- Die Schuld der Anderen
Beim Dreh von „Rust – Legende des Westens“ erschoss Hollywoodstar Alec Baldwin versehentlich eine Kamerafrau. Dem tragischen Unfall folgte ein Medienspektakel. Der ästhetische Western kritisiert eine puritanische Gnadenlosigkeit, deren Opfer er selbst wurde.
Die Tragödie ereignet sich an einem sonnigen Tag im Oktober 2021. In der Holzkirche einer Kulissenstadt im Bundesstaat New Mexico probt Alec Baldwin seine nächste Szene. Er ist der Hauptdarsteller in dem Western „Rust – Legende des Westens“. Es sei eine „cold gun“, sagt der Regieassistent, als er Baldwin einen Revolver übergibt. Also eine Waffe, die entweder leere Hülsen oder Requisitenmunition enthält. Der Colt SAA Flattop Target ist eine besonders robuste und einfach zu bedienende Pistole. Seine Beliebtheit, vor allem im Wilden Westen, bescherte ihm makabre Spitznamen wie „Peacemaker“ (Friedensstifter) oder „Equalizer“ (Gleichmacher). Während der Probe steht Regisseur Joel Souza hinter der Kamerafrau Halyna Hutchins. Baldwin zieht die Waffe und zielt auf die Kamera. Dann passiert das Unvorstellbare: Eine Kugel verlässt den Lauf und trifft die 44-jährige Hutchins tödlich. Das Geschoss verwundet auch Souza. Doch er überlebt.
-
Monatsabo (im 1. Monat) 2,00 €
Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden.
Der erste Monat kostet 2,00 €, danach 9,80 €/Monat.
Ohne Abo Lesen
Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
