Kohlrabi
Am besten frisch aus dem Garten: Kohlrabi

Für Eintopf fast zu schade - Kohlrabi, roh oder gedünstet

Unser Genusskolumnist hat Mist gebaut und seine Kohlrabi-Setzlinge diesmal an einer ungeeigneten Stelle ins Beet gepflanzt. Auf den Genuss dieser schmählich unterschätzten Knollen möchte er dennoch nicht verzichten.

Autoreninfo

Rainer Balcerowiak ist Journalist und Autor und wohnt in Berlin. Im Februar 2017 erschien von ihm „Die Heuchelei von der Reform: Wie die Politik Meinungen macht, desinformiert und falsche Hoffnungen weckt (edition berolina). Er betreibt den Blog „Genuss ist Notwehr“.

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Als Hobbygärtner erlebt man mitunter herbe Enttäuschungen. Auch in diesem Jahr hatte ich wieder zwei Reihen Kohlrabi-Pflänzchen gesetzt, in großer Vorfreude auf die köstlichen, zarten Knollen, die frisch aus dem Beet natürlich besonders gut schmecken. Zunächst wuchsen sie gut an, auch die ersten Knollenansätze waren bald sichtbar. Doch nach einigen Tagen Abwesenheit war Schluss mit lustig. Irgendwelche Ungeheuer hatten die Blätter komplett weggefressen, weiteres Wachstum war daher nachhaltig unterbunden.

Ich stand zunächst vor einem Rätsel, denn Schnecken gab es angesichts anhaltender Trockenheit hier in diesem Jahr eigentlich kaum. Beim Studium entsprechender Fachliteratur wurde mir allerdings klar, dass ich vermutlich dafür bestraft worden war, bewährte Prinzipien der Fruchtfolge ignoriert zu haben, was den Schädlingsbefall fördert. Dort, wo jetzt mein Kohlrabi eingegangen war, standen in den Vorjahren andere Kreuzblütler, u.a. Spitzkohl, und das geht irgendwie gar nicht.

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Günter Johannsen | Sa, 16. Juli 2022 - 12:01

Beides kann für Normalme3nschen und auch Klima-Freaks sehr schmackhaft sein. Aber
rohe Melone (außen grün - innen rot) ist im unbearbeiteten Zustand ungenießbar und hat einen sehr faden Nachgeschmack!

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 16. Juli 2022 - 14:54

Sind Sie doch auch schon ein bisschen in Herbststimmung oder haben Kohlrabi rein gar nichts damit zu tun?
Ich habe sie schon immer gerne roh gegessen und zwar pur, denn durch Hinzugabe von Salz würde ich die leichte Süße nicht schmecken.
Ansonsten kenne ich dies Gemüse nur als Beilage, von Eintopfgerichten habe ich nie gehört oder geschmeckt.

Dr.Andreas Oltmann | So, 17. Juli 2022 - 23:12

Habe vor wenigen Tagen an meinen Kohlrabipflanzen eine Großfamilie von Raupen, in harmonischer Intimität, vorgefunden, die die Blätter radikal verzehrt hatten.
Nach meiner nicht wissenschaftlichen Recherche bei Google handelt es sich vermutlich um die Gelb-schwarzen Raupen des Kohlweisslings. Sind jetzt wieder weg und die Pflanzen nicht alle hin ….hoffentlich!