Holger Friedrich Berliner Verlag Foto
Verleger Holger Friedrich auf dem Dach des Berliner Verlags in Berlin / Foto: Anja Lehmann

Holger Friedrich startet „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ - Ost! Ost! Ostdeutschland!

Der Verleger Holger Friedrich hat eine Zeitung gegründet, die als neues Leitmedium die ostdeutsche Perspektive in die öffentliche Debatte tragen soll: die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“. Was steckt dahinter? Ein Besuch im Osten der Republik.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

So erreichen Sie Ben Krischke:

Die friedliche Revolution beginnt hinter einer blauen Tür im Dresdner Stadtteil Striesen. Ein enges Treppenhaus führt hinauf in den ersten Stock, vorbei an einem Werbeplakat für Yoga-Stunden. „Klassisches Hatha-Yoga“ gibt es im Erdgeschoss, ein Stockwerk weiter oben wird an etwas gearbeitet, das nicht nach innen, sondern nach außen wirken soll. Hier, auf dem ehemaligen Pentacon-Gelände, wo in der DDR Spiegelreflexkameras sogar für das kapitalistische Ausland hergestellt wurden, entsteht als „Projekt Halle“ eine neue Zeitung.

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Urban Will | Fr., 20. Februar 2026 - 08:08

sondern instruiert.“ Das genau ist heute das Leitmotiv des ÖRR, man kann also „DDR“ einfach durch „ÖRR“ ersetzen.
Die West-Schafe lassen sich leicht instruieren oder sagen wir besser: erziehen. Nur so konnte sich bspw. der ganze grüne Schwachsinn durchsetzen. Der ÖRR verkaufte und verkauft ihn noch immer als „alternativlos“.
So war man sich beim ZDF angesichts der Schneemassen in Olympia nicht zu blöde, den Schneefall als Folge des Klimawandels zu erklären (während man das bei mangelndem Schnee ebenfalls macht.) Abgeschlossen mit „damit das dann auch mal geklärt ist...“
Das Projekt OAZ kann also durchaus erfolgreich werden, wenn die Betreiber das haben, was den Westlern fehlt: Mut zur Wahrheit.
Mehr braucht guter Journalismus nicht. Außer – in diesem Irrenhaus Deutschland – noch eine gute Portion Durchhaltevermögen und ein dickes Fell, denn eines ist klar: die OAZ wird vom linken Erziehungs- und Lügen-Journalismus sofort zwei Attribute angehängt bekommen: „umstritten“ und „rechts“.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr., 20. Februar 2026 - 08:44

sind teils noch Gesamtdeutsche, jedenfalls noch so aufgewachsen.
Das würde ich selbst für mich noch reklamieren und auch wieder.
Für meine Kinder sowieso.
Dennoch muss man die geschilderten Besitzverhältnisse und "Produktionsverhältnisse" nicht so belassen.
In Dresden haben wir selbstverständlich die Sächsische Zeitung gelesen, in Berlin die Berliner Zeitung, allerdings nebenher FR und ZEIT.
Der Tagesspiegel war mir viel zu westdeutsch, aber auch den habe ich mal gelesen.
In Österreich lese ich standard.at und nicht standard.de.
Ich wünsche also viel Erfolg.
Ein sehr informativer Artikel von einem neugierigen und aufgeschlossenen Journalisten.
Danke, Herr Krischke...
PS. "Krischke" ist doch nicht bayerisch von der Etymologie her?

Liebe Frau Sehrt-Irrek, 
gut beobachtet. Krischke ist quasi auch Osten, allerdings noch weiter östlich. Die Familie stammt väterlicherseits aus ehemals Nord- und Süd-Mähren, also dem heutigen Tschechien. 
Beste Grüße
Ben Krischke 

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr., 20. Februar 2026 - 12:52

Antwort auf von Krischke

ich hätte Sie aber eher Richtung Ost/Preussen vermutet.
Las irgendwo, dass im 19. Jahrhundert Familiennamen sich weit verbreiteten.
Beginnende Moderne, Industrialisierung, Verkehr/Vernetzung -> Ortsunabhängigkeit der Nachnamen.
Das Deutsche Museum in München zeigt einiges an Technik aus der Zeit?

