Jim Rakete zu seinem Film „Now“ - „Es geht nicht um den armen Eisbären auf seiner Scholle“

Erleben wir derzeit einen Boom an „Films for Future“? Die Dokumentationen zum Thema Klimawandel häufen sich. Nun wird mit „Now“ auch Fotograf Jim Rakete einen Film zum Thema vorlegen. Ein Interview über Generationsvergleiche, Ökologie und graue Männer auf Fahrrädern.

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Gibt mit „Now“ sein Kinodebüt: Kult-Fotograf Jim Rakete / dpa

Autoreninfo

Marga Boehle ist Journalistin und Filmkritikerin. Sie lebt in München.

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Aktueller geht nicht: Dokumentarfilme sind per se nah dran an der Realität. Die Bilder der Fridays for Future-Demos setzen sich im Kino fort, denn dem Kampf ums Klima haben sich längst auch Filmemacher verschrieben: Der Film I am Greta über das Mädchen, das zur Ikone einer neuen Umwelt-Jugendbewegung wurde, feierte Weltpremiere bei den 77. Filmfestspielen in Venedig und startet zur Zeit auf den Leinwänden. Kult-Fotograf Jim Rakete gibt mit Now (Filmstart 12.11.) sein Kinodebüt und spricht im Interview über seinen Klima-Protestfilm.

Herr Rakete, einen Namen gemacht haben Sie sich ja vor allem mit fotografischen Porträts. Es ging dabei zumeist um Künstler und um die Berliner Musikszene. Nun geben Sie mit Now" Ihr politisches Regiedebüt.
Jim Rakete: Das stimmt nicht ganz. Ich habe zuvor schon eine Menge Filme gemacht, nur ist Now" der erste, der im Kino landet. Und wirkliche Regie ist das ja auch nicht bei einem Dokumentarfilm. Man übernimmt die Verantwortung fürs Gelingen. Das Gestalten liegt bei den Anderen …

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Jürgen Keil | Fr, 16. Oktober 2020 - 15:52

Es gibt nach wie vor unter Fachleuten Meinungsstreit darüber, ob die Temperaturverlaufskurve aus dem IPCC- Bericht von 1990 oder die sog. Hockeyschläger- Kurve die Klimageschichte richtig beschreiben. Die erstgenannten Kurve weist auf natürliche Ursachen von bisherigen Warmzeiten hin. Ob die aktuellen Klimaänderungen auch natürliche Ursachen haben, durch menschliches Wirken oder durch beides zusammen verursacht werden, ist wissenschaftlich noch umstritten. Zitate aus dem Text: „Und zweitens, dass ganze Landstriche, die selbst gar nichts emittieren, durch unser Verhalten verbrennen, durch Wirbelstürme und Fluten zerstört werden oder schlicht im Meer versinken.“ Diese Aussage ist falsch und hysterisch. Messwerte und Statistiken bestätigen dies nicht. „In der Corona-Krise hat die ganze Welt das Reisen eingeschränkt, Autos und Flugzeuge geparkt … und dennoch sank der CO2-Ausstoß nicht im erwarteten Maß.“ Das kann auch Beweis für das Wirken natürlicher Ursachen sein.

.... der "Hockeyschläger" ist schon lange widerlegt. Die Neigung der Erdachse hat einen maßgeblichen Anteil und die Sonnenaktivität. Unbestritten ist, daß es eine extreme Ausbeutung und Umweltverschmutzung gibt, aber ursächlich hat das nichts mit dem Klima zu tun. Das ändert sich, ob mit oder ohne Menschen. Es ist die pure Hysterie, um von anderen, wichtigen Dingen abzulenken....
Zum "im Meer versinken" mal ein guter Artikel:
https://www.bazonline.ch/wissen/natur/diese-forscher-haben-eine-politis…
Herr Rakete hätte bei seinen Fotos bleiben sollen. Da versteht es was davon.

Günter Johannsen | Fr, 16. Oktober 2020 - 16:09

warum dieser Film in die Kinos kommt? Wer in unserem land eine Lobby hat und die Regie führt, wird nun deutlicher. Grün-Linke Propaganda, in der sogar ein SPD-Minister zur Wort kommt … Das kommt mir als gelernter Ossi ziemlich bekannt vor!

