- Europas Identitätsverfall
Samuel P. Huntingtons Buch „The Clash of Civilizations“ erschien 1996 – und wurde damals heftig kritisiert oder als kulturpessimistisches Schreckensszenario abgetan. Heute wirkt es wie eine prophetische Beschreibung unserer Gegenwart. Man muss es nur lesen wollen.
Ich las das Buch erstmals 1997, als ich noch Studentin war – und habe es kürzlich wieder zur Hand genommen. Nicht aus Nostalgie, sondern weil vieles von dem, was Huntington voraussagte, sich nun mit Wucht in unserem Alltag materialisiert: islamistischer Antisemitismus auf deutschen Straßen, schleichende Scharia-Normen in öffentlichen Einrichtungen, eine zunehmende kulturelle Verunsicherung in Universitäten und Institutionen. All das lässt sich nicht mehr schönreden. Und genau das hat Huntington beschrieben: Nicht der Nationalstaat oder die Ideologie werde im 21. Jahrhundert das zentrale Konfliktmuster bilden – sondern der Kulturkreis.
-
Monatsabo (im 1. Monat) 2,00 €
Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden.
Der erste Monat kostet 2,00 €, danach 9,80 €/Monat.
Ohne Abo Lesen
Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
ist bekannt, wurde aber seinerzeit - noch vor 9/11 ! - als Rassistisch, Religions- und Völkerfeindlich verschrien und aus der öffentlichen Diskussion hierzulande einstimmig (ÖRR und Mainstreammedien/Spiegel etc.) VERBANNT! Wer sich darauf bezog wurde umgehend ausgegrenzt und als Rassist o.ä. - 'Nazi' war seinerzeit noch nicht in Mode... - öffentlichen gebrandmarkt. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern..., weil es mich bereits damals verwundert hat, diese extrem abweisende Haltung gegenüber offensichtlich vorhandenen Tatsachen... ... Mit 9/11 kamen dann zumindest in den USA erste Stimmen auf, die sich doch wieder auf Huntingtons Buch bezogen..., in Europa - bei den 'Internationalis:innen'... - aber nach wie vor nicht >> es galt ein de facto 'DENKVERBOT!' in diese kulturkritische Richtung, welches bis heute gilt bzw. gelten soll - sagt z.B. "unsere Demokratie"...
Erinnert mich stark an Sarrazin's Giftbuch... ... - heute Realität 🤣, leider NICHT unbestritten... ... (KGE u.a.)
@Thomas Veit, zutreffend beschrieben: die USA sind 2001 aufgewacht. In Deutschland wurden noch 2015 die Grenzen für "nicht kontrollierbar" erklärt und es für selbstverständlich erachtet, dass die deutsche Staatsdoktrin (Schutz jüdischen Lebens) problemlos mit Islamismus vereinbar ist. Diesen Grundwiderspruch weist die Ex-Kanzlerin noch 2025 weit von sich.
Edogans Ziel und damit die Sharia gewinnt an Boden "“Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen ..." : Islamistischer Antisemitismus mit Judenhassparolen auf unseren Straßen; schleichende Scharia-Normen in unseren öffentlichen Einrichtungen (Gelsenkirchener: Schule für alle nur noch Halal-Essen); Gebetsräume für Moslems in Berliner Schulen (dafür wurden Kreuze verbannt); muslimische Straftaten werden (aus Angst?) werden übersehen oder verharmlost und .. und .. ! Die Liebe der Linken - aus alten Zeiten (PLO(RAF/MfS) - wurde erneuert und zerstört seit Jahren langsam aber sicher unsere Freiheitliche Demokratie: "Wir schaffen das"!
Wann werden deutsche Kirchen in Moscheen umgewandelt mit grün-linker staatlicher "Förderung"?
und man kann immer nur wieder frustriert feststellen, dass die einzige Partei, die seit über 10 Jahren vor diesem Irrsinn gewarnt hat, noch heute als „gesicher rechtsextrem“ stigmatisiert, gedemütigt und ausgegrenzt wird.
Aber ich befürchte noch schlimmeres.