Menschen mit "Namen" etwas "anhängen", "Identitäten" festlegen, sei doch gesagt, dass ich Namen eher wie Münzen, Musik oder Gemälde sehe, sie erzählen eine Geschichte.
Zudem früher zumeist die der Männer, vielleicht nach dem Motto "mater certa, pater incertus est"?
Jedenfalls war die Mutter eines Großvaters eine verheiratete "Dembski".
Den Namen gibt es nicht so häufig, deshalb fiel mir halt der Name von Frau Yu-Dembski auf, ohne der Familie damit zu nahe treten zu wollen oder anderen.
Namen sind für mich wie "Nervenbahnen" eines Weltkörpers, mal familiär, mal verbunden durch vergleichbare Tätigkeiten, aber höchstens, um Nähe zu finden und offen in die Zukunft.
RESPEKT

so meine feste Überzeugung, nicht für das Normalste auf der Welt entschuldigen: Interesse am Gegenüber oder eine gewisse, positive Neugierde.
Das müssten Sie im Kreise „Ihrer“ SPD, vielleicht eher. Ist man dort doch schon „Rassist“, wenn man Fakten nennt.
In meiner – ebenfalls linksgrün dominierten – Firma (ich werde sie nicht nennen), in der viele Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten, wird es mittlerweile als rassistisch oder mindestens beleidigend angesehen, wenn man jemanden nach seiner Herkunft fragt.

Dagmar Lubig | Sa., 21. Februar 2026 - 13:55

Antwort auf von Krischke

Werter Herr Krischke,
da es bis dato Nord- und Südmären gibt, kann keine Rede von ehemals sein, und darüberhinaus gehört diese Region seit 1918 zu Tschechoslowakei, nach der Trennung dieses zwei Völkerstaates eben zu Tschechien.
Die unheilvolle Episode von Protektorat, die wohl die Grundlage ihrer hier niedergeschriebenen Einordung bildet, die ist milde ausgedrückt sehr befremdlich!

Ernst-Günther Konrad | Fr., 20. Februar 2026 - 09:26

Ich bin inzwischen absolut skeptisch was das Thema betrifft. Mögen die Gründer der OAZ die besten Absichten haben, stellt sich immer die Frage, sind sie so autonom, dass sie sich niemandem finanziell unterwerfen müssen? Ich kann nicht beurteilen, ob der Osten eine solche Zeitung wirklich braucht und wie sehr man noch an die Seele der DDR geplagten anschließen kann und den alten Widerstandswillen wieder hervorbringen kann/möchte/muss? Immerhin zeigt uns der Osten inzwischen auch ohne eine OAZ, dass sie in der Lage sind, sich freie und kritische Informationen zu besorgen und womöglich wird die OAZ auch nur einen Abklatsch abbilden von den vielen anderen freien Medien, die es inzwischen gibt. Ich will denen nichts unterstellen, aber wenn ich so die einzelnen Biografien der Gründer lese, irritiert mich da mehr als das ich da eine Linie erkennen könnte. Ist vielleicht auch gar nicht gewünscht, muss sich vielleicht auch erst entwickeln. Wie sagte einst H. Valerien: * Schau mer ma*.

Ja, Ostdeutschland braucht eine solche Zeitung. Vorausgesetzt, sie hält das, was versprochen wird. Die heute erhältlichen Printmedien sind bis auf einige Ausnahmen, wie Berliner Zeitung, Cicero, alternative Medien u. a., ebensolche manipulativ ausgrichteten Organe wie es hier den DDR-Zeitungen zu Recht vorgeworfen wird. Hinzu kommt, dass es tatsächlich keine Zeitung für die Ostdeutschen gibt. Diese werden auf Grund ihres Wahlverhaltens, ihrer kritischen und reflektierten Haltung, heute oft diffamiert und misstrauisch beäugt. Mit dem neuen Selbstbewusstsein der "Ostler" kommt man medial nicht so richtig klar und macht das auch immer wieder deutlich.

