- Geschichten aus dem Pfälzerwald
Der Theatermacher Jan-Christoph Gockel mag es gern abendfüllend und opulent. Das hat auch mit seiner Sozialisation auf einer ländlichen Freilichtbühne zu tun. Wie der derzeit genialste Regisseur seine Zuschauer begeistert.
Kruder geht’s nicht: Faust, dargestellt als Puppe, bestellt sich die schöne Helena als Paketsendung. Kaum zugestellt, springt eine Androidin aus dem Karton, die sich sogleich an die sexuelle Befriedigung des Lustmolchs macht. Zwei tote Figuren erwachen zum Leben. Könnte so vielleicht die Zukunft des Theaters im Schatten Künstlicher Intelligenz aussehen? Gar die menschliche, dann gänzlich von Automaten bestimmte Sexualität? Passend dazu auch der erste Teil von Goethes Tragödie. Dieser wird der Besucher in 20 Minuten auf einer rasanten Fahrt durch eine eigens dafür aufgebaute Geisterbahn gewahr.
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