Kehlmann liest Interviews der Paris Review

Zitronenrevue

Kehlmann spricht
() Kehlmann spricht

Die Paris Review, 1953 vom legendären Homme de lettres George Plimpton gegründet und seit 2005 herausgegeben von Philip Gourevitch, ist wohl eines der ehrwürdigsten und Nummer für Nummer lesenswertesten literarischen Magazine der Nachkriegszeit. Einige der wichtigsten Autoren, nicht nur englischer Sprache, hatten hier ihre ersten Auftritte; vor allem aber gründet sich das Renommee der Zeitschrift auf eine anderswo unerreichte Kultur des Gesprächs. In jeder Ausgabe sprechen ein oder mehrere Redakteure mit einem großen Autor der Gegenwart; die Unterhaltung ist wesentlich länger, als Interviews es andernorts sein können, und die Fragesteller operieren grundsätzlich aus vollständiger Textkenntnis heraus, haben sich monatelang vorbereitet und jede Zeile des Schriftstellers gelesen.
Seit 2006 erscheinen, herausgeben von Philip Gourevitch, diese Gespräche als Buchreihe unter dem schlichten Titel „The Paris Review Interviews“. Zwei Bände gibt es schon, vier sollen noch folgen. Und die vorliegenden Gespräche, unter anderem mit William ­Faulkner (eines seiner wenigen Interviews überhaupt), William Gaddis, Toni Morrison, Graham Greene und Gabriel García Márquez, aber auch (wahrhaft ein Ritterschlag) mit Stephen King, sind nicht bloß für Forscher und Kenner, sondern für alle Menschen, die sich für Literatur und das seltsame Geschäft des Schreibens interessieren, eine reiche, wunderbare Lektüre.
„Mir ist es“, so Orhan Pamuk in seinem Vorwort zum zweiten Band, „als hätte ich (in diesen Texten) eine Menge über das Handwerk des Schreibens gelernt – wie der erste Keim im Geist des Autors entsteht, wie er mit Liebe genährt und vorsichtig entwickelt oder eben nicht entwickelt wird. Manchmal geschah es gerade, indem ich mich ärgerlich gegen ein bestimmtes Konzept des Romans wandte, das in diesen Interviews vorgeschlagen wurde, dass ich meine eigene Idee vom Roman entwickelte.“ In diesen Gesprächen geht es ums Schreiben, und man erlebt, gespiegelt in ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten und Lebenssituationen, den Ernst und die Hingabe, die zu einer literarischen Existenz nötig sind. Da steht das witzige Gespräch mit Dorothy Parker („All diese Autoren, die über ihre Kindheit schreiben! Großer Gott, wenn ich das täte, würden Sie mit mir nicht im selben Raum sitzen wollen!“ – „Aber was ist denn dann die Quelle ihrer Werke?“ – „Geldmangel, mein Lieber!“) neben einem besonnenen García Márquez („Um ein guter Schriftsteller zu sein, muss man in jedem Moment der Arbeit absolut luzide und gesund sein. Ich bin sehr gegen die romantische Vorstellung, dass das Schreiben ein Opfer ist und dass es umso besser wird, je schlechter die wirtschaftlichen und emotionalen Bedingungen sind. Literarische Schöpfung braucht Gesundheit.“). Und nur ein paar Seiten weiter spricht Billy Wilder über die technischen Tricks und Feinheiten des Drehbuchschreibens mit all dem Wissen der Erfahrung und dem Selbstvertrauen des Klassikers zu Lebzeiten.
Die Gattung des Interviews tendiert per se zur Oberflächlichkeit. Fragen, von denen die Journalisten schon wissen, dass der Befragte sie Hunderte Male beantwortet hat, werden wie in einem Ritual wieder und wieder gestellt und automatisch, wie im Halbschlaf beantwortet; Recherchen finden bei Wikipedia statt, alle Beteiligten sind froh, wenn sie es endlich hinter sich gebracht haben, und die Leser überfliegen das Ergebnis geistesabwesend, ohne echtes Interesse. Die Paris Review-Gespräche führen im Gegensatz dazu vor, was ein Interview sein könnte, wenn der Befragte es wirklich ernst nimmt und der Befrager neben dem bloßen Willen, den Auftrag zu erfüllen, noch ein paar Dinge mitbringt: Interesse nämlich, Bildung, viel Zeit und Begabung.
Der Schriftsteller Daniel Kehlmann las für Cicero The Paris Review Interviews I und II, herausgegeben von Philip Gourevitch, B&T, 2006 und 2007