Thomas Veit | Sa., 21. Februar 2026 - 01:19

Antwort auf von Dr. Elke Neumann

u.a. eigene 'blinde Flecken im System' aufdeckt... ... - wer mag das schon..., in dieser linksgrünwoken Medienlandschaft, die wir heute hier haben!? /😉

[...ausserdem funktionieren diese selbstbewussten Ossis nicht richtig..., obwohl sie doch auch wie wir Medienleute links seien müssten... - theoretisch 🤔]

IngoFrank | Fr., 20. Februar 2026 - 09:32

Vergangenheit …..
Ich bin der Ansicht, das „unsere Demokratie“ das Land in ähnlicher Weise kaputt gemacht hat, wie die SED, gemeinsam mit den Parteien der nationalen Front, die alte DDR.
Die, so um die 50ziger Jahre im Osten Geborenen haben auf das Heute & Jetzt eine „andere“ Perspektive weil einerseits in der DDR sozialisiert und vor allem gearbeitet haben in dem Bewusstsein der Existenz zweier deutscher Staaten. Wiedervereinigung kein Thema. Freiheit, bei Wahlen, Presse, Funk & Fernsehen der eigenen Meinung vermisst man nicht, weil man es nicht kannte. Man schaffte „Nieschen“ in dem sich auch im Sozialismus leben konnte. Schaute Beat- Chlub & höhrte HR3. Höfers Frühschoppen gehörte zum Sonntagsbraten…….
Dann die Wende und die Tür ging auf. Wer weiß wie lange bleibt sie offen ? Wiedervereinigung!
Arbeitsplatzverlust, DM Einführung, bange Frage nach unserem Eigenheim Kredit. Mit dem Trabbi nach NRW zur neuen Arbeit. Fax Gerät noch nie gesehen, kein arbeiten für den Papierkorb.

Unbekannte kurze Betriebsstrukturen. Montagearbeiten die eine Anzahl von 12 - 15 AK erforderte mit 4! Mann ausgeführt. Kräne, Hebebühnen, Material mit termingerechter Anlieferung auf der Baustelle …..ein Wahnsinn an Produktivität in der Organisation. Alles vorhanden, keine Lagerwirtschaft, keine Bedarfsabsprachen mit Kreis, Bezirk, oder Ministerium…,, keine Partei und Gewerkschaftsversammlungen. Kein Arbeitsvertrag, brauchen wir nicht bekam ich auf meine Frage zur Antwort. 10 bis 12 Stunden Arbeitszeit um zu „lernen“ und sich auf das Neue einzustellen mit der Gewissheit, dass sich Arrangement & Leitung lohnt und zu Wohlstand führt. Unser Haus ist längst abbezahlt und quasi nach wenigen Jahren auf. „Weststandart“ saniert wurden. Für die Bewirtschaftung unseres Grundstücks die entsprechende hochwertige Gartentechnik angeschafft.
Und dann die letzten Jahre …. „Lügenpresse“ die dann in getürkten Videos im heute Journal gipfelten, die mich verdammt an aktuelle Kamera erinnert.
MfG a d ER

Karl-Heinz Weiß | Fr., 20. Februar 2026 - 11:25

Über 35 Jahren seit der Wiedervereinigung Bedarf für eine dezidiert "ostdeutsche" Zeitung ? Nach der Kaperung der CDU Anfang der 2000er durch eine DDR-sozialisierte Politikerin hätte ich mir nicht vorstellen können, dass die Sichtweise auf die "neuen Bundesländer" derart unterbelichtet bleibt, um so ein Projekt überhaupt als notwendig und erfolgversprechend anzudenken. Und beim CDU-Parteitag an diesem Wochenende wird sich diese Politikerin dem "Scherbenaufleser Merz" als die Unschuld aus der Uckermark präsentieren.

