Hexenverbrennung, mittelalterlicher Stich
Wissenschaftler mit den falschen Ansichten landen zwar noch nicht auf dem Scheiterhaufen, aber ihre Jobs sind sie oft los / dpa

Freiheit der Wissenschaften - Rückkehr ins Mittelalter

Das jüngste Beispiel der Philosophin Kathleen Stock von der Universität Sussex macht deutlich: Die Freiheit der Wissenschaft ist nicht nur von außen bedroht, sondern zunehmend auch von innen – aus dem Wissenschaftsbetrieb selbst. Auch an deutschen Universitäten droht das Klima zu kippen.

Alexander Grau

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Er veröffentlichte u.a. „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“. Im Januar erschien von ihm „Entfremdet. Zwischen Realitätsverlust und Identitätsfalle“ bei zu Klampen.

So erreichen Sie Alexander Grau:

„Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“, steht es ziemlich eindeutig in Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes. Allerdings gelten diese Freiheiten nicht uneingeschränkt. „Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung“, heißt es daher ergänzend. Eine schwierige, aber letztlich sinnvolle Einschränkung. Auch Lehre und Forschung sollten Grenzen kennen, Menschenversuche etwa oder grausame und sinnlose Experimente an Tieren.

Dennoch ist die Freiheit von Lehre und Forschung ein hohes Gut. Nicht umsonst wird sie von Politikern bei jeder passenden und weniger passenden Gelegenheit beschworen. Wissenschaftsfreiheit – das klingt nach Aufklärung, nach Neugier, nach Brillanz und grenzenlosem Wissensdrang. Welcher Politiker kann schon der Versuchung widerstehen, sich damit zu schmücken?

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Karl-Heinz Weiß | Sa, 6. November 2021 - 09:45

Zum Verständnis genügt ein Blick zurück: 1968 war die Situation an den Hochschulen vergleichbar. Ernüchterung machte sich erst nach dem Deutschen Herbst 1977 breit. Wir haben noch eine lange Wegstrecke vor uns-Gender ist erst der Anfang.

Walter Bühler | Sa, 6. November 2021 - 09:50

Rot-Rot-Grün hat im Land Berlin unmittelbar vor der Wahl im September noch schnell ein neues Hochschulgesetz durchgepeitscht und dabei den § 110 überraschend verändert. Das führte jetzt zum Rücktritt der HU-Präsidentin Frau Kunst, eine Zeitlang Leiterin des DAAD, ehemalige SPD-Bildungsministerin von Brandenburg und Präsidentin der Universität Potsdam.

Hier wird die Tendenz überdeutlich, Universitäten als riesige Gesamtschulen für alle zu begreifen und in diesem Zuge die Wissenschaft als Ganzes immer mehr zu verschulen und intellektuell einzuebnen. Das Mittelmaß wird zur Regel, herausragende Leistungen werden domestiziert.

Carola Emcke hat in diesem Sinne auf dem grünen Parteitag 2021 gefordert, dass sich die „neue“ Aufklärung nicht mehr auf die Suche nach Wahrheit und auf die kritische Prüfung von Wahrheitsansprüchen beschränken darf, sondern auch “emphatisch“ und „inklusiv“ sein muss: modische Euphemismen für die Unterwerfung der Aufklärung unter eine grüne Ideologie.

Werter Herr Bühler, ich danke Ihnen für den Hinweis bzgl. der Änderung des § 110 des Hochschulgesetzes, mit dem die Berliner Senatorin einfach allen eine Festanstellung schenken wollte.

Wollte, da die Änderung gesetzwidrig war u. sicher bald wieder einkassiert werden wird.
Info dazu:
https://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/november-2021/nr-21111

Urban Will | Sa, 6. November 2021 - 09:54

Aufklärung. Er impliziert, dass sie "abgeschlossen" war.
Vielmehr aber ist "Aufklärung" ein dauerhafter Prozess, der von Generation zu Generation gelebt werden muss.
Denn auch d i e Aufklärung irgendwann Ende d 17. Jhdts konnte Hitler, Stalin, Mao, etc, nicht verhindern.

Einzig und alleine die Ratio verhindert Totalitarismus. An ihr hängt alles, die Menschenrechte ebenso wie alle Wissenschaften.

