„Tagesthemen“ über Seehofer - Journalistische Kernschmelze

In den „Tagesthemen“ der ARD wird Horst Seehofers Rücktritt von Kai Gniffke kommentiert, bevor er überhaupt feststeht. Der Journalist konnte seine Verachtung für den Innenminister nicht zügeln. Protokoll einer Grenzüberschreitung

Kai Gniffke
Kai Gniffke, Chefredakteur ARD-aktuell: die Grenze zur Hassrede touchiert / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Kissler ist Ressortleiter Salon beim Magazin Cicero. Er verfasste zahlreiche Sachbücher, u.a. „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“, „Der aufgeklärte Gott. Wie die Religion zur Vernunft kam“ und „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“.

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Ein schlimmes Wort, Fakenews. Auch nicht schön, Hatespeech. In beiden Fällen soll das Fremdwort die Zumutung abmildern, die sich hinter den Begriffen verbirgt: dass von interessierter Seite die Wirklichkeit öffentlich verbogen, verzerrt, verdreht wird und dass manche öffentliche Rede ein hässliches, ein hassendes Ding ist. Beides stößt auf den Widerstand der seriösen Medien. Diese arbeiten nach „handwerklichen und ethischen Grundsätzen“, was sich insbesondere am Umgang „mit Quellen“ und der „Verifikation von Informationen“ zeige und an den zahlreichen „Maßnahmen“ gegen „Desinformation“, die die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ergriffen haben. Sagt einer, der es wissen muss, weil er dafür bezahlt wird: der Fernsehjournalist Dr. Kai Gniffke, „erster Chefredakteur ARD-aktuell“.

Keine Unterstellung zu groß beim Seehofer-Bashing

Fatalerweise gibt es auch einen „Kai Gniffke vom Südwestrundfunk“ (so Moderatorin Caren Miosga), bei dem es sich kaum um dieselbe Person handeln kann. Oder doch? „Kai Gniffke vom Südwestrundfunk“ las gestern einen „tagesthemen“-Kommentar ab, der auf Desinformation beruhte und die Grenze zur Hassrede touchierte. Sich darüber aufzuregen, wird freilich den Wenigsten gelingen, denn „Kai Gniffke vom Südwestrundfunk“ tat es zu einem allgemein als gut anerkannten Zweck, zum Seehofer-Bashing. Da kann nach allgemeiner polit-medialer Lesart kein Satz zu übergriffig, keine Unterstellung zu groß sein. Die dreijährige Vorgeschichte eines grundlegenden Dissenses von CDU und CSU in der Migrationspolitik wird von Profis, die es besser wissen, verkürzt auf schlechte Münchner Laune hier und europäische Politik mit menschlichem Antlitz dort. Das Team Merkel schließt die Reihen, als wär’s ein Stück vom Boulevard, frei nach dem Motto „und morgens isst er kleine Kinder. Zuzutrauen wär’s ihm, dem Horst.“

Am gestrigen Sonntagabend wurde aus den Reihen der in Klausur tagenden CSU kolportiert, Innenminister und Parteivorsitzender Seehofer habe seinen Rücktritt angeboten. Bald hieß es, er sei bereits zurückgetreten. Eine Bestätigung stand aus. Doch da waren die Schleusen der Freude beim Team Merkel schon geöffnet. Es geschah, was seit Goethes Faust zum typischen Deutschen gehört: „Im Vorgefühl von solchem hohen Glück genieß ich jetzt den höchsten Augenblick.“ So interviewte Moderation Caren Miosga in derselben Sendung die Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, Tina Hassel, und fragte: „Wird die Kanzlerin den Rücktritt annehmen?“ – einen Rücktritt wohlgemerkt, den es noch gar nicht gab. Später sprach Miosga in einem selbstkorrigierenden Akt vom „möglichen Rücktritt Seehofers“, ein aus München zugeschalteter Journalist vom „Rücktrittsangebot“. Dann stieg Gniffke in die Bütt‘, finsteren Blicks, breitarmig abgestützt, ein Kerl vor dem Herrn.

Das Scherbengericht von Kai Gniffke

Er begann im Konjunktiv, „der Rücktritt Horst Seehofers wäre eine Befreiung für Deutschland“, doch das war nur eine salvatorische Klausel. Gleich darauf fand Gniffke in den Indikativ und ins Brachialregister. Hier sollte ein Exempel statuiert, ein Scherbengericht veranstaltet werden über Volksfeind Seehofer. „Er hätte einen besseren Abgang verdient, aber jetzt war es Zeit.“ Die Desinformationsgrundlage ist ein Abgang, den Gniffke kontrafaktisch behauptet. Und zwar im Gestus maximalen Furors, als hätte er „10 Wochen lang an einem Report gearbeitet“ zur Frage, „wie man mit dem Phänomen ‚Fake News‘ umgehen kann oder soll“, um es nun selbst einmal damit zu versuchen. 

Auf dünnem Eis steht Gniffkes Behauptung, die Kanzlerin habe „beim EU-Gipfel mehr rausgehandelt, als alle erwartet hatten.“ Momentan hat Merkel ein unverbindliches Absichtspapier „rausgehandelt“ und bilaterale Zusagen, von denen sich bereits vier Staaten distanziert haben: ein Missverständnis, eine Lüge? Merkel gestand im ZDF-Sommerinterview am Sonntag ein, dass sie die Backen zu voll genommen hatte: „Abgeschlossen haben wir überhaupt keine Vereinbarung, sondern nur politisch darüber Einverständnis erzielt.“ Man bleibe „weiter im Gespräch“. Kai Gniffke schert derlei Inkongruenz nicht. Er ist gekommen, um mit Seehofer ein Hühnchen zu rupfen. Kein Fleisch soll der Ingolstädter nach dieser Aburteilung am Knochen haben.

Hass als Meinung

Darum klingt die Standpauke so: Die CSU habe „nicht schlau“ gehandelt und wolle sich „mit allen anderen EU-Ländern anlegen“ – war es nicht Merkels Verhandlung, der nun Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei offen opponierten? Man schaue sich den angewiderten Gesichtsausdruck an, wenn Kai Gniffke das Wort „schleierhaft“ ausspricht in dem Satz, ihm sei „völlig schleierhaft“, warum die CSU nicht „stolz“ sei auf den „Erfolg in Brüssel“. Unter dieses „schleierhaft!“ ließen sich, sollte Gniffkes Rede auf ausländische Märkte verkauft werden können, Four-letter-words in allen bekannten Sprachen legen. Wie könnte man jenes Wort synchronisieren, auf das Gniffkes Totalverdikt hinauslief, „Hormonhaushalt“? Seehofer und Söder machten „Politik nach ihrem persönlichen Hormonhaushalt“, diese – pfui aber auch – „Herren!“. Kai Gniffke ekelt sich, das sieht man ihm an.

Hass und Ekel sind menschliche Reaktionsweisen; in einem öffentlich-rechtlichen Kommentar erwartet man sie nicht. Eine Frage, die seit Merkels faktischer Grenzöffnung das Land spaltet, meint der Chefredakteur von ARD-aktuell durch degoutante Spekulationen über die hormonelle Konstitution eines bald 70-Jährigen beantworten zu können. Wieder wären wir beim Boulevard gelandet, dessen Kernkompetenz die Gehässigkeit ist. Dem bayerischen Ministerpräsidenten Söder stellt Gniffke in Aussicht, er werde die Landtagswahl „vergeigen“. Es klingt schneidend, als wäre die Geige eine Guillotine. „Was ich jetzt erwarte“, verkündet unser verbaler Prügelpädagoge, „ist eine handlungsfähige Regierung und ein Ende der bajuwarischen Profilneurose.“ Ein Ende journalistischer Profilneurotik und eine Abkehr von der Desinformation wären auch nicht verkehrt. Hass ist schließlich keine Meinung, oder?
 

Klaus Damert | Mo, 2. Juli 2018 - 13:17

Der ÖR "hat fertig", aber nicht erst seit gestern. Eine Schande!

Martin Wienand | Mo, 2. Juli 2018 - 13:28

Das war schon ein harter Auftritt. Vor allem die wichtigste Frage blieb unberührt: Seehofer wollte zurücktreten, weil er die aktuelle Flüchtlingspolitik nicht mit verantworten könne. Darum geht es. Und um den Respekt Seehofer gegenüber, der Verantwortungsgefühl zeigt, etwas was ich bei der CDU und SPD vermisse.

Ich stimme Ihnen und auch Herrn Kissler voll und ganz zu. Diese Art von Kommentaren der verantwortlichen Redakteure der ARD ist eine Frechheit. Was müssen wir uns für unsere "Zwangs"gebühren noch alles gefallen lassen bzw. wird uns zugemutet. Es ist einfach eine Schande!!!!

