Klöckner
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner beim Sommerfest der CDU in Koblenz / picture alliance/dpa | Sascha Ditscher

Linksgrün gegen die Bundestagspräsidentin - Nur weiter so, Frau Klöckner!

Julia Klöckner widersetzt sich der 24/7-Regenbogendoktrin und stellt zudem fest, dass Julian Reichelts „Nius“ genauso zum Medienpluralismus gehört wie die „taz“. Dass Linksgrün deshalb durchdreht, zeigt nur, dass die Bundestagspräsidentin gerade sehr viel sehr richtig macht.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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Das linksgrüne Milieu liebt Begriffe, die es anderen um die Ohren hauen und hinter denen es sich verschanzen kann. „Rechtspopulismus“ ist mittlerweile der Klassiker, mit dem alle etikettiert werden, die nicht wie Links-der-Mitte denken und das im Gegensatz zum klassischen Konservativen auch noch etwas lauter tun, als streitlustiger Liberaler zum Beispiel. Auch schön: „Hass und Hetze“ – das Dick und Doof des woken Aber-meine-Gefühle-Infantilismus. Und nicht zu vergessen die „Unsere Demokratie“, die immer dann gefährdet ist, wenn Linke ihren Willen nicht bekommen. Wie zuletzt bei der Personalie Brosius-Gersdorf. 

Dass derlei Wortschleuderei in linksgrünen Kreisen überaus beliebt ist, heißt natürlich nicht, dass es Rechtspopulismus oder so etwas wie Hass oder Hetze nicht geben würde. Nur sollte man das eine, den Rechtspopulismus-Vorwurf, nicht allzu inflationär verwenden, weil das nämlich kein gutes Licht auf das eigene intellektuelle Niveau wirft. Und was das Clownspaar „Hass und Hetze“ betrifft, sollten die Begriffe doch wenigstens getrennt voneinander behandelt werden, um auch außerhalb des eigenen Milieus noch halbwegs ernstgenommen zu werden. 

In der Virtue-Signaling-Hölle

Womit wir beim „Rechtspopulismus“-Vorwurf gegen Julia Klöckner angekommen wären – und der Wut, der sie derzeit ausgesetzt ist. Eine Wut, die von Leuten kommt, die behaupten, „unsere Demokratie“ zu verteidigen, gerne von Vielfalt schwadronieren und von Gleichberechtigung, aber von jeder Gegenrede getriggert werden. Und nach den eigenen Maßstäben selbst „Hass und Hetze“ verbreiten. Da hat Cicero-Autor Mathias Brodkorb schon recht, wenn er feststellt, dass zum Beispiel Andreas Audretsch von den Grünen in einer aktuellen Bewegtbild-Hasstirade gegen Klöckner „hetzend Hetze beklagt“, wenn Audretsch der CDU-Politikerin vorwirft, „komplett den Kompass verloren“ zu haben – und implizit ihren Rücktritt fordert. Auch wegen irgendwas mit Menschenrechten. Drunter macht man es bei den Grünen nämlich nicht. 

Wer sich im Internet weiter umsieht, nicht nur auf X, sondern auch auf der Virtue-Signaling-Hölle namens LinkedIn – wo jeder Möchtegern-Speaker glaubt, der zweite Steve Jobs zu sein, und Buzzwords häufiger in die Timeline gespült werden als sonnenverbrannte Mitfünfziger in die Bordelle von Bangkok –, kommt zudem gar nicht umhin, festzustellen, dass Misogynie auch in linken Kreisen weitverbreitet ist. Über Klöckner wird gelästert, was das Zeug hält. Über ihre Vergangenheit als Weinkönigin, darüber, wie dumm sie doch sei und dass sie keine „Medienkompetenz“ habe. In bester Mansplaining-Manier, also dermaßen breitbeinig und semi-asozial, dass der Watschnbaam im realen Leben aber ganz schnell kippen würde, wäre ich Jörg Pilawa und einer dieser Typen würde mir auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt begegnen. Ich sag ja bloß. 

