- Licht und Schatten über Ithaka
Es ist das Kinoereignis des Jahres: Christopher Nolans „Die Odyssee“. Durch ungünstig besetzte Nebenrollen geriet das Werk früh in die Kritik. Vor allem aber aus kommerziellen Gründen verschenkt Nolan die Chance, einen epochalen Film vorzulegen.
Es sind die größten Geschichten der Menschheit: die Ilias und die Odyssee, entstanden Mitte des 8. Jahrhunderts vor Christus. Homer, ihr Autor, war ein rhapsodischer Poet, der, des Schreibens vermutlich unkundig, aus einer langen Überlieferungstradition schöpfte. Er schildert Ereignisse, die schon zu seinen Lebzeiten Jahrhunderte zurücklagen, eine Welt der Mythen, Götter und Heroen am Ende der Bronzezeit.
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Immer wieder, und mit jedem Aufguss dünner zu brühen. Homer dreht sich ob dieses Machwerks im Grabe um.
Um überhaupt eine Oscar-Nominierung zu erhalten, müssen allerlei Geschlechter und Farbnuancen im Film vorkommen. Da wird auf kulturelle und gesellschaftliche Fakten keine Rücksicht genommen. Um Hollywood zu verstehen, muss man wissen, dass Kino dort in erster Linie Unterhaltung bedeutet. Ob der Film Homers Märchen korrekt widergibt, ist deutsche Pingeligkeit.
Da sieht man mal wieder, wie es geht: 3 Zensuren (Bild u.a.) von „himmelhochjauchzend“ bis „zu Tode betrübt“. Man mache sich selber ein Bild und schaue sich den Film an, sofern man sich für das Thema interessiert. Auch die Zensoren und Prüfer wollen/müssen Geld verdienen! 😉