Wundern würde es mich allerdings, wenn von den Regierungssprechern von ARD u. ZDF mal ein vernünftiger Kommentar käme. Aber die verbreiten weiter Jubelmeldungen über ihre große Kanzlerin, wie das DDR-Fernsehen noch kurz vor dem Mauerfall.

Joachim Wittenbecher | Mo, 2. Juli 2018 - 13:32

Den Kommentar von Herrn Gniffke habe ich gesehen und erstmals Ekel und Abscheu empfunden, so hetzerisch war diese Hassansprache. Herr Gniffke ist auf dem Niveau von Karl Eduard von Schnitzler. Solche Kommentatoren kann man in Diktaturen gut gebrauchen.

Hans Page | Mo, 2. Juli 2018 - 19:16

In reply to by Joachim Wittenbecher

Ich fühlte mich an Karl-Edourd Schnitzler erinnert, einer der schlimmsten Hetzer deutscher Nachkriegsgeschichte. War angewidert ob dieses Hasses. Und das im ÖR Fernsehen. Dieser Kommentar sollte vor den Presserat kommen.

Wulf Richartz | Mo, 2. Juli 2018 - 13:32

Sorry, aber an Ihrem Kommentar stimmt leider nur wenig.

Gniffke: "Merkel hat mehr herausgeholt aus dem Gipfel als erwartet" - völlig korrekte Aussage; die Erwartung (zumindest bei mir) war null.

Gniffke: "Verhalten der CSU, sich nicht die Ergebnisse auf die eigene Fahne zu schreiben, war nicht schlau"- völlig korrekte Einschätzung; an Söders Stelle hätte ich sofort in Bayern mit dem Aufbau von "Lagern" begonnen.

Gniffke: "Rücktritt Seehofers wäre eine Befreieung für Deutschland" - das ist tatsächlich Blödsinn; der Rücktritt löst gar nichts, vor allem nicht für die CSU und schon gar nicht für Deutschland.

Gniffke: Söder vergeigt die LTW in Bayern mit seinem Radikalverbalismus" - Jein, er vergeigt sie, wenn er keine Taten folgen lässt nach den starken Worten; und danach schaut es leider aus.

Und Hass und Ekel sehe ich auch nicht bei Gniffke. Und es hilft ja nichts, das CSU-Schauspiel von gestern abend war nicht mal mehr unfreiwillig komisch, sonden nur noch traurig.

ist entweder blind, oder Moral-Elite-Merkel-Fan. Sorry!
Herr Kissler hat Recht und bringt es genau auf den Punkt:
Hass und einschlägige Emotionen zeugen nicht von demokratischer Einstellung und verraten, dass der Hasser von niedersten Instinkten geleitet wird!
In Wahrheit hat der ein Problem mit Demokratie, welcher Andersdenkende zu Menschenfeinden erklärt, Kritik als Hass definiert und politische Mitbewerber als Demokratiefeinde und Rechtspopulisten diffamiert:
Es hatte zur AfD-Großdemo in Berlin schon etwas Tragigkomisches, wenn Politiker von Grünen, LINKEN und SPD (linke Einheitsfront) unter dem Motto „Stoppt den Hass“ lauthals die Parole brüllt:
„Ganz Berlin hasst die AfD“ …. !

Birgit Fischer | Mo, 2. Juli 2018 - 13:32

Rundfunkbeitrag abschaffen und die Lügenpresse (Systemmedien) verschwindet ganz von selbst. Wir freien Bürger finanzieren per Zwangsabgabe diejenigen, die uns belügen. Absurdität hat einen Namen, BRD.

Yvonne Walden | Mo, 2. Juli 2018 - 13:32

Ein Journalist konnte seine Verachtung für Seehofer kaum zügeln".
Kein Wunder, denn Lob und Anerkennung hat dieser Politiker wohl kaum noch verdient.
Warum hat die Bundeskanzlerin nicht längst ein Machtwort gesprochen und von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch gemacht?
Es ist unerträglich, wie Seehofer seiner Regierungschefin auf der Nase herumtanzt.
Seehofer sollte sich auf sein Altenteil zurückziehen. Und die CSU sollte ihre eigenen Wege gehen.
Dann könnte möglicherweise Ruhe in eine künftige Bundesregierung eintreten, als Koalition von CDU, SPD und GRÜNEN.

ich würde Ihren Kommentar gern verstehen; wo genau tanzt Seehofer auf der Nase? Mein Empfinden ist das, dass jemand anders mir auf der Nase herumtanzt. Meinen Sie, dass man vor dem Amt Respekt haben muss, egal, wie dieses ausgeführt wird? Oder meinen Sie die Person Merkel? Oder darf man keine eigene Meinung haben, weil man nicht an der Spitze der Regierung steht? Darf der Innenminister nur genau das tun, was die "Königin" will? Dann kann sie den Job gleich selbst erledigen, was sie ja auch tut. Sie wissen sicher auch, dass viele Bürger eine Änderung der Zuwanderung wollen; ich vermute, Sie nicht?

Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen bzw. geschrieben. Ganz genauso sehe ich es auch. Die Kanzlerin sollte endlich Konsequenzen ziehen und nicht der Innenminister!!!

Das müssen Sie der CSU schreiben, die ihren Vorsitzenden als Bundesinnenminister für das Kabinett Merkel vorgeschlagen hat. Das CSU-Präsidium braucht jede noch so kleinen "Zementgabe", um den bröckelnden Seehofer-Sockel im 24-Stunden-Betrieb zu flicken.
Aber glauben Sie mir, Sie wollen gar nicht wissen, wie Dobrindt, Söder, usw. um ihr eigenes "Überleben" rennen müßen. Der offensichtliche Plan, Seehofer als "letzte Ausfahrt" für ein erklärbares, halbmiserables Landtagswahlergebnis zu "opfern", ist nun nach Monaten der gezielten Provokationen auch noch schiefgelaufen.

"...wo genau tanzt Seehofer auf der Nase?" Die Frage stellen Sie doch bei täglich neuen Seehofer-Querelen, die mit sachlicher Auseinandersetzung nichts mehr zu tun haben, nicht im ernst?
Man muß kein Freund von Merkel sein, um festzustellen, daß Dauerkritik an Merkel zum Kommentaristensport wurde, aber so gut wie keiner der "Alles-und-jedes-Kritiker" eine personelle Alternative nennt. Nur Kritik ist einfach zu wenig. Zu wenig für Kommentare, zu wenig für Ernsthaftigkeit suchende Medien, zu wenig für Wähler.

ich sehe eine eigene Meinung zuhaben und diese auch noch stringent und begründet zu vertreten nicht als auf der der Nase Herumtanzen an. Und Dauerkritik... wer dazu Anlass gibt, muss sie auch ertragen, aber nicht mal das tut Merkel in ihrer stoischen Art. Sie denkt an sich und nicht an die Bürger, haben Sie sicher alles schon viele Male gelesen. Zudem: Es sind auch genügend Vorschläge, Anregungen gekommen, nur kritisieren tun nicht alle. Und sicher ist auch Ihnen nicht unbekannt, dass der Mensch selten etwas sagt, wenn es gut läuft... Was haben Sie denn vorzuschlagen?

Doch, Frau Führmann - noch darf man - allerdings kann es dann passieren, dass der (ex)CDU-General (Dr. (!) Peter Tauber dann zu Ihnen sagt (Pardon - seine Worte): "Wer nicht für Merkel ist, ist ein Arschloch!" - Ich bin - in den Augen von Herrn Tauber, ein solches - und das wird immer größer!
Und zum Zwangsfernsehen ARD+ZDF: Da ich (noch) nicht gezwungen werde, diesen Sendern auch noch meine Zeit zu geben, verzichte ich dankend.

dieses öffentlich vorgeführte Affentheater sollten beide Merkel und Seehofer nur einen Preis bekommen, die Dankeskarte mit Abgang! Keine Führung Seitens Merkel der Fisch stinkt immer vom Kopf her. In der Sache hat Seehofer Recht und Merkel hat nichts entgegen zu setzen als Luftnummern ohne konkret vorzeigbare Abmachungen. Lippenbekenntnisse sind das, mehr nicht. Die Visegrader haben sie schon der Lüge bezichtigt und genauso wird es sein. Uns wird suggeriert die Flüchtlingswelle ist vorbei, nein das ist sie nicht, denn da haben sich die EU Granden ein besonderes Schmakel ausgedacht, und glauben Sie mir Frau Walden, auch dazu hat Merkel abgenickt, sie ist halt angepasst, die wendige Dame! In Zukunft darf ein Flüchtling sich selbst aussuchen in welchem Land er leben möchte, wenn er eine Ankerperson nennen kann. Wie wir inzwischen wissen, gibt es viele Identitäten, gefälschte Pässe usw. da wird sich auch eine Ankerperson für Geld finden. Wo gibt es die tolle Sozialhilfe? AHA!