Schlöndorff schaut
Kino tot
– Willkommen im Cicero-Salon. Nehmen Sie sich was zu trinken, wir plaudern gerade über…
– Wo sind wir hier eigentlich? Im Waldhaus in Sils Maria? Im Adlon in Berlin? Auf Sylt oder beim Stanglwirt in Kufstein etwa?
– Der Ort tut nichts zur Sache: Cicero ist überall.
– Das Streichtrio jedenfalls könnte sein „Nur nicht aus Liebe weinen“ an allen diesen Orten spielen, wenn es auch aus Bratislava ist.
– Ja, „weinen sollte man nur im Kino“, sagte schon Böll.
– Das können wir demnächst reichlich: Am 8. Februar beginnt die Berlinale.
– Aha, also sind wir doch in Berlin!
– Ja, und dieses Jahr gibt es sogar eine Sektion „kulinarisches Kino“.
– Wenn die Filme schon nicht mehr ziehen, hat Dieter Kosslick sich wohl gesagt, versuchen wir es mit Gastronomie.
– Keine Bosheiten, bitte! Seine Auswahl von Filmen übers Essen ist wirklich originell und appetitanregend.
– Sie meinen wohl den neuen Film von Thomas W.Anderson „There will be blood“? Sozusagen als Steak tartare.
– So oder so werde ich mir den Magen verderben: Bei der Berlinale sehe ich nämlich fast jeden Tag einen Film…
– Wie ein paar Hunderttausend Berliner auch.
– Welcher Film hat Ihnen denn gefallen in letzter Zeit?
– Hm, seit der letzten Berlinale war ich nicht mehr im Kino…
– Wie ein paar Hunderttausend Berliner auch…
– Wie kommt das eigentlich? Eine Woche lang schlagen sich die Leute tot, um eine Karte zu bekommen, mit oder ohne kulinarische Beilage, und dann geht ein Jahr lang keiner mehr ins Kino?!?
– Ach lassen Sie die Polemik – nur weil Ihr letzter Film nicht gegangen ist, müssen Sie doch nicht gleich die Kassandra…
– Nehmen Sie sich ein Beispiel an Kosslick: Wenn die Gastronomie stimmt, kommen die Leute ja!
– In der Schweiz soll es heute schon Edelkinos mit Restaurant geben.
– Ja, die Kinos müssten bequemer sein, großzügiger, mindestens wie zu Hause…
– Aber keine Schachteln, bitte. Da kann ich ja gleich in meinem Heimkino bleiben. Ich gehe gern mit meiner Tochter in ein Multiplex: Diese großen Leinwände sind doch fantastisch.
– Womöglich in einem Shoppingcenter?! Und der Geruch vom Popcorn, stört der Sie nicht?
– Bei uns gibt es ein sehr nettes Programmkino, da gehen wir gerne hin.
– Wo wohnen Sie? In Herdegen, in Schlütern oder in Biberach? Da soll es in der Tat…
– Kassandra, we got the message!
– Gnädige Frau, es ist angerichtet!
Die Gäste des Salons begeben sich an das Buffet. Jemand meint im Gehen noch, das sei doch eine Geschäftsidee:
– Sollten Kinos sich mit Hotels, mit Buchhandelsketten, mit Kunsthallen zusammentun?
– Hugendubel oder Dussmann, die müssten das machen!
– Da könnten Sie auch gleich DVDs verkaufen, und man müsste nicht in diese widerlichen Videoshops.
Ein anderer traut den Kräften des Marktes nicht, sieht darin eine Aufgabe für Kommunen:
– Jede große und kleinere Stadt braucht Orte für Gemeinschaftserlebnisse, statt diese öden Mehrzweckhallen zu bauen, wo alle paar Monate mal ein Tourneetheater gastiert.
– Wahrscheinlich mache ich nur die falschen Filme, bemerke ich, um zu zeigen, dass ich durchaus zur Selbstkritik fähig bin.
– Wozu diese Zerknirschung? Das ist ganz normal in Ihrem Alter: Sie hatten Ihre Zeit.
Das hat gesessen. Ich gehe in mich, greife nach einem alten Stilmittel des Kinos, dem „Inneren Monolog“. Es stimmt: Nicht nur auf der Berlinale tut sich an vielen Orten was. Ausgerechnet in Bielefeld, zum Beispiel, ist ins Kino zu gehen wieder zum Ereignis geworden, das „Lichtwerk“ dort ist ein Lichtblick. Anderswo sind Live-Opernübertragungen aus New York der Renner, Wochen im Voraus ausverkauft. Ich bin in den vergangenen Wochen durch vierzehn Städte und ebenso viele Kinos gereist, um mit dem Publikum zu diskutieren. Meistens waren nette Leute da, das Gespräch lebhaft, der Applaus herzlich, alle sagten, sie würden gerne öfter ins Kino gehen, aber… Insgesamt seien die Zahlen schlecht, gestanden mir die Betreiber, meist rührige Idealisten am Rande des Ruins.
Tagsüber ging ich durch die Städte, sah hier eine überfüllte Cranach, dort eine gut besuchte Otto-Dix-Ausstellung – und fragte mich insgeheim, warum all diese Leute nicht mal ins Kino gehen… Ich saß in Zügen, in Cafés und Hotels, ich sah Leute, die sich anödeten, Paare, die lustlos, aber teuer essen gingen, ich sah „junge Alte“ – jünger als ich jedenfalls –, die nicht wussten, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollten, und ich dachte mir: Denen ginge es allen besser, wenn sie mal ins Kino gingen. Sie würden etwas erleben, sie kämen sich näher, sie hätten etwas zum Reden.
Warum tun sie es nicht? Es gibt tolle Filme, es gibt interessierte Menschen – warum gibt es die Orte nicht, wo sie zusammenkommen? In New York ist es genauso, in Spanien, in Holland, in Israel, in Warschau, in Moskau und sogar in Pusan, Nordkorea, um nur ein paar Orte zu nennen, wo ich außerdem noch war. Es ist ein Zivilisationsproblem, das es überall gibt. Der Faden zwischen leidenschaftlichen Filmemachern und dem Publikum scheint zu reißen, und zwar quer durch die Generationen…
Gut, dass es ein „Innerer Monolog“ war (solche Gedanken sollte man für sich behalten), denn ich wollte ja niemandem den Appetit verderben beim „Kulinarischen Film“. Lieber das Bittere mit Schokolade übergießen.
Volker Schlöndorff ist Regisseur und Drehbuchautor. 1980 wurde er für seinen Film „Die Blechtrommel“ mit dem Oscar ausgezeichnet. Gerade kommt „Ulzhan – das vergessene Licht“ in die Kinos

