Schwarzweiß-Foto: Drei Menschen laufen lachend durch seichtes Wasser am Strand.
Mode-Shooting auf Hiddensee / © Beate Nelken/Weltkino 

Film der Woche: „Hiddensee“ - Das Versteck im Meer

Wie sich die politischen Umbrüche eines Jahrhunderts in einen Sehnsuchtsort einschreiben, zeigt die Dokumentation „Hiddensee“. Der schwarz-weiße Filmessay verwebt Landschaft, Menschen und Geschichte. Ein nachhallendes Portrait der legendären Ostseeinsel.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

So erreichen Sie Ursula Kähler:

Aussteiger, Nacktbader, Künstler, Punks. Das Besucherprofil der Insel Hiddensee war seit jeher bunt gemischt. Der nur 17 Kilometer lange Streifen Land in der Ostsee galt stets als Sehnsuchtsort der Freiheit. Die Ostberliner Regisseurin Annekatrin Hendel wagt mit ihrem neuen, sehenswerten Film einen, wie sie es formuliert, „dokumentarischen Tanz über deutsch-deutsche Abgründe“. Das nach dem schmalen Eiland benannte Werk ist ein unkonventioneller Essay. Assoziativ verknüpft es verschiedene Epochen, Generationen und Schicksale miteinander. Ästhetisch beeindruckend gelingt ein visuelles Geflecht, das vom Leben auf der Insel während der letzten 100 Jahre erzählt.

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