rechten Ränder verabschiedet, wo man jeweils die politische Mitte verortet. Was nicht wundert, da die einstige Mitte nicht bemerkt, dass sie je nach links und rechts untergegangen ist. Die Rückkehr in die politische Mitte ist nicht möglich, da die freiheitliche Demokratie ihren Zenit überschritten hat und sogenannte große Volksparteien keine Chance mehr haben. Das Ende wird nach vielen albernen Koalitionen diese oder jene Autokratie sein. Die USA ist eine Ausnahme, die die Autokratie gleich direkt über ihre zwei käuflichen Parteien regelt.