Früh vollendet
Madonna
Irgendetwas stimmt nicht mit diesem High School Girl. Die hochgeschlossene weiße Bluse mit dem Männerkragen und dem Schlips – wer sich so demonstrativ eine langweilige Dienstkrawatte umbindet, weckt unweigerlich die Frage, was denn nach Dienstschluss unter dieser Verkleidung zum Vorschein kommt. Das Stirnband hat ebenfalls eine Menge mitzuteilen. Es ist nur vordergründig brav. Unserem forschenden Blick enthüllt es sich als eine gezielte Demonstration: Unbändig, unbändigbar soll das Haar erscheinen, dies uralte Symbol der Vitalität, der Sexualität und der Freiheit. Seine Strähnen fallen dem Mädchen in die Stirn, strafen alle Disziplinierungsversuche Lügen und lenken des Betrachters Aufmerksamkeit auf die Augen und den Mund der Madonna Louise Veronica Ciccone.
„Double Bind“ nennen die Psychologen derartige Botschaften, mehrdeutige Signale, die gleichermaßen verstören und verlocken. Auch die kulturgeschichtlich wohlbekannte Spiegelung von Religion und Blasphemie gehört in die chemische Familie solcher Amalgame. Damit sind wir schon mitten in der Erfolgsgeschichte des Stars Madonna. Die ehrgeizige Sängerin/Tänzerin aus italienischer Einwandererfamilie, 1958 im Staate Michigan geboren, hatte den ebenso simplen wie genialen Einfall, ihren erzkatholischen Vornamen „Madonna“ mit all seinen zweitausendjährigen Assoziationen als das zu verwenden, was er auch ist: ein weltweiter Kult-Erfolg, den in die Popwelt zu transferieren vielleicht nicht ganz anständig, aber umso explosiver war. Raffiniertes Spiel mit religiösen Symbolen und Begriffen ist der Angelpunkt, um den sich Madonnas kalkulierte Eroberung von Grenzbereichen seither drehte. Madonna hat den „Skandal“, den Namen der jungfräulichen Himmelskönigin mitzunehmen in die Maskenspiele des Begehrens, mit solchem Vergnügen inszeniert, wie es nur eine ehemalige Klosterschülerin haben kann. 1983 erschien ihr Debutalbum „Madonna“. „Like a Virgin“ war der internationale Durchbruch. Kruzifixe gemischt mit aufreizenden Korsetts standen am Anfang von Madonnas Videoclips.
In „Like a Prayer“ (1989) steigerte man sich zu brennenden Kreuzen und einem schwarzen Jesus. 2006 dann die Confessions Tour, auf der Madonna angetan mit der Dornenkrone am Kreuz sang. Den Zorn vieler Christen steckte die Pop-Diva, geschätzt auf 600 Millionen Dollar Vermögen, offenbar ohne Gewissensbisse weg. Vielleicht ist sie freilich der Ärgernisse mit der angestammten Religion doch müde. Es heißt, sie habe sich neuerdings dem Buddhismus und der jüdischen Kabbala zugewendet.
Christoph Stölzl

