Mann mit Mütze füttert ein Lamm mit der Flasche auf einer Wiese, Schafe im Hintergrund, Foto.
Kümmert sich rührend um seine wolligen Gefährten: Hugh Jackman als Schäfer George / © Amazon Content Services LLC

Film der Woche: „Glennkill“ - Ermitteln mit Schafsinn

In „Glennkill“ klärt eine Schafherde den Mord an ihrem Schäfer auf. Dabei entlarvt sie die Welt der Zweibeiner als absurdes Theater ohne Hirten und Verstand. Frei nach dem gleichnamigen Bestseller besticht die Komödie durch Geist, Witz und Ironie.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

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Für George sind sie die freundlichsten Wesen dieser Erde: Schafe. In der irischen Provinz lebt er mit seiner Herde, die er liebevoll füttert, pflegt und bespaßt. Abends liest er den wolligen Vierbeinern sogar vor – und zwar Krimis. Dabei sitzt der freundliche Einsiedler vor seinem Wohnwagen, während die Tiere scheinbar wie gebannt zuhören. George hält sie für stumme Statisten seines Lebens und tut sein Bedürfnis, mit ihnen zu sprechen, als Marotte ab. Doch während er sie als „bloße Schafe“ unterschätzt, sind sie längst zu seinen aufmerksamsten Zuhörern geworden.

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