Diesen Koalitionsvorschlag meinen Sie doch nicht ernst? - Alle Looser vereinigt. Uns wird wohl dasselbe Schicksal ereilen, wie die Democrazia Cristiana ( eine CDU-Schwester) in Italien. Parteien wie diese haben europaweit fertig, weil sie zu alt, eingefahren und nicht lernfähig sind. Da heißt es für die Öffentlich-Rechtlichen noch rechtzeitig eine Kehrwende hinzulegen. Denn wie schon Gorbatschow sagte: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben".

Frederik Weiss | Mo, 2. Juli 2018 - 18:09

In reply to by Ines Schulteh

Welches Schicksal hat die italienische Democrazia Cristiana denn ereilt? Die DC ist nicht an dem sich in den 80er-Jahren zeitgemäß langsam vollzogenen Linksruck gescheitert, sondern hat sich wegen einer Fülle von Korrputionsfällen irgendwann in den 90er-Jahren selbst aufgelöst. Der von Ihnen gezogene Vergleich ist deshalb unzutreffend. Lesen Sie mal nach.
Den Gorbatschow zugeschriebenen Satz "mit dem zu spät kommen" hat er nie gesagt. Können Sie auch nachlesen.

Bernd Rundfeder | Mo, 2. Juli 2018 - 19:45

In reply to by Ines Schulteh

... aber den Satz hat Gorbatschow nie so gesagt. Gibt einiges an Literatur dazu, wie diese moderne Fama entstanden ist. Ich hatte (2002?) die Gelegenheit, ihn kurz - wenn auch über seinen Übersetzer - danach zu fragen. Die Antwort war ein recht schelmisches Grinsen ... und dann ein Themenwechsel ;-)

Das Wohl des Landes ist wichtiger als das Ego der Regierungschefin. Ein Mensch, der sich gegen eine destruktive und kurzsichtige Politik stellt und deshalb mit persönlichen Angriffen und der Verachtung eines großen Teils des Establishments rechnen muss, verdient unseren Respekt. Allerdings stimme ich Ihnen zu, dass die CSU die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU beenden sollte, da diese den Linken und den Grünen inzwischen deutlich näher steht. Wenn diese Parteien den deutschen Nationalstaat demontieren wollen, sollen sie das offen aussprechen und erklären, welche Alternative sie sich konkret vorstellen.

Sehr geehrte Frau Walden,

auf wessen Nase sollte Herr Seehofer nicht herumtanzen? Das
macht mich neugierig. Seitwann und wo haben wir eine "Re-
gierungschefin?"
Sie wünschen sich eine Koalition aus tiefschwarz, einer farblosen
SPD und last not least giftgrün. Was haben Sie gegen uns? Mit den
Giftgrünen? Was für ein Szenario!

werte Frau Walden, hat eine politische Richtlinienkompetenz (so man in diesem Fall überhaupt von Kompetenz sprechen kann), nicht jedoch eine juristische Richtlinienkompetenz - die haben bestenfalls der BGH oder das BVG. Wenn Herrn Seehofer endlich aufgegangen ist, das die BK in eklatanter Weise das GG verletzt hat und es noch immer tut, ist es seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit als Innenminister wieder für die Einhaltung jener Gesetze zu sorgen. Wenn Sie das als "auf der Nase herumtanzen" bezeichnen, muss man Ihnen ein mehr als schräges Rechtsverständnis attestieren. Zu Ihrem Koalitionsvorschlag: Warum empfehlen Sie nicht gleich eine Allparteienregierung mit lebenslanger Regierungszeit von A.M.? Dann wäre die Raute alle Sorgen los. Ach nee, geht ja nicht. Da ist ja noch die AfD und mit den Schmuddelkindern spielt man ja nicht.

... fairerweise muß ich eingestehen, daß ich Ihre Kommentare immer sehr gern las, und sie im Wesentlichen meiner Meinung waren - doch jetzt: Was ist passiert? Jetzt schießen Sie ganz gewaltig über das Ziel hinaus, und das mit falschen Argumentenn.
Wer tanzt A.M. auf der Nase herum? Ich bin der Meinung, daß Seehofer seine Arbeit als Innenminister ernst nimmt u. Veränderungen herbei führen möchte - ganz im Gegenteil zu Merkel, diese ist es nämlich, die den Bürgern auf der Nase herumtanzt.

Sehr geehrte Frau Walden,
dem Kommentar entnehme ich, dass eine Kanzlerin grundsätzlich unangreifbar ist und ihr auch nicht widersprochen werden darf.
Aber genau das sollte geschehen, hier handelt es sich um eine Kanzlerin, nicht um eine Kaiserin. Ein unterwürfiges Verhalten oder vorauseilender Gehorsam sind unangebracht.

Arndt Schuster | Mo, 2. Juli 2018 - 13:35

wer guckt denn so was? Markus Somm hat in der Basler-Zeitung die "europäische Lösung in der Asylpolitik" auf den Punkt gebracht: "Wäre, hätte, würde, müsste, und das alles freiwillig.: Dass die EU-Regierungschefs solche Beschlüsslein als Einigung darstellen hat etwas Frivoles- und Verzweifeltes." Die CSU hat die Zeit des Handelns deutlich verpasst. Nach nunmehr fast drei Jahren offener Grenzen ist der Zusammenhang zur Bayernwahl zu offensichtlich. Merkel wird niemals auch nur ein Jota nachgeben. Dies würde bedeuten, Fehler einzuräumen und würde ihr baldiges politisches Ende nach sich ziehen. So wird sie am Ende die gesamte Union mit in den Abgrund stürzen. Und das ist gut so. Eine echt neue Politik kann nur die AfD einleiten: Migration, Energie, Euro und EU, Soziales usw. Sie hat dazu viele fähige Köpfe im Bundestag sitzen: Curio, Boehringer, Springer, Lucassen, Weidel, Seitz, Glaser, Witt, Schneider, Spaniel usw. usf.

Na, wo man halt so hängen bleibt, wenn man Oli und Oli beim Fußball gucken betrachtet, und das dann wegen dieser "Meldungen" unterbrochen wird, man dann zwei Kommentatoren sinnleer und angesichts nicht vorhandener Fakten hilflos beim Stammeln zuschauen darf, um dann wieder zum Fußballkommentar zu kommen.

Schade, das Oliver Kahn nicht wirklich etwas dazu gesagt hat, ich mag besonders seine bissigen Kommentare - hier wäre mal einer angebracht gewesen. Zu den Beteiligten wie auch zur "tollen und aussagekräftigen" Unterbrechung seitens der ARD.

jung, Frau, AfD-Bundestagsabgeordnete war letzte Woche (27.06.) in der Phönixrunde auch äußerst kompetent und souverän. Es muss nicht immer Gauland sein.

Birgit Fischer | Mo, 2. Juli 2018 - 13:44

Gut erkannt, Herr Kissler. Lügenpresse hat den Namen nicht umsonst. Wer lügt? Die von uns finanzierten Systemmedien, ARD und ZDF. Abschaffen!

Karin Zeitz | Di, 3. Juli 2018 - 08:50

In reply to by Birgit Fischer

die Zwangsfinanzierung abschaffen und Jedem selbst überlassen, welches Medium er nutzen und finanzieren will. Die Blamage-Sender erledigen sich dann mangels Einkommen von selber.

Erwin Schwarz | Mo, 2. Juli 2018 - 13:54

Danke Herr Dr. Kissler für diesen Artikel. Eigentlich
kann einem nur noch übel werden. Besonders gut
finde ich "Team Merkel"! Leider gibt es ja dieses Jahr,
keine netten Bilder aus der Mannschaftskabine...
Wo sie doch Bilder so liebt, da kann man sich so schön, mit Loorbeeren schmücken! MfG

wolfgang spremberg | Mo, 2. Juli 2018 - 14:01

Der Mann ist Chefredakteur ? Und ich muss für diesen unqualifizierten Müll auch noch bezahlen ?
Die Volkspädagogischen Tendenzmedien gehen meist geschickter vor.....
(Es gab Zeiten, da wurde fast täglich in der Tagesschau über "schlimme" Vorkommnisse in Kernkraftwerken berichtet. Jetzt hört man nichts mehr. Sind Kernkraftwerke jetzt sicher ? oder haben die Medien ihre Mission erfüllt ?)

Marc Walther | Mo, 2. Juli 2018 - 14:05

So sind sie leider vorwiegend, die links-grünen Öffentlich-Rechtlichen Journalisten. Und deshalb gehört der Apparat auch dringend reformiert und gleich auch erheblich verkleinert - vielleicht werden dann "Bildung und Information" endlich gelebt und nicht nur vorgegeben.

