Eiscreme mit Minze drauf
Wer Minze auf Tee reduziert, dem entgeht etwas. Sie bereichert ebenso Obstsalate, Vanilleeis und Joghurtzubereitungen. / dpa

Viel mehr als Pfefferminztee - Minze – der unterschätzte Tausendsassa

Beim Schreiben dieses Textes hat unser Genusskolumnist – wie bei ihm im Sommer üblich – ein paar Tassen lauwarmen Minztee getrunken. Natürlich frisch geerntet und keineswegs mit Teebeutel fabrizierten. Ohnehin ist Minze für ihn viel mehr als nur ein Grundstoff für Tee.

Autoreninfo

Rainer Balcerowiak ist Journalist und Autor und wohnt in Berlin. Im Februar 2017 erschien von ihm „Die Heuchelei von der Reform: Wie die Politik Meinungen macht, desinformiert und falsche Hoffnungen weckt (edition berolina). Er betreibt den Blog „Genuss ist Notwehr“.

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Seit ich vor vielen Jahren meine Passion als Hobbygärtner für Nutzpflanzen entdeckte, gab es etliche Rückschläge zu verkraften. Man gießt zu viel oder zu wenig, die Erde oder der Standort sind nicht geeignet, Wetterextreme machen etlichen Anpflanzungen den Garaus. Irgendwann bekam ich den Tipp, dass es eine Nutzpflanze gibt, der das alles (fast) vollkommen egal ist – die Minze.

Eigentlich brauchen kleine Minze-Töpfe, die man in jedem Baumarkt oder Gartencenter und auch in vielen Supermärkten erhält, nach dem Einpflanzen nur eines: viel Platz. Im Laufe der Vegetationsperiode entwickeln sie sich zu eindrucksvollen Büschen. Falls man sie zu dicht an anderen Pflanzen gesetzt hat, werden diese gnadenlos verdrängt. Also auf dem Balkon besser in einem separaten Topf als mit Nachbarn in einem Balkonkasten. Und im Beet mit gebührendem Abstand zu allen anderen.

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Gabriele Bondzio | Sa, 30. Juli 2022 - 10:20

Ich kann ihnen die wohltuende Wirkung von Minze nur bestätigen, werter Herr Balcerowiak.
Erfrischend-belebend.

Nehme mir auch von meiner wunderbar-gewachsenen Schoko-Minze früh immer ein paar Blätter mit ins Haus.
Nachdem ich in der Kühle des Morgens unter meinem rosa Holunder meine Gartenbetrachtung und Gedankennachhang abgeschlossen.

Habe auch aus den Kräutern (von Minze, Lavendel, Zitronenmelisse und und) schon beträchtlich getrocknet, für Tee und Gewürz.
Und mit den Rezepten der guten Hildegard von Bingen (die ich sehr verehre) kann ich so manche Pille sparen.

Jetzt habe ich eine Ashitaba (Pflanze), erworben.
Der wahre Wunderdinge zugeschrieben werden.
Ihr ursprüngliches Herkunftsgebiet sind die Izu-Inseln, die in der Nähe der Hauptinsel Honshu liegen.

Kräuter sind ein wahnsinnig-interessantes Gebiet, das ich immer weiter ausbaue.
Wäre bestimmt eine Kandidatin für den (im Mittelalter verbreiteten) Scheiterhaufen gewesen. :-)

Martin Falter | Sa, 30. Juli 2022 - 10:25

Marokko am Strand einen Minztee bei fast 40 Grad im Schatten getrunken habe, seitdem bin ich ein echter Fan des Getränks.

Herrlich die Pflanze wächst im Garten wie beschrieben problemlos und ich habe literweise ein gesundes Sommergetränk.

Brigitte Simon | Sa, 30. Juli 2022 - 21:28

In meinem Elternhaus war für mich Tee aus Minze eine "Strafe Gottes". Heute, einhundert Jahre später, ist für mich Minze ein "Geschenk Gottes".

Ohne sie hätten mein Mann und ich unseren Hugo nie kennengelernt. Ein Sommerabend mit Hugo, an seinem Aroma der Zauberin Minze zu schnuppern, mit Freunden anzustoßen und sagen können "mein Gott was kostet die Welt".
Ach ja und Santè

Brigitte Miller | So, 31. Juli 2022 - 08:37

bis jetzt kenne ich nur die Teebeutel. Das soll sich dank Ihrem Tipp schnell ändern.

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