Timothée Chalamet als rastloser Pingpong-Star Marty Mauser
Spielt er sich zum Oscar? Timothée Chalamet als rastloser Pingpong-Star Marty Mauser / Tobis Film

Film der Woche: „Marty Supreme“ - Spiel der Mächte

Der Sportfilm „Marty Supreme“ überblendet das Schicksal eines ehrgeizigen New Yorker Underdogs, der 1952 Tischtennisweltmeister werden will, mit politischer Symbolik. Die Performance von Hollywoodstar Timothée Chalamet ist herausragend.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

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„Wovon lebst du?“, fragt die reife Filmdiva Kay Stone nach dem Stelldichein ihren jungen Liebhaber. „Natürlich vom Glauben an mich selbst. Dann kommt das Geld von ganz allein.“ Für seine gerade mal 20 Jahre kommt der New Yorker Schuhverkäufer Marty Mauser ziemlich altklug daher. Stone, die kühle Blondine mittleren Alters, verdreht genervt die Augen. Dann verlässt sie das Hotelzimmer und eilt zurück zu ihrem betuchten Ehemann. Ihre Karriere ist vorbei, die Abhängigkeiten sind klar definiert. Marty hingegen grinst. Sein Weg nach oben beginnt gerade erst. Die Welt steht ihm offen.

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