Klaus Funke | Fr., 20. Februar 2026 - 11:30

Bei allem, was sich als "extra ostdeutsch" ausgibt, werde ich skeptisch und misstrauisch. Zu viel Schindluder ist schon damit getrieben worden. Perspektive gebe ich auch dem neuen, hier vorgestellten Projekt nicht. Als Print-Ausgabe sowieso nicht, aber auch als online-Variante wird es keine Aussicht auf Erfolg haben. Zeitung, egal wie aufgemacht, hat keine Zukunft mehr. Gehe da auch von mir aus. Lese seit 30 Jahren keine Zeitung mehr. Schade um Zeit und Geld und Fördermittel. Hört auf mit der "ostdeutschen" Masche. Das wollen die Leute nicht. Man fühlt sich ja sofort als Mensch dritter oder vierter Klasse, wenn von "ostdeutsch" auch nur gesprochen wird. Das haben sie geschafft die "Westmedien" und "Westpolitiker". Irgendwas bleibt immer hängen. Und das Minderwertige in Sachen Ostdeutschland ist in allen Köpfen, hüben wie drüben. Nee, lasst das bitte. Es wird nichts bringen. Ich bin und fühle mich als Dresdner. Das reicht. Schon bei dieser Stadt kommen die aus dem Westen nicht mehr mit.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr., 20. Februar 2026 - 12:33

Antwort auf von Klaus Funke

Der Osten bedeutet für Deutschland Thüringen, Sachsen/Anhalt, MeckPom, Brandenburg und Berlin und da fühlen manche sich "minderwertig"?
Westdeutschland hat was, keine Frage, aber der Osten ist schon auch Sehnsuchtsort, jedenfalls habe ich das so in meiner Familie erlebt.
Ich befürchte, es verhält sich so auch mit Nord- und Südkorea, der Norden oder Osten bleibt Kompass und Herkommen?
Für "mich" ist es noch weiter nord-östlich, das müßte es auch eigentlich für Frau Merkel sein.
"Schläft ein Lied in allen Dingen..."
JA, selbst das Dresden der Wendezeit verzauberte uns sofort.
Die SPD wurde auch im Osten gegründet.
Das interessiert Sie sicher nicht, zeigen Sie also IHREN STOLZ.
Hat Leipzig als Weltmusikzentrum(BACH, Schumann, Mendelssohn, Wagner, wer noch?) jetzt eigentlich den Status als Weltkulturerbe?

Berlin hat sich nie mit dem Rest- Osten identifiziert und umgedreht war‘s genau so. Berlin war „Hauptstadt“ als Enklave und Vorzeige- Stadt der „sozialistischen Errungenschften“. …. Konsumpolitiach bevorzugt und vom „Rest“ der DDR Bezike beliefert und nie allein lebensfähig !
Der größte Fehler der westdeutsch dominierten Politik war, Berlin wieder als Hauptstadt zu machen ironischerweise links grün samt den SED- Erben politisch dominiert.
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik
P.S Einen Berlin Witz aus der DDR hab‘ ich noch :
Warum weden die Berliner mit dem Hintern nach oben beerdigt ? Ganz einfach, damit ihnen nicht der Zucker der ihnen in den selbigen beblasen wurde nicht wierder raus rieselt ……, Das sagt alles wie der Rest- Osten über Berlin dachte und vielleicht auch noch heute denkt 🙈🙈

Da sah aber alles noch grau und verschlissen aus, auch und besonders in der Kunststadt Dresden. Ich habe die Kerzenrevolution in Dresden miterlebt und auch die unheilvollen Szenen, als Kolonnen von NVA-Militärfahrzeugen, vollbeladen mit Bewaffneten, durch die Stadt fuhren. Zum Glück gab es nur einmal, am Hauptbahnhof, blutige Szenen. Ansonsten ging es "gesittet" zu. Dann kam der OB Berghofer, ein SED-Genosse neuen Typs, der mit den Demonstranten wenigstens redete. Und so weiter und so fort... alles sozusagen miterlebt und mitgestaltet, wenigstens zum Teil. Ich war damals in der Wirtschaft tätig und erlebte life die Wessis, die sich mithilfe der Treuhand bereicherten und denen es nur um die Filetstücke, besondere Immobilien, und nicht im Geringsten um die Menschen ging. Habe mehrere Abwicklungen miterlebt und kann über die damaligen Westdeutschen, die ich kennenlernte, wenig Gutes sagen. Arrogante, menschlich kalte Typen, dabei ungebildet und nur mäßig kultiviert. Aber vorbei ist vorbei

