- Wohin mit dem Menschen?
Künstliche Intelligenz verändert Arbeit, Lernen und Denken. Doch der KI-bedingte Strukturwandel läuft mehr und mehr auf eine radikale Frage zu: Was wird in Zukunft aus dem Menschen? Ein Plädoyer für Urteilskraft, Kreativität und Verantwortung.
In den Entwicklungslabors für Künstliche Intelligenz wird derzeit eine Weichenstellung von historischer Tragweite vorbereitet. Die Verheißungen der Technologiekonzerne sind schillernd: KI soll Krankheiten therapieren, ökologische Risiken beherrschbar machen und dem Menschen schrittweise die Arbeit abnehmen. Produktivität, so das Versprechen, entstünde weitgehend automatisiert, Wohlstand wie von selbst.
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Der Autor Spranger [63 ) müsste es doch von seinen Eltern vermittelt bekommen haben.
Nur noch wenige Qualifizierte werden gebraucht, darum braucht es Maschinensteuer um Bürgergeld nach Bedürfnissen zu bezahlen. Es wird sich eine neue Freizeitgesellschaft bilden.
KI ist doch eine stromfressende Maschine, die muss Alles zahlen, klar.
Vielen Dank für diesen Gedankengang. Meine Beobachtung in meinem Berufsfeld (Kreativ-Branche) ist ernüchternd - während es vor KI das Ziel war, tief in Themen einzutauchen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, um möglichst das zu kreieren, was noch nicht da war oder einen neuen Blickwinkel aufzuzeigen, ist es mittlerweile so, dass die KI die Hoffnung selbst nichts mehr wissen und nichts mehr können zu müssen, zu erfüllen scheint. Noch dazu sind die Rechte kaum reguliert - fremde Arbeiten werden einfach eingespeist, um in Minuten das zu generieren, worauf andere viele Jahre ihrer Zeit und Energie verwendet haben. Das sind existenzielle Fragen, denn was bleibt, wenn man die individuellen Fähigkeiten und Talente einem Menschen raubt und der Maschine verfüttert? Ich verliere den Glauben an die Menschheit, denn der Regress scheint noch nicht mal bemerkt zu werden. Auf die Politik braucht man nicht zu hoffen.
Bei der Lektüre dieses sehr differenzierten Beitrags fällt auf, dass die Religionsgemeinschaften in der öffentlichen Diskussion dieses fundamental wichtigen Themas eine "Leerstelle" bilden. Vielleicht deshalb, weil "christliche Sinnstiftung“ seit einigen Jahren vorwiegend im Hissen von Regenbogenfahnen oder AfD-Warnungen besteht. Zu Beginn der Industriellen Revolution war der Begriff "Maschinenstürmer" sehr präsent. Offenbar sind die Religionsgemeinschaften bei ihrer Hauptaufgabe, zur gesellschaftlichen Sinnstiftung Wesentliches beizutragen, seither keinen Schritt vorangekommen.
