Mann steht barfuß in zerrissener Kleidung vor altem Haus; Grafik mit Filmklappe rechts. Foto.
Die Natur erobert Sagas (Seidi Haarla) Haus und Leben / © Pietari Peltola, Alamode Film

Film der Woche: „Nightborn“ - Monsterliebe

Der Horrorfilm boomt. Gerade in Krisenzeiten spiegelt er gesellschaftliche Ängste. In „Nightborn“ kämpft eine Mutter mit aufgezwungenen Idealen von Mutterschaft. Eine blutige, bildgewaltige Satire über das vermeintlich traute Familienglück.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

So erreichen Sie Ursula Kähler:

Ganz ehrlich: Horror gehört nicht zu meinen Lieblingsgenres. Geprägt durch frühe Erfahrungen mit Werken wie „Der Exorzist“ oder „Chucky – Die Mörderpuppe“ kehrte ich der Sparte ruckzuck den Rücken. Sinn und Reiz dieser Art von Filmen hat sich mir nie so ganz erschlossen. Horror soll angeblich Angst, Stress und Anspannung in kontrollierter Umgebung erzeugen. Dem Schreckmoment folgt vermeintlich ein Gefühl der Erleichterung und Befriedigung. Nach der Ausschüttung von Adrenalin kommt, so die Theorie, die Belohnung durch Dopamin. Diese Mischung sorgt für den Kick, den Horrorfans so lieben.

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Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 6. August 2026 - 10:23

Sind finnische Wälder eigentlich mono"thematisch oder "divers" und war das schon immer so?

Dorothee Sehrt-Irrek | Do., 6. August 2026 - 10:32

Botschaft des Filmes diejenige wäre, auch "Monster" zu lieben, aber wie kommt frau überhaupt darauf, ein solches auf die Welt gebracht zu haben?
Das dürfte der Film en passent sicher auch zeigen.
Ich fand das Stillen toll, ich nährte meine Kinder.
Dieses "Aufgehen in", ist das nicht ein Zeichen von Bezüglichkeit?
Hat Geburt in dem Film überhaupt etwas mit Sexualität zu tun oder nur mit, auch noch falsch verstandener "Vegetativität"?
Das Thema des Filmes scheint mir aber hochgradig relevant.