Nicht auf der Nase herumtanzen lassen

Dabei macht Julia Klöckner als Bundestagspräsidentin eigentlich alles richtig. Sie setzte mit ihrer Entscheidung, am Christopher Street Day keine Regenbogenflagge zu hissen, das Neutralitätsgebot des Staates gegen eine aggressive 24/7-Regenbogendoktrin durch, womit sie nicht nur der Glaubwürdigkeit des Parlaments in der Gesamtbevölkerung einen guten Dienst erwiesen hat, sondern auch der Demokratie, die das Grundgesetz meint“, wie es FDP-Politikerin Linda Teuteberg im Cicero-Interview so schön formuliert. Außerdem weist sie richtigerweise linken Abgeordneten die Tür, die wahrscheinlich für irgendwelche Social-Media-Bilder absichtlich gegen die Kleiderordnung im Bundestag verstoßen; lässt sich von denen also nicht auf der Nase herumtanzen. 

Und erst kürzlich, beim Sommerfest der CDU in Koblenz, stellte Klöckner dann noch eine sehr banale, aber deshalb nicht weniger richtige und wichtige Sache fest. Dass in einem Land, das eine pluralistische Medienlandschaft möchte, Julian Reichelts Nius die gleiche Existenzberechtigung hat wie die taz. Dass Klöckner in dem Zusammenhang auch sagte, dass sich beide Medienangebote in der „Methodik“ ähneln würden, triggerte das Juste Milieu dann allerdings so hart, dass man dort sofort außer sich war. Hatte Klöckner etwa die hassende und hetzende Hass- und Hetzeplattform Nius mit der superseriösen Superqualitätszeitung taz verglichen? 

Koblenz Klöckner
Merkste selber: Gegenprotest beim Sommerfest der CDU in Koblenz / picture alliance/dpa | Sascha Ditscher

Seitdem herrscht Aufruhr in Linksgrün-Meltdown-Land. Vom Deutschen Journalisten-Verband, der nur so heißt und eigentlich eine Antifa-Butze mit Irgendwas-mit-Medien ist, bis hin zum Spiegel. Und weil Markus Lanz (noch) nicht die Cojones hat, einfach Julian Reichelt einzuladen, um über das Medienangebot von Julian Reichelt zu sprechen, durfte dieser Tage die stellvertretende Spiegel-Chefredakteurin im ZDF ordentlich vom Leder ziehen gegen Nius. Wofür Melanie Amann konsequent Bullshit-Bingo spielte. Nius sei, so Amann, gar „kein Journalismus“, sondern „Hetzkampagne, Stimmungsmache, Spaltung“, die taz dagegen „Qualitätsjournalismus“. Wenn das mal keine intellektuelle Meisterleistung für die Ewigkeit und darüber hinaus war. 

Pardon my French

Wissen Sie, ich habe nichts gegen die taz. Die ist mir, weil immerhin aufrichtig mit Schlagseite, deutlich lieber als der Spiegel der Jetztzeit, wo man die Zerstörung des liberalen Erbes von Rudolf Augstein zur Chefsache gemacht hat. Und sowieso tausendmal lieber als Teile (!) eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die so tun, als würde in den „Tagesthemen“ mit Jessy Wellmer oder im „Heute Journal“ mit Dunja Hayali total objektiver Journalismus gemacht. Pardon my French: Aber verarschen kann ich mich echt selber. Weshalb diese ganze Aufregung um Klöckners Nius/taz-Vergleich auch maximal albern ist. 

Denn würden all die Journalisten, die Nius so schrecklich finden, jene hohen Ansprüche, die sie an andere stellen, selbst beherzigen, dann wäre die Bundesrepublik ein besserer, weil ein deutlich besser informierter Ort. Konkretes Beispiel: Hätte die Frankfurter Allgemeine Zeitung in den vergangenen Jahren nicht immer wieder offensiv mit Woko Haram geflirtet, müssten Friederike, Mona, Heike und Timo in ihrem jüngsten FAZ-Beitrag über Klöckner auch keine Sätze schreiben wie diesen: Nius, anders als der Name vermuten lässt, hält sich häufig nicht an journalistische Grundsätze. Gegenstand der Berichterstattung ist der angebliche Niedergang Deutschlands.“

Erstens: Was heißt hier angeblich“?! Wann war die FAZ-Redaktion das letzte Mal im eigenen Bahnhofsviertel? Und zweitens: Wäre die FAZ noch eine konservative Zeitung, bräuchte es Angebote wie Nius überhaupt nicht. Und womöglich nähern wir uns damit sogar des Pudels Kern der ganzen Aufregung um Nius, quasi dem geistigen Fundament dieser Hysterie. These: Die Wut auf Reichelts Nius und auf alle anderen alternativen Medien, die sich in den vergangenen Jahren etabliert haben, kommt daher, dass ihr Erfolg vielen Redaktionen im Land Tag für Tag das eigene Versagen und damit den Misserfolg als vierte Gewalt im Staate vor Augen führt. In der Migrationsdebatte, bei der Energiewende, während der Corona-Jahre.

