Sandra Hüller als Ingeborg Bachmann
Traurig am Tiber: Sandra Hüller als Ingeborg Bachmann / © Elliott Kreyenberg

Film der Woche: „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ - Ach, du armes Hascherl!

Sinnlich und intellektuell will sich das Dokudrama „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ der Schriftstellerin nähern. Dabei stilisiert es sie zum leidenden Opfer und blendet ihre Stärke und ihren Charme aus. Morgen jährt sich Bachmanns Geburtstag zum 100. Mal.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

So erreichen Sie Ursula Kähler:

Eine Frau erwacht im Morgengrauen auf der Terrasse ihrer Wohnung. Zwei Gartenstühle dienen als Bett. Sie trägt einen hellblauen Bademantel. Auf dem Tisch befinden sich eine Kaffeekanne, eine Tasse, daneben ein Aschenbecher und Zigaretten. Die Frau blickt in den Himmel. Starenschwärme fliegen wellenartige Formationen. Düstere Klaviermusik setzt den schwermütigen Ton dieser Anfangssequenz der Dokumentation „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“. Er wird sich nicht groß ändern. Die Frau ist die Schauspielerin Sandra Hüller. Wenig später sehen wir sie vor einem Spiegel. Eine Maskenbildnerin setzt ihr eine blonde Perücke auf. Die Ähnlichkeit zur österreichischen Autorin ist unübersehbar.

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