Hans Rusinek / D. Herrmann
Hans Rusinek / D. Herrmann

Arbeitsforscher Hans Rusinek im Gespräch mit Julia Marguier - Cicero Podcast Gesellschaft: „Es wird viel zu viel Zeit mit Bullshit-Arbeit verbracht“

Der Arbeitsforscher Hans Rusinek über die Vier-Tage-Woche, „Lifestyle-Teilzeit“ und die Frage, ob wir Angst vor KI im Arbeitsalltag haben müssen.

Autoreninfo

Julia Marguier leitet den Bereich Podcasts beim Res Publica Verlag.

So erreichen Sie Julia Marguier:

Warum eigentlich hat das Arbeiten heutzutage einen so schlechten Ruf? Warum ist Leistungsbereitschaft beinahe schon ein Schimpfwort? Ganz hoch im Kurs dagegen stehen die Vier-Tage-Woche, Work-Life-Balance oder „Lifestyle-Teilzeit“. Dabei könnte die Künstliche Intelligenz unsere menschliche Arbeitskraft schon bald komplett überflüssig machen. In jedem Fall wird die gesamte Arbeitswelt binnen weniger Jahre völlig anders sein, als wir sie jetzt kennen.
 
Kaum jemand weiß mehr über die Zukunft der Arbeit als Hans Rusinek. Der Arbeitsforscher und Buchautor beschäftigt sich seit langem mit dem Thema – und kritisiert im Cicero Podcast Gesellschaft die in vielen Unternehmen immer noch vorherrschende Arbeitskultur: Anstatt guter Arbeit wird vor allem die „sichtbare“ Arbeit honoriert. Mit der Folge, „dass bis zu zehn Stunden pro Woche mit dieser Art von Bullshit-Arbeit verbracht werden“. Daraus wiederum ergeben sich nicht nur volkswirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Schäden von enormem Ausmaß. Rusineks Hoffnung: „Wir haben es als Politik, aber auch als Organisationen in der Hand, Arbeit attraktiver zu machen.“ Wie das geht, erfahren Sie in dieser Folge des Cicero Podcast Gesellschaft.

Hans Rusinek und Julia Marguier
Hans Rusinek (li.) und Julia Marguier in der Cicero-Redaktion / D. Herrmann

Das Gespräch wurde am 24. Februar 2026 in der Cicero-Redaktion aufgezeichnet.

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Walter Buehler | Fr., 13. März 2026 - 18:33

... ist wirklich sehr gelungen und sehr informativ. Ich freue mich, wenn jemand mit guter philosophischer Bildung über menschliche und künstliche Intelligenz spricht.

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Im ersten Teil stellte sich mir dagegen öfters die Frage: was arbeitet ein Arbeitsforscher oder Unternehmensberater eigentlich?

Der Berater steht gewissermaßen an der Currywurst-Bude und beobachtet denjenigen, der die wirkliche Arbeit am dampfenden Öl macht.

Von welcher Qualität ist die Arbeit dessen, der dafür bezahlt wird, für kurze Zeit andere Leute bei der Arbeit zu beobachten?

Was unterscheidet den Arbeitsforscher von den Vorgesetzten des Arbeitenden, die im Gegensatz dazu andauernd mit dem Beobachten beschäftigt sind?
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Ingenieure und Naturwissenschaftler lösen konkrete und teils auch schwierige Probleme, und zwar immer kontrolliert durch den Erfolg in der Realität. Das produziert auch Stress, nicht nur der Chef oder die Kollegen.
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Aber insgesamt ein interessantes Gespräch, finde ich.