Die wichtigsten deutschsprachigen Intellektuellen - Wer ist die neue Nummer 1?

Am 30. Januar ist es wieder so weit. Wir veröffentlichen die neue Cicero-Liste der 500 wichtigsten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Es gibt eine neue Nummer 1 - Wer, glauben Sie, ist es? Schicken Sie uns Ihren Tipp und gewinnen Sie zwei Flaschen Prädikatswein!

Die 25 wichtigsten Intellektuellen aus dem Jahr 2017, angeführt von dem Schriftsteller Martin Walser / picture alliance

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Cicero Cover März 2019

Zum sechsten Mal kürt der Cicero die 500 wichtigsten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Noch vor zwei Jahren führte der Schriftsteller Martin Walser die Rangliste an. Doch das ist vorbei, jemand neues hat sich Platz eins erkämpft.

Können Sie erraten, wer? Klicken Sie sich dazu durch die Top 25 vom letzten Mal. Wer weiß, vielleicht ist der oder die neue Erstplatzierte ja dabei. Oder hat es gar ein/e Newcomer/in an die Spitze geschafft? 

Schicken Sie uns Ihren Tipp für Ihre neue Nummer 1, inklusive Ihres Namen und Ihrer Adresse bis zum 29.1.2019 an folgende Mailadresse: aktion@cicero.de. Die ersten zehn richtigen Einsendungen erhalten von uns zwei Flaschen Weißwein (trocken) aus der Kollektion der besten Weinberge der VDP-Prädikatsweingüter.

Illustration

Die Rangliste der 500 wichtigsten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum entsteht in einem aufwändigen Verfahren und basiert auf der Medienpräsenz der vergangenen zehn Jahre, Internet-Zitationen, der wissenschaftlichen Nennung bei Google Scholar und Einträgen im Munzinger Archiv. Politiker wurden nicht berücksichtigt.

Gerhard Lenz | Fr, 25. Januar 2019 - 15:10

..und die beständig hohe Qualität Ihrer durchweg anspruchsvoll geschriebenen Artikel machen das Lesen von Cicero zu einem Genuss. Und das, obwohl der eine oder andere Artikel oder Kommentar manchmal eine arge Schieflage nach politisch "rechts" aufweist.
Allerdings hat sich der Cicero von den Zeiten, in denen er durch ziemliche AfD-Freundlichkeit nervte, einigermassen erholt; er ist jüngst weitaus differenzierter und politisch pluralistischer geworden glaube ich. Das mag in den Kommentarspalten nicht immer so aussehen, aber damit haben wohl viele Medien zu kämpfen, vor allen Dingen natürlich konservative, wie eben der Cicero.

Könnten sie mir bitte erklären, was für sie "rechts" und was für sie "konservativ" ist?
Den Cicero habe ich bislang nicht als einseitig politisch lastig empfunden. Im Gegenteil, hier werden eigentlich alle Denkrichtungen repräsentiert. Sie dürfen sich hier ja genauso äußern, wie alle anderen auch.

Christoph Rist | Fr, 25. Januar 2019 - 16:35

Haben wir überhaupt noch so viele in deutschen Landen? Meine persönliche Wahrnehmung ist, dass sich dieses Land zunehmend begeistert in seinem eigenen Kretinismus suhlt.

Und es tut mir leid, liebe Cicero-Redaktion und liebe Mitleser. Eine 2019er-Liste in der auf vorderen Plätzen vermutlich wieder (wie bereits 2017) "intellektuelle" Sturzkampfbomber wie Alice Schwarzer, Margot Käßmann, Heribert Prantl, Juli Zeh, Reinhold Messner und Elke Heidenreich aufkreuzen, kann ich weder ernst nehmen, noch goutieren.

Ja, einem Peter Sloterdijk kann man sicher das Attribut "intellektuell" verleihen, wie wohl auch einem Hans-Werner Sinn. Hinter viele "große Namen" würde ich in dieser Kategorie jedoch ein großes Fragezeichen setzen oder sie besser gleich ganz von der Liste streichen.