Heiko Jentsch | Mo, 2. Juli 2018 - 14:06

Lieber Herr Kissler, treffender hätten Sie das nicht formulieren können. Auch ich habe mir gestern den „Kommentar“ von Herrn Dr Gniffke gegönnt.
Selten habe ich einen derart unreflektierten, selbstverliebten Journalisten gesehen. Ich habe diesen Tonlage und diese verbalen Attacken des Dr. Gniffke bereits anderswo gehört. Vor langer Zeit im Geschichtsunterricht, damals hatte die Sendung nur einen anderen Namen... Der Schwarze Kanal!

Wenn ich von Schnitzler und Gniffke vergleiche, dann sind da durchaus Parallelen.

Ungeachtet das sich die öffentlich rechtlichen von der politischen Aufklärung und Neutralität seit geraumer Zeit verabschiedet haben....

Mein Respekt für Ihren Beitrag

Ingrid Gathmann | Mo, 2. Juli 2018 - 16:53

In reply to by Heiko Jentsch

Ihr Kommentar passt gut zur Rede von Herrn Dr. Gauland auf dem Parteitag der AfD:
Er fühle sich "immer wieder an die letzten Monate der DDR erinnert. Wie 1989 in der DDR bestehe die gegenwärtige Regierung aus einer kleinen Gruppe von Parteifunktionären, einer Art Politbüro, das gestützt werde von Blockparteifunktionären, Journalisten, TV-Moderatoren, Kirchenfunktionären, Künstlern." Genau das gleiche Gefühl habe ich in den letzten Wochen.

Udo Maier | Mo, 2. Juli 2018 - 14:07

Na, auch schon gemerkt? ARD und ZDF sind Hofberichterstatter, mehr nicht. Kritischer und investigativer Journalismus ist etwas ganz anderes. Deshalb lese ich zur Information über Deutscland vorwiegend ausländische Presse.

Christoph Rist | Mo, 2. Juli 2018 - 14:07

durch und durch hasserfüllten Worten des Kai Gniffke gelauscht. Ganz unabhängig davon, wie man die derzeitige Lage politisch bewertet, muss man ein ziemlicher Drecksack sein um solche verleumderischen Worthülsen - vor allem in derart aggressiven Körperhaltung - vorzutragen. Dieser Kommentar ging weit über die gewohnte ARD-Schulmeisterrhetorik hinaus. Der feine Herr Gniffke hat förmlich in die Kamera geschrien und damit auch den Zuschauer bewusst angeblafft. Ich empfand diesen brachialen Auftritt als hochgradig unverschämt und mehr als unangemessen für einen Öffentlich-Rechtlichen Sender. Das war nicht ARD aktuell sondern tatsächlich "ARD - Aktuelle Kamera". Eine astreine Hass- und Hetzrede. Es ist wohl tatsächlich schon wieder so weit. Die linksliberale, deutsche Lügenpresse (ich denke auf die Anführungszeichen kann man seit gestern Abend verzichten) ist offenbar außer Rand und Band. Jetzt da sie langsam zu erkennen beginnt, dass ihr die politische Deutungshoheit längst entglitten ist.

Günter Hager | Mo, 2. Juli 2018 - 14:09

Wir werden systematisch von Frau Merkel und den Medien für blöd verkauft. Da sieht man, für wie intelligent das Volk gehalten wird. Zum Glück gibt es zum Leidwesen von Merkel und Co. auch Menschen in diesem Land, die sich individuell mit Bildung und Information versorgen, diese sollten jetzt der CSU den Rücken stärken, es ist absehbar die einzige Chance, das volksverräterische Regime von Angela Merkel loszuwerden. Ich stehe Seehofer auch kritisch gegenüber, aber immerhin gäbe es ohne sein Theater gar keine Hoffnung auf Veränderung mehr.

Dietmar Preuß | Mo, 2. Juli 2018 - 14:11

Gniffke, Dr. Gniffke, Dr. Kai Gniffke?
War das nicht auch der, der über den Mord an einer Studentin in Freiburg durch einen Geflüchteten nicht berichten wollte, weil es eh nur ein lokales Ereignis wäre und der, der die Ausstrahlung von "Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf Juden in Europa" verhindern wollte?

die politische Sicht der Dinge ins “rechte“ Licht rückende Ereignisse können aus Sicht der öffentlich-rechtlichen Medien nur von lokaler Bedeutung sein. Daher verbindet es sich für diese von selbst, darüber zu berichten. Investigative Journalisten könnten jetzt z.B. versuchen, Licht in das Dunkel über die ermordete Tramperin zu bringen. Die Polizei in Sachsen und Bayern hat eine Nachrichtensperre über den Fall verhängt, weshalb sich verheerende Schlussfolgerungen über den Sachverhalt förmlich aufdrängen.

Juliana Keppelen | Mo, 2. Juli 2018 - 14:16

Da haben wir sie wieder die geschlossene Phalanx die sich geifernd und fast mit Schaum vor dem Mund jedem entgegenstellt der es wagt die Kaiserin und ihre unsichbaren Kleider zu kritisieren oder gar ihr Tun anzuzweifeln. Die Hofschranzen sind zur Stelle und besagter Herr der im Kommentar erwähnt wird an vorderster Stelle. Das schlimme ist dabei, dass man sich so ohnmächtig und hilflos dieser Meinungsmaschinerie ausgeliefert fühlt. Da fällt mir die Bildmanipulation vom G20 in Australien ein mit dem Titel "keiner will mit Putin essen" obwohl die brasilianische Regierungschefin dabei saß und die anderen Tischnachbarn gerade am Buffett waren um sich ihr Essen zu holen war es der ARD nicht zu blöd ihren Zuschauern das Bild von einem gemiedenen Paria zu servieren also reine "Fake News" und das ist nur ein Beispiel von vielen.

Auch mir spricht Herr Kissler - wie er so oft schon getan - aus der Seele.
Ich muß mich innerlich wappnen, wenn ich ARD- oder
ZDF-Nachrichten sehe. Tonfall, Wortwahl und Betroffenheitsminen
der Sprecher und Kommentatoren gehen mir seit langem so auf
Nerven, daß immer Gefahr des Ausrastens stets bei mir besteht.
Oft muß mein Mann mich bremsen.

Wann - endlich - dreht sich der Wind bei uns in Deutschland???
Wann - endlich - wird wieder neutral Bericht erstattet, z. B.
über einen Parteitag der AfD?
Sicher, bei PHOENIX wird man
relativ gut bedient, was Informationen anbetrifft, aber wer sieht
schon die Live-Übertragungen bei PHOENIX? Dafür muß man viel
Zeit und Interesse haben.
Ich fürchte, eine ganze Generation von Leuten, die in führenden Positionen
sitzen, müssen erst in den Ruhstand gehen bzw.sterben, bevor grundsätzlich
wieder Objektivität in den Medienanstalten herrscht.

Robert Müller | Mo, 2. Juli 2018 - 14:19

Es gibt zwei zu stellende Fragen: "Was ist ein Kommentar?" und "Soll ein Kommentar im ÖR sich von einem Kommentar in einem privaten Medium unterscheiden?" Offenbar lautet die Antwort zu 2: Es gibt keinen Unterschied, doch sollte es den geben? Wenn man berücksichtigt, wie die Politik in die ÖR hineinfunkt, dann ist klar, dass es ein ganz enges Verhältnis zwischen dem ÖR und der Politik gibt. Zum Problem wird das üblicherweise erst, wenn "Rechtspopulisten" die Regierung stellen. Ich glaube nur, dass es nicht verwundert, wenn der "Merkel-Funk" dann zum AFD-Funk werden würde. Es ist einfach so, dass unsere Journalisten nicht in der Lage sind neutral zu berichten oder neutral zu kommentieren. Womit wir beim Punkt 1 wären. Ich habe kürzlich im DRadie einen Beitrag zum Framing gehört. Natürlich ging es darum den "Populisten" nicht auf dem Leim zu gehen, aber im Prinzip gilt das was gesagt wurde auch, wenn man nicht den Gutmenschen auf den Leim gehen will.

Bernd Lehmann | Mo, 2. Juli 2018 - 14:23

liegt jetzt alles offen. ARD und ZDF haben sich endgültig als Hofberichterstatterpresse, als Staatsfunk und als Lügenpresse geoutet. Ein Papier des Kanzleramtes wird unüberprüft in die Welt geblasen , ein reines Manipulationsprodukt, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und Seehofer zusätzlich unter Druck zu setzen. Diese Verbindung zwischen Regierung und Staatsfunk ist mittlerweile schlimmer als in der DDR. Die Verachtung für die Bürger Deutschlands wird ja schon seit einiger Zeit offen ausgelebt, man hält sich einfach für was besseres. Solche Kommentare von Gniffke , und das war nicht der erste, sind da nur ein weiteres Puzzleteil.
Deswegen gehört der Öffentliche Rundfunk auch endgültig abgeschalten.Das Manipulationsinstrument muß der herrschenden Kaste weggenommen werden. Man stelle sich das alles ohne Internet vor, es wäre wie im Osten, nur schlimmer als damals.