Und die Ratio muss immer und immer wieder gepflegt werden, man muss sich immer und immer wieder auf sie zurück besinnen, wenn man abdriftet.
Dafür aber muss der Wille da sein (der wiederum selbst das Produkt rationalen Denkens sein muss).
Die Gesellschaft, zumindest der sich immer mehr in Dekadenz und Selbstzerstörungslust wälzende, stark wachsende links – grüne Teil davon hat diesen Willen bewusst zurückgedrängt.
Nicht dass sie es (zumindest in großen Teilen) nicht besser wüssten.
Sie w o l l e n es gar nicht besser wissen oder dies tolerieren.
So beginnt Totalitarismus.

Romuald Veselic | Sa, 6. November 2021 - 10:33

als würde der klerikale Fanatismus weiter in die wissenschaftliche Sphäre kanalisiert und vergiftet mit dem dauerhaften Negativ Generalisieren, alle gesellschaftliche Themen u. das bürgerliche Miteinander.
Dabei reichts sich die Sicherheitsempfehlungen des Außenamtes anzusehen, wo die D-Touristen/Geschäftsleute gewarnt werden, ihr Nichtbinäres Geschlechtsgefühl nicht demonstrativ nachaußen zu tragen. Denn; in meisten Ländern der Welt, werden LGBT-Befindlichkeiten nicht geduldet.
Bei Unklarheit, werden sie vom nächsten Moscheevorsteher aufgeklärt.
Das 3. Geschlecht wird außerhalb der weißen Kultursphäre nicht anerkannt. Im besten Fall, wird man nach der Landung nicht durchgelassen u. mit dem nächsten Flug auf den LGBTIQ-Planeten zurückgeschickt.
Das ist kein Geheimnis. Es wird hier nur nicht thematisiert, denn 7 Mld der Weltbevölkerung sind gegen LGBTIQ Thesen eingestellt u. können bei anderweitigen Erklärungen böse sein.

Dieter Freundlieb | Sa, 6. November 2021 - 11:02

Inzwischen ist die im GG garantierte Wissenschaftsfreiheit nicht nur in den besonders ideologieanfälligen Geisteswissenschaften, sondern auch in den Naturwissenschaften bedroht. Das Paradebeispiel dafür sind die Klimawissenschaften.

Die am 12.11. und 13. 11. in Gera stattfindende 14. Internationale Konferenz des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE) soll massiv gestört und, wenn möglich, unterbunden werden. Die genaue Lokation wird vom EIKE noch geheim gehalten, da bereits 2019 versucht worden war, die 13. Int. Konferenz in München durch Bedrohung des Vermieters der Veranstaltungsräume zu verhindern.

Jetzt versucht eine Reihe von 'Aktivisten' der Partei Bündnis90/Die Grünen sowie FfF das Gleiche. Dass unter den Teilnehmern an der Konferenz international hoch renommierte Forscher wie Prof. emeritus R. S. Lindzen (Harvard und MIT) sind, ist den Gegnern der Freiheit ein Dorn im Auge. Anscheinend nimmt man sich ein Vorbild an der 'deutschen Physik' unter der Naziperiode.

Um dann als Gehhilfe für Betreutes Denken & Lernen für die erwünschte Richtung montiert & eingesetzt.... Funktionierte bereits früher schon.
Egal ob Professor, Doktor oder hochtrabende Auszeichnungen von der Politik wie Friedensnobelpreis,

alles nichts weiter wie die 30 Silberlinge, die Judas für seinen Verrat bekam.

Ich gebe Dir & du sagt, was ich hören möchte. Ansonsten verschwindest DU in der Versenkung der Wissenschaft & diesmal ohne "Wenn & Aber" aus deren Mund.

Nichts passiert hier auf Erden aus Zufall, egal ob Eiszeit, Ozonloch, Maul -& Klauenseuche, Vogelpest, Algenpest, Rinderwahnsinn, Schweinepest, Klimawandel &&&

Und oft waren es eben keine Professoren oder Doktoren, die den Fortschritt hier auf Erden gebracht & entdeckt haben, wie z.B. Humboldt oder wie z.B die Kräuterweiblein, die Linderung brachten.
Und hier schließt sich der Kreis.
Warum wurden diese Kräuterweiber als Hexen verbrannt?

Weil Sie eine Gefahr für die Macht waren! Damals wie Heutzutage, nur perfider!

