- Sollte Europa mächtiger oder bescheidener werden?
Von allen Irrungen und Wirrungen wiegt der völlige Autoritäts- und Vertrauensverlust, den Europas Staaten vor aller Welt erleiden, am schwersten. Denn er ist perspektivisch am folgenreichsten. Höchste Zeit für eine realistische Selbsteinschätzung.
Wie werden spätere Historiker (sollte es sie überhaupt noch geben) auf das heutige Europa blicken? Vermutlich mit wenig Nachsicht. Wenig Nachsicht für die schwächelnden europäischen Staatsführer, deren fehlende Durchsetzungskraft nach jedem Treffen mit den wahrhaft Mächtigen dieser Welt immer offensichtlicher wird. Wenig Nachsicht mit ihrer Unfähigkeit, unliebsamen geopolitischen Wahrheiten ins Auge zu sehen und daraus die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Wenig Nachsicht im Übrigen auch mit uns allen, den Europäern, die achselzuckend oder zynisch das kolossale Missmanagement der politischen Klasse beobachten, sofern wir uns überhaupt noch für Politik interessieren. Schließlich sind auch die Verkostung von Bubble Tea, Tipps und Techniken der Ganzkörperenthaarung oder Selfies von Trauminseln lebenserfüllende Aufgaben.
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mit der EU. Nur wer sagt`s den drei neuen EU Führern Merz, Macron und Stamer, dass sie gar nicht so wichtig sind wie sie sich einbilden. Gerade war unser schneidige Fritz in Moldau um es zu retten egal ob es gerettet werden will oder nicht. Und dem Rest der Welt werden diese drei Don Quichottes schon noch zeigen wo der EU Hammer hängt. Da hilft nur noch beten und flehen "lieber Gott schicke Hirn herab" Amen.
Wir haben in allen möglichen Funktionen, Politiker, Beamte und andere die Steuergelder an Staaten, Organisationen und einzelne Menschen verschenken, ohne die geringste Gegenleistung zu erhalten. Eher im Gegenteil, man ist froh wenn man kein Opfer von Gewalt wird. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten bei hochverschuldeten Staaten, von denen wir militärisch abhängig sind.
Europa und seinen Mitgliedern fehlt das Fundament jeder staatlichen Macht. Die militärische Überlegenheit. Konventionell aber auch nuklear. In Deutschland findet nicht einmal eine Debatte darüber statt. Je länger wir diese Debatte aufschieben, desto länger haben wir ein Defizit bei der Sicherheit. Ganz abgesehen davon, dass die Kosten von Jahr zu Jahr steigen und die finanziellen Mittel geringer werden. Wir sind es diesem Kontinent schuldig für Frieden und Sicherheit durch Abschreckung zu sorgen.
Man muss keine Revolution anzetteln, keinen Staatsstreich durchführen, es reicht völlig aus, der EU beim Suizid nicht in den Arm zu fallen. Man muss sie leider machen lassen. Warum? Die wollen es nicht anders. Frankreich faktisch längst Bankrott, Deutschland auf dem Weg zur Insolvenz, die anderen westeuropäischen Staaten auf dem Weg den Vorbildern anderen zu folgen. Einzig die Osteuropäer blühen auf und werden sich dem Rest der EU entledigen, wenn die anfangen zu stinken. Und in GB ist es trotz Brexit und nicht wegen des Brexit nicht anders. Warum? Alle haben das gleiche Problem. Sie haben sich linkssozialistisch übertölpeln lassen, zu moralisierenden Selbstzerstümmler aufgeschwungen, dabei zu Kriegstreibern hochstilisiert, wirtschaftspolitisch von China, Indien und anderen asiatischen Staaten überholen und abhängig machen lassen. Die Nanny Staaten des Westens bluten längst aus und die Migration verpasst diesen Staaten gerade die letzte Ölung. Die EU entscheidet, wie blutig es wird.
als ein geografischer Begriff, die im hier gemeinte EU umfasst ca. die Hälfte dieses Territoriums und ca. 70% der europäischen Bevölkerung, das sind weniger als 10% der Weltbevölkerung.
Dann ist die die EU eine Ansammlung von Nationalstaaten, die trotz Beethoven und der ideologischen Dauerberieslung aus Brüssel keine Einheit bilden.
