Frankfurter Buchmesse - Im Hürtgenwald trug sich Ungeheures zu

Steffen Kopetzky erzählt vom Krieg derart packend, dass es eine Wucht ist. Mit dieser „Propaganda“ ist ihm ein großer Wurf gelungen

Man sieht den Schatten eines Soldaten auf einem Kriegsdenkmal mit den Namen gefallener US-Soldaten im Vietnamkrieg.
In Steffen Kopetzkys neuem Roman wird die Hauptfigur zum Opfer US-amerikanischer Kriegpropaganda / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Alexander Marguier

Nach der Lektüre dieses Buches fragt man sich unweigerlich: Warum wird so etwas wie Steffen Kopetzkys „Propaganda“ eigentlich nicht für den Deutschen Buchpreis nominiert? Da schreibt schließlich einer, der sein Handwerk mit spielerischer Leichtigkeit beherrscht, der tief in die historische Materie einsteigt und dabei gleichzeitig keine Spur langatmig oder gar langweilig wird. Kurzum: Da legt ein Meister seines Faches seinen inzwischen sechsten Roman vor, aber die Literaturbranche scheint eisern entschlossen, ihm größere Ehrungen zu verweigern.

Vielleicht liegt es daran, dass der 48 Jahre alte Pfaffenhofener das Gegenteil eines Befindlichkeitsschriftstellers ist. Kopetzkys großes Sujet bleibt nämlich auch diesmal, nach dem Erste-Weltkriegs-Werk „Risiko“ aus dem Jahr 2015, die Militärgeschichte.

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