Indem Klöckner Nius nun auch noch zum journalistischen Angebot erklärt, tut die Sache dann gleich doppelt weh. Denn das würde ja heißen, dass Nius eben nicht nur irgendein Angebot unter ferner liefen wäre. Keine Plattform aus der publizistischen Halbwelt dieses Landes. Doch nicht so eine Art Meinungsmafia statt echter“ Journalismus, sondern beinharte Konkurrenz. Mit der Konsequenz wohlgemerkt, dass diejenigen, die mittlerweile nicht mehr die Alt-Medien“, sondern Nius konsumieren, gar nicht abgedriftet wären, sondern nur ab- und anschließend weitergewandert sind zu einem journalistischen Angebot, das aus ihrer Sicht das bessere ist. Gott bewahre!

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Karl-Heinz Weiß | Do., 28. August 2025 - 13:14

Die Wutrede des promovierten Welterklärers gegen Frau Klöckner fasst in wenigen Sätzen zusammen, was in der bundesdeutschen Medienlandschaft seit Jahren schiefläuft: nur die maximal 14,8%-Partei hat die Deutungshoheit und abweichende Standpunkt können (in wenig kinderbuchgerechter Sprache) bedenkenlos abgewatscht werden.
Jetzt wird mir auch klar, woher die Dänemark-Begeisterung des Robert Habeck für dieses (konsequent-migrationskritische) Land herrührt - der Mann lebt in einem Paralleluniversum.

auf Frau Klöckner losgegangen ist, hat sie sich meine Sympathien verdient. Was hat sie ihm bloß angetan, ihn derart die Contenance verlieren zu lassen? Er wird doch am Ende nicht einfach all die Jahre nur ein kleines narzisstisches Würstchen gewesen sein? Wenn sie jetzt noch Strafanzeige wegen der Eventual- Beschimpfung als "dämlich"erstatten würde, bekämen wir u.U. noch die Chance, den juristischen Unterschied zwischen männlicher Schwachköpfigkeit und weiblicher Dämlichkeit erklärt zu bekommen. Da Klöckner das aber vermutlich zu doof ist, wird uns diese Sternstunde Deutscher Jurisprudenz wohl versagt bleiben.

Stefan | Do., 28. August 2025 - 13:25

Das Geschrei der linken und grünen Fraktion ist nicht zu überhören und wer schreit ist ja bekanntlich im Unrecht.
Der Bundestag ist eben tatsächlich kein Zirkuszelt wie Friedrich Merz ziemlich treffend festgestellt hat.
Der Abgang von Robert Habeck zeigte da wohl auch deutlich den Charakter von solchen Leuten.
Schlechte Verlierer eben, die endlich mal zurecht in ihre Schranken gewiesen werden.
Julia Klöckner weiter so.

Ingofrank | Do., 28. August 2025 - 17:08

Antwort auf von Stefan

Je größer das Geschrei aus der links grünen Ecke zu hören ist muss der oder die was Richtig gemacht haben.
Allerdings vernehme ich das Geschrei aus der besagten Ecke wenig bis gar nicht. Und das wiederum heißt ….. das Parteienkartell der nationalen Front ist sich wieder „innig“ einig 🤓
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Robert Hans Stein | Do., 28. August 2025 - 13:26

Und das zu beobachten tut mir so richtig gut.
Interessant, wer da so alles zum Feindbild wird. Und entlarvend für die linksgrünen Blasen hierzulande, wie übrigens auch Habeks Ausfälle. Klar tut es weh, anschauen zu müssen, wie die kulturelle Hegemonie und damit die Deutungshoheit in sozialen Fragen step by step verloren geht. Man sollte halt nicht weniger auf die lautstarken linksextremen Schreihälse achten und besser die schweigende Mehrheit im Blick behalten, will man DAUERHAFT politischen Erfolg verbuchen. Na ja, was soll's, ein halbes Jahrhundert war ja auch schon ganz schön lange - für meinen Geschmack viel zu lange. Um mal eine ehemalige SPD-Generalsekretärin zu zitieren: Jetzt gibt's auf die Fresse. HOFFENTLICH GRÜNDLICH.