Dann sind die aufgeführten Mächte diejenigen, die über das absolute Vernichtungspotential verfügen. Ich sage dies ausdrücklich, da das Potential an Atomwaffen nicht kriegsentscheidend ist, sofern man von einem Krieg irgendeinen Gewinn erwartet.
Weshalb muss man sich von einem dieser drei Player abhängig machen, wenn man vom nächsten ein günstigeres Angebot erhalten kann. Weshalb importieren wir LNG aus Amerika, wenn wir es günstiger Russland bekommen? Weshalb schippern wir im Pazifik rum, wenn wir Fall einer chinesischen Bedrohung den Bedrohten sowieso nicht helfen können?
Wir brauchen in Europa ein Helsinki 2.0 und keine Phantasien vom Sieg über RUS.
daß sie etwas "Besonderes" darstellen, finden aus sich heraus fast nie wieder zurück zu Bescheidenheit u. Zurückhaltung.
Sie müssen vielmehr vorher am eigenen Leib schmerzhaft gespürt haben, welch kleine Rolle sie spielen u. wie gering die Achtung anderer für sie noch ist.
Erst d a n n zwingen die Umstände sie zu einem Umdenken.
Es dürfte also noch eine Weile dauern, bis die Europäer zu einer realistischen Einschätzung ihrer politischen u. wirtschaftlichen Handlungsmöglichkeiten gelangen.
Bis zu diesem Zeitpunkt werden sie sich weiter in die Tasche lügen u. von ihrer einstigen Bedeutung träumen.
Trump (auf brutale Art wie Putin) ist ein nicht zu unterschätzender Promotor in dem notwendigen Prozeß der ehrlichen Auseinandersetzung mit den eigenen Möglichkeiten, welche die europäischen Staaten nun durchlaufen müssen, bes. Deutschland, das sich hochnäsig zum moralischen Gewissen der Welt aufgeschwungen hat. Dabei ist es zur Lachnummer bzw. zum abschreckenden Beispiel
verkommen.
Was mich bei allem immer wieder wundert, Frau Wallau, ist die Tatsache, daß die europäischen Großindustrien, besonders die Deutsche das scheinbar alles klaglos hinnehmen. Das Zerstörungspotential des sogen. "liberal-Demokratischen" Staatsinterventionismus wirkt doch offensichtlich verheerend. Die grosse Transformation, der Green New Deal, Unsinn. Den deutschen Autobauern gefriert gerade das Mark in den Knochen. Porsche ist da scheinbar weiter; potentielle Produktionsverlagerung>>>>USA.
Glauben die denn alle die können sich mit Staatsschulden finanzierten Subventionen über Wasser halten? Allerdings, daß Kapital ist flüchtig. Hier Subventionen mitnehmen und auf anderen Kontinenten investieren. Ist auch ein Geschäftsmodell. Es muss wohl die ganz grosse Disruption her. Wenn aus Stuttgart das neue Detroit geworden ist wird es dort keine verwöhnten Kinder mehr geben. Für all das gibt es in Deutschland einen Namen: Angela Merkel.
Angela Merkel ist nur das Gipfelkreuz auf einem Berg an linker Ideologie in Deutschland. Den größten Schaden richten m.E. aber nicht die Politiker an, sondern die Medien. Und die Lokomotive ist hier der ÖRR.
Herr Pietzcker?
Da es nicht der 3. Weltkrieg sein kann, dann vielleicht der Kampf an der Seite der USA und das wäre nicht der 3. Weltkrieg?
Europa kann nicht mehr siegen?
Hoffentlich will Europa nicht mehr kämpfen und daran könnte man übrigens auch festmachen, wer in Zukunft zu uns gehören kann, wenn er* es denn will.
Da ich persönlich Europa aber für eine ausgemachte Sache halte, setze ich mehr auf internationale Zusammenarbeit.
Die USA muss man evtl. mal wieder stützen, deshalb leuchtet mir die evtl. Haltung des neuen ökonomischen Beraters von Trump ein, nach der auch die Position des kleinsten gemeinsamen Nenners(Dollar) einen Preis hat.
Athene sehen wir zu sehr von der Seite ihres Vaters Zeus her, darin die Kämpferische, alleine mir persönlich ist sie auch die Tochter der Nacht.
Danach sollten wir Menschenkinder uns würdig zeigen zu leben und zu sterben und bitte nicht auf dem Schlachtfeld.
"Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen... "
Wir sind uns noch ein Rätsel?