Ihre erste Frage ist leicht beantwortet Herr Rist: Ja, es gibt noch welche.

"25 Stück?"
Eindeutig nein Herr Rist. Denn, Personen werden in unserem Kulturkreis, jedenfalls aktuell, nicht in Stück aufgerufen oder gezählt.
Beispiel zur Güte: 25 Stück Käse oder auch 25 Stück Gurken gäbs allerdings.

Schön an Ihren deutlichen Zeilen fand ich:
Dass Sie sich selbst nicht neben den zwei von Ihnen erwähnten Lieblingsintellektuellen sahen. Prima!

Richard Grünert | Fr, 25. Januar 2019 - 17:09

Dass sich jetzt auch Cicero an diesem Ranking BS beteiligt ist enorm frustrierend.

Herr Grünert. Ich lese den Cicero wirklich gerne, gerade weil hier eine sonst zu vermissende politische und inhaltliche Bandbreite dargestellt wird, die man nur noch bei NZZ oder TE und wenigen anderen "freien" Presseorgane findet. Ein solches Ranking hat RTL - Niveaue. Naja, vielleicht ist das dem Umstand geschuldet, dass sich ein Medium auch irgendwie finanzieren muss.

Ferdinand Karlson | Fr, 25. Januar 2019 - 18:04

Egon Flaig. “Die Niederlage der politischen Vernunft“.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 25. Januar 2019 - 18:36

Verdient hat diesen Preis m.E. der Cicero, in den letzten Jahren, auch wenn er sich jetzt evtl. ändern wird.
Es sind denkwürdige Jahre gewesen, gewissermassen Sternstunden des Journalismus.

Brigitte Simon | So, 27. Januar 2019 - 12:59

In reply to by Dorothee Sehrt-Irrek

Ja, Frau Sehrt-Irrek, woran erkennen Sie, daß sich der "wertvolle
Cicero" allmählich ämdern wird? Meine Befürchtung geht auch
in diese Richtung. Herrn Schwennickes Verhalten in den Talk-
Shows, auch in seinen Statements. Das wäre eine "schreckli-
che Entwicklung unseres Cicero.

Bitte korrigieren Sie mich.
Brigitte Simon

Albert Schultheis | Fr, 25. Januar 2019 - 19:21

Ich versuche die Person mal einzugrenzen:
1. Sie muss eine Frau sein.
2. Sie muss sich einen Namen gemacht haben als Frauenrechtlerin.
3. Sie muss bekannt sein, d.h. sie muss verbos durch ARD-Talkschauen tingeln.
4. Sie darf ihre überragende Intellektualität nicht durch tiefgründigen Aussagen kaschieren.
5. Sie darf kein eingeschaltetes Mikrofon passieren, ohne ihren Kommentar darin abgesondert zu haben.
7. Sie muss so schrill sein, dass die deutschsprachige Öffentlichkeit bei jeder ihrer Statements entweder unter Qualen oder euphorisch aufjault.
7. Sie muss völlig unerschütterlich sein für jedes vernunftbasierte Gegenargument.

==> Ich tippe auf Frau Claudia Roth.

Hans Krüger | Sa, 26. Januar 2019 - 13:57

In reply to by Albert Schultheis

Helge Schneider ist meine Nummer eins!Ich finde diese Bestenliste nicht aussagekräftig. Medien Präsens sagt nicht gleich aus das eine/einer ein große
Nummer ist . Für mich sind einfach Alltagshelden/Heldinnen die Besten mit Vorbildfunktion.

Irene Gottschling | Sa, 26. Januar 2019 - 15:58

In reply to by Albert Schultheis

Selten beim Lesen eines Posts so gelacht! Hatte ich glatt auch an CR gedacht ;-)). Gott sei Dank, gibt es noch integre Intellektuelle, die ihre Ansichten und Theorien bescheiden, sachlich und kompetent vortragen. Es sind halt diejenigen, die nicht extrovertiert und schrill auftreten wie viele aus dem Grün-Roten-Spektrum! Sinn, Mausfeld,Sloterdijk wären z.B. zu nennen.