Alois Fuchs | Mo, 2. Juli 2018 - 14:29

"Mit Verlaub, Herr Gniffke, Sie sind ein ..." - nein, ich sag's nicht, bin ja nicht so doof wie manche ÖR-Journalisten, sondern ich setze fort: "... ein Hetzer in einer Position, für die Ihnen ganz offensichtlich das Format fehlt". Gniffke? War das nicht der, der den Sexualmord an Maria L. in Freiburg durch einen Migranten als "Ereignis von lokalem Interesse" einordnete? Naja, vielleicht ist er doch ein ... - nein, ich sag's nicht

Gisela Fimiani | Mo, 2. Juli 2018 - 14:30

Wer die Deutungshoheit der sog. politischen und medialen „Eliten“ antastet, wird Hass bis hin zur Vernichtung seiner Person zu ertragen haben. Man kann sich nur zutiefst angewidert abwenden und zur Kenntnis nehmen, dass der unbedingte Wille zum Machterhalt gewisser Kasten (Meinungsmacht), sich um nichts anderes mehr schert, als die Vernichtung des ausgemachten „Feindes“. Ist Derartiges in einem Land gewollt, welches sich seiner liberalen Demokratie rühmt?

Michael Schröder | Mo, 2. Juli 2018 - 14:33

Im Augenblick Ihres Kommentars kam mir René Girard´s Theorie des "Sündenbocks" in den Sinn. Sehr lesenwert: "ICh sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz, Eine kritische Apologie des Christentums". Herr Seehofer hat mein volles Mitleid, - auch hgegenüber seiner eigenen Partei.

Michaela Diederichs | Mo, 2. Juli 2018 - 14:34

Das Personal bei den ÖR muss komplett ausgewechselt werden. Anders wird es kaum gehen, wenn sie tatsächlich noch Menschen zum Einschalten bewegen wollen. Egal mit wem ich spreche: durch die Bank weg werden die Sender als manipulativ, desinformierend empfunden. Auch der Journalismus hat seine Glaubwürdigkeit verloren - Hand in Hand mit einer desaströsen Politik.

Arne Bruhn | Mo, 2. Juli 2018 - 20:26

In reply to by Michaela Diederichs

werden. Ich denke nicht, Frau Diederichs. Wenn der "Wind" sich dreht, dann wird uns das Personal eilfertigst mit der dann "passenden" Meinung versorgen. Garantiert! Zuerst bei den Printmedien, denn die müssen Auflage machen, die ÖR-Macher werden, wenn wohl auch widerwillig, folgen (müssen).

Birgit Bauer | Mo, 2. Juli 2018 - 14:40

Richtig Herr Kissler. Aber das ist doch kein Einzelfall, jeder Vorgang der von der Regierungsmeinung abweicht, erregt bei Slomka, Miosga & Co Ekel und Abscheu.

Gertrud Linder… | Mo, 2. Juli 2018 - 14:41

Das war gestern Hass pur. Ich konnte es kaum fassen, was ich im 1. Programm des Deutschen Fernsehens hörte. Erinnert erschreckend an den Schwarzen Kanal.
Überzeugen konnte der Herr nicht. Im Gegenteil.

Volker Leyendecker | Mo, 2. Juli 2018 - 14:44

Herr Gniffke ist ein normaler Vertreter des Staatsfernsehen ich habe nichts anderes erwartet von der Linken Sprecher Elite. Warum ist es so schwer in Deutschland Recht und Gesetz anzuwenden. Die Rechtsbruch und Lügen der Eliten ( Angela Merkel ) wird im Fernsehen tunlichts verschwiegen. Demokratie und Information für die Bürger sieht anders aus.

Dimitri Gales | Mo, 2. Juli 2018 - 14:52

im Journalistenmilieu die Norm war, ist längst vorbei. Mittelmass und Unterbelichtung hat sich in der Medienlandschaft breit gemacht und vermehrt. Journalisten, oder solche, die sich dafür halten, lassen zu oft völlig persönlich gefärbte, subjektive Artikel erscheinen - kein Wunder, dass auch deshalb die Printpresse leidet und die Medien "keine gute Presse" seitens der Öffentlichkeit haben.

Andreas Löw | Mo, 2. Juli 2018 - 14:53

Immerhin Herr Kissler zeigt dies doch wie sehr bei Merkels moralinsauerem "ÖR"-Klatschehasenverein die Nerven blank liegen!
Mit diesem Gedanken im Hinterkopf habe ich diese Hatespeech geradezu genossen!
Frau Slomka vom Belehrungskanal 2 war übrigens auch sehenswert!

Willi Mathes | Mo, 2. Juli 2018 - 15:05

Sitzt !

Kommentar von Herrn Gniffke - äußerts peinlich !
Haß als Meinung ?
Habe den gleichen Eindruck gewonnen !

Danke Herr Kissler

Peter Braun | Mo, 2. Juli 2018 - 15:05

gab es jemals ein GEZ Kommentar der erklärte dass der ach so beliebte Bundespräsident Steinmeier noch nie eine Wahl gewonnen hat, sondern bei seiner einzigen Kandidatur das (damals) bislang schlechteste SPD Ergebnis erziehlte?

Heinrich Niklaus | Mo, 2. Juli 2018 - 15:05

"Journalistische Kernschmelze", absolut treffend, Herr Kissler.

"Eine Befreiung für Deutschland" (Gniffke) wäre es, wenn wir die Öffentlich-Rechtlichen los würden.

Ruth Müller | Mo, 2. Juli 2018 - 15:07

... wer kontrolliert den Öffentlichen Rundfunk?
Wo kann man die Entscheidung dieser Kommission - falls Sie es gibt - öffentlich als GEZ-Zahler und quasi Alimentierer derer - nachvollziehen?

Helga Ahrens | Mo, 2. Juli 2018 - 15:15

Und was ich erwarte. Herr Gniffke, von Journalisten, ist leider selten geworden. Warum Merkel dies tut und Seehofer jenes, wird wie für das "Goldene Blatt" gemutmaßt. „Wie ein altes Ehepaar“ „Verletzte Gefühle“ und sofort. Da sind Sie leider auch nicht der einzige, der solchen Unsinn absondert. Unsinn, weil das nur simple und dümmliche Behauptungen sind, von nichts gedeckt. Fakt ist aber: Frau Merkel hat die CDU/CSU umgebaut. Ganz massiv. Und nicht zur Freude aller. Und ich muss nicht mutmaßen, ein Teamplayer ist Frau Merkel wohl nicht gerade. Wer so mit seiner „Schwester“ umspringt, darf sich doch nicht wundern! Und auch die AfD ist nicht von ungefähr entstanden. Und wenn unsere Journaille weiter so unprofessionell agiert, wird’s garantiert nicht besser.

Dorothe Gaede | Mo, 2. Juli 2018 - 15:20

"Nennen Sie mir ein Land in dem Journalisten und Politiker sich vertragen, und ich sage Ihnen, da ist keine Demokratie"!
Pfui Herr Gniffke!
Danke abermals Herr Kissler!!

Hans Herzberger | Mo, 2. Juli 2018 - 15:23

Das ist eben diese Art von Meinungsmache, die durch Parteihöflinge in den öffentlichen Anstalten ohne richtige Recherche betrieben wird. Dazu zählen auch Will, Maischberger und der Rest dieser Art Talkshows mit Volksverdummungscharakter. Zudem werden auch die sogen. Umfrageinstitute immer unglaubwürdiger und manipulieren Ihre Umfragen und Erhebungen zu Gunsten Ihrer Bezahlungsgeister (wer gut bezahlt, wird auch gut beliefert). Diese öffentl. Meinungsmache zeigt den Niedergang des ehemals guten deutschen Journalismus, der noch kompetente, unabhängige und neutrale Meldungen verfasste. Der ehemals von der PEGIDA geschaffenen Audruck LÜGENPRESSE wird immer wahrscheinlicher. Wobei CICERO eine der wenigen Ausnahmen darstellt und eine Segen am Pressehimmel ist !

Hans Jürgen Wienroth | Mo, 2. Juli 2018 - 15:24

Wieder ein hervorragender Konter von Ihnen.
Leider scheint die Hassrede in unserem Lande die sachliche Diskussion in der Politik abgelöst zu haben. Keine überzeugenden Argumente sondern nur politische Statements und Beschimpfung Andersdenkender. Das sieht man z. B. beim Diesel-Bashing, bei der „2-Klassen-Medizin“, bei der Migrationsfrage und beim freien Welthandel.
Wer den Redestil mancher Politiker ansieht fühlt sich an Demagogen erinnert. Sie wollen nicht überzeugen sondern eigene Vorstellungen „einpeitschen“. Der Respekt vor Politikern und Andersdenkenden bleibt da für die „Meinungshoheit“ auf der Strecke.