Ich war nie ein Verfechter des gemeinsamen europäischen Gedankens, eines geeinten Europas. Die Idee gemeinsamer "europäischer Interessen" ist gescheitert. Ganz einfach, weil es keine "europäischen Interessen" gibt. Es gibt deutsche Interessen, französische Interessen, italienische Interessen, polnische Interessen; 27 Partikulartinteressen, Aber das Konzept der "europäischen Interessen" ist bedeutungslos. Das gilt für den Handel, das gilt für die Wirtschaft: Was haben beispielsweise Irland, das sein Modell auf Steuergeschenken an multinationale Technologiekonzerne (Google, Amazon, Microsoft, Apple, ...) aufgebaut hat, und die Slowakei gemeinsam, die von der Zulieferindustrie für die Automobilindustrie lebt? Das gilt auch für die Außenpolitik und die Verteidigung. Die Politiker der einzelnen Staaten verschanzen sich gern hinter der Eu-Kommission wenn es gilt unliebsame, einzelstaatliche Themen aufs Tablet zu bringen. Das ist auch schon alles. Souveränität geht anders.Tschüss Europa.
teile ich zu 100%. Von Anfang an (spätestens seit der Einführung des Euros) stand ich dem hochgelobten Projekt EU skeptisch gegenüber.
Leider habe ich mit all meinen Befürchtungen Recht behalten:
Auf lange Sicht sind wir Deutschen nur die größten Verlierer dieser Utopie.
Echte Demokratie läßt sich sowieso nur in einem überschaubaren und einigermaßen homogenen Bereich (eine Nation wie Deutschland ist da bereits die äußerste Größe) verwirklichen. Alles andere ist Vortäuschung falscher Tatsachen.
Artikel trifft es ziemlich gut. Verwöhntes, nicht erwachsen werden wollendes Gör, das mit Geld um sich wirft und meint, den Rest der Welt mit seinen lächerlichen Werten überzeugen zu müssen, die einzuhalten es selbst ja längst zu blöde ist. Man ließ sich klatschend von kulturfremden Völkern überrennen (Ausnahme: Ungarn und Polen) und ist nicht einmal halbwegs in der Lage, seinen Laden in Schuss zu halten. Man ist zu blöde, seine eigenen Bürger vernünftig zu schützen, meint aber dem Rest der Welt Vorbild sein zu müssen.
Jahrzehnte politscher Irrlichterei zeigen immer mehr ihre fatalen Folgen, allen voran mal wieder das Land in der Mitte: Dummland. Eine Spielzeugarmee, aber meinen, Russland militärisch einschüchtern zu können.
Große Worte schwingen, aber nicht mal einen Flughafen bauen können oder eine halbwegs funktionierende Bahn.
Dieses (EU-) Europa ist fertig. Ein bürokratischer Moloch, unfähig, korrupt, dumm.
Bald fliegt der Laden auseinander. Je früher desto besser.
Immer wieder träumen Menschen von einem ewigen Frieden mit bedürfnisloser Menschheit, die sich ständig glücklich in den Armen liegen und solidarisch alles teilen. Solch Vision hat seinen Ursprung in der angeblichen Höherentwicklung des Menschen zur Natur. Die Natur hat der Menschheit dieses Prädikat nicht bestätigt. Und die Natur sieht ewigen Frieden, kein Kampf, keine Gewalt weder in Vergangenheit, Gegenwart, noch Zukunft vor. Das elterliche "Nein" in der Kindererziehung ist ein verbaler Gewaltakt, um den Nachwuchs u.a. vor Gefahren zu schützen. Die gesellschaftliche Gewaltenteilung wird zudem immer weiter ausgehöhlt, obwohl es keine Gewalt geben dürfe. Das freiheitlich-westliche System ist an seinem natürlichen Ende angekommen. Dieses System ist ein kurzer Versuch in der Evolution des Menschen.
Wenn alles womit sich der "Souverän" derzeit beschäftigt nicht mehr finanzierbar ist und die Arbeitslosenquote die der Weimarer Republik um das Doppelte übersteigt, dann werden sie nach einem starken Führer suchen.
Wie bei George Orwell's 1984 legt der "Souverän" vollends seine Lebensführung in die Hände derer, die angetreten sind diese lästigen ex Souveräne zu führen und zu treiben, wie der Schäfer seine Herde.
