- Die politische Linke lebt von ihrer eigenen Lebenslüge
Die politische Linke glaubt seit jeher, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Das zeugt nicht nur von einer beträchtlichen Selbstgefälligkeit. Das Verhältnis zwischen Gut und Böse ist auch viel verworrener, als es linke Präferenzen nahelegen.
Der Kapitalismus beutet nicht nur natürliche, sondern vor allem menschliche Ressourcen aus. Angehörige der gesellschaftlichen Unterschichten haben Anlass genug, für ein anderes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu kämpfen als das bestehende. Für eines, das eine faire Entlohnung gewährleistet, Begabung systematisch und frühzeitig fördert, individuelle Aufstiegsmöglichkeiten vergrößert oder sie zumindest bewahrt. Nichts dergleichen wird politisch umgesetzt. Stattdessen werden die ehrenwerten Prolls mit staatlichen Transferleistungen sediert, und das schon seit mindestens zwei Generationen. Hauptsache, die sozial Marginalisierten stören nicht das Gesamtbild einer sich als offen, tolerant und selbstreflektiert präsentierenden Gesellschaft.
-
Monatsabo (im 1. Monat) 2,00 €
Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden.
Der erste Monat kostet 2,00 €, danach 9,80 €/Monat.
Ohne Abo Lesen
Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
Auch wenn ich einigen Punkten dieser Schrift zustimmen möchte kann ich diese als Ganzes nur kritisieren, Sie schreiben hier eine wilde Ansammlung an Behauptungen nieder und fordern genau den Alleinanspruch ein den Sie den Linken vorwerfen. Oft liegt die Warheit zwischen Links und Rechts und genau diese Grauzone sollte von Journalisten öfter herrausgearbeitet werden aber so wie hier ist es einfach nur eine Bestätigung der eigenen Meinung ohne überhaupt einen Versuch zu unternehmen diese Meinung in irgendeiner Form zu untermauern. Dafür habe ich nicht den Cicero abonniert, wenn ich das wollte (und Links wäre) könnte ich die TAZ kostenlos lesen und das ist nun wirklich kein Niveau auf das sich herabgelassen werden sollt.
Analyse ist die Voraussetzung eines sinnvollen gesellschaftlichen Handelns, so man die Mittel dazu hat, also 'an der Macht' ist (regiert). Diese Analyse liefert der Autor insgesamt ausgewogen und sachorientiert - mMn. Er liefert - und will das wohl auch nicht... - keine 'globale Lösungsblaupause' dazu, dafür ist eher Herr Kubicki zuständig, also für Deutschland zumindest...
Ich kann praktisch nicht einen Satz erkennen, der nicht zutreffend wäre!
"es [ist] einfach nur eine Bestätigung der eigenen Meinung ohne überhaupt einen Versuch zu unternehmen diese Meinung in irgendeiner Form zu untermauern." Sorry, muß man:
- dysfunktionales Bildungssystem
- soz. Aufstieg abhängig von Elternhaus
- falsche linksgrüne Energie- und Wirtschaftspolitik
- Ruhigstellung der prekär Abhängigen
- linke Weltrettungsphantasieen
- sozialen Egalitarismus als Ziel
- Wohlstands-Aristokratismus durch Steuergestzgebung
- etc.
...extra 'untermauern', getichtsfest, Ihrer M. nach? Oder genügt da nicht der Kopf...?
sachlich richtige philosophische Aufbereitung. Was mich beschäftigt: Ob "Widersetzen", "Omas gegen Rechts" oder goldene Folien, immer geht es um Rechts oder Links. Mehr Realitätsferne ist nicht vorstellbar. Es geht nicht um Links oder Rechts, es geht um die Lösung der durch die gleichen Parteien angehäuften Probleme, die jetzt die Macht haben sollten, mit diesen Problemen aufzuräumen. Mit Ideologie ist das nicht zu machen. Ideologiegetränkte deutsche Politik hat schon mehrfach in die Katastrophe geführt. Vorher das Ruder herumzureißen war in Deutschland noch nie möglich. Die Katastrophe als Vorbedingung des Aufstiegs. Von der ist man in Westdeutschland deutlich weiter entfernt als im Osten. Und der Krug geht solange zu Wasser, bis er bricht.
...scheint so.
Wie schon gesagt stimme ich den meisten Punkten zu aber mit genau Ihrer Art der Argumentation biegen sich die Linken auch ihre Weltsicht zurecht: "Ich brauche keine Beispiele, Statistiken oder Studien, ich muss doch nur meinen Kopf anstrengen um zu wissen wie die Welt ist. Denn man selbst kann sich ja gar nicht irren und wenn so ein Rundumschlag gegen die Anderen in der Zeitung gedruckt wird, dann muss da ja gar nichts mehr belegt werden sonder es stimmt weil ich denke das es stimmt." Wie gesagt, TAZ-Niveau oder eigentlich noch schlimmer, Politikyoutuber der in seinem 15 Minutenvideo unreflektiert über das andere politische Lager "ranted".
zu..., oder doch eher nicht... ...??
Ist mir nicht ganz klar, nach dem Lesen Ihrer letzten Antwort... - die 'Art der linken Argumentation' stört sie also... ... ... 🤔, TAZ-like...
Aber vielleicht liegt's ja auch an mir...? (Ist kein Problem... ... 😉)
Ich glaube, jeder, der hier Artikel im Cicero schreibt, ob fester oder freier Journalist, kann und muss damit leben, dass sein Artikel nicht immer Zustimmung findet. Aber man muss doch nicht immer gleich die Keule „dafür habe ich den Cicero nicht abonniert“ rausholen. Es fällt mir auf (sorry!), dass es Leser sind, die nicht oft, oder auch gar nicht, hier im Forum kommentieren. Ruhig Blut, morgen sieht es schon wieder anders aus!
„Der Sozi ist nicht grundsätzlich dumm – er hat nur viel Pech beim Nachdenken“. Zitat "Alfred Tetzlaff" aus "ein Herz und eine Seele."
Weitere Kommentierung nicht notwendig der Autor hat präzise analysiert.
...
"Ekel Alfred" im heutigen Programm!? Man reiche mir 1ne Tonne Riechsalz!You Made my day!🤣 LG
"Doch nur die direkt Betroffenen können wirksam für sich selbst einstehen. Sobald dies promovierte Soziologen, ehemalige Chefärzte oder Antifaschisten aus Villenvororten tun, wird das hehre soziale Ansinnen sofort unglaubwürdig und kippt ins Zynische."
Trifft mMn auch auf 'den Prenzlauerberg' und 'vergleichbar gut situierte Viertel' zu - sinngemäß. Also auf die Wohlstandsgrünwoken dieser Erde... - Tesla fahrende Tech'is und andere etc..
Danke!
ist kein Ideal, sondern eine teuflische Utopie,
in deren Namen die größten Verbrechen auf Erden begangen wurden. Gleichheit ist dabei nie hergestellt worden, sondern nur eine gewaltsame Unterdrückung vorhandener Unterschiede (s. Maos China).
Die Menschen sind nur vor Gott gleich, und sie sollten es vor dem irdischen Gesetz sein.
Eine andere Gleichheit gibt es nicht und wird es niemals geben.
Die ideale Gesellschaft ist in meinen Augen eine solche, die gleiche C h a n c e n für alle bereithält, welche sich der Mühe einer anspruchsvollen, effektiven Schulbildung unterziehen u. ihre natürlichen Begabungen nutzen, um ein auskömmliches Leben in Freiheit führen zu können, und die sich in Solidarität derer annimmt, die tatsächlich behindert und krank sind. Zu dieser Gesellschaft muß ein Grundkonsens über Werte gehören, wie er z. B. lange im christlichen Abendland bestand, jetzt aber zunehmend verschwindet.
Jede "multikulturelle" Gesellschaft verschärft automatisch die Ungleichheit!
Ich kann die Kritik von Herr conrad nicht nachvollziehen. Ich schließe mich den anderen Mitkommentatoren an. Auch ich habe den Artikel als durchaus ausgewogen und sachlich korrekt empfunden.
@ Rainer Mrochen - Danke für ihre erinnernden Worte an Heinz Schuberth - Ekel Alfred -. Viele seiner damlas sicher drastisch ausgedrückten Sichtweisen sind heute aktueller denje.
Ab und zu schaue es mir mal wieder an. Mal die 100te Wiederholung oder bei YouTube.
Das größere Problem für eine gerechte, gleiche Gesellschaft scheint nicht Macht. Ja, Gesellschaften brauchen Machtstrukturen und Menschen nutzen diese aus - sicher ein Problem.
Tiefliegendere Probleme scheinen aber Freiheit und Offenheit. Menschen können sich für verschiedene Wege entscheiden ihr Leben zu organisieren, ihre Strukturen (etwa Kernfamilie, Großfamilie, Clan- oder Stammesstrukturen), Bildung oder Anpacken, Miteinander oder individuelles Weiterkommen, Energie aus Kernkraft, Kohle oder PV. Solange Menschen die Freiheit haben verschiedene Wege zu gehen, werden verschiedene Dinge bei herauskommen. Wie gleichen wir das aus?
Das andere Problem ist die Offenheit: Menschsein ist nicht so festgelegt, dass Gleichheit oder Gerechtigkeit nur klar definiert und gut wären. Wie geht man damit um?
Menschsein bleibt offen und vielfältig und "wahre" Gerechtigkeit scheint es nur zu geben, wenn eine Auffassung davon sich autoritär-normativ durchsetzen kann? Der Rest ist immer austarieren?
beim scheitern eines Staates der sich als „sozialistisch“ bezeichnete, wie z.B. die DDR,
da w a r das kein Sozialismus….. wie die rote Heidi verlautbarte.
Das heiß dann aber im logischen Schluss:
nur i c h weiß, wie ein sozialistischer Statt auszusehen hat und funktioniert ….und genau das ist die Ironie aller Linken vor allem auch bei denen, die gar nicht in d e m sozialistischen Staat geboren u n d sozialisiert wurden gegenüber denen, die ihre Erfahrungen mit diesem System machen durften.
Neben bei bemerkt, scheinen die Führer der Linkspartei in der Nachfolge der SED Erben sogar schon unbehelligt von Politik Verfassungsschutz und obersten Gericht offen ein anderes System eben genau das der Staats (Plan-)Wirtschaft Bespitzelung und eingeschränkten Freiheitsrechte unbehelligt zu fordern. Und nieman regt sich auf. Warum auch wenn (fast) der ganze Propagandaapperat grün links dominiert, & an jeder Regierung beteiligt sein muß egal wer was wählt.
Mit freundl. Grüßen a d Erfurter Rep
der 'richtige' Sozialismus kommt erst noch..., nachdem erdt noch 'der neue Mensch' erzogen wurde..., unter Führung der (einzigen) sozialistischen Partei... ...
Das dauert halt auch ein bisschen... ..., bei DEN politisch ungebildeten Massen (Menschen).
>> GEDULD!! /Ironie
hier aufzuführen. Das waren in erster Linie Sozialdemokraten zu einer Zeit, als Sozialdemokratie diesen Namen noch verdiente und sich auch um dieses Land sehr verdient gemacht hat.
Die heutigen Überreste dieser Partei, ich nenne sie nur noch Sozen, sind zusammen mit Linken und Grünen vereint in einem Topf, den ich „Linksgrünwoke“ nenne und deren einzige Rolle noch diejenige ist, das Land an die Wand zu fahren und fleißigen, klugen, leistungsbereiten Bürgen auf den Sack zu gehen. (Gruß an die KI...)
Es hat leider keinen Sinn mehr – so sehr ich jedes Wort dieses Artikels begrüße – auf ihnen herum zu dreschen. Sie werden sich nicht mehr ändern.
Es ist überfällig, noch mehr an die zu gehen, die mit ihnen koalieren und sie somit ihr Zerstörerwerk durchführen lassen. Und die sogar soweit gehen, selbst zu Linksgrünwoken zu mutieren aus zwei Gründen: Brandmauer und Machtgier.
Es ist an der Zeit, mit der Union noch viel deutlicher und härter ins Gericht zu gehen.
"Bürgern", nicht "Bürgen".