Winfried Kurt Walter | Sa, 26. Januar 2019 - 16:01

In reply to by Albert Schultheis

Warum machen Sie den Sternchen-Quatsch mit und bestärken damit die Zerstörung der deutschen Sprache ? Ansonsten voll eiverstanden!

H.-Jürgen Rasche | So, 27. Januar 2019 - 23:02

In reply to by Albert Schultheis

Sehr geehrter Herr Schultheis,...oh, wie sprechen Sie mir aus der Seele >ich befürchte ebenfalls, dass die schrille, vernunftresistente, verstörend aufdringliche, immer noch herumtingelnde Zumutung namens Claudia Roth es zumindest unter die ersten 150 schaffen wird!! Mit Dank an Ihre sieben Punkte.

Alexander Mazurek | Fr, 25. Januar 2019 - 20:57

… gleich immer politisch korrekte Besserwisser? Denn dazu sind sie, soweit medial wahrnehmbar, verkommen, was Wunder, denn "zuerst kommt das Fressen". Czeslaw Milosz hat in "The Captive Mind" die "Ketmans", die Ausreden durchaus kluger Leute beschrieben, die treu dem Bösen dienten. Nichts Neues unter der Sonne.

Romuald Veselic | Sa, 26. Januar 2019 - 09:25

kein Politiker und keiner aus dem Elite-Establishment. Die Masse der Intellektuellen lebt in ihren alarmgesicherten Elfenbeintürmen und glauben, beim morgentlichen Aufstehen kommt aus ihrem Rectus die Sonne auf.
Für mich sind die besten Intellektuellen die Anti-Mainstreamer: Thilo Sarrazin, Necla Kelek, Hamed Abdel-Samad, Thorsten Schulte oder Erika Steinbach.

Gerhard Lenz | So, 27. Januar 2019 - 12:00

In reply to by Romuald Veselic

Erika Steinbach hat nun wirklich nicht unbedingt durch intellektuelle Brillianz von sich reden gemacht, sondern eher dadurch, dass sie noch als CDU-Mitglied heftige Kritik an Merkel und der Flüchtlingspolitik äußerte und schließlich bei einer AfD-Stiftung landete.
Ähnlich Sarrazin: Während sich Bücher über sein eigentliches Fachgebiet, die Volkswirtschaft, gar nicht verkauften, fand sein wiederholtes Islam- und Zuwanderer-Bashing in bestimmten Kreisen reißenden Absatz. War das intellektuell herausragend, dann müsste man auch einen Hoecke oder sogar einen Poggenburg ähnlich herausheben - auf eine solche Idee käme wohl kaum jemand, der den Begriff "intellektuell" auch nur annähernd versteht. Schulte wird im Rahmen von Verschwörungstheorien genannt, Ihre beiden anderen Kandidaten wurden ausschliesslich durch fulminante Kritik am Islam - ich sage nicht, dass diese falsch war, zumal beide islamischen Ländern entstammen - bekannt. Ist das jetzt besonders "intellektuell"?

Joachim Baumeister | Sa, 26. Januar 2019 - 09:51

Diese Ranglisten-Mode nervt und gehört nicht in ein ansprichvolles Magazin wie Cicero, von denen wir ohnehin wenig haben. Der bedeutenste Intellektuelle. Das ist genauso unsinnig wie der beste Schauspieler, der beste Schrifsteller oder der beste Komponist. Also lassen Sie bitte diesen Flachsinn.

Claudie cotet | Sa, 26. Januar 2019 - 10:16

sloterdijk,
fuer die, die annaehernd dazu in der lage sind,
ihn zu interpretieren....
konkurrenzlos...

Gottfried Meier | Sa, 26. Januar 2019 - 20:00

Unter den ersten 6 war keine einzige Frau. Unter den ersten 15 zwei Frauen. Das geht gar nicht! Ich erwarte 2018 Parität.

