Trump und Musk
Das war spitze! Elon Musk bei einer Veranstaltung mit Donald Trump / Real Fiction Filmverleih

Film der Woche: „Elon Musk Uncovered – Das Tesla-Experiment“ - Im Rausch der Datenmacht

Dieses Science-Fiction-Szenario sehnen viele herbei: das autonome Fahren. Ein investigativer Dokumentarfilm erzählt fesselnd von den Schattenseiten dieser Technik, seinen Opfern, Teslas fragwürdigen Geschäftsmethoden – und der maßlosen Hybris Elon Musks.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

So erreichen Sie Ursula Kähler:

Es gibt ein Mantra, das man in technikaffinen Kreisen oft und gerne vernimmt: Das autonome Fahren wird kommen. Ganz so, als handelte es sich um ein unbezwingbares Naturereignis. Als hätte die Gesellschaft gegenüber der technologischen Evolution keine andere Wahl. Doch die hat sie. Andreas Pichlers Dokumentation „Elon Musk Uncovered – Das Tesla-Experiment“ entzaubert blinden Fortschrittsglauben. Hinter dem coolen Silicon-Valley-Schein legt der Film menschliche Tragödien frei. Subtil stellt er die unbequeme Frage, ob wir wirklich Teil eines gigantischen Daten- und Überwachungsnetzwerks werden wollen. Sich derart bedingungslos in die Hände einer Wirtschaftselite zu begeben, deren Geschäftsmodell auf permanenter Kontrolle basiert, gleicht vielmehr einem Akt der Selbstentmündigung. Mit Selbstbestimmung und den Idealen einer offenen Gesellschaft hat das wenig zu tun.

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Walter Buehler | Mi., 11. März 2026 - 15:52

Jeder, der über etwas berichtet, bringt etwas von seiner subjektiven Sicht ein. Das ist normal, natürlich auch für Filmemacher und Journalisten.

Nichts spricht dagegen, die eigene Interpretation der Wirklichkeit in einem Bericht, in einem Gedicht oder in einem Film dem Rest der Menschheit kundzutun.
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Aber die Erfahrung lehrt: Der künstlerische, subjektive Blick auf die Wirklichkeit zeigt weniger das, was "dokumentiert" wird, als vielmehr die Ideologie und die Vorurteile des Künstlers oder seiner Auftraggeber.
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Ich persönlich traue solchen "Faktencheckern" und "Dokumentaristen" nicht.

Je mehr mehr Grimme-Preise ein "Dokumentarist" wie Pichler anhäuft, desto ähnlicher wird er dem seligen Grimme-Preisträger Relotius vom Spiegel.
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Technikfremdheit und Technikfeindlichkeit gibt es nicht nur durch eine kritische Philosophiet, sondern auch manchmal durch eine stupende Unwissenheit in diesem Bereich.

Der Bildungsgang von Herrn Pichler kann solche Zweifel nicht ausräumen.

Dagmar Lubig | Do., 12. März 2026 - 11:45

Dieser Mann ist hierzulande vielen Zeitgenossen ein Dorn im Auge geworden, auch dieser Film schlägt in die selbe Kerbe, folgerichtig wird emsig unterstellt, auch hier die Nadel im Heuhaufen gesucht, und natürlich, wie bei jeder technischen Vision auch gefunden!
Tja, neuerdings erschöpft sich das arme geniefreies Deutschland in Neid und Missgunst, und außerdem faselt es von Vielfalt, aber meint Einfalt.