Es ist nicht primär die unfassbare Dummheit und Naivität des „bunten“ Westens, sich dem politischen Islam und dessen Bestrebungen unterworfen zu haben, es war – zumindest seitens der linksgrünwoke versifften Politik – pure Absicht. Man möchte sich unterwerfen, weil man nichts mehr hasst als sich selbst und die westliche Kultur.
Daher kann ich nur wiederholen: es liegt am Wähler. Und es kann nur über die AfD gehen. Sie muss so stark werden, dass in der Union die Revolution ausbricht und all die beschämenden Lügner und sich d Linken anbiedernden Täuscher um Merz verschwinden, sich eine neue Generation bildet und mit den Blauen koaliert. Das genau ist de facto auch der Wählerwille.
Und dann: eine komplette geistig–kulturelle Wende.
Und heute?
Orwell, Huntington, Sarazzin und die vielen anderen, sie galten alle als "Spinner" oder "Verschwörer", wenn sie sich mit dem Zerfall der Gesellschaft und mit dem Niedergang unserer Kultur und der Übergriffigkeit von Politiker und Staat beschäftigten. Und in allen Fällen haben ihre "Voraussagen" selbst ihre eigenen düsteren Prognosen noch weit übertroffen. Nein, ich habe Huntington nicht gelesen. Das brauche ich für mich auch nicht mehr, weil ich in der Jetztzeit erlebe, was dieser Staat gerade mit uns macht. Und ich bin sicher, auch Huntington bleibt in seiner Einschätzung noch hinter dem, wie es tatsächlich gerade stattfindet. Ich habe Orwell und Sarazzin gelesen und die waren bereits düster und haben manches noch gar nicht gesehen, was bislang eingetreten ist. Auch die konnten/wollten nicht so schlimm denken und schreiben, wie es jetzt gekommen ist und wir sind noch nicht am Ende.
bevor es zu spät ist!"
Dieser eindringliche Appell von Nasrin Amirsedghi hätte vor 30 Jahren an alle Deutschen, besonders die in verantwortungsvollen Positionen. gerichtet und von ihnen verstanden werden müssen.
Heute kommt er zu spät und wird zudem noch immer nicht ernst genommen.
Huntingtons Buch erschien zur gleichen Zeit, als
Fukuyama "Das Ende der Geschichte" ankündigte und den Triumph der Demokratie als Höhe- und Endpunkt der menschlichen Ideengeschichte voraussah.
Und - wie fast immer (Man denke nur an Kassandra) - glaubten die meisten Menschen ihm, dem Propheten einer positiven Zukunft, lieber als dem Warner Huntington.
Wer von beiden die Realität besser im Auge hatte, sieht man heute ganz klar - so man denn überhaupt dazu in der Lage ist.
Meines Erachtens sind Frankreich und Deutschland kulturell schon verloren, sollte
nicht ein Wunder geschehen, das darin bestünde, e n d l i c h den Kampf gegen die Islamisierung selbstbewußt, aktiv und mit aller Härte aufzunehmen.
Die "andere Seite" geehrte Frau Wallau hat ja bereits angekündigt (Jette Nietzard) wie die Zukunft, unter bestimmten Umständen, zu gestalten ist.
Ich bin absolut bei ihnen: Den Kampf "mit aller Härte aufnehmen."
Das gilt nicht nur im Fall Islamisierung des, europäischen, "Wertewestens" sondern um die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, so wie sie unter der Ägide einer neoliberal, globalisierten Clique derzeit umgesetzt wird.
Das gilt insbesondere auch für die WHO und Dtl. Beitrag, denn die Bundesregierung erlaubt der WHO Einschränkung unserer Grundrechte.
Recht auf körperliche Unversehrtheit? Freiheit der Person? Brief und Postgeheimnis? Freizügigkeit? Alles perdu, wenn es nach der Bundesregierung geht! Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde bereits beschlossen und soll still und leise durch den Bundestag geschmuggelt werden. Wirklich freie Menschen müssen für ihre Freiheit kämpfen, denn die andere Seite hat bereits die individuelle Freiheit obsolet gestellt.
Befundes blieb mir bei der Willkommenskultur und evtl. auch "Einladung" durch Frau Merkel, schlicht der Mund offen stehen.
Die Geringfügigkeiten sind m.E. aber wichtig.
In China wird der politische Islam nicht so Fuß fassen können und auch nicht in den USA.