Achim Koester | Do., 28. August 2025 - 13:27

die „unsere“ Demokratie gefährden, weil er sich nicht unisono linken Narrativen anschließt.
Eine billige und schäbige Kampagne gegen konservative Meinungen.
NIUS wagt es, Dinge anzusprechen, die von linken Medien verschwiegen und/oder verfälscht werden, wie z.B. den Zusammenhang zwischen Migration und Kriminalität.

Ernst-Günther Konrad | Do., 28. August 2025 - 13:37

Ja, wie sie sich da positioniert und sich nicht ins Boxhorn jagen läßt kann durchaus imponieren. Und wie sie mit Habecks Dummgeschwätz umgeht auch. Aber was mir nach wie vor in Erinnerung bleibt, dass sie bei ihren Sitzungen Leitungen im BT deutlich parteiisch reagiert gegenüber der AFD. Ja, das auch Zwischenrufer der AFD zur Ordnung gerufen werden ist ihr Job. Aber nur die AFD permanent kleinlich zu ermahnen und allen anderen Freiraum zulassen, ist genau das, was sie im Fall NIUS vorbildlich auch anders zeigt. Neutralität und Meinungsfreiheit lobenswert praktiziert und bei der AFD im BT genau das Gegenteil. Naja, und das sie natürlich NIUS beisteht liegt auch daran, dass ihre Partei eine Nähe zu dem Medium hat. Und was von Klöckners Beistand zu halten ist müsste dennoch weiter unter Beweis gestellt werden. Was hält sie vom Kontrafunk und anderen alternativen Medien? Wird sie ihren Umgang mit der AFD neutralisieren oder wird sie sich weiterhin zum Instrument der Linken machen lassen?

Heidemarie Heim | Do., 28. August 2025 - 13:38

Habe jetzt noch tränende Augen vom Lachen. Mein lieber Herr Gesangsverein, wenn die linksgrüne Mischpoke Ihren Beitrag lieber Herr Krischke liest oder gar teilt mit ihrer woken Anti-Klöckner-Fraktion aus Medien und Rundfunk müssen wir die Produktion von Riechsalz aber ganz gehörig steigern😂. Und was die Cojones von Herrn Lanz und anderen Herren betrifft, so ist es bei all den unvermeidbaren Auftritten in nahezu "wirklich jeder ÖR- Talk-Show von Rang" auch gerade einer Frau Amann zu verdanken, dass besagte männliche Geschlechtsmerkmale eher schrumpfen als zu unkontrolliertem bzw. kritischem Größenwachstum angeregt werden würden🤣. You made my day! MfG

deshalb wird sie von ihren Spezis regelmäßig im ÖRR als "Expertin" eingeladen, weit häufiger als die etwas schweigsamere Ulrike Herrmann. Diese "Expertin" predigt seit langem, die ganze Welt könneüberall mit dem englischen Kriegssozialismus (aus dem Wk II) das Klima im heutigen Zustand festhalten.

Amman und Herrman: Wie bringen es manche Journalisten nur fertig, ihr Leben lang von einem einzigen Narrativ zu leben, an einem einzigen Knochen zu nagen?

Wahrscheinlicher Grund: Dazu braucht man kein Nachdenken, wenig Intelligenz und keinen Kontakt zur Realität.

Daher wird dieser wohlige geistige Zustand von einigen Menschen mit Zähnen und Klauen verteidigt.

Sie teilen uns mit: Kritisiert uns (oder unsere Geldgeber) ja nicht! Sonst hetzen wir unsere wohltrainierten Hass- & Hetze-Hunde im ÖRR (und/oder in unserer Zeitung) sofort auf Euch!

Nix für ungut!

Da kenne ich noch ein paar weitere Kandidaten, die in jedem Studio ihr Bettzeug deponiert haben wie weiland ein Professor L. während Corona, der wie besagte Frau A. auch immer den kürzesten Weg zwischen querdenkenden Leugnern zum sogenannten Hauptschuldigen, der AfD fand. Und in der Tat wäre die Dauergästin und Expertin ja ziemlich beschränkt, würde sie den einträglichen Ast absägen auf dem ihre Expertise beruht. Hoffe, das war jetzt nicht "bademantelpflichtig"!? Ebenfalls nix für ungut werter Herr Bühler;). Grüße an Sie und alle an und in diesem Forum Werktätigen aus RLP!

