- Nach der Finsternis das Licht
Mal wieder handelt ein Film vom Leben William Shakespeares. Im Fokus steht nun aber dessen Frau und der Schmerz über den Tod des gemeinsamen Sohnes. Für „Hamnet“ wurde reichlich fantasiert. Das Ergebnis beeindruckt dennoch. Die Oscars sind zum Greifen nah.
„Das Leben ist nichts als ein armer Komödiant, der seine Stund’ auf der Bühne spielt und dann nicht mehr zu hören ist; eine Erzählung, von einem Dummkopf voll Klang und Wut, die nichts bedeutet.“ Es ist Macbeth, den William Shakespeare im Schlussmonolog seines gleichnamigen Dramas auf diese Weise den irdischen Sinnverlust entlarven lässt. Worte voller Erkenntnis, Tiefe und Entzauberung. Allzu oft wurde das Leben des großen Dichters selbst zum Sujet – in Büchern, Stücken und später auch Filmen. Die spärliche Quellenlage stellte dabei kein Hindernis dar. Im Gegenteil. Sie öffnete Tür und Tor für Spekulationen und Legenden, von Epoche zu Epoche. Jedem sein eigener „Will“.
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dürfte Grundlage seiner gesellschaftlichen Übersichten und Einsichten gewesen sein.
Er hat gelebt, sonst hätte er solche Stücke nicht schreiben können.
Wie Bach, den man ohne seine Familien m.E. musikalisch gar nicht denken kann.
Shakespeares Sprache ist lebendig, beweglich und kunstvoll zugleich.
Er konnte schlicht nicht Marlowe sein.
Er mußte auch geliebt haben, sonst hat man nicht solch eine Reziprozität in der Sprache und soviel Sinn für "Naturgeister".
Die Besprechung klingt vielversprechend.
Danke