Hans Jürgen Wienroth | Sa, 6. November 2021 - 11:05

Die Kultur der Denkverbote betrifft leider nicht nur die Geisteswissenschaften, sondern auch die Naturwissenschaften. Da werden physikalische Gesetze wie der Energieerhaltungssatz mit populistischen Begriffen wie „erneuerbare Energien“ einfach für ungültig erklärt. Da werden negative Auswirkungen dieser „Energiegewinnung“, die im Grunde nur eine Umwandlung ist, einfach verdrängt. Forschung, eine der Grundsätze der Wissenschaft, ist hier unerwünscht. Man könnte ja zu „falschen“ Ergebnissen kommen.
Eines der Übel hierbei ist die Verlagerung der Forschung von den Hochschulen an „Aufsichtsbehörden“ wie das Umweltbundesamt, das Julius-Kühn-Institut, RKI usw., die Ministerien unterstellt sind. Wie kann da unpolitische Forschung stattfinden?
Eine weitere Ursache liegt im Bildungswesen, das mehr auf soziale Gleichheit als auf maximale Wissensvermittlung Wert legt. Das wirkt sich auch auf die Universitäten aus. Ohne Geschichtswissen z. B. keine Zukunftswissenschaft.

Achim Koester | Sa, 6. November 2021 - 11:36

ist für die Freiheit der Wissenschaft tödlich. Wer nicht die Meinung des politischen Mainstreams vertritt, erhält keine öffentlichen Fördergelder und ist somit kaltgestellt. Lediglich einige emeritierte Professoren wagen es, gegen den Stachel zu löcken, werden dafür aber von den etablierten Medien attackiert und, wenn möglich, mundtot gemacht. Hingegen bauen die systemkonformen "Wissenschaftler" mit den einschlägigen Medien und Politikern eine Art Zirkelbezug auf, der die Abhängigkeit zunehmend verstärkt. Cui bono?

Christoph Kuhlmann | Sa, 6. November 2021 - 12:22

Ich meine jetzt keine statistischen Analysen eines Forschungsansatzes dessen Fragestellung gar keine alternatives Ergebnis zulässt, sondern die empirische Bestätigung in der gesellschaftlichen Realität. Woran der real existierende Sozialismus und mit ihm seine Apologeten scheiterten. Mit einer Zentralverwaltungswirtschaft und einem politischen System ohne Meinungsfreiheit lässt nun einmal kein Humanismus gestalten. Persönlich finde ich die empörte Reaktion auf die reine Definition des Geschlechtes anhand biologischer Kriterien und unter Ausschluss der Persönlichkeit eines Menschen gar nicht so falsch; schließlich werden in der Frauenforschung bereits seit Jahrzehnten männliche Studenten ausgeschlossen ohne das ein Äquivalent für Männer geschaffen wurde. Beispielsweise Geschlechterforschung für Frauen, Transsexuelle und Männer. Es geht wohl eher um den Umgangs miteinander. Da müssten eigentlich dem Minderheitenterror zumindest bei den privaten Unis finanzielle Grenzen gesetzt sein.

W.D. Hohe | Sa, 6. November 2021 - 12:40

Was mit Worten nach außen doch nicht alles unsichtbar gemacht wird. Auch wenn alle verstehen was tatsächlich gemeint ist - ist es doch verschwunden.
Der historische Cicero hat`s seinerzeit vorgemacht.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 6. November 2021 - 12:46

darstellen, ist es nicht.
Aber Sie sprechen es ja selbst an und vermutlich nicht aus Versehen, das Glasperlenspiel, von Hermann Hesse? Nehmen Sie die Seelenübersteigung in den Religionen oder in der Naturwissenschaft die Parthenogenese.
Selbst der Satz der Mathematik, a sei mit sich selbst identisch, der ja auch noch Heideggers Philosophie zugrundeliegt, lassen die Idee von Frau Stock, es gebe 2 Geschlechter geradezu abenteuerlich erscheinen.
Ich glaube, dass ich über die Jahrzehnte von den Wissenschaften, Religionen, Fantasien in den schillerndsten Farben nie ganz gelassen haben, weil mich nach wie vor interessiert, wie diese Auseinandersetzung ausgeht.
Wenn ich es wissenschaftlich geschafft hätte, wäre das wohl mein Thema gewesen.
Ich habe aber nicht die geringste Lust darauf, all die "Texte" ff zu dechiffrieren, nein, ich hätte es gerne in der Wissenschaft so deutlich wie es Wolfgang Petersen in seinem Film "Enemy mine" darlegt, wie also stellen sich die Protagonisten dar/das vor?