Brigitte Miller | Do., 28. August 2025 - 13:47

Herr Krischke mit Ihren tollen, deutlichen Texten.
Zum Rechtspopulismus von Sebastian Kurz bei Schuler. ( nius 😉 ) gehört: er habe in seiner Amtszeit genau so viel Linkspopulismus erlebt wie Rechtspopulismus.
Nehme an, das in nicht nur in Österreich so.

Dr. Armin Schmid | Do., 28. August 2025 - 14:06

Vergleichen, das geht ja gar nicht! Gemäß allgemeinem Konsens innerhalb Unserer Demokratie ™ darf man nur absolut Gleiches mit Gleichem vergleichen, also z.B. die TAZ mit der TAZ. Ich selbst, da nicht komplett auf dem Boden Unserer Demokratie ™ befindlich, liebe hingegen z.B. Hitlervergleiche. Ich kann natürlich ALLES mit Hitler vergleichen, etwa einen Griesbrei, aber ohne Alle oder Alles mit dem Führer gleichzusetzen. Beide können anbrennen (trotz gegenteiliger Behauptung im Film "Schtonk!"), aber der Griesbrei kann sich nicht selber erschießen. Auch bei einer weniger exotischen Auswahl der Vergleichsgegenstände, etwa Hitler und Trump, gilt es auf etwaige kleine Unterschiede hinzuweisen. Zum Beispiel hat der Führer im Vergleich zu Trump erst relativ spät geheiratet.

Wolfgang Z. Keller | Do., 28. August 2025 - 18:06

Antwort auf von Dr. Armin Schmid

... zu Ihrem Lieblingsthema fiele mir jetzt auch was ein, wenn man/frau Hitler mit Söder vergliche: während der eine (schon wegen der letzten fünf Buchstaben! :-) Vegetarier war, ist der andere lt. Expertise von R. Habeck bekennender Wurstfresser. Allerdings hatten und haben beide Subjekte die Nase relativ mittig im Gesicht!

G. Fischer | Do., 28. August 2025 - 14:53

Intelligenz beinhaltet auch soziale Intelligenz. Diese offenbart oft den eigentlichen Menschen. Der Umgang miteinander auf Augenhöhe, konsequent, mit Klarheit und Achtung voreinander unterscheidet den Mob vom Humanisten. Dazu braucht es in der heutigen Zeit Mut und Gelassenheit, um nicht über jedes Stöckchen zu springen, was einem hingehalten wird. Das beweist zur Zeit Frau Klöckner, ich hoffe, sie hält das konsequent durch.

Rainer Mrochen | Do., 28. August 2025 - 14:53

Genau das sind links-grün und ihre medialen Claqueure. Denen dämmert allmählich das ihre Zeit abgelaufen ist. Wenn doch nur die CDU' ler insgesamt mehr Mut hätten entschiedener aufzutreten und diesen Figuren vom anderen Ufer das sowieso Unvermeidliche als ordentliche Drohkulisse unter deren Nasen riebe. Na ja, der Anfang ist schon mal gemacht. Aus der Drohkulisse muss, beizeiten, nur Realität werden.

Dirk Weller | Do., 28. August 2025 - 15:25

absolut brillant, genau auf den Punkt gebracht.

Einige Aussagen des Autors waren besonders amüsant und zutreffend :

- "Auch wegen irgendwas mit Menschenrechten.
Darunter macht man es bei den Grünen nämlich nicht."

- "Antifa-Butze mit Irgendwas-mit-Medien"

- "Aber verarschen kann ich mich echt selber."

Für solch klasse Artikel mit Inhalt und Humor bezahle ich mein CICERO-Abo gleich doppelt so gerne.

Markus Michaelis | Do., 28. August 2025 - 15:45

Stimmt, die Bundestagspräsidentin sollte wie andere hohe Repräsentanten möglichst neutral sein, aber in einer immer polarisierteren Gesellschaft ist das irgendwann schlicht nicht mehr möglich.

Die Regenbogenflagge habe ich auch zunehmend eher als spaltend empfunden, aber die Meinungen gehen da soweit auseinander, dass kein Präsident alle Gruppen unter einen Hut bekommen wird.

