- Nur die Sonne war Zeuge
Für das deutsche Filmschaffen ist dieser Thriller von internationalem Format ein Lichtblick. Mit dichter Spannung und poetischer Ästhetik erzählt Jan-Ole Gersters „Islands“ vom mysteriösen Verschwinden eines britischen Touristen auf der Vulkaninsel Fuerteventura.
Ein Mann liegt starr in der Wüste. Das Gesicht im Sand. Sein Schatten ist lang. Die Sonne geht gerade auf. Sie taucht die Szenerie in warmes Licht. Zunächst ist unklar, ob der Gestrandete im Sportlerdress tot oder lebendig ist. Doch auf einmal regt er sich, steht langsam auf und stapft zu seinem Auto. Der Geländewagen ist so abgewrackt wie sein Besitzer. Er steht an einer Landstraße, die Fahrertür weit offen. Der Mann leert eine Wasserflasche. Vielleicht ist er verkatert. Kritisch blickt er in die Ferne. Zu einer gigantischen Hotelanlage – inmitten des Nichts. Dann fährt er los. Zum Touristenbunker, seinem selbst erwählten Gefängnis.
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Ist es nicht interessant, von einem deutschen Film zu sprechen, der auf Fuerteventura spielt, mit spanischen und englischen Schauspielern auf Englisch abgedreht wurde und deren Protagonist Engländer ist?
Scheinbar ist dieser Tage die deutsche Qualität nicht mehr ausreichend, solch ein Machwerk darzustellen, was auch noch für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde.
Adressat solcher Artikel ist in erster Linie die deutsche Subventionsförderung beim Bundeskulturminister, dann erst werden solche Texte fürs gemeine Volk abgespeckt.
Überall in der "Kultur"-Szene braucht man solche Jubelgutachten, die sich stilistisch am Wettbewerb "Deutschland sucht den Superstar". oder am " Eurovision Contest" orientieren.
Daher kommt diese öde infantile Langeweile, garniert mit eingebildeten "Starschauspielern".
Wirkliche Kultur hat so etwas wohl kaum nötig.