Joachim Fehr | Mo, 2. Juli 2018 - 15:49

Ich könnte auch den Kommentar von Herrn Gniffke ertragen, wenn ein zweiter Kommentar mit einer anderen Überzeugung folgen würde. So ist der öffentlich-rechtliche Einheitsbrei eine Zumutung. Wer dem Zeitgeist so folgt, hinterläßt keine eigenen Spuren und wird überflüssig.

ARD und ZDF produzieren durch Ihre tendenziöse Gestaltung Wasser für die Gegner der Pressefreiheit, die sich hinter dem Begriff "Lügenpresse" versammeln. Schade!

erwarte ich gar nicht. Ich erwarte aber journalistische Sorgfalt, keine bewussten Lügen und z.B. Sachkenntnis. Kein Problem wenn man Seehofer oder Weidel hart angeht....aber wie hart müsste man mit Merkel & Co. ins Gericht gehen wenn man vergleichbare Maßstäbe anlegt und all die Fehler der letzten Jahre bewertet ? Traut sich z.B. jemand zu sagen : die Situation in den Altenheimen ist teilweise menschenverachtend und damit sind auch die politisch Verantwortlichen menschenverachtend ? Inhaltlich ist das richtig.
Die Bewertung auch. Es gäbe noch viele andere Beispiele. Traut man sich ?
Bisher nicht oder kaum. So wird Journalismus nicht seinem Anspruch/Auftrag gerecht und der Vergleich mit Journalisten die wirklich etwas riskieren ist einfach nur schäbig.
Wir reden / schreiben über Mitläufer....typische Mitläufer und/ oder geist / niveaulose
Überzeugungstäter. Ich weiß nicht was schlimmer ist.

Engelbert Dechant | Mo, 2. Juli 2018 - 16:00

Ich kann das Unwort "Lügenpresse" aus tiefster Verachtung für die seinerzeitigen Urheber nicht leiden.

So wie sich unsere linken Medienvertreter aber jetzt gebärden, ist aber Tatsache.

Leider!

Klaus Funke | Mo, 2. Juli 2018 - 16:03

Zunächst vielen Dank Cicero für diesen Artikel. Eine wohltuende Klarheit. Leider, oder muss ich sagen Gott sei Dank habe ich mit diesen Kai Eduard von Gniffke nicht angehört. Ich schau schon längere Zeit keine Tagesthemen oder Tagesschau oder Heute Nachrichten mehr an. Zwar muss ich sie bezahlen, aber anhören - nein. Man kann über Herrn Seehofers Vorgehen oder Verhalten verschiedener Meinung sein, wobei ich dazu neige, ihm ehrliche Absichten zu unterstellen. Was man von einer Kanzlerin nicht behaupten kann, deren Erfolgsmeldungen schon Stunden später nur noch halb wahr sind - siehe Dementis von Polen Ungarn, Tschechien usw. Wir dürfen nicht vergessen, wer diesen ganzen Wirrwarr angerichtet hat, mit einer ungesetzlichen Grenzöffnung und dem darauffolgenden fortgesetzten Rechtsbruch - Angela Merkel. Ich wünsche mir, dass diese Gniffkes genauso verschwinden wie Karl-Eduard von Schnitzler seinerzeit verschwunden ist. Ja, Hass ist keine Meinung - Meinung ersetzt keinen Journalismus.

Sepp Kneip | Mo, 2. Juli 2018 - 16:09

Seit langer Zeit habe ich heute mal wieder die BILD-Zeitung gelesen und war erstaunt. So viel Objektivität hätte ich ihr gar nicht mehr zugetraut. Keine Lobreden auf Merkel, kein Draufhauen auf Seehofer. Nein, BILD hat sehr sachlich berichtet. Was das Gipfelergebnis anbetrifft, steht sie Seehofer näher als Merkel. Sie hat die Merkel'schen Lügen auch als Lügen erkannt und gebrandmarkt. Den Seehofer'schen Widerstand empfindet BILD einer streibaren Demokratie angemessen. Zwischen den Zeilen konnte man fast herauslesen, dass, wenn es schon keine echte Opposition gibt, diese sich halt innerhalb einer Koalition bilden muss. Auch BILD sucht die Vorteile des EU-Gipfels für Deutschland vergeblich. Ist eine weiter Stütze Merkels weggebrochen?

Eine Kanzlerin, die ihre Bürger derart belügt und an der Nase herumführt, darf nicht länger im Amt bleiben. Seehofer tut gut daran, wenn er hart bleibt. Auch wenn die Koalition daran zerbricht. Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Ich lese die BILD nicht und staune bei Ihren Zeilen. Als ich Herrn Kisslers 'Konter' las, beschlich mich schon die Frage, ob er sich nicht vielleicht beim 'Boulevard' entschuldigen sollte ob seines Vergleichs 'Gniffke/Boulevard'. Nun scheint mir er sollte!
Es scheint etwas in Bewegung im Blätterwald: Erst ein sehr erstaunlicher Artikel in DIE WELT, nun BILD! "Götterdämmerung" bei Springer? oder "geht man von Bord"?

Erik Markens | Mo, 2. Juli 2018 - 16:14

Hmm, Herr Kissler, nun haben Sie einen ausgefeilten Bericht — Pardon — einen eigenen Kommentar geschrieben, sehr schön.
Allerdings ist es vielleicht an der Zeit, die Grundlagen der Journalistik noch einmal durchzugehen und sich explizit die Definition der journalistischen Kommentars noch einmal anzuschauen.
Ein Kommentar spiegelt die persönliche Meinung des Journalisten wider und ist nicht mit der Meinung der Redaktion und des Medienhauses gleichzusetzen. Was der Journalist sagt, ist seine eigene Meinung — und die darf er äußern.
Die Kategorie der "Hassrede", die Sie hier aufgreifen, halte ich doch für >sehr< übertrieben. Nirgendwo hat Gniffke beleidigend agiert oder gar Hass gegen Seehofer geschürt. Er hat sarkastisch, mit pointierten Übertreibungen und einer Prise Humor mit der aktuellen Art des politischen Betriebs abgehandelt, der sich derzeit nur mit einem Thema beschäftigt: Flüchtlinge hier, Flüchtlinge dort, BAMF hier, BAMF dort. Wir haben, "weiß Gott", noch andere Probleme.

Genau. Das Thema Flüchtlinge ist völlig überbewertet und nützt nur den "Rechtspopulisten"...sonst interessiert das kein Schw...
Und : es gibt andere Probleme, die vernachlässigt werden...
So höre / lese ich es fast täglich in unseren Qualitätsmedien.
Dabei versuchen unsere "Qualitätsmedien" gern die oft bestehenden Zusammenhänge mit der Flüchtlingskrise zu negieren. Hat die ungeregelte Massenzuwanderung keinen Einfluss auf unsere Finanzen und damit auf unsere finanziellen Möglichkeiten in vielen anderen Bereichen ? Oder Bildungschancen ?
Wohnraum ? Jobs für Geringqualifizierte ? Weiter ? Oder reicht das ?
Wenn man das mit der gebotenen Klarheit in den Öffentlichen diskutieren würde, wüsste ich wer dabei gaaanz alt aussehen würde....deshalb wird es auch nicht gemacht...weil es "den falschen nützt" (M.Lanz)...oder für uns erst "eingeordnet werden muss..." das ist betreutes denken für "mündige Bürger". Da lässt man (Maischberger) dann Sprüche wie : "deshalb hat keiner weniger" durch.

Wenn nur aus einer Richtung geschossen wird - ist das kein Kommentar, sondern Propaganda, natürchlich nicht von dem Herren, aber von der Leitung der ARD die diesen Agitator vorschickt und andere Kommentatoren die die Sache differenzierter betrachten, aussperrt!

Denken Sie mal darüber nach ...

Ich hätte kein Problem mit diesem einen Kommentar, wenn er nicht das Problem so gut illustriert hätte. Unser ÖR Medien bilden nicht die Vielfalt der Meinungen in DE ab, werden aber von allen Deutschen bezahlt. Wenn ein privater Sender nur die Meinung des Eigentümers und dessen finanziellen Interessen wiederspiegelt, dann ist das Kapitalismus. Wenn der Medienmarkt offen ist, dann finden sich andere Sender, die dann die anderen Meinung abdecken. Das alles gibt es bei den ÖR nicht, weshalb man intern auf Vielfalt achten müsste. Ich verlange nicht AfD-Kommentatoren in den ÖR-Medien, obwohl das interessant wäre. Würde man diesen Weg gehen, müsste man die politische Position der Kommentatoren stärker deutlich machen, damit sie nicht als vermeintlich "neutral" rüber kommt. Im übrigen ist zu fragen ob der "Chef" einen Kommentar machen sollte. Wie geht das mit seiner übrigen Arbeit als "neutraler" Journalist zusammen? Ist die gleiche Diskussion wie Journalisten, die auf Demos gegen Rechtpopuli

Jacqueline Gafner | Mo, 2. Juli 2018 - 16:19

Medienschaffende, die ihre Funktion als sogenannt vierte Macht im Staate noch glaubwürdig wahrnehmen, muss man zusehends mit der Lupe suchen, nicht nur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, da aber besonders häufig, gerade auch in Deutschland. Keine gute Entwicklung, für niemanden, mit absehbaren Folgen, was eine mehr als nur formal demokratische und freie Willenbildung der Bürgerinnen und Bürger betrifft. Die Nachfrage nach einer über Zwangsgebühren finanzierten "Prawda" dürfte sich jedenfalls in engen Grenzen halten, um es plakativ zu sagen.