Das gilt auch allgemeiner, weswegen FR keine stabile Regierung mehr hinbekommt, in vielen Ländern der jeweils letzte Staatschef der unbeliebteste aller Zeiten ist und den schon unbeliebtesten Vorgänger noch übertrifft und wir einen Bundeskanzler haben, dem noch 30% zustimmen aber von >60% abgelehnt wird, und damit noch den besten Kompromiss darstellt, der im Moment denkbar ist.

Die Probleme hat die Gesellschaft, die nicht mehr miteinander kann, nicht die Bundestagspräsidentin.

Das ist auch nicht nötig ! Das Wesen der Demokratie ist doch das eine Mehrheit tonangebend ist. Was soll denn aus einer Demokratie werden wenn Bürger im Promille- Bereich über mehr als 99,9% der Bürger bestimmen
wollen ?
Mir passt die deutsch Politik seit 2015 nicht mehr! Aber ich muss akzeptieren, das die Mehrheit der Wähler seit diesem für mich Kipppunkt 2015, weiter bis ins Jahr 2025 ein „weiter so“ wählten.
Auch das passt mir immer noch nicht ! !
Da aber scheinbar die, die meine Meinung teilen, und auch die Probleme des Landes erkennen und ansprechen immer mehr & mehr werden und viele Bürger den eingeschlagenen linken Grünen Umverteilungsweg nicht mehr wollen, und stattdessen einen Politikwechsel wollen, stimmt mich deshalb schon optimistisch.
Warten wir einfach die nächsten LT Wahlen in Ost und West 2026 ab und deren Auswirkungen auf die Bundesregierung ab. Dann sehen wir weiter .,,,,

Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Maria Fischer | Do., 28. August 2025 - 16:10

Man braucht manchmal gar nicht so tief zu bohren.
Bei vielen sind es ganz niedere Instinkte, die sich ungefiltert an die Oberfläche spulen, wenn sie Frau Klöckner sehen.
Frau Klöckner ist eine schöne, kluge charismatische Frau. Das reicht.
Siehe "Gegenprotest".
Unvergessen für mich als Kurt Beck, mit Asi-Spoiler Haare, Frau Klöckner persönlich verbal attackierte und bemerkte, dass man in P... und nicht in Paris wäre. Niveauloser geht kaum.
Doch es geht!
Habeck hat im taz Interview den Vogel abgeschossen.

Maria Fischer | Do., 28. August 2025 - 16:22

Vielleicht hat Kurt Beck doch recht.
Die Frau gehört nach Paris, zu schade für die dumme Meute in Deutschland.
Sollen sie weiter den Merkels, Baerbocks und KGE huldigen, die in Ihnen keine Neidgefühle wecken.

Ih | Do., 28. August 2025 - 16:29

Super gut geschriebener Kommentar. Ich werde mich mal informieren, wie man Frau Klöckner weiter ermutigen kann, weiterzumachen, sich nicht kleinkriegen zu lassen von der linksgrünen Ecke. Die ohne Ende attackieren und unfähig sind, abweichende Positionen zu tolerieren. Sie brauchen ja nicht mal zu verstehen, sondern lediglich akzeptieren, dass es außerhalb von linksgrün mehr zu entdecken gibt.

Ingofrank | Do., 28. August 2025 - 16:32

mit den bunten Gegendemonstranten zum Sommerfest der CDU in Koblenz der Stadt am „deutschen“ Eck …
Ich frag mich nur wo der „Rest“ der „Tausenden Demonstranten“ geblieben ist was uns grün links einreden will.
I.ü. Mußte ich beim Vergleich von taz & NIUS richtig lachen …,, Frau Herrmann & Herr Kissler den ich schon in Zeiten beim Cicero sehr schätzte auch bei der NZZ &…ab und an in der Phönix Runde live erleben durfte.
Mit besten Gruß aus der Erfurter Republik