Europa ist hingegen fast der engste Nachbar, geologisch und historisch.
Die weltweit angewachsenen Bevölkerungszahlen, m.E. auch durch gute Überlebensstrategien, führen aber nicht nur zu einer verstärkten kulturellen Auseinandersetzung, sondern evtl. auch zu eigenorientierter "Landnahme" und ökonomischem Wettbewerb?
Europa ist m.E. der offenste Kontinent, den ich kenne und daher durch diffuse politische Zielsetzungen besonders verwundbar?
Kurz, ich habe zwar einige muslimische Verwandte, aber man lädt doch nicht naiv den Islam und dann noch heute zu uns ein?
Gerne Gesetze dagegen?
Intelligente Politik wäre mir lieber gewesen.
Meine These lautet, dass die USA noch keine richtige Gesellschaft sind.
Wir werden es vlt. nicht mehr sein?
ein komplexer Befund zur Sitution Europas ist mir deshalb sehr wichtig.
Eine Hürde für Hinzukommende wird vlt. selten genannt, eben diese Offenheit Europas.
Diesen Kontinent würde ich als the most advanced conglomeration bezeichen, zusammengewürfelt und deshalb kulturell höchst entwickelt.
Manche Gruppen missverstehen das lediglich als Einladung, für ihre Rechte zu demonstrieren, statt die Anforderungen unserer verfassten Gesellschaft an sie auch in den Blick zu nehmen.
Es wird bunt werden, vielleicht wenn wir uns sehr anstrengen, sonst einfach nur chaotisch?
Wo aber auf der Welt soll ich sonst leben können?
Es lohnt sich also für sehr viele Menschen, unsere Situation zu bedenken und zusammenzuhalten in dem, das Europa positiv ausmacht.
Da werden auch viele in den letzten Jahrzehnten Neuankömmlinge an unserer Seite stehen, denke ich mal.
Aber auch schlichte Globalisierung bringt solche Phänomene mit sich?
Ich rede also nicht per se von einem "faschistischen" Islam.
RESPEKT
Ja, inzwischen sicher - aber das ist sehr neu. Es laufen immer viele Strömungen parallel, aber bis vor kurzem hätte ich als Hauptpunkt nicht die Verunsicherung und Aufgabe eigener Sichtweisen gesehen, sondern die weltfremde Überzeugtheit von der eigenen Weltsicht.
Direkte Angriffe gab es bisher fast nur in den eigenen Communities. In der "Mehrheitsgesellschaft" haben auch die islamischen (und andere) Strömungen offiziell soweit es geht für Frauenrechte, Klima , Menschenrechte, Demokratie, queer, gegen Rassismus, Kolonialismus etc. gekämpft, weil das so stark war, dass niemand dagegen kritisch vorgehen konnte.
Hier sehe ich nicht nur die Aufgabe eigener Prinzipien im Westen, sondern die weltfremde Überzeugtheit von der Absolutheit, Universalität und Widerspruchsfreiheit des eigenen aktuellen Welt/Menschenbildes. Wenn man für alle Menschen spricht, darf mit Recht auch jeder mitmischen.
Man müsste auch mal ein "Wir und Die" und unlösbare Fragen akzeptieren.
Die in diesem klugen Artikel beschriebenen Phänomene kann nur jemand leugnen, der einfach nicht sehen will, was nicht sein darf. Weil es nicht in die eigene Multi-Kulti-Ideologie passt. Die Realität schert sich darum aber nicht. Und Nasrin Amirsedghi bringt es auf den Punkt: Bei der schleichenden Islamisierung unserer Kultur handelt es sich nicht um ein Naturgesetz! Es mangelt vor allem an einem klaren und selbstbewussten Bekenntnis zu unserer Kultur, unseren Werten und Erwartungen! Der woke Geist hat bei vielen für noch mehr Unsicherheit gesorgt. Dabei ist es weder rassistisch noch islamophob, kritische Punkte im Islam anzusprechen, die mit unseren Werten nicht vereinbar sind. Das Label
”islamophob” dient im Grunde der Unterdrückung jeglicher Kritik am Islam. Schlimm genug, dass viele Linke hier den Islamisten den Rücken stärken und der Zerstörung Europas damit Vorschub leisten! Sie sind nichts anderes als nützliche Idioten einer expansiven, aggressiven Kultur und Ideologie.