Hans v. Weissensand | Fr., 20. Februar 2026 - 15:06

Antwort auf von Klaus Funke

Lieber Herr Funke, na wenigstens lesen Sie noch Cicero :) Die regionalen Zeitungen sind auch schlecht geschrieben und und noch schlechter recherchiert. Die DNN (die Union) hat sich ja noch lange gehalten bis auch diese Zeitung in die Beliebigkeit versunken ist. Gegen eine Zeitung mit guter Querschnittinformation habe ich nichts einzuwenden!

Bernhard Marquardt | Fr., 20. Februar 2026 - 11:33

Vollkommen unverständlich, dass "Russia Today" bis heute ungehindert Putins verlogene und böswillige Propaganda im deutschen Fernsehen präsentieren kann.
Von dem sich aus verschiedenen Gründen vornehmlich Russlanddeutsche beeinflussen lassen.
Ich denke, diesen in wahrsten Sinne verfassungsfeindlichen Propagandasender hierzulande abzuschalten, wäre rechtlich vertretbar und kein Verstoß gegen die Meinungsfreiheit.

Armin Latell | Fr., 20. Februar 2026 - 20:04

Antwort auf von Bernhard Marquardt

"präsentiert" RT überhaupt irgendetwas im deutschen Fernsehen? Ich selbst habe noch nie von Putin böswillige oder verlogene oder überhaupt Propaganda gehört. Was sollte er damit erreichen wollen? Ich weiß nicht, ob Sie RT jemals gelesen oder gehört haben, wohl eher nicht. Wenn Sie heute eine SZ, taz, FAZ lesen, da gibt es keine (Regierungs- Linken)Propaganda? Sind Sie nicht in der Lage, Propaganda von Information zu unterscheiden? Sie, Bernhard Marquardt, verstoßen hier ja selbst gegen die Meinungsfreiheit. Ich denke, rechtlich wäre es vertretbar, Sie, bei solch einer Meinung, zu verbieten. Natürlich macht RT Propaganda, nicht mehr und nicht weniger als z.B. die örr oder sonstigen msm. Und da bin ich mir nicht einmal sicher, wer da mehr Propaganda betreibt. Übrigens: RT können Sie nicht so einfach lesen, weil das mit techn. Mitteln recht erfolgreich zu verhindern versucht wird. Lesen Sie dazu Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG). Vergleichen Sie das mit dem DSA der EU!

Peter William | Fr., 20. Februar 2026 - 12:05

ist mit angeblich 23,1 Prozent (Wikipedia) größter Anteilseigner der Verlagsgesellschaft Madsack. Wes Brot ich ess...

Nach wie vor gibt es kein Gesetz zur Parteienfinanzierung, die Parteien ziehen das deutsche Volk ab OHNE gesetzliche Grundlage! Und von diesem Geld kaufen sie sich eine Propagandamaschine um an der Macht bleiben zu können, neben dem ÖRR in dessen Aufsichtsräten sie sitzen (oder halt auch nicht ;) ) wurden eben auch private Medien aufgekauft vom Geld das sie dem Staat abknöpfen.

Viel Erfolg mit eurer Zeitung, werde mir mal ein Blatt gönnen. Und die Propagandascheiße boykottieren. Ihr müsst untergehen, wenn es stimmt das selbst die Legislative nur noch ideologisch von der SPD besetzt wird, dann ist es höchste Zeit diese abzuwählen. Ob es die SPD in den nächsten sächsischen Landtag schafft darf bezweifelt werden!!

