- Ach, du armes Hascherl!
Sinnlich und intellektuell will sich das Dokudrama „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ der Schriftstellerin nähern. Dabei stilisiert es sie zum leidenden Opfer und blendet ihre Stärke und ihren Charme aus. Morgen jährt sich Bachmanns Geburtstag zum 100. Mal.
Eine Frau erwacht im Morgengrauen auf der Terrasse ihrer Wohnung. Zwei Gartenstühle dienen als Bett. Sie trägt einen hellblauen Bademantel. Auf dem Tisch befinden sich eine Kaffeekanne, eine Tasse, daneben ein Aschenbecher und Zigaretten. Die Frau blickt in den Himmel. Starenschwärme fliegen wellenartige Formationen. Düstere Klaviermusik setzt den schwermütigen Ton dieser Anfangssequenz der Dokumentation „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“. Er wird sich nicht groß ändern. Die Frau ist die Schauspielerin Sandra Hüller. Wenig später sehen wir sie vor einem Spiegel. Eine Maskenbildnerin setzt ihr eine blonde Perücke auf. Die Ähnlichkeit zur österreichischen Autorin ist unübersehbar.
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