Andas Ansichten
It’s the money, honey!
„Mehr Geld für alle!“, versprechen Politiker aller Parteien – für den Fall, dass sie bei den anstehenden Landtagswahlen gewinnen. „Mehr Geld!“, versprechen auch zahlreiche neue Internetbekanntschaften, die mir – obwohl nie gesehen und von mir aus nie kontaktiert – seit meinem Antritt in der Finanzbranche in alter Kettenbriefmanier zahlreiche Angebote unterbreiten.
So offeriert mir ein „David Brown“, nach eigenen Angaben ein in London ansässiger Anwalt des ehemaligen Liberianischen Diktators Charles Taylor, zehn Millionen Dollar „völlig ohne Risiko“. Meine Aufgabe: Taylor habe vor seiner Flucht ins Exil fünfzig Millionen Dollar aus Liberia herausgeschafft, allesamt verpackt in Hundert-Dollar-Noten in vier Kisten. Die lagerten bei einer Sicherheitsfirma – ohne dass diese von dem knisternden Inhalt wüsste. Ich solle nun mit meiner Beredsamkeit und meiner Überzeugungskraft die Dollar-Kisten beim Sicherheitstrupp auslösen. Die Rendite ist fürstlich, das Angebot selbstredend eine Falle: Wer Interesse zeigt, muss zunächst eine fünfstellige Bearbeitungsgebühr zahlen. Der angebliche Anwalt ist dann mit dem Geld auf und davon.
Freunde hatten mich gewarnt. Also kam ich gar nicht erst in Versuchung. Mittlerweile erreichen mich wöchentlich bis zu fünf dieser Offerten, es muss zweifellos einen Markt dafür geben.
„Mehr Geld für alle!“ wird auch der Schlachtruf der innenpolitischen Debatte in den kommenden neunzehn Monaten bis zur nächsten Bundestagswahl werden, wahlkämpferische Auseinandersetzungen um die Brutalität ausländischer Jugendbanden hin oder her. Ideologien, Überzeugungen, Visionen gar, das alles verblasst gegen die Farbe des Geldes, und dass Geld nicht nur die Welt regiert, sondern auch Wählerherzen vibrieren lässt, wird in Aufschwungzeiten zur goldenen Regel der Wahlkampfstrategen. Und nicht nur für sie: Schon rüsten sich finanzstarke Lobbygruppen für die anstehende Schlacht um „mehr Netto“.
Dass bei den Bürgern angesichts höherer Inflationsraten und galoppierender Energiepreise auch mehr Geld ankommen muss, haben mittlerweile auch die Strategen unter den Sozialdemokraten erkannt. Enttäuscht mussten sie sich eingestehen, dass die Debatte um den Mindestlohn sich bei den jetzigen Landtagswahlen verbraucht hat und bestenfalls noch als Gewerkschaftsbesänftigungsthema taugt. Einer der ersten, der dies erkannte, ist der durch zähe Kärrnerarbeit in den letzten beiden Jahren nun auch in Berlin zum politischen Schwergewicht gereifte Sigmar Gabriel. Bei steigenden Energiepreisen und Rekordpreisen für Öl und Gas will er nicht als jemand wahrgenommen werden, dessen Maßnahmen die Bevölkerung nur Geld kosten.
Die Werbe-Agentur „Zum Goldenen Hirschen“, die schon mich bei der Kommunikation der „Agenda 2010“ beriet, soll’s richten. Ziel ist es, deutlich zu machen: Energiesparen zahlt sich aus. Es bleibt abzuwarten, wie Gabriels Gegenspieler im Kabinett, Wirtschaftsminister Glos, auf diese Botschaften reagieren wird. Auch der CSU-Mann ist bei den Berliner Journalisten gut verdrahtet. Legendär waren seine Weißwurst-Frühstücke als Chef der CSU-Landesgruppe in Berlin. Traf man gegen Mittag einen Journalisten, der daran teilgenommen hatte, so hatte der immer eine gute Geschichte zu erzählen – und man selbst war heilfroh, dass der verdächtig schwerelose Kollege nur mit dem Fahrrad unterwegs war und nicht mit dem Auto.
Unabhängig von Rangkämpfen innerhalb der Koalition, unabhängig auch von Politikern, die wie Marken aufgebaut und als Anwärter auf den Titel „germany’s next top politician“ auf die Laufstege der Wahlkampfveranstaltungen geschickt werden – für bare Münze wird nur noch genommen, was sich auch auf dem Konto gut anfühlt. Und nicht zuletzt der derzeitige Wahlkampf in den USA macht klar, was auch für Deutschland gilt, bis ins Jahr 2009 – „it’s the money, honey!“
Bela Anda war Regierungssprecher von ­Gerhard Schröder und ist Kommunikationsdirektor des unabhängigen Finanzdienstleisters AWD

