Film der Woche Mit Liebe und Chansons
Mutter Esther (Leïla Bekhit) mit ihren sechs Kindern / Neue Visionen

Film der Woche: „Mit Liebe und Chansons“ - Mutti Overkill

Von der starken Bindung einer Mutter und ihrem gehbehinderten Sohn erzählt die französische Tragikomödie „Mit Liebe und Chansons“. Die wahre Geschichte begleitet einen Pariser Jungen bis ins Erwachsenenalter – leider zu sentimental und vorhersehbar.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

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Kindern soll man ja bekanntlich zwei Dinge verleihen: Wurzeln und Flügel. Wer auch immer diese Weisheit, fälschlicherweise häufig Goethe zugeschrieben, formulierte – er hat gewiss recht. Die Kombination aus Liebe, Geborgenheit und Werten sowie Freiheit und Selbständigkeit gilt als ideale Balance verantwortungsvoller Erziehung. Esther Perez, die Mutter in dem Film „Mit Liebe und Chansons“, scheint von der Flügel-Thematik eher wenig zu halten. Als sie in den sechziger Jahren mit ihrem sechsten Spross niederkommt, bricht für die aus Marokko stammende Pariserin eine Welt zusammen. Denn der kleine Roland hat einen Klumpfuß.

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