Tomas Poth | Sa, 6. November 2021 - 12:47

Wir erleben hier derzeit einen Furor in den westlichen Gesellschaften der quasi alles Bestehende zerstören, vom Fuß auf den Kopf stellen möchte, sich von dem Begriff der Freiheit und Vielfalt bewußt und gewollt entfernt, um nach eigener Facón eine Einheit und Einseitigkeit auszuleben und zu installieren.
Dies geschieht unter dem Deckmantel einer so genannten "neuen Vielfalt" die es aber nicht ist, sondern geradezu total einseitig ausgrenzend.
Die Aktivisten dieser vielen verschiedenen Gruppen, FfF, BLM, PoC, Cancel Culture, LGTBQIA, "Faktenchecker", WEF, CoP 26 und wie sie alle heißen, sind gerade zu religiös unterwegs.
Sie unterbinden den Diskurs, tragen ihre Schlagzeilen, ihre Glaubenslehren wie eine Monstranz vor sich her, alles ist absolut nichts diskutabel oder verhandelbar.
Schöne neue Welt, 1984, Fahrenheit 451 auf geht's in die Dystopie, in einen fühligen Untergang, vamos!

W.D. Hohe | Sa, 6. November 2021 - 12:50

Gegenläufiges ignoriert werden
Nur so fließt Wasser bergauf.
Und wird Neigung/Kopf/Bild im Detail verdreht, sieht es auch so aus.
Beweis erbracht.
So einfach ist`s wenn Betrachter sich seinen Kopf verdrehen lässt.

Ernst-Günther Konrad | Sa, 6. November 2021 - 16:13

Es scheint mir so, als solle die Wissenschaft und unsere Bildung dem politischen Niveau angepasst werden. Wer, wenn nicht die Wissenschaft selbst kann diesem unguten Trend entgegen treten. Die Politik versagt da völlig, man hat den Eindruck, das sei alles gewollt. Wir sehen es seit zwei Jahren in der Medizin und speziell in der Virologie und Epidemiologie. Zahlungsabhängige Mediziner, gekaufte Meinungen, Verletzung jeglicher wissenschaftlicher Grundsätze werden gegen Auftritte in Talks Shows, Podcasts, beeinflusste Interviews und Artikel eingetauscht. No names kommen ins Fernsehen, sind plötzlich wer und sind dafür bereit, ihr eigenes einstmals erworbenes Wissen für politisch korrekte Expertisen einzutauschen. Nur die aufrechten Wissenschaftler können dem Einhalt gebieten, in dem sie dem öffentlichkeitswirksam entgegen treten und die UNI-Leitungen, so sie noch nicht politisch gesteuert eingesetzt wurden, diesen aufrührerischen Studenten, mit Zwangsexmatrikalution drohen und durchsetzen

Karl Kuhn | Sa, 6. November 2021 - 16:15

"auch eine ganze Reihe deutscher Dozenten, bezeichnenderweise aus dem akademischen Mittelbau, was bedeutet: Professoren und Professorinnen von morgen."

Naja, ebenso wahrscheinlich ist es, dass es sich bei diesen Personen um bereits gescheiterte, frustrierte Wäregernprofessoren handelt. Trotzdem ein intellektuelles Armutszeugnis.

Rob Schuberth | Sa, 6. November 2021 - 19:38

Die Wissenschaft ermöglicht uns immer nur den Blick in das noch Unbekannte.
Und zwar gerade so weit wie es unsere Techniken, u. Denkvermögen aktuell ermöglichen.

D. h. Wissenschaft lebt von dem Diskurs u. ist sich auch bewusst eben nicht allwissend zu sein.

Leider aber erleben wir z. Z. den Trend, dass sich Minderheiten so dermaßen lautstark (nur dank der Medien) über alles erheben, dass sie selbst sich für die einzig Wissenden halten.

Die Medien sollten solche Minderheiten zwar nicht ganz ignorieren, ihnen aber sicher nicht mehr diese große Bühne bieten.

Wir brauchen sachliche Diskurse u. Debatten, aber sicher kein cc, kein Gendern u. ä. Gedöns.

