Szenenbild aus „Pillion“
Sein Wunsch ist ihm Befehl: Ray (Alexander Skarsgård, l.) und Colin (Harry Melling) / Element Pictures PLN Limited, BBC, British Film Institute

Film der Woche: „Pillion“ - Lass mich dein Bettvorleger sein

Erfrischend locker erzählt „Pillion“ von Liebe und Macht anhand einer schwulen SM-Beziehung. In der Hingabe zu einem dominanten Biker findet ein schüchternes Mauerblümchen ungeahnte Erfüllung – bis die Sehnsucht nach emotionaler Tiefe alles verändert.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

So erreichen Sie Ursula Kähler:

Er ist anspruchslos, bescheiden, folgsam und kaum schmerzempfindlich. Colin heißt der junge Mann, der so gerne einen Freund hätte. Mister Right hat er bislang aber noch nicht gefunden. Der schmächtige Parkplatzkontrolleur aus dem englischen Bromley ist so knuffig, dass es quietscht. Wie ein Vögelchen singt er in einem A-cappella-Chor, geht abends mit dem Dackel Gassi und wohnt noch brav bei seinen Eltern. Mit der Homosexualität ihres Sohnes haben diese kein Problem. Im Gegenteil. Mutter Peggy arrangiert sogar Dates für ihren schüchternen Spross. Doch dann steht plötzlich Ray neben ihm. An der Bar eines Pubs schiebt ihm der heiße Biker wortlos-lässig eine Nachricht zu: „Primark, morgen, 17 Uhr.“ Colin kann sein Glück kaum fassen.

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