Thomas Veit | Fr., 20. Februar 2026 - 15:07

ausschließlich als 'Bückware' gibt... /😉

PS: Heute mittags gab's die gedruckte Ausgabe hier in WE am Bahnhof schon mal NICHT - der Verlag hatte wohl nicht geliefert, lt. Auskunft des Betreibers >> "ich soll's am Montag nocheinmal probieren..." - aber genau so muss es natürlich auch sein, eine 'echte' Ost-Zeitung... - Super!👍

Gerhard Fiedler | Fr., 20. Februar 2026 - 15:26

hinsichtlich dieses Vorhabens OAZ, so wie Sie, lieber Herr Funke.
Was uns schon alles so erzählt, großartig angekündigt und angepriesen wurde, ob von Politik, Journalisten, Funk und Fernsehen, und letztlich daraus nichts wurde oder sich ins Gegenteil verkehrte. Zunächst sollte man allem nichts glauben. Vertrauen ist da völlig fehl am Platz. Das muss erst wachsen.
Nur selber denken, recherchieren und fragen, wer und was dahintersteckt, macht schlau. Und das gilt für mich auch gegenüber dem Cicero, den ich dennoch mag. Erst gestern musste ich von ihm enttäuscht werden. Ein dreimal aufgegebener Beitrag von mir wurde nicht wiedergegeben. Vielleicht hatte ich in ihm den AM Rubio zu sehr gelobt oder konnte mir Frau Weidel als Kanzlerin vorstellen. Wer entscheidet da eigentlich, oder macht das schon KI? Auch bekommt die AfD dort häufig eins ab, und eingeladen werden ihre Vertreter vom Cicero ohnehin nicht.

Trotz aller Offenheit, der CICERO traut sich nicht, die AfD oder ihre Spitzenfunktionäre hier mal im CICERO zu Wort kommen zu lassen. Da scheut man sich. Die Meinungsführerschaft der SPD nahen Westmedien ist allzu offensichtlich. Und mit den Schmuddelkindern spielt man nicht, wie Franz Josef Degenhardt einst so treffend sang. Bin gespannt wie sich die Redaktion des CICERO verhält, wenn die AfD in mehreren Ostländern die absolute Mehrheit erringt und wenn Sachsen-Anhalt aus dem Rundfunk-Staatsvertrag aussteigt. Ja, es ist politische Feigheit, und nicht Klugheit, was CICERO hemmt, die AfD zu Wort kommen zu lassen. Pure Feigheit! Weiter nichts. Eine typisch deutsche politische Krankheit, besonders auch unter Journalisten verbreitet. Schade.

Ingbert Jüdt | Sa., 21. Februar 2026 - 11:37

Das ist nicht zwingend geografisch zu verstehen, obwohl es sich ein gutes Stück weit so abbilden lässt, sondern eher dialektisch. Der Osten ist geboren aus einer friedlichen Revolution, die auch den gewaltfreien Rückzug der Sowjetunion aus ihrer imperialen Überdehnung zur Voraussetzung hatte. Im westlichen Triumphalismus, der dieser Revolution schneller übergestülpt wurde, als sie »Mauerfall« sagen konnte, ist dieses ihr Merkmal schnell unter dem Teppich verschwunden. Stattdessen haben sich mit bewährter Ellenbogentaktik im ganzen Westen Unilateralismus und Überheblichkeit durchgesetzt.

Nun ist es an diesem triumphalen kollektiven Westen, sich in einer terminalen Krise zu befinden, in der sukzessive alle Sünden seiner Überheblichkeit in der Tiefe seines Realitätsverlusts offenbar werden. Die westlich geprägten Eliten dieser Republik stehen vor ihrem intellektuellen Bankrott. Ich finde es eine reizvolle Idee, dass sich ihre nächste Elite aus dem Osten Deutschlands rekrutieren könnte.

Der "westlichen Triumphalismus" ob des Endes des kalten Krieges 1.0 - in dessen Kontext die friedliche Revolution in der DDR zweifellos zu verorten ist... - reicht allerdings auch bis über den Atlantik. Der Ukraine-Krieg ist u.a. eine direkte Folge davon... - wollte ich nur noch höflichst anfügen... (bezieht sich jetzt nicht direkt auf 'den Osten' - gebe ich zu...)