Helge Schneider
Szene aus „The Klimperclown“ / Radius Film

Film der Woche: „The Klimperclown“ - Zwischen Mettbrötchen und Mozart

Helge Schneider wird 70 – und schenkt sich selbst eine dokumentarische Hommage. „The Klimperclown“ zeigt einen Ausnahmekünstler zwischen Dada, Jazz und Wurstbrötchen. Wer ihn verstehen will, hat schon verloren – und gewinnt gerade dadurch.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

So erreichen Sie Ursula Kähler:

Wer ihn verstehen will, hat schon verloren. Er singt vom Bonbon aus Wurst, vom Meisenmann oder dem Schönheitschirurg von Banania. Sein „Katzeklo“ verschafft ihm 1994 nach einem Auftritt bei „Wetten, dass ...“ einen Platz in den Charts. Es katapultiert den einstigen Nischenkünstler mit dem Beinamen „die singende Herrentorte“ zum nationalen Unterhaltungsstar – irgendwo zwischen Comedy und Kabarett. So richtig passt er in keines der beiden Fächer. Dafür ist sein Humor zu absurd. Ebenso engagiert erfüllt er die Rolle des Filmemachers, Schauspielers, Schriftstellers und vor allem: des virtuosen Jazzmusikers. Die Rede ist von Helge Schneider. Am 30. August feiert er seinen 70. Geburtstag. Mit dem Dokumentarfilm „The Klimperclown“ schenkt er seinem Publikum ein autobiografisches Puzzle, das durchaus neue, persönliche Einblicke bietet. Wirklich nah kommt man dem Jubilar jedoch nicht.

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Jens Böhme | Mi., 6. August 2025 - 21:35

"Gartenzaun" (1995):"Das ganze Geld mit Quatsch verdient." Im Interview bei "Zeit" (2025):"„Natürlich ist Quatsch politisch... Wenn man Quatsch macht, strahlt man eine gewisse Leichtigkeit aus, die es den Menschen einfach macht, über sich selbst zu lachen. Und über sich selbst zu lachen, bedeutet immer auch, Selbstkritik zu üben.“