- Von subversiven Lederhosen und langweiliger Kapitalismuskritik
Der Kulturbegriff ist nicht eindeutig definiert. Das hindert die „Kulturschaffenden“ aber nicht daran, bestimmen zu wollen, wer da mitreden darf und wer nicht. Dabei ist jedes dörfliche Maibaumfest kulturell wertvoller als ein linker Kulturbetrieb, der sich stets nur selbst reproduziert.
„Wolfram Weimer ist ein stramm konservativer, wirtschaftsliberaler Medienmensch. Er hat ein Sendungsbewusstsein, um nicht zu sagen, er ist ein Ideologe“, polterte dieser Tage der Schauspieler Ulrich Matthes über den designierten Kulturstaatsminister. In diesem Wolfram Weimer sehen sich selbst als „Kulturschaffende“ bezeichnende Diskurstrompeter jetzt nämlich den personifizierten Untergang des deutschen Kulturbetriebs, weil der Publizist und bis eben noch Verleger kein Linker ist, sondern ein Konservativer. Gott bewahre!
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Der Beitrag wirkt an diesem wolkenverhangenen Sonntag wie ein frisch gezapftes "Helles".
Wesentlich bedenklicher finde ich die Reaktion des Herausgebers der FAZ auf die Personalie Weimer, der ohne 100-Tage-Frist deutlich unter der Gürtellinie argumentierte. Ein vergleichbarer Artikel über Claudia Roth-schlicht undenkbar, wenn vielleicht auch nicht ganz unberechtigt. Deutlicher als im Kultursektor ist die Spaltung in der Gesellschaft nirgends erkennbar. Nicht hinter jeder Feuilletonseite steckt ein kluger Kopf.
Ist man im Ort Feldenkirchen eventuell „verfassungsfeindlich“? Die dort gelebte „Kultur“ grenzt Menschen, die sich nicht zugehörig fühlen, aus und das ist nach dem BfV. rechtsradikal und damit nicht verfassungskonform.
Dagegen ist ein linksradikaler Kulturbetrieb, der die eigene Kultur verabscheut, scheinbar verfassungskonform.
Kann man das den Menschen in diesem Lande erläutern. Wird dann jeder zum Globalisten, der alles Fremde anhimmelt?
..., wo sie für sich und ihre Clique alles rausholen dürfen und nichts opfern müssen.
Der geschlossene Kreis aus Kultur-"Jublern" (in der Presse), Kultur-"Wissenschaftlern" (an den Hochschulen) und den "Künstlern" besteht aus Profis, die sich gegenseitig "Kreativität" und "Preiswürdigkeit" bescheinigen oder absprechen - egal, was gerade als Kunst vermarktet wird.
Gott sei Dank gibt es in dieser bizarren Kunstwelt noch einige, die wirklich kreativ sind und originelle Kunst erzeugen. Das sind aber nicht die, die in der Öffentlichkeit am lautesten über Kunst schwafeln und den wirklich Kreativen das Leben erschweren.
Auch in dem Teil des Volkes, der mit dem Profi-Kulturzirkus nichts zu tun hat, gibt es noch immer ein kulturelles Leben, nicht nur in Bayern, sondern auch in Berlin oder Bremen. Diese "Laien" sind selbst.kreativ tätig und spielen etwa selbst ein Instrument oder betätigen sich anderweitig kreativ. Das finde ich toll.
Daher stimme ich Herrn Krischke wieder einmal gerne zu
Das dacht wohl auch der scheidende Kanzler*in Olaf. Denn morgen ist Zapfenstreich und da darf man sich zum Abschied was wünschen. Was ich ihm wünsche, wünschte und wünschen werde, ist le9der nicht druckreif. Also druckreif schon, aber mir sind grad die Bademäntel ausgegangen und so wie Giótt mich shuf, na ja, das will ich niemandem......wo war ich? Ach ja, der Olaf. Er wünscht sich den Song "Respect" von Aretha Franklin. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, finde ich.
Sorry, neben den Bademänteln sind mir auch auf der Tastatur ein paar Buchstaben ausgegangen. Die neuen Wortschöpfungen bitte ich zu entschuldigen…. im Eifer des Gefechts…..;-)
Auch dazu ließe sich freilich so viel sagen u. schreiben, dass selbst eine komplette Brockhaus-Enzyklopädie blass aussehen würde im Vergleich, hat doch die gute Tante SPD irgendwann vergessen, was das überhaupt ist dieser "Respekt", allen voran Olaf himself. Respekt vor den eigenen Wählern, geschweige denn überhaupt vor Wählerwünschen u. Wahlergebnissen im Allgemeinen und ganz Besonderen jedenfalls nicht!