Allein schon das die Wahrheit relativ geworden ist in Europa zeigt auf wie es um seine Bürger bestellt ist.
Da fahren sie beispielsweise mit mehreren Staatschefs zu Donald Trump und betteln darum für Selensky auf Pump Waffen kaufen zu dürfen.
Anstatt endlich zu begreifen, das von den USA nicht mehr viel zu erwarten ist, besinnt sich Europa nicht auf sich selbst, sondern rutscht auf Knien zum großen Meister über den Teich.
Auf Augenhöhe ist das lange nicht.
Und dem Souverän ist das in seinem egozentrischen Leben dann auch alles ziemlich egal.
Noch hat's der Wähler in der Hand.
"Europa hatte knapp vierzig Jahre Zeit, um erwachsen zu werden: stark und souverän, respektiert und wehrhaft" - SORRY! Das stimmt so nicht. Europa hatte frühestens seit Obama und seiner verstärkten Ausrichtung aus den pazifischen Raum überhaupt eine Chance 'erwachsen zu werden' und sich von den USA zu emanzipieren..., welche es bis heute nicht genutzt hat. Bis dahin u d bis heute steht Europa ansonsten noch 'im Gebeugtmodus' im Einflussbereich des großen Hegemon des vergangenen auslaufenden Jahrhunderts - seit 1945, um genau zu sein.
Bis heute - 'zwei+vier Verträge' hin oder her... - leben wir/Europa noch in der Nachkriegsordnung des WK II - auch wenn öffentlich hierzulande stolz von 'Souveränität' fabuliert wird... - selbige ist doch de facto ein Phantom, wie der Autor in den einführenden Abschnitten auch richtig beschreibt.
NUR wenn Europa tatsächlich einig auftreten kann...(EU-Reformen!!???) UND Atommacht ist/wird, kann es bestehen - sonst: "Ab in die dritte Reihe! - Europa!" 🤔 ☹
Ich persönlich glaube übrigens NICHT dass diese! EU 'mit 27 Vetomächten' in den Reihen das schafft, sinnvoll einig aufzutreten, im globalen Maßstab.
Und mit der 'europäischen Atommacht', das wird wohl auch die nächsten 50 Jahre nichts werden, wenn man die aktuell Nicht-Diskussion zu diesem Thema verfolgt..., und die herrlich 'Deutsche Bedenkenträgerei' dazu auf allen Kanälen... ...
Nein! Unser Platz ist heute wie zukünftig 'in der dritten Reihe' - also eher 'BESCHEIDENER' in der Tendenz, wie der Autor so schön umschreibend im Titel anfragt... 😉
PS: wir sollten uns auf 'Mittelaltertourismus' spezialisieren..., das haben so nur wir... ... 🤣 /leichter Sarkasmus
Die 27 EU-Staaten haben (zusammen mit Großbritannien) rund 500 Millionen Einwohner. Aber was ist Europa ? Vor allem eine Ansammlung früherer Kolonialmächte, die unfähig sind, eine gemeinsame Leitidee zu entwickeln. Aber wie soll das gelingen, wenn schon Deutschland dazu nicht in der Lage ist ? Länder wie Ungarn, Griechenland und die Slowakei sind schon auf dem Weg, sich neu zu orientieren, und wegen des irreparablen Vertrauensverlusts in die US-Politik werden weitere folgen. Die Russische Föderation mit rund 35 Amtssprachen ist ein Kunstgebilde, und China hat bereits die Infrastruktur, seine Vormachtstellung in ganz Asien auszubauen. Wegen der 23 Millionen Taiwanesen werden die USA mit großer Wahrscheinlichkeit keinen kriegerischen Konflikt weitab ihres Territoriums beginnen. Europa wird politischer Zaungast bleiben und dank Putin und Trump fällt China ohne einen einzigen Schuss die Führungsrolle zu.
Europa, genauer: die europäischen Staaten, war global stark in einer historischen Ausnahmesituation, als Geburtsort moderner Wissenschaft und Technik. Der anfängliche Vorsprung ist weg, teils vergeudet erst durch inneren Streit, dann innere Trägheit, teils vergeben durch das Aufholen anderer. Wenn wir nicht zum Museum und Touristenresort anderer verkommen wollen, müssen wir den Wettbewerb, untereinander und mit anderen, neu entdecken, entweder positiv durch Neugier (und schlicht Gier) oder negativ durch Verarmung.