Walter Müller | Fr, 16. Oktober 2020 - 16:27

„Deutschland ist vorangegangen, wenn auch nur einen ersten Schritt. Ich höre sehr oft, wir hätten die Digitalisierung teilweise versäumt. In Wahrheit ist es die Ökologie, die wir verschlafen haben.“ Das sehe ich genau anders herum. Der ehemals hässliche Deutsche ist zum Moral-Weltmeister geworden, der allen zeigt, wie es geht. In Deutschland passieren Dinge, die so in keinem anderen Land passieren: Vor 70 Jahren industrieller Massenmord, heute die Rettung des Weltklimas. Kompromisslos. Immerhin: Die jungen Akteure von heute haben es geschafft, einzelnen europäischen Regierungen einen Impuls zu geben, das Thema ernst zu nehmen. Nur ist jedem vernünftig Denkenden klar, dass Deutschlands Anstrengungen zur Klimarettung der berühmte Tropfen auf den heißen Stein sind: 2% sind einfach kein Hebel. Aber das darf man den fanatischen Aktivisten gegenüber noch nicht mal erwähnen, sonst ist das Gespräch mit dem Verweis beendet, mit Klimaleugnern rede man nicht. Wir sind moralisch verpflichtet

Ernst-Günther Konrad | Fr, 16. Oktober 2020 - 17:42

Besser ist das Video Interview bei Tichy diese Woche mit dem Chemiker und früheren Hamburger Umweltsenator Fritz Vahrenholt. In 45 kurzweiligen Minuten kann jeder hören, wie es war, wie es ist und dass sich die Wissenschaft eben nicht in allem so einig ist beim Thema Klimawandel und Verursacherprinzip, so wie uns das die Klimahysteriker und die Weltenretter erzählen wollen.
Herr Rakete hat mit dem Thema vor allem Geld verdient und steigert in bestimmten Kreisen nun seine Popularität. Sei ihm gegönnt.
Nur ich brauche diesen Film nicht. Aber jeder, wie er will.
Wenn die Regierung weiter so am Corona Rad dreht, werden ihn seine Zuschauer auch in den Kinos nicht sehen können. Die werden dann auch wieder geschlossen werden. Noch ist der Ideenwahnsinn der Politik nicht am Ende. Da geht immer noch was.

das hat doch Al Gore schon vorgemacht wie man mit einer bequemen Unwahrheit Geld verdienen kann. Übrigens "Klimaprotestfilm", gegen das momentane Klima würde ich liebend gerne protestieren. Täglich 7-8 Grad und Regen. Seit 10 Tagen ,von Anfang bis Mitte Oktober." Goldener Oktober"? Fehlanzeige!

Rakete produziert Bilder und meint daraus Argumente destillieren zu können. Vahrenholt analysiert Daten und versucht daraus Argumente zu destillieren. Vahrenholt gewinnt, mit dem Video und mit dem Buch.

Walter Bühler | Fr, 16. Oktober 2020 - 19:07

"Ich hasse Vereinfachungen, aber auf diese hier läuft es hinaus: keine Zukunft ohne Verzicht."

OK, beginnen wir doch damit, auf den Besuch des Filmes zu verzichten.
Oder müssen wir alle mit unserer Schulklasse rein?

Fritz Elvers | Sa, 17. Oktober 2020 - 02:21

Soll etwa dokumentiert werden, wie Ahnungslose herumschreien und aufmarschieren, statt möglicherweise etwas zu lernen, über die physikalischen Wirkzusammenhänge von Erderwärmung,Strahlungsgesetzen und CO2 - Absorption, über Energiewirtschaft oder gar die Hauptsätze der Thermodynamik. Es ist eigentlich ebenso platt, wie das Leugnen der Gefahren.

Die harte Arbeit, Prozesse möglichst CO2-arm zu gestalten und komplexe Vernetzungen zu beherrschen bleibt unsichtbar. Schon der Trailer zeigt suggestiv irgendwelche verdreckten Gewässer, so wie ja auch immer gerne dampfende Kühltürme gefilmt werden.

Irgendwie erinnert alles an 1212, den Kinder-kreuzzügen. Nur waren diese verarmt und hungerten. Kurz und schlecht: Es muss viel getan werden, aber bitte keine Show.

Josef Olbrich | Sa, 17. Oktober 2020 - 15:25

Man entnimmt dem Wind Energie, um elektrischen Strom zu produzieren. Laut Trittin: Der Wind weht immer - wie wahr. Nur wundert man sich, dass die Wetterverhältnisse an anderen Orten sich ändern, sodass ein über tausende von Jahren eingespieltes System nicht mehr funktioniert. Die Windmühlenbauer kennen den abnehmenden Wirkungsgrad hintereinander aufgestellter Windmühlen und schweigen zu diesem Thema. Die Klimaretter zerren die Keule des Klimawandeln heraus, um jede Diskussion zu diesem Thema zu ersticken. Nur die Natur zeigt uns welche Folgen diese Art von Stromerzeugung sie für uns bereit hält. Ein Blick auf die Karten der Helmholtz Gesellschaft für Bodenfeuchtigkeit bestätigt diesen Irrsinn, der sich "ökologische Stromerzeugung" nennt. Aus der Statik weis man doch, wer die Fundamente ändert, bringt den Überbau ins wanken.