Elfie Jung | Sa, 26. Januar 2019 - 21:28

Herr Sloterdijk
weil er so recht hat mit seinem Begriff "der entgrenzten Gesellschaft"

Wolfgang Selig | Sa, 26. Januar 2019 - 23:05

Ohne Professor Gunnar Heinsohn ist die Liste des Cicero m.E. wertlos. Er muss nicht auf Platz 1 stehen, aber unter den ersten zehn, selbst wenn man seine Thesen kritisch sieht. Diese Meinung dürfte aber in Deutschland frühestens in zwanzig Jahren common sense sein, hoffentlich nicht posthum.

Bryan Hayes | So, 27. Januar 2019 - 12:03

Um auf eine solche Liste zu kommen, muss man sich schon sehr in einer eigenen kleinen Welt eingeschlossen haben.
Wobei eine Grundfrage auftaucht: Was genau ist ein/e Intellektuelle/r?
Für relevanter halte ich die Frage nach den Denkern.

Horst Weber | So, 27. Januar 2019 - 12:43

Die smarte Gruppe meist überalterter, übersättigter Fabulanten, die vor riesigen Bücherwänden ihre pseudophilosophischen Ergüsse zu Wucherpreisen
vor Kameras und in Büchern zum Besten gibt, ist es nicht wert, per "Ranking" nun auch noch unaufgefordert für ihr rhetorisch überblendetes Nichtstun beworben zu werden.
Leute wie Sloterdijk, Precht, Welzer muss man da ausnehmen. Die bringen die Probleme unserer Zeit auf den Punkt. Von diesen kann man lernen, sich auf das politisch geplante Sklavendasein nicht einzulassen.-

Per L. Johansson | So, 27. Januar 2019 - 15:49

Zitat: „Wir veröffentlichen die neue Cicero-Liste der 500 wichtigsten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum.“

Wann ist ein Intellektueller denn „wichtig“?
Wenn er dank medialer Unterstützer sehr reichweitenstark und einflußreich ist?
Oder wenn er relevante Dinge kritisch analysiert, die keiner hören will?
Leider schließt sich beides derzeit gegenseitig weitestgehend aus...

Joachim Baumeister | So, 27. Januar 2019 - 20:51

Unsere sogenannten intelllektuellen haben seit langem immer weniger Einfluss auf unsere Gesellschaft. Man hört sie kaum noch. Dagegen mehr und mehr Flachsinn der Mainstream-Medien. Man bemerkt es an den oft banalen Diskussionen, in denen man nach Tiefe und Substanz sucht.

K. Theo Frank | So, 27. Januar 2019 - 22:19

Gut einschlafen kann ich beim Zuhören von
Sloterdijk, Flaig, Abdel Samad, Rosa
Aufregen tun mich Precht, Welzer, Walser, Dorn.
Was bedeutet das?

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 28. Januar 2019 - 07:18

gefolgt und habe mir die Liste vom letzten Mal angeschaut.
Eine ziemlich überzeugende Zusammenstellung, sehr beruhigend zu wissen.
Da Herr Assheuer und Herr Schwennicke dazuzählen, stellt sich auch intellektuelles Wohlbefinden bei mir ein.
Ich kann im Folgenden andeuten, welche Personen mir derzeit besonders wichtig sind,
Poetisch, Herr Handke und Herr Jan Wagner.
Kosmisch Herr Harald Lesch und
in der Religion Bischof Huber und Papst Benedikt.
Es ist sicher mehr als ungerecht, dass ich mir als Frau weitgehend selbst genüge, eigentlich ist es auch eher eine Zeitfrage bei mir.
Und Christa Wolf lebt nicht mehr.
Künstlerisch hat mich Frau Sasha Waltz mehr als beeindruckt.
Aber das ist bezogen auf mehrere Jahre.
Die Wahl ist ja statistisch? Und doch..
Bin gespannt.