- Kein Senf für die Schlagerwürstchen!
Die Kunstbiennale in Venedig und der ESC in Wien werden zu Orten für politische Aktivisten. Deren Forderung nach der Reinheit von Kunst ist nicht nur naiv, sie ist gefährlich. Vor allem für die Kunst selbst.
Irgendwo muss diese verdammte Welt doch auch mal gut sein. Irgendwann muss das Elend doch ein Ende haben. Warum nicht beispielsweise in der Kunst? Dort, wo die Oberflächen glatt, die Vernissagen teuer und der Veuve Clicquot besonders kostbar ist? So oder ähnlich wird man vielleicht gedacht haben – in der mittlerweile geschlossen zurückgetretenen Jury der 61. Kunstbiennale von Venedig unter Leitung der brasilianischen Kunsthistorikerin Oliveira Farks.
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kann unmöglich die Nationalität von Künstlern und eine Art Gruppenhaftung basierend auf eben dieser als Maßstab für irgend einer Bewertung heranziehen! Der Rücktritt verdeutlicht das die Kritik angekommen ist und angenommen wurde. Wurde auch Zeit. Diese ganzen Aktivisten und Influencer gepampert von (N)GO und social media sind ...
Eine Leitung wäre gut beraten sich gerade nicht hysterisch von solchen Trends verunsichern zu lassen. Wie es besser geht? Tja, sowas auszuarbeiten ist halt Arbeit. Ohne Bezahlung keine Vorschläge ;).
Der ESC ist ein Nationalitätenkampf. Mit freundlicher Unterstützung Australiens (warum auch immer die seit zehn Jahren eingeladen werden). Übrigens - seit 2025 gibt es wieder den Intervision Song Contest (ursprünglich Ostblockcontest). Sieger wurde Vietnam. Die USA war nur mit Jury vertreten, weil die Sängerin Auftrittsverbot aus ihrer Heimat bekam (Australien). 2026 findet dieser Wettbewerb in Saudi-Arabien statt.
es muss so etwas wie eine gesellschaftlich vernetzte Intelligenz geben.
Gerade vor ein paar Tagen überlegte ich, dass es nicht nur heissen sollte, "es gibt nichts ganz Falsches im Richtigen, sondern auch, es gibt nichts ganz Richtiges im Falschen".
Wenn an Werken diese Brüche sichtbar werden und Sie schreiben ja selbst, dass die Veranstalter die künstlerische Hoheit über die Werke haben, dann wird man unter allen Bedingungen so etwas wie die Kunstbiennale in Venedig oder den ESC in Wien ausrichten können?
Abgesehen davon, dass das Ganze künstlerisch kaum einen Wert hat, dass die Akteure eher durchschnittliche Typen und Künstler sind, ist mir auch das ganze Brimbamborium absolut zuwider. Entartungen wurden zur Regel und politische Botschaften, die keiner wirklich hören will, weil da kaum etwas wirklich Ernsthaftes dahinter steckte, nahmen überhand. Der ganz Laden gehört abgeschafft, es ist ein Sammelsurium für alles Mögliche, nur nicht für die Kunst und den Schlager. Und ich werde dieses "Affentheater" auch in diesem Jahr nicht anschauen. Erfreulicherweise bietet das Fernsehen bei fast allen Sendern außer denen der ARD an diesem Abend ein reichhaltigeres Alternativprogramm als sonst. Es wäre mal interessant zu erfahren, wie viele von den CICERO-Usern den ESC diesmal angeschaut haben - zehn Prozent? Oder weniger??
Damit hat der Blödsinn angefangen. Und wieder war es ein Deutscher. Der gelernte Fleischergeselle Stefan Raab. Als rotgesichtiger Blödelbarde. Und er hat, was zunächst verdienstvoll erscheinen könnte, den ganzen Quatsch wie ein Fleischer durch den Cutter gedreht. Leider aber wurde daraus eine endlose Kette von Würsten und Verwurstungen des Schlages, des Gesangs und der Kunst. Ein Lichtblick war zwar Lena Meyer-Landrut. Mit ihrer Frische und Fröhlichkeit hätte es etwas werden können. Aber leider, die Verwurstung ging weiter. Und dies im wahrsten Sinne mit Conchita Wurst. Nein Leute, es hat keinen Sinn mehr. Der ESC ist an seinem (Wurst) Ende angekommen. Aus. Ende. Bio-Abfalltonne. So jedenfalls meine Meinung. "Kinder, macht was Neues!" Das hat einer vom anderen Ende der Kunst einst ausgerufen. Und da hatte er mal recht. Ausgerechnet Richard Wagner. Also los. Ein neues Konzept muss her. Der bisherige ESC ist tot. Mehr geht gar nicht. Abschlussbeifall. Ende.
