- Ins Herz der Finsternis
An der Ostfront 1943 sucht die Besatzung eines Tiger-Panzers nach einem verschollenen Oberst. Der Auftrag entwickelt sich zum Horrortrip. „Der Tiger“ ist ein ungewöhnlicher Antikriegsfilm. Sein Spiel mit der Realität geht unter die Haut.
Nazi-Crank oder Hitler-Speed sind nur zwei der Spitznamen für die Partydroge Crystal Meth. Der Bezug zur deutschen Geschichte kommt nicht von ungefähr. Berühmt wurde das Methamphetamin als Pervitin vor allem durch seinen massenhaften Einsatz in den Kriegen der Wehrmacht. Schon damals verniedlichte man die Substanz und nannte sie Hermann-Göring-Pillen, Fliegermarzipan – oder Panzerschokolade. In Dennis Gansels neuem Film „Der Tiger“ sind die Protagonisten gezwungen, so viel Leid zu ertragen, dass sie bereitwillig die kleinen weißen Pillen schlucken. Auf engstem Raum, in dem durch deutsche und alliierte Kriegspropaganda zum Mythos stilisierten Kampfpanzer „Tiger“, kämpfen sie sich 1943 hinter die Front. Operation „Labyrinth“ heißt ihr Geheimauftrag. Dabei verlieren nicht nur die Soldaten die Orientierung. Auch der Zuschauer verirrt sich in diesem schauderhaft faszinierenden Wechsel zwischen Realität und Albtraum.
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„Ich denke, dass der Film vor allem von einer jungen Generation gesehen werden sollte“, sagt der Regisseur. Nun - danach wird die "junge Generation" sicherlich sagen, daß sie das nicht haben möchte. Und sich dafür dann Putin, Erdogan, der Mafia oder sonstwem unterwerfen? Na dann mal los. Im übrigen gibt es keine Antikriegsfilme. Ein Tatort ist ja auch kein Anti-Krimi. Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Man sollte Clausewitz einfach mal zur Kenntnis nehmen und diese bittere Tatsache akzeptieren.
