Szenenfoto aus „Therapie für Wikinger“
Manfred/John (Mads Mikkelsen) und Bruder Anker (Nikolaj Lie Kaas) / © Neue Visionen Filmverleih / Splendid Film

Film der Woche: „Therapie für Wikinger“ - Axt und Analyse

Die dänische Komödie „Therapie für Wikinger“ präsentiert ein skurriles Universum traumatisierter Figuren und spielt mit identitären Deutungen. Regisseur Anders Thomas Jensen motiviert damit zu ehrlicher Selbstfindung – jenseits aller Ideologien.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

So erreichen Sie Ursula Kähler:

Mads Mikkelsen ist der größte Filmstar Dänemarks. Dem Kopenhagener ist bislang ein grandioser Spagat zwischen heimischen Arthouse-Produktionen und internationalen Blockbustern gelungen. Ob in „Casino Royale“, „Indiana Jones“, „Der Rausch“ oder „King’s Land“ – Mikkelsens Vielseitigkeit ist beeindruckend. Seine Rollen füllt er mit überzeugender Präsenz, Nuancierung und Empathie. Zahlreiche Auszeichnungen dekorierten seine Laufbahn. Neben diversen Filmpreisen auch die des amerikanischen People Magazine zum „Sexiest Man Alive“. In der schwarzen Komödie „Therapie für Wikinger“ ist der attraktive 60-Jährige nun aber kaum wiederzuerkennen. Mit seltsamer Dauerwelle, Kassenbrille und Outfits aus den Achtzigern gibt er Manfred, der nicht der Hellste ist und obendrein glaubt, John Lennon zu sein.  

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