Isabelle Huppert
Sie will doch nur Spaß: Isabelle Huppert als Konzernerbin Marianne Farrère / picture alliance/dpa/Neue Visionen Filmverleih | Manuel Moutier

Film der Woche: „Die reichste Frau der Welt“ - Ein teures Vergnügen

Inspiriert vom Skandal um die L’Oréal-Erbin Bettencourt erzählt „Die reichste Frau der Welt“, wie eine Milliardärin Opfer eines Erbschleichers wird. Trotz einiger Schwächen amüsiert die Satire auf die Bourgeoisie – vor allem dank Isabelle Huppert.

Ursula Kähler

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

So erreichen Sie Ursula Kähler:

Die armen reichen Leute! Geplagt von den eigenen Privilegien sind sie ständig auf der Hut, ihren Reichtum zu schützen und zu mehren. Überall lauern Gefahren – egal ob volatile Märkte, bröckelnde Renditen oder gierige Trittbrettfahrer. Zwischen Scheckbuch und Champagner gerät die Erdung dabei schnell unter die Räder. Doch Regisseur Thierry Klifa will kein Mitleid mit den Superreichen. Sein Thema ist die toxische Kraft des Geldes innerhalb menschlicher Beziehungen. Für „Die reichste Frau der Welt“ ließ sich der Franzose von der „Bettencourt-Affäre“ inspirieren. Was 2007 als bizarrer Familienstreit zwischen der L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt und ihrer Tochter begann, weitete sich zur Staatskrise bis hinein in den Élysée-Palast aus. Reichlich Stoff also für gutes Kino.

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