Mathias Trostdorf | Mo, 2. Juli 2018 - 17:03

Der Kai Gniffke fiel nur besonders negativ auf.
Auch alle möglichen anderen Politiker und Journalisten hatten in dieser Auseinandersetzung mehr oder weniger eindeutig für Merkel votiert und sich verächtlich über Seehofer geäußert. Große Bilder wurden da produziert: Der Weltuntergang, zumindest der Untergang "Europas" wurde an die Wand gemalt, wenn Merkels Nicht-Ergebnisse aus Brüssel nicht nicht genügend gewürdigt würden...
Man mag gar nicht mehr lesen und hören.

Graf Yoster | Mo, 2. Juli 2018 - 17:14

Viele Journalisten hierzulande tanzen da nahe am Grat entlang. Bei Donald Trump und gegen rechte Populisten generell sind die Beisshemmungen verschwunden und die Aufsicht ist sehr nachsichtig.

Ich weiss nicht wie diese Journalisten da wieder rauskommen wollen ohne vollends das Gesicht zu verlieren

lebt es sich ganz ungeniert, wie schon Wilhelm Busch augenzwinkernd festgestellt hat. Und die "Überzeugstäter" unter den Journalisten werden ihren Stil ohnehin nicht ändern, sondern weiterhin den Politiker geben, ohne je in ein entsprechendes Amt gewählt worden zu sein, und sei es nur in einem 300-Seelen-Dörfchen. :)

Jo Steiner | Mo, 2. Juli 2018 - 17:33

Was erwarten wir, wenn wir es zulassen, dass uns Geld abgenommen wird, damit solche Typen uns zumüllen

Andrée Bauer | Mo, 2. Juli 2018 - 17:54

Der ÖR hat spätestens seit 2015 den Boden des seriösen und sachlichen Journalismus verlassen, als man mit Jubelarien und tränenreich ( Claus Kleber) die Massenankunft von Migranten gefeiert hat und jede kritische Stimme mit „ Rassist“ und „ Hassreden“ , „ Rechtsaußen „ regelrecht niedergebrüllt hat. Wir sind wieder zurück auf Anfang und kritische Fragen bzgl AM werden vom Chor der Claquere im Keim erstickt.

Frederik Weiss | Mo, 2. Juli 2018 - 19:20

Obwohl die sogenannten öffentlich-rechtlichen Anstalten jährlich Milliarden für ein immer miserabler werdendes Programmangebot und Unmengen von Internetexperimenten ohne nachvollziehbaren Leistungsnachweis erhalten, erdreisten sich einzelne "Scharfmacher" ihre "eigene Sicht der Dinge" in das Programm "einzubinden". So geschehen am Sonntag.
ARD-aktuell-Chef Gniffke hat mit seiner dokumentierten Hasstirade jede weitere Chance verspielt, am "neutralen Versorgungsauftrag für Information" mitzuarbeiten und mitzuverdienen.
Auch der WDR ist den Gebührenzahlern noch etwas schuldig. Vom gebührenfinanzierten Intendanten bis zu Abteilungsverantwortlichen sind in der "unter den Teppich gekehrten Belästigungsaffäre" noch keinerlei Kosequenzen gezogen worden.
Würden private Medien in diesem unsauberen Stil "arbeiten", wäre das "Dauerfeuer der Guten" in ihren öffentlich-rechtlichen Sendungen "gebucht".
Die milliardenfressende ARD muß endlich mit dem Aufräumen beginnen. Jetzt!

ferdinand Amberger | Mo, 2. Juli 2018 - 19:26

Da drehts mir den Magen um ,wenn ich meine GEZ-Gebühr bezahlen muß!

Ursula Horvath | Mo, 2. Juli 2018 - 19:58

der neue Putin oder Trump für den ÖR? Es ist als hätten die meisten Journalisten nicht gelernt, dass man von ihnen Fakten erwartet ohne Wertungen aller Art. Eine Seuche krassiert seit wir Merkelland sind hier in Deutschland. Wenige Ausnahmen gibt es natürlich, dazu gehört der Cicero, ansonsten liest man halt fremd in Austria oder in der Schweiz. Dieser ABSONDERLICHE Zustand müsste eigentlich vielen Menschen zu denken geben, doch das ist nicht so, es wird hingenommen ohne über die Folgen nachzudenken! Deshalb bleibe ich dabei, Seehofer hat Recht, doch wie er es umsetzt, ist eine Lachnummer. Das ändert nichts daran, das Merkel nicht weg muss, gerade, sie die Verursacherin all dieser Szenarien durch ihre kopflose Politik, sollte Neuwahlen ausrufen. Was soll denn noch schlimmer werden als es schon ist?

Norbert Dittrich | Mo, 2. Juli 2018 - 20:09

Leider kommentiert er über das Massenmedium Fernsehen vollkommen unzureichend.Mit Vorsatz als treuer Parteisoldat an der Journaille-Front?
Ein gelernter Konstruktivist arbeitet sich hier an einer Noch-Nicht- Realität ab.Kommt einem vor,wie die Eigentherapie von Phantomschmerzen.Er erzeugt in seiner Einbildung so eine Art Meinungsprognostik,früher nannte man das voraus eilender journalistischer Jubelschall.Ist eigentlich nicht vereinbar mit öffentlicher Rundfunkethik seit 1945.
Egal wie man das auch politisch wertet: es geht beim Chefkommentator ARD- AKTUELL nur um die streitenden Personen,nicht den eigentlichen Streitgegenstand.Der "Masterplan" wurde ja schon vorab "herunter geputzt"bevor ihn irgendjemand zu lesen bekam.Interessiert doch nicht was da drin steht-oder?
Merke:Medialer Phantomschmerz Ist nicht viel besser als fake news,dennoch "wirkungsgleich"hinsichtlich der Folgen.Insbesondere dann,wenn ganze Journalisten-Chöre solche Schmerzens-Arien rauf und runter singen.

Norbert Dittrich | Mo, 2. Juli 2018 - 20:17

Leider kommentiert er über das Massenmedium Fernsehen vollkommen unzureichend.Mit Vorsatz als treuer Parteisoldat an der Journaille-Front?
Ein gelernter Konstruktivist arbeitet sich hier an einer Noch-Nicht- Realität ab.Kommt einem vor,wie die Eigentherapie von Phantomschmerzen.Er erzeugt in seiner Einbildung so eine Art Meinungsprognostik,früher nannte man das voraus eilender journalistischer Jubelschall.Ist eigentlich nicht vereinbar mit öffentlicher Rundfunkethik seit 1945.
Egal wie man das auch politisch wertet: es geht beim Chefkommentator ARD- AKTUELL nur um die streitenden Personen,nicht den eigentlichen Streitgegenstand.Der "Masterplan" wurde ja schon vorab "herunter geputzt"bevor ihn irgendjemand zu lesen bekam.Interessiert doch nicht was da drin steht-oder?
Merke:Medialer Phantomschmerz Ist nicht viel besser als fake news,dennoch "wirkungsgleich"hinsichtlich der Folgen.Insbesondere dann,wenn ganze Journalisten-Chöre solche Schmerzens-Arien rauf und runter singen.

Alexander Oswald | Mo, 2. Juli 2018 - 20:26

Ein Teil der Selbstzerstörung dieses Landes ist die Zwangssteuer zur Zwangsfinanzierung solcher Degeneraten. Jeden Tag geht ein Tropfen Bundesrepublik verloren. Im Sinne von Identität und Identifikation. Identifikationszerstörungsmaschine öffentlich-rechtlicher Rundfunk.

Thomas Bonsack | Mo, 2. Juli 2018 - 21:06

Vielen Dank für Ihren Artikel Herr Kissler. Ich habe den Kommentar von Herrn Gniffke auch live gesehen und war entsetzt, wie eigentlich immer über die Kommentare, diesmal aber eben in besonderem Maße. Nun habe ich leider nicht die Möglichkeit einen Artikel zu verfassen, sodass ich auf die ganz normale Briefform zurückgreifen muss. Natürlich wird meine Kritik Herr Gniffke nicht stören, ist er doch völlig unabhängig von seinen zahlenden Kunden. Man hat ja gesehen, was er sich dort im ÖR erlauben kann. Man erinnert sich an Hans Joachim Friedrichs der den Satz geprägt hat: " Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten". Herr Gniffke hat für alle ganz offensichtlich einfach einen rausgehauen, der an Stamtischen besser aufgehoben ist. Kann mir einer die Postadresse von Herrn Gniffke geben?