Hört bitte auch im Cicero auf diesen Leuten ihre Bühne zu bieten.
Danke

Brigitte Simon | Sa, 6. November 2021 - 19:45

Ja, die Freiheit der Wissenschaften und Anders-denkender wird von politisch links/grün motivier-ten Gruppen zunehmend bedrängt. Sie versuchen unter falsch oder bewußt falsch verstandener Political Correctness auf Lehrpläne deutscher Universitäten Einfluß zu nehmen.

Auf beklemmende Art und Weise, durchaus auch mit Angst durchzogen, erinnert mich das an das Jahr 1968. Die 68er - für mich ein negativ be-setzter Begriff - sind Leute, die heute Politik machen. Ihre in einer finanziell bestens ausge-stattener Umwelt zuhause. Die Heranwachsen-den sind sehr anfällig auf Cancel Cul-turaspekte.

Brigitte Simon | So, 7. November 2021 - 12:35

Linksextremistische Studenten und im beson-deren Studentinnen kämpfen in und außen vor den Universitäten, um Deutschland mit seiner Sprache grundlegend zu verändern. Im Mei-nungskampf sind die linken Gruppen oft deshalb so stark, sie können auf diesen Gebieten gut mobilisieren. Der Staat hat die Pflicht, uns, den freiheitsdenkenden Bürger und, der hohen Wissenschaften zu schützen. Damit ist nicht mehr zu rechnen, Wir werden von einer links/
grünen Politik kontrolliert. Die Tendenz weniger über konkrete Erneuerungen der Wissenschaft zu diskutieren, hat längstens den politikbegleiten-
den Wissenschaftsberich infiziert. Es scheint, als würden Wissenschaftler, auch der Bürger, mit wem sie sprechen, um nicht in den Dunstkreis der falschen Leute zu geraten. Seien es die Par-teien, die Medien. Dessen sollten sich die Wissenschaftler bewußt sein und mit unserer Unterstützung entgegensteuern. Zeigen wir Zi-vilcourage. Sonst wird es auch mit der deut-schen Wissenschaft zu Ende sein.

Markus Michaelis | So, 7. November 2021 - 13:54

Der Einzelne überblickt nicht die Genderfrage, nicht den Klimawandel, nicht andere Dinge. Man orientiert sich viel an Vorbildern und auch negativ an Menschen, die man ablehnt und bei denen man Denkfehler erkennt. Eine aus einem Gesamtüberblick resultierende Einsicht ist das nicht - eher ein dynamisches System der Selbstbezüge.

Das gilt eingeschränkt auch für Ingenieure. So waren etwa anfang der 0er Jahre neuronale Netze eher verpönt, weil mathematisch nicht exakt genug. Die Programmiersprachen dazu mussten gewissen theoretischen Standards genügen - soetwas hat auch ideologischen Charakter. Dann kamen CNN-neuronale Netze in Python als Programmiersprache und die alles abräumenden Erfolge der modernen KI - die im Artikel angesprochene empirische Selbstkorrektur.

Noch eine Frage zum konstruierten Geschlecht: den Aspekt gibt es natürlich. Dessen Betonung scheint LGBT-feindlich, weil dann auch LGBT nur gewählte konstruierte Identitäten sind und keine "echte" Identität?

sie scheinen nur nicht genuin, weil bislang aus sexuell heterogenen und herkömmlichen Beziehungen resultierend?
Aber wissen wir naturwissenschaftlich denn schon so viel?
Deshalb fände ich ja auch jede starre Festlegung in den Wissenschaften auf ein Modell verkehrt, das nicht hergeleitet wurde oder sich empirisch belegen liesse.
Wenn vor mir jemand steht und meint, ER sei eine FRAU oder noch ganz etwas anderes, dann ist das für mich ein starkes Argument, dies zu überlegen.
Noch besser wäre allerdings, diese Leute würden sich selbst darlegen.
Nur in den Wissenschaften gilt keine reine Befindlichkeit, ob gewählt oder nicht.
Vielleicht hat sich Frau Stock einer wissenschaftlichen Diskussion nicht öffnen können oder ihre "Widersacher" wollten keine Debatte. Zu bedenken gilt auch, dass das aufgeheizte Klima evtl. zutun hat mit bislang/historisch üblichen Augrenzungen seitens des Mainstream in Richtung "krank".
Genderforschung ist nicht nur interessant, sondern mir auch sehr wichtig.
RESPEKT