Die Liste dergefährdeten Wörter
Oberwasser haben
• Im Vorteil sein, den anderen voraus sein; Oberwasser ist das Wasser, das oberhalb einer Mühle gestaut wird; es wird auf das Mühlrad gelenkt und treibt es an, ist dabei schneller als das untere, abfließende Wasser
Obolus entrichten
• Je nach Vermögen eine kleine Spende entrichten
Obwalten
• herrschen

Die Liste der unter­gegangenen Wörter
Oheim
• Onkel
Olims Zeiten
• Vor langer Zeit; das lateinische Wort „olim“ bedeutet „einst“
Ostzone
• Bis in die achtziger Jahre hinein ein polemischer Begriff in der Bundesrepublik für die DDR

(Foto: Picture Alliance)

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns über jeden Kommentar und wünschen uns eine konstruktive Debatte. Beleidigende, unsachliche oder obszöne Beiträge werden deshalb gelöscht. Auch anonyme Kommentare werden bei uns nicht veröffentlicht. Wir bitten deshalb um Angabe des vollen Namens. Darüber hinaus behalten wir uns eine Auswahl der Kommentare auf unserer Seite vor. Um die Freischaltung kümmert sich die kleine Onlineredaktion von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr. Am Wochenende werden Forumsbeiträge nur eingeschränkt veröffentlicht. Nach zwei Tagen wird die Debatte geschlossen. Wir danken für Ihr Verständnis.