Fragen zur Olympia-Eröffnung - Wie viel Verhöhnung muss das Christentum aushalten, Herr Mertes?

Eine queere Inszenierung bei der Olympia-Eröffnungsfeier, die Zuschauer an das letzte Abendmahl erinnerte, sorgt für Kontroversen. Im Interview spricht der Theologe und Jesuit Klaus Mertes über kulturelle Aneignung, Blasphemie-Vorwürfe und die christliche Liturgie.

Umstrittene Inszenierung bei der Olympia-Eröffnung / Screenshot

Autoreninfo

Volker Resing war Leiter des Ressorts Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

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Klaus Mertes ist Theologe und Mitglied des Jesuiten-Ordens. Von 2011 bis 2020 war er Direktor des Kollegs St. Blasien.

Herr Mertes, Bei der Olympia-Eröffnungsfeier in Paris gab es eine szenische Darstellung, die einige als Persiflage auf das berühmte Abendmahl-Gemälde von Leonardo da Vinci gesehen haben. Wie bewerten Sie die Inszenierung?