- Nabokovs Schmetterling
Für „Lolita“, sein international erfolgreichstes Buch, würde ein Autor heute öffentlich gesteinigt werden: Am 22. April 1899 wurde Wladimir Nabokov, der letzte Großmeister der russischen Literatur, geboren. Woran erinnern wir uns, wenn wir heute über ihn sprechen?
Man kann nur über das schreiben, woran man sich erinnert. Doch worin liegt der Unterschied, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, zwischen Chateaubriands „Erinnerungen von jenseits des Grabes“, Tolstois „Meine Kindheit“ und Harry Graf Kesslers „Erinnerungen eines Europäers“? Literarisierte Memoiren liegen zumeist, je nach Geistesverfassung ihres Autors, irgendwo zwischen Selbstrechtfertigung, ideologisch motivierter Umdeutung und familiärer Pedanterie. Dass wir alle eine Herkunft haben, der wir innerlich nie entkommen können, ist schließlich eine Banalität.
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nennt man das nicht Wiederholungszwang, wenn man sich auf eine "Konstellation" fixiert und nicht mitwächst?
Ich befürchte das auch bei Michael Jackson oder Foucault.
Wegen "Lolita" habe ich NICHTS von Nabokov gelesen, was sicherlich ungerecht ist, aber ich habe ihn eben für teils "unterentwickelt" gehalten.
Wie kann das toll sein?
Da fand ich "Angélique" (Anne Golon) ansprechender, wenn auch nicht literarisch so wertvoll.
Andererseits gibt es sehr schöne Hits von Michael Jackson, dann aber wieder solche wie "I´m bad".
So etwas ruft m.E. nach einem Psychologen*.
Ansonsten kann man sicherlich freiwilligen Verkehr ab 14 Jahren straffrei stellen, was evtl. die Ehe mit in meinen Augen "Kindern" nicht mehr massiv ausgrenzt?
Mit 14 wird man konfirmiert, also könnte das eine Grenze sein?