S. Kaiser | Do., 28. August 2025 - 16:57

Gerade Ihr “french”, Herr Krischke, trifft es immer wieder voll! Der DJV als ‚verkappte Antifa-Butze‘ der ‚Irgendwas-mit-Medien‘-Hansels – you made my day :-)
Aber im Ernst: der Eindruck verfestigt sich, dass gerade Nius die etablierten Medien und das Juste Milieu nervös macht. Denn das ist ja nicht ein kleines alternatives Nischenportal, ein No-Name, das nur ein paar verlorene Schäfchen gespaßt. Da sind ein paar journalistische Schwergewichte, die sich bereits woanders einen Namen gemacht haben, die aber nicht das langweilige Hauptstadtpressekonferenzbingo mitspielen. Zudem sind noch ein paar junge Talente mit an Bord, was die Diffamierung als AWM-Plattform erschwert. Und wenn man sich die wachsenden live-Aufrufzahlen auf YT anschaut, wird das im medialen Zirkus sicher nicht unbemerkt bleiben. Gerade die nicht-linke Mitte dockt hier an und wird erreicht, und dessen sind sich Klöckner&Co wohl bewusst. Der Erfolg von Nius zeigt auch, wie satt viele den linken Einheitsbrei haben ...

Volker Peters | Do., 28. August 2025 - 18:15

Herrlich bissiger Beitrag, dem ich nur zustimmen kann.

Theodor Lanck | Do., 28. August 2025 - 21:35

Ich bin für Populismus, in der Politik (links wie rechts) wie im Journalismus (früher Bild, heute Nius). So wie es Politiker und Medien mit feinem Argumentationsbesteck braucht, so sehr belebt ein Medium, eine Partei die Diskussion, die gepflegt "auf die Pauke haut". Wenn es ohne Gewalt abläuft - wo ist das Problem?

Hass übrigens ist ein inneres Gefühl (das jeder anders verarbeitet) und nicht sanktionierbar. Hetze hingegen ist ein äußeres Verhalten, allerdings ein seltenes und klar abgegrenztes. Die Linke nutzt beide als Stigmazeichen und verbale Gummiknüppel, um ihre Diskurshoheit zu verteidigen. Vergeblich.

Urban Will | Fr., 29. August 2025 - 00:59

da ich sie nach wie vor für eine reichlich unterdurchschnittliche Politikerin halte, jetzt auch noch soweit geht, dass sie endlich feststellt, dass der mittlerweile umfragestärksten Partei in diesem Lande zumindest ein Vize-Posten im Bundestagspräsidium zusteht und dies laut und vernehmlich kundtut und zumindest ihre Partei (von den anderen linken Parteien erwarte ich gar nichts mehr) dann dies in einer Wahl auch umsetzt, dann, ja dann werde ich anfangen, Respekt vor ihr zu haben.

Was NIUS angeht: Gut, dass diese Plattform endlich mehr in die Öffentlichkeit kommt. Die machen wirklich gute Arbeit, bohren da nach, wo die linksgrünen Hofberichterstatter, all die Stümper vom ÖRR, SPIEGEL, ZEIT, FAZ, etc. stumpf wegschauen.
Wer wissen will, was los ist im Lande, muss NIUS lesen oder anschauen. Da kann die linksgrünwoke Hofschranze Amann noch so bellen.
Die einzigen übrigens, die immer wieder dazu anregen, nachzuforschen, ob das, was sie bringen, auch stimmt.

Gisela Hachenberg | Fr., 29. August 2025 - 12:27

Brillant, wie immer, lieber Herr Krischke! Auf den Punkt und mutig! Ich muss gar nicht mehr so viel aufzählen, da meine lieben Mitforisten schon alles dazu geschrieben haben - alles in meinem Sinne! Hinzufügen
möchte ich nur noch, dass heute bei NIUS zu lesen ist, dass die schlappe 13/14 % Partei SPD
der CDU androht „NiUS Boykott oder (wieder mal) Ende der Koalition“. Ist das noch zu fassen, was diese Politkappen unter „Politik“ verstehen? Es wird jeden Tag schlimmer mit ihren irren Drohungen. Wir dummen Bürger sollen nur noch das lesen, was wir lt. SPD, aber auch Teilen der CDU, lesen dürfen. Und die regen sich über Orban oder andere auf!!! Wir hier im Forum hoffen wohl alle, dass Sie nicht auch noch auf den Index kommen. Aber dann müssen die auch noch an Tichy und Mannhart (Apollo News) ran. Es werden gottlob immer mehr, die mutig versuchen, gegen den links/grünen Mainstream anzuschreiben. Ich freu mich drauf. Danke, lieber Herr Krischke, für Ihren Kommentar! 👍

Lisa Werle | Fr., 29. August 2025 - 14:23

Hab diesen Beitrag erst jetzt entdeckt.
Reinster Fun zum Wochenende - reiche ich gerne weiter.