- Der Film der Stunde
Der Anschlag von Magdeburg verschafft dem Horrorfilm „Heretic“ eine unvorhersehbare Brisanz. Hugh Grant spielt darin einen religionskritischen Psychopathen, dessen perverse Selbstjustiz die Kehrseite des Glaubens offenbart.
Religion ist bekanntermaßen dazu in der Lage, im Menschen sowohl das Beste als auch das Schlechteste freizusetzen. Taten aus Nächstenliebe stehen dabei Gewaltexzessen gegenüber. Es wird geholfen, gespendet und geheilt, aber auch verfolgt, gefoltert und gemordet. Alles natürlich stets im Namen Gottes. Die Kehrseite des Glaubens, die bösartige Auswüchse wie Kriege oder Terroranschläge hervorzubringen vermag, entspringt einem zutiefst menschlichen und doch fatalen Phänomen: der Besessenheit von einer Idee. Auch die Anhänger säkularer Ideologien sind vor dieser Gefahr nicht gefeit.
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Den Attentäter und Mörder vom Magdeburger Weihnachtsmarkt mit dieser Filmfigur zu vergleichen, um sodann Ähnlichkeiten festzustellen, ist meines Erachtens ein geradezu haarsträubendes Unterfangen und könnte nicht deplatzierter sein. Das vermag ich zu konstatieren ohne den Film gesehen zu haben, denn ich kenne Drehbuch, Script und einige Rezensionen. Allerdings weiß ich auch nicht, mit wieviel Phantasie die Autorin sich der Tat und dem Täter von Magdeburg "genähert" hat. Es bleibt ihr Geheimnis.