Dass der scheidende Amtsträger seit Olearius, Cum-Ex und seiner beginnenden "Demenz", eigentlich von einem deutschen Gericht zu einer veritablen Zeit hinter schwedischen Gardinen hätte verurteilt werden müssen: geschenkt. Geschenkt genauso, wie die unumstößliche u. bittere Wahrheit, dass dieser Kanzler wirklich Nichts ausgelassen hat, um den autokratischen, despotischen und zutiefst undemokratischen Herrschaftsstil seiner Vorgängerin fortsetzen. So viel zu "RESPEKT". Eine Farce! Seine Fehlerkultur ist genauso ignorant wie die der Plage aus der Uckermark: Er habe alles richtig gemacht!
Habermas definiert seinen Begriff Subkultur ja anhand der bayrischen Folklore. Während sich im politischen Kulturbetrieb viele Formen adoleszenter Devianz reproduzieren. Für mich war das immer eine Frage der Ästhetik. Aber seitdem ich eine Demo von völlig unbekleideten queer people via Fernsehen in Berlin gesehen habe, sie waren alle ab 50 aufwärts, überlege ich mir mit einem weiß-blau lackiertem C-Kadett, die Biergartensaison in Bayern zu genießen. Sowohl der C-Kadett als auch der Maßkrug sind immer noch allgemeinverständliche Symbole deutscher Kultur und Ästhetik.
Nach über drei Jahren unterstützter linksbunter Kultur durch Claudia Roth, schadet der Kultur eine etwas unaufgeregtere, kulturelle Vielfalt keineswegs.
ein Instrument der nationalsozialistischen Kulturpolitik zur Gleichschaltung aller Bereiche des Kulturlebens und zur Regelung der sozialen und wirtschaftlichen Belange der Kulturschaffenden. Die Reichskulturkammer hatte ihren Sitz in Berlin.
So ganz neu ist die Vorstellung des drittklassigen Schauspielers Matthes demnach nicht, vielleicht spiegelverkehrt, aber konsequent in ihrer Ideologie.
Ich kenne den Mann nicht. Wie allen anderen auch werde ich ihm die 100 Tage geben, die ich jedem neu in der Regierung gebe, wenn diese denn 100 Tage hält und überhaupt zustande kommt.
Nur eines kann ich für mich schon feststellen, wenn die links-grünen woken Idioten bereits vor Amtsantritt dieses Mannes so viel Wind machen. So kann man hoffen, dass Herr Weimer etwas bewirken könnte zum Schutz unserer Kultur. Das ist nur eine schwache Hoffnung, aber besser als nichts. Vielleicht will er ja, muss aber bei Widerspruch umfallen? Man wird sehen.
Es ist doch relativ einfach: Touristen wollen Land und Leute kennenlernen, und die Kultur ihres Reiselandes erleben.
Vor die Wahl gestellt, entweder am 1. Mai bei einer kühlen Maß und Blasmusik auf einem traditionellen Maibaumfest in Bayern zu sitzen, und in Trachten gekleidete Leute beim geselligen Beisammensein zu beobachten, oder – alternativ – in Berlin Kreuzberg bei einer urbanen Vernissage teilzunehmen, in der sich die ‚Crowd‘ aus den gleichen Protagonisten zusammensetzt, wie in anderen urbanen Zentren der Welt, das Bier das gerade aktuell gehypte Craftsbier ist, und die ausgestellte Kunst von einem x-beliebigen Dreikäsehoch erstellt werden könnte, glaube ich zu erahnen, welches Angebot int. erfolgreicher wäre.
Nichts am ggw. hegemonialen linken Kulturmilieu übt momentan eine Anziehungskraft aus, geschweige denn, kann sich subversiv lesen lassen. Sie sind nicht mehr Underground, sondern Mainstream und verlieren dadurch Reiz und Attraktivität. Das ist die für sie bittere Wahrheit
Beim Lesen des Artikels kam mir der verrückte Gedanke, dass man ja im Namen der Kulturförderung die Maß bezuschussen könnte. Aufs Biertrinken werden sich Linke wie Rechte und die Mitte ohnehin ja noch einigen können.