Klaus Meene | Mo, 2. Juli 2018 - 21:47

Die journalistische Kernschmelze ist der falsche Titel, denn das Staatsfernsehen hat andere Prioritäten und Massstäbe, zu denen der Journalismus gewiss nicht zählt. Die Systemmedien ARD und ZDF werden nicht so üppig ausgestattet, damit sie denen gegenüber kritisch sind, die sie mit Zwangsgebühren versorgen. Insofern wäre Merkel- bzw. Blockparteien-Kritik eine echte Kernschmelze.

Hans Bauer | Mo, 2. Juli 2018 - 21:47

Meines Erachtens muss Herr Gniffke zurücktreten als 1. Chefredakteuer ARD - aktuell. Weniger weil er "voreilig" - ohne endgültige Information - kommentierte. Sondern weil ich nunmehr künftig bei allen - früher von mir als absolut neutral und objektiv angesehenen - Berichten und Nachrichten der Tagesschau und der Tagesthemen den begründeten Verdacht haben muss, ich werde manipuliert. Wohlgemerkt: Nachrichten und Berichte, nicht die Kommentare. Und zwar, weil ich ab jetzt vermuten muss, schon z. B. die Auswahl der Themen, die Auswahl von bejahenden oder ablehnenden Interviews (von Parteibasis oder sonstigen Bürgern) soll mich in eine bestimmte Richtung drängen. Die emotionale Abqualifizierung von Seehofer in dieser Weise zeigt mir, wie Herr Gniffke bestimmte Politiker künftig am liebsten präsentieren möchte. Das geht so aber nicht ! Ich habe mein Vertrauen verloren. Leider kann ich meinen Rundfunkbeitrag aber den ö.-r. Medien nicht vorenthalten.

Martin Schmidt | Mo, 2. Juli 2018 - 22:21

Ich habe gestern den "Kommentar" live gesehen und dachte erst die ARD traut sich was die heute-show zu senden. Aber nein es war ein Gniffke wie er leibt und lebt. Fernab der Realität sitzt er in seiner Echokammer und phantasiert sich Fake News zusammen. Apropos, sollten die dann wie im Januar (Stichwort, Trump Buhrufe) auffliegen, erzählt er eben eine neue Geschichte. Damit erklärt er zwar nicht die Fake News aber wen interessiert das Geschwätz von gestern.

Yolanda Kalt | Mo, 2. Juli 2018 - 22:27

Mit welcher Schamlosigkeit das zwangsfinanzierte Fernsehen Gesinnungsjournalismus betreibt ist nicht mehr zu steigern.
Man hat den Punkt überschritten wo man sich nicht mehr die geringste Mühe gibt objektiv zu berichten, was eigentlich laut Staatsvertrag verpflichtend sein soll.

Daniela Lütke | Mo, 2. Juli 2018 - 23:07

..."hart aber fair" geschaut habe, kann man doch am besten gleich überall zusammenfassend schreiben: Hätten wir nicht diesen problematischen Seehofer in Verantwortung "hätten wir schon alles geschafft" und hätten überhaupt sowieso keine Probleme mehr, weil er die geniale Jahrhundertkanzlerin, die uns geschenkt wurde, daran hindert, auf ihre geniale Art die Welt zu retten. Endlich wissen wir,wem wir all das Chaos seit 2015 zu verdanken haben!

Isolde Engler | Mo, 2. Juli 2018 - 23:22

Angesichts dieses unprofessionellen Beitrags von Herrn Gniffke haben endlich selbst gutgläubige ARD-Zuschauer erkennen müssen, wie manipulativ und verantwortungslos Meinungen im ÖR verbreitet werden. Hier hat die ARD unverblümt ihr wahres Gesicht gezeigt, das sie bisher oft dezent maskiert hatte. Danke Herr Kissler!

Norbert Heyer | Di, 3. Juli 2018 - 06:04

Das ARD und ZDF Hofberichterstattung machen, ist bekannt. Neutrale Berichterstattung beziehe ich aus der ausländischen Presse. Unsere Medien haben sich mit Haut und Haaren der Merkel-Politik ausgeliefert. Sie bezahlen dafür mit der höchstmöglichen Strafe: Glaubwürdigkeit.

Norbert Heyer | Di, 3. Juli 2018 - 06:14

Herr Seehofer hätte in jeder Tragödie die Rolle des Unvollendeten. Einerseits hat er mit seinen Einschätzungen und Aussagen immer richtig gelegen, andererseits hat er es aber gescheut, die folgenden erforderlichen Schritte auch einzuleiten. So blieb er immer ein Mahner ohne Mut zur Aktion. Macht, Ansehen und Prestige hat er als wichtiger angesehen. Jetzt hätte er mit einem Befreiungsschlag alle Zweifler überzeugen können. Doch es blieb wie immer bei der heißen Luft ohne Substanz. Jetzt hat er einen Scherbenhaufen verursacht, der allen Beteiligten nachhaltig schadet.

anita brandl | Di, 3. Juli 2018 - 08:01

Nur ein weitere Beweis, was man von den ÖR zu halten hat. Staatsfernsehen! Jeder ehemalige DDR-Bürger hat es schon längst gemerkt!

walter mans | Di, 3. Juli 2018 - 08:10

Ja, da darf der Chefredakteur ungestraft vom "Hormonhaushalt" zweier Männer sprechen.
Man stelle sich vor, ein MANN würde vom "Hormonhaushalt" Angela Merkels, Andrea Nahles' oder Katrin Göring Eckardts sprechen...
Sexismus/Rassismus pur.
"Alten Männern" darf man also Irrationalität Aufgrund biologischer Vorgänge unterstellen. Fremdgesteuert, irgendwie minderbemittelt - tja, ungeeignet aufgrund ihrer Natur.
Würde ich SO über eine Frau sprechen - ich wäre ein riesen Arschloch! Zu Recht!

Dagmar Hase | Di, 3. Juli 2018 - 08:59

I want my money back ! - liebe Gebühreneinzugszentrale.

Franz Gailer | Di, 3. Juli 2018 - 10:16

Sollte der Öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht neutral und ausgewogen berichten und kommentieren? Ich erlebe seit Jahren das Gegenteil. Die Berichterstattung ist, was Auswahl der Themen , Kommentare , Auswahl der interviewten Politiker angeht eindeutig und durchgängig linkslastig. Und dafür muss ich zahlen

Reinhold Wurian | Di, 3. Juli 2018 - 10:52

So also kommen sie daher, die Hassprediger in den zwangsfinanzierten Propagandamedien. Schaemt euch, ekelhaft! Mich erreicht ihr schon lange nicht mehr.

Harald Freihoffer | Di, 3. Juli 2018 - 21:08

der Kommentar des ARD-Chefredakteurs Gniffke erinnerte mich in fataler Weise an den "Schwarzen Kanal" des früheren DDR-Chefagitators Karl-Eduard von Schnitzler.

Ich frage mich, wofür ich Fernsehgebühren zahle, um mir auf der ARD diese Mist-Mixtur aus Krimis und Hasskommentaren ansehen zu müssen?

Karin Zeitz | Di, 3. Juli 2018 - 23:34

bei einem Kommentar vor lauter Hass und Verachtung der Geifer aus dem Mund spritzt ist das kein erbaulicher Anblick für das Publikum. Negative Kommentare lassen dann nicht lange auf sich warten und vielleicht bekommt man dann sogar einen Spitznamen. So wurde z.B. Karl-Eduard von Schnitzler wegen seiner Sendung "Der scwarze Kanal" im Volksmund nur "Sudel-Ede" genannt.

Maria Joli | Mi, 4. Juli 2018 - 00:27

Lieber Christoph Schwennicke,
Ihr müsst aufpassen: mit Kommentaren wie Kisslers ARD-Bashing, der voller Hass (auf Gniffke) den Hass kritisiert, zieht Ihr rechte Geister an. Die AFD freut sich. Kissler sollte besser über Gott schreiben. Das kann er zwar auch nicht, ist aber nicht so schlimm.

Horst Huber | Mi, 4. Juli 2018 - 14:09

Der gute Mann sprach mir einfach nur aus dem Herzen.

Von wem Seehofer Applaus bekommen hat, sollte ihm in einer ruhigen Minute vielleicht doch mal zu denken geben. Aus der Union kam der nicht.

Herzlichst
Ein Mitglied einer großen, bayerischen Volkspartei