Eine sehr interessante Analyse Frau Amirsedghi. Es ist ja durchaus verständlich, dass das Thema ignoriert wird, wenn Leute wie Sellner oder Kubitschek es sich vornehmen. Nur geht es mit nicht in den Kopf, wieso Sie oder Frau Seyran Ateş oder Herr Ahmad Mansour, die wissen wovon sie sprechen, sich täglich den Mund fusselig reden können, ohne dass sich etwas ändert.
wie Sie es beschreiben, Frau Amirsedghi, ist es auch.
Diese Mischung aus (vermeintlicher) Toleranz, Gutmenschentum, Bequemlichkeit und Angst davor, des Rassismus bezichtigt zu werden, muss endlich aufhören.
Und das wird nur gelingen, wenn die Brandmauer fällt.
der Inkompatibilität des Islam mit unserer Zivilisation? Ich denke daher, daß der Islam nach einer sehr kurzen -und maßgeblich aus Eroberungen (Byzanz, Persien) gespeisten -Hochblüte praktisch seit dem 11. Jahrhundert immer steriler wurde und sich vor dem Hintergrund des europäischen Aufstiegs immer mehr wie eine Loser-Kultur ausnahm. Das schmerzt natürlich und erklärt zur Genüge den Hass auf Christen und Juden- beides allerdings schon wie ein roter Faden im Koran angelegt. Unser Appeasement gegenüber dieser durch und durch aggressiven aber zu keiner kreativen Leistung mehr fähigen Kultur erklärt sich vielleicht am besten durch das Alter unserer Kultur. Wir sind einfach des Kämpfens müde udn wie ein Fahrrad, das nicht mehr mit anhaltend festen Tritten in Bewegung gehalten wird, fallen wir jetzt einfach um und werden zum Opfer nicht einmal einer überlegenen sondern einer zivilisatorisch rückständigen und eben deshalb umso "schlagkräftigeren" Kultur.
Es sind die Entwicklungen und Erkenntnisse und Errungenschaften, die wir dem Humanismus und dessen Fortsetzung in der Aufklärung verdanken, die unsere Kultur ausmachen.
Dass die woken Postmodernen ziemlich klar gemacht haben, dass sie von Humanismus nichts halten, machte sehr deutlich, was die Woken wollen.
Ebenfalls hinderlich sind jene, die glauben, der Unterschied zwischen uns und der islamischen Welt sei das Christentum: Auch sie haben nichts verstanden. Das Christentum in Ehren, aber die Errungenschaften von Humanismus und Aufklärung mussten in der Regel doch gegen den Widerstand der Kirchen durchgekämpft werden.
Ebenfalls nicht hilfreich sind Leute, die den Westen zynisch als Kolonialisten oder als verlogene NATO deuten wollen.
Viele Westler wissen nicht mehr, was der Westen eigentlich ist. Und was seine Errungenschaften sind. Dieses Wissen muss zurück in die Köpfe. Wir müssen dahin zurück. Zurück in die Zukunft.
Vielen Dank, Frau Amirsedghi. Insbesondere für den Satz "Denn der Konflikt ist nicht primär religiös, sondern zivilisatorisch. Es geht nicht um den Islam als Glaubensrichtung, sondern um den politischen Islamismus als Gegenentwurf zur liberalen Moderne." Dies ist ein Schlüsselsatz für mich. Vielleicht kann ich in Gesprächen damit andere Menschen erreichen. Vielleicht durchdringt diese Unterscheidung den Panzer aus Abwehr, Angst und falsch verstandener Toleranz. Allerdings liegt das Problem wohl tiefer, wie Sie ja auch treffend bemerken: " Der Westen kann nur bestehen, wenn er sich seiner eigenen Identität wieder sicher wird – kulturell, politisch, moralisch. Das bedeutet keine Abschottung, sondern Selbstachtung. Toleranz ist nur dann eine Tugend, wenn sie weiß, wann sie enden muss." Ich bin Christin, trotzdem sage auch ich nicht "Gott, bewahre uns", denn es ist UNSERE Aufgabe, für unsere Werte einzustehen und unseren Kindern eine Zukunft in